Merkur

Merkur rückläufig in Löwe und Jungfrau

Schon wieder!
Ajoo, dreimal im Jahr. Vorgestern hat’s begonnen.
Die genauen Termine:

Pt. 1 24. Juli 2017 – 28°25′ ♌ (Eintritt in die Schattenzone)
Pt. 2 12. August 2017 – 11°38′ ♍ (ab da geht er ‚rückwärts‘)
Pt. 3 05. Septemer 2017 – 28°25′ ♌ (ab da geht er wieder ‚vorwärts‘)
Pt. 4 19. September 2017 – 11°38′ ♍ (aus der Schattenzone raus)

Was das soll mit Pt.1 – Pt. 4 erkläre ich hier.

Jut, dann seif ihr ja wieder umfanned informiertl.

 

Oke, das lass ich stehen. So einzigartig dämliche Vertipper haben ihr Recht aufs Dasein verdient. ❤

 

Zeitströmungen

Ich hab ja das Newsletter vom Lunarium abboniert. Da kamen Anfang und MItte April Mails mit der Information, dass die Tage vom 20. bis zum 23. April eine ganz wunderbare Zeit seien, um harmonisch zu kommunizieren und wundervolle Dinge für den weiteren Lebensweg zu brainstormen und kreativ und konstruktiv zu sein.
Speziell am 21. April sei eine super Konstellation, um Problemen, die zu Merkur passen (z.B. Lernen, Information, Diskussionen mit Leuten, etc) einen Schubs zu gehen, und dann zu gucken, was passiert.
 
Nu hab ich leider ‚verpasst‘, diese Information an meine geneigte LeserInnenschaft weiter zu geben. Wenns tröstet: Ich hab den genauen Zeitpunkt auch verpasst. Und ich bin im Reinen damit.
Die Dinge haben sich auch so gefügt, und ich bin zutiefst davon überzeugt, dass das auch bei euch der Fall war und ist.
 
Damit deutlicher wird, wie ich das meine, will ich erzählen, wie’s die Tage bei mir war und ist.
 
Am 15. April, genau zum Zeitpunkt, da die retrograde Venus wieder die Richtung wechselte (sie geht nun wieder vorwärts, durch die Schattenarena), bekamen mein Gefährte und ich Krach. Die fiese Sorte Krach, wie wir sie von zwei vorherigen Sommern kennen. Die Sorte Krach, die zweimal in meinem Entschluss gemündet ist, auszuziehen und alleine zu leben. Und die dann dazu geführt hat, dass wir unsere Beziehung neu definieren.
Die Zeit der retrograden Venus ist genau die Zeit für sowas. Beziehungen, die nicht mehr wirklich tragen, lösen sich zu solchen Zeiten auf. Ich war sicher, dass uns das nicht passiert. Nun sind wir ja grad umgezogen, lieben unsere Wohnung, lieben einander, und die Venus retro Zeit hatten wir hervorragend durchschifft. Den 15. April hatte ich mir dick im Kalender angestrichen, und als ihn wir ohne Ärger erreicht hatten, war ich voll zufrieden und beruhigt. Außerdem war ich voller Vorfreude auf die wunderbaren Tage der harmonischen Kommunikation und Kreativität, 20. – 23. April.
 
Und dann BÄNG!
 
Sehr witzig, Universum.
 
Es stand tagelang grässlich um uns. Dann, innerhalb unserer quälenden, nervenden, hilflosen, altbekannten Horrosstreitdiskussionen, kam ein Thema auf den Tisch, das ganz neues Licht auf alles warf. Und seit dem ist alles anders. Als der 20. April dämmerte, hatten wir unsere Beziehung neu definiert. Harmonische Kommunikation volles Rohr.
 
Also, der Himmel wieder voller Geigen, und ich voller Freude, denn ich hatte einiges vor, in den Tagen vom 20. – 23. April. Diese Vorhaben hatten sich zur Zeit passend gefügt, und war für mich ein weiteres Zeichen, dass alles perfekt läuft.
Am 21. wollte ich mich zu einem lange geplanten Online-Astrologiekurs bei eben jener Lunarium-Seite anmelden.
Abends wollte ich zu Qi Gong und Tai Chi gehen, das laut deren Website für wenig Geld einmal die Woche in einer Schulturnhalle stattfindet, die 10 Minuten Fußweg von hier entfernt ist.
Und Samstag wollten wir in Mannheim auf dem Gelände unseres Urbanen Gartens bei einem Hinterhofflohmarkt mitmachen. Ich hatte vor, selbstgemachte Postkarten und andere kleinen Kunstkram von mir mitzunehmen. Ich wollte Tarotlegungen anbieten.
 
Und dann kam’s so:
 
Am 20. April sind wir erst mal zum Möbelum gefahren. Wenn ich das negativ betrachte, kann ich sagen: Wir haben im Konsum geschwelgt. Tu ich nicht. Ich seh das so: Ein weiterer Schritt Richtung Nur Noch Schöne Dinge mit Guten Vibes. Projekt Freude und Fülle.
 
Am supertollwichtigen Tag, am 21. April, kam die angekündigte Einladung zum Astro-Kurs. Als ich per Paypal das Geld dafür bezahlen wollte, war der Preis plötzlich um knapp 10.-€ gestiegen. Steuern. Ich habe keine Ahnung, wer diese Steuern kassiert. Was ich genau weiß: Ich will sie nicht bezahlen.
Hab erst gedacht, ich wär mal wieder geizig. Das ist es nicht. Ich übe seit einiger Zeit, in der Fülle zu leben, und es gelingt mir gut, finde ich. Ich geb z.B., siehe oben, fröhlich Geld für Dinge aus, die ich schön, sinnvoll, heilsam und erbaulich finde.
Steuern an eine Entität zu zahlen, von der ich nicht genau weiß, wer/was die ist und von der ich nix will, finde ich weder schön, sinnvoll, heilsam noch in irgendeiner Weise erbaulich.
Ich habe den Kurs nicht gebucht.
 
Ich habe gehadert, gezweifelt, mir Feigheit und Geiz unterstellt – und dann, als ob das Universum mich noch weiter deprimieren wollte, las ich von einer Freundin, die sich so ungefähr zur gleichen Zeit, auch mit Zweifeln und Gehadere, zu einem (anderen) Online Kurs angemeldet hat. Die also genau das gemacht hat, wovor ich zurückgewichen bin. ARGH!
Und doch war meine Entscheidung gegen die Anmeldung unmittelbar und endgültig.
 
Dann hab ich meine Frust verdrängt und erst mal was getan, was mir richtig Spaß gemacht hat. Ich hab den albernen „stylisches Schreibtisch Accessoire Bastelartikel„-geschrieben. Danach noch den andern über die oben Erwähnten neuangeschafften Dinge.
 
Dann hab ich bemerkt, dass der Tag so gut wie rum war und ich Qi Gong und Tai Chi verpasst habe.
 
Achja, zwischendurch war ne Mail vom Urbanen Garten gekommen: Dass es Samstag sehr wahrscheinlich regnet und der Flohmarkt dann nicht stattfindet. Der Gefährte hatte zu dem auch noch reichlich anderes zu tun, also haben wir den Flohmarkt gecancelt.
 
Das war also mein supertoller 21. April.
Nichts von dem, was ich mir vorgenommen hatte, hab ich gemacht. Stattdessen habe ich Zeugs gekauft und zwei belanglose Blogartikel geschrieben. Oh, das elende Gefühl, eine wichtige Gelegenheit verschwendet zu haben. Versagen, nichts hinbekommen, faul, geizig, verschwenderisch, in alten Mustern gefangen… Mit dem Gefühl bin ich gestern (22. April) aufgestanden.
 
Und dann hab ich das alles mal sacken lassen, gesichtet, Tagebuch geschrieben. Habe sehr genau auf meine innere Stimme geachtet: gespürt, was sich innerlich gut anfühlt und was nicht. Ich habe meiner inneren Wahrheit nachgespürt.
 
Dabei habe ich gespürt, dass ich mit meinen Entscheidungen und Unterlassungen im Reinen bin. Ich hab genau das getan, was mir wirklich Freude gemacht hat. Sowohl Flohmarkt als auch Astro-Kurs sind Dinge, da hatte ich das Gefühl, ich sollte die machen, weils mich zu was führen könnte, was vage richtung Beruf geht. Das sind verinnerlichte Erwartungen, die ich an mich stelle. Die sind nicht meins.
 
So kam ich zu der wundervollen Erkenntnis, dass ich diese angekündigten magischen Tage nicht verschwendet habe, sondern dass ich genau das Richtige getan habe. Dieser Blickwinkel gibt nicht nur den Tagen jetzt eine andere Wertung, sondern, wenn ich diese Wahrheit spüre, meinem ganzen Leben einen neuen Sinn. Ja, wirklich.
Ein weiterer Schritt Richtung Freiheit und raus aus dem ich sollte.
 
So hab ich nun seit langer Zeit auch endlich wieder Lust und Grund, einen Artikel für die HECKENWICKE zu schreiben. Ich wollt euch anregen, zu gucken, was ihr die letzten Tage so getan und nicht getan habt, und wie sich das wo anfühlt. Ob innere Stimmen Urteile abgeben und euch zum Hadern gebracht haben – oder auch nicht. Welche Innere Wahrheit, welches Sehnen, welche Freude sich durchgesetzt haben. Wo ihr mehr auf euer SELBST hören könnt, wo ihr Vertrauen spüren könnt. Wenn ihr das erkennt, habt ihr die schönen Tage jetzt wunderbar genutzt.
 

 
Achja, und Tai Chi und Qi Gong sind nur verschoben. Die haben nix mit „Beruf“ zu tun, drum bin ich zuversichtlich, dass ich diesen Entschluss in die Tat umsetze.
 

Merkur retro


Merkur retro =)

Nur zur Info, für die, die auf sowas achten: Heute betritt Merkur die ‚Schattenarena‘, den Bereich, in dem er demnächst rückläufig wird.

Hier die Daten:

Punkt 1: 2. Dezember 2016 – 28°♐
Punkt 2: 19. Dezember 2016 – 15°♑
Punkt 3: 8. Januar 2017 – 28°♐
Punkt 4: 27. Januar 2017 – 15°♑

Hier← mehr zum Thema.
Wer Fragen hat: immer her damit.

Projekte

Seit dem letzten Neumond hats mir mehr und mehr die Sprache verschlagen. Ich schiebe das einfach auf den rückläufigen Merkur, der seit einer Woche wieder vorwärts geht. Am 6. Juni sind wir ganz aus der Nummer raus, und ich ahne, dass ich dann blogmäßig wieder in Fahrt bin.

Hier&Jetzt hab ich erst mal aufzuräumen und einige lose Fäden aufzunehmen und zu verknüpfen.
 

PROJEKT NIE WIEDER TETRA PAK
Funktioniert. Seit ich den Sojamilchmacher bestellt habe, haben wir kein Tetra Pak mehr gekauft.

Um die Frage von Marille Grünblatt zu beantworten:
Ich habe inzwischen Mandel Milch gemacht, auch gemischt mit Cashews, die ist köstlich geworden.
Reismilch geht auch gut, mit einem EL Öl und 5 Cashews.

Cashews sind überhaupt köstlich und damit werd ich noch einiges andere ausprobieren. Und wie erfreulich:
„In kaum einem anderen Lebensmittel ist der Anteil an der essentiellen Aminosäure Tryptophan derart hoch wie bei den Cashewkernen. Tryptophan ist ein unerlässlicher Nährstoff bei der Produktion des Neurotransmitters Serotonin. Gemeinsam mit dem Vitamin B6 (Bierhefe, Kartoffeln) kann Tryptophan helfen, Depressionen zu behandeln.“ Wikipedia

Hafermilch dagegen hat nicht gut geklappt, weil ich die warm hergestellt habe, und dabei wird Hafer schleimig. Wie ich weiß und ausgeblendet hatte. Drum hatte ich keine Milch, sondern Brei. Logisch. Ging dann übers Müsli weg. Ein bisschen davon auch sehr gut in Saucen.
Außerdem habe ich inzwischen rausbekommen, dass die Süße der vormals gekauften und so geliebten Hafermilch durch hinzugefügte Enzyme ensteht. Das kann ich zuhause nicht nachmachen. Also Hafermilch derweil gecancelt, wobei ich noch mal die kalte Methode versuchen werde. Dannmal, wenns is.

Der wunderbare Nebeneffekt beim Sojamilch machen sind die Okarapöppel. Jedesmal werdense bisschen anders.

Pöppelcairn an Paprikageröllhaufen in Cashewmilchpfütze

 

PROJEKT NIE WIEDER ALUHÜLLEN
Die Firma Glafey hat mir ein zauberhaftes Paket geschickt, also, meine Bestellung ist angekommen.
Ich habe jetzt eine Menge Teelichte ohne Hüllen und vor allem habe ich einige Dosen „St. Peter“ und „vierteljährlich“.

Ich habe vor Kurzem begonnen, mit selbstgebastelten ÖlLichtern zu experimentieren und habe damit das Gefühl, ich bin wieder ein Wegstück weiter heimgekommen. Anders kann ichs nicht ausdrücken. Diese Öllichter erfordern Pflege, und das mach ich sehr gern. Das Licht und das Zubehör und alles daran ist schön, finde ich.

Ein Foto vom Chaos auf meiner Truhe/dem Altar. Zu sehen sind drei Ölflaschen zum Nachgießen, drei Becher mit Dochten in bunten Papierhaltern (für St. Peter, Foto davon unterm Beitrag) und ein Glas mit Dochten in weißen Papierhaltern für „vierteljährlich“ (catchy names ham die Glafeys). Der Schwimmer für „vierteljährlich“ liegt auch im Glas, der war noch nicht im Einsatz. Die passen perfekt in Teelichtgläser. Perfekt!
Rechts im Bild mein Schmuckteller, der nichts mit den Lichtern zu tun hat und nur so aufs Bild geraten ist. Ist auch hübsch.
Darunter, unten rechts, liegt ein selbstgemachter ÖlLicht-Schwimmer. Da werde ich noch mehr machen, weil die für größere Gefäße gut sind. Und alles sieht toll aus. Das Licht scheint durch das Öl und das Wasser; Magie, Steampunk, Zauber, Wunder.
Ich bin froh! ❤

 

PROJEKT WENIGER PLASTIKMÜLL
Naja.
Es wird sehr allmählich und doch merklich weniger. Trotzdem immer noch anderhalb gelbe Säcke auf zwei Wochen. Viel zu viel. Weiter mit Weniger!
Wir brauchen immerhin so gut wie keine Plastikmülltüten mehr, weil wir in der Küche den Mülleimer abgeschafft haben. Stattdessen, sehr fotogen mit dem Fensterkristall Lichtfleck:
Warum ich da nicht früher drauf gekommen bin, also, vor vielen Jahren, das wundert mich sehr.

Den Plastikmüllbeutel im Bad, wo der Katzendreck reinkommt, lege ich inzwischen auch mit Zeitung aus, dann wird der Beutel nur ausgekippt. Wir haben seit vielen Tagen den selben Beutel im Einsatz.

Kleine Schritte.
 

 

☿ Merkur geht wieder rückwärts

Es ist wieder so weit. Bzw. wir haben schon das erste Viertel geschafft, und jetzt wirds akut. Am 28. April beginnt Merkur im Stier rückwärts zu gehen. Genaue Daten unten.

Das nehme ich zum Anlass, dieses Lied zu posten. Ist eher… heavy, sag ich nur zur Warnung. Dafür kurz. Und SUPER (find ich, und das Cover gefällt mir gar nicht. Wollt ich nur erwähnt haben…).

Daedalus, your child is falling and the Labyrinth is calling.
Renegade heaps, humanity abandoned.
Bower of the vowels, you lit them and fanned them.
Mercury, the courier, celestial messenger
Bed with Dawn, your bride.
Arrowhead of Diane, pierce the mind of a man,
Tongueless muse of time

 
Ich kann den Text weder erklären, noch will ich ihn übersetzen ~ manches darin ergibt grad Sinn für mich. Daedalus z.B.
 

Hier noch die ungefähren Daten für die Merkur-retro-Phase. Den ersten Teil haben wir schon erlebt.

Pt 1: 14. April 2016 – 14°20′ ♉
Pt. 2: 28. April 2016 – 23°36′ ♉
Pt. 3: 22. Mai 2016 – 14°20′ ♉
Pt. 4: 6. Juni 2016 – 23°36′ ♉

Und wie immer: hier eine kurze Erklärung zu diesen Phasen.

retrograder Merkur

Seit dem 17. September geht Merkur ‚rückwärts‘, die Wochen davor hat sich das vorbereitet und angekündigt. Wir sind jetzt in der Phase zwischen Punkt 2 und Punkt 3. (Dazu hab ich hier was erklärt, dort sind auch Links zum Astrowiki, wo noch mehr und besser erklärt wird.)

edit:
Hier noch die Termine nachgereicht. Lieber sehr spät als gar nicht…

Pt.1: 27. August 2015, 00°54’♎
Pt.2: 17. September, 15°55’♎
Pt.3: 09. Oktober, 00°54’♎
Pt.4: 24. Oktober, 15°55’♎

 

Wenn Merkur rückläufig ist, wird gewarnt vor Computerproblemen, Unfällen, Kommunikationsverwirrungen und sowas.
Ich weiß nicht… Computerprobleme hab ich immer mal wieder, egal, was Merkur grad treibt. Als ich vor paar Wochen angefahren wurde (nix passiert), lief Merkur noch fröhlich vorwärts.

Was allerdings sich bei mir persönlich in den letzten Wochen angebahnt hat und seit dem 17. September deutlich anders ist: Ich bin ja seit einiger Zeit in einer Beratung zur Selbstständigkeit, und hier&jetzt merke ich, dass ich das so, wie’s jetzt im Businessplan steht, nicht will.
Und achja, Merkur geht grad in meinem 10. Haus rückwärts. (Das 10. Haus steht, schlicht gesagt, für Beruf und Öffentlichkeit.)
Ich könnte jetzt aufgeben. Stattdessen sag ich mir: Das ist Not-wendig und passt perfekt in die Zeitqualität. Ich muss da noch mal drüber, muss andere Blickwinkel einnehmen, muss gucken, wo mich Vergangenes noch beeinflusst und mich dabei stört, etwas Neues zu machen (und zu werden).
Vielleicht – wahrscheinlich! – wird dann etwas, das ich mir hier&jetzt noch gar nicht vorstellen kann.

In der Zeit des rückläufigen Merkurs haben wir Gelegenheit, Dinge neu zu betrachten, neu zu bewerten, sie zu verändern und anzupassen.
Diese Phase wird bis zum 9. Oktober gehen, dann wechselt Merkur wieder die Richtung. Dann gehts weiter voran!

Mein Lieblingsastrologe Robert Wilkinson hat auf seinem Blog einen Haufen Artikel zum aktuellen rückläufigen Merkur veröffentlicht, und es kommen wahrscheinlich noch welche dazu.
Hier ein Link zu einem der aktuellen Artikel, den ich sehr empfehle:
The Guide of Souls in September-October 2015 – Mercury Slowing Down, Preparing to go Retrograde at 16 Libra
Das Problem bei seinen Texten: englisch, anfangs erst mal Werbung für sein Buch [ich habs bestellt…] und so voller astrologischer Info, dass ich schnell überfordert bin. Ist Arbeit, das Relevante rauszufiltern.

Hier ein bisschen Info in schlicht und auf deutsch

Es kann sein, dass wir jetzt Missverständnisse und Unstimmigkeiten mit Personen aus der Vergangenheit klären können. Entweder in uns selber, oder wir haben im richtigen Leben die Gelegenheit dazu.

Es geht nicht nur um Personen, auch neuere Pläne, Vorhaben, Unternehmungen können betroffen sein. (Ach SACH!)

Merkur geht in der Waage rückwärts, da geht es auch um Schönes, um Kunst, Ästhetik und Craft. Ich hab z.B. die letzten Wochen ab und zu Postkarten von eigenen Fotos drucken lassen, und die sind alle schön geworden, finde ich.
Bis auf die letzte Bestellung. Die Auslieferung hat sich verzögert, am 17. konnte ich sie endlich abholen. Achja, das war der Tag, an dem Merkur rückläufig wurde. Diesmal sind sie nicht besonders toll, besonders eine ist so scheußlich, dass ich gar nicht weiß, was ich damit machen soll… X)
Das ist keine besondere Katastrophe, das heißt nur, dass ich die Zeit jetzt nutzen kann und werde, beim Entwerfen meiner Postkarten sorgfältiger zu sein und manches noch mal zu überdenken und zu verbessern.

 

Achja, und weil Merkur Hermes ist, The Guide of Souls, der Bote und Seelenführer, und weil ich ihn mag, hab ich mir ein Parfum dazu gekauft: Voyage d’Hermès.
Ich hab das Flohmarktgeld vom 12. September genommen und mir gleich die Riesennachfüllflasche geleistet. Das bedeutet, dass ich die Originalflasche gar nicht habe und das teure Zeugs in eine Sprühflasche hab umfüllen müssen. Nu siehts nicht besonders edel aus. Ich hab allerdings das Gefühl, Hermes gefällts so.

 

 

 

Hermes



Go and rest your limbs here for a little under the juniper, O wayfarers, by Hermes, Guardian of the Way, not in crowds, but those of you whose knees are tired with heavy toil and thirst after traversing a long road; for there a breeze and a shady seat and the fountain under the rock will lull your toil-wearied limbs; and having so escaped the midday breath of the autumnal dogstar, as is right, honour Hermes of the Ways.

 

 


Ein Hinweisschild zu einer Apotheke in San Diego. In Amerika wird der Kerykeion (Caduceus) – der Hermesstab – oft verwechselt, mit dem Asklepiosstab ⚕. Der hat nur eine Schlange und gehört zu Asklepios, griechischer Gott der Heilkunde. Ich habe gelesen (wenn ich doch bloß noch wüsste, wo) dass der Kerykeion ☤ von Hermes das Symbol eines amerikanischen Verlages war (da passt er ja auch gut hin), der viele Bücher über Medizin rausgebracht hat. So wurde in Usa der dem Asklepios-Stab ähnliche Hermesstab mit Pharmazie verknüpft.

Seltsam, ich hatte einiges zu ihm geschrieben, im Circle, das war ein  Message-Board, das ich mal betrieben hab. Ich finde Backups von dem Board, und just dieser Faden ist nicht dabei. Seltsam.

Ich wollte das sowieso nicht hier reposten (ist auch auf Englisch), ich wollte da nur nachgucken, wie das eigentlich angefangen hat mit Hermes. Kann mich nämlich nicht mehr so genau erinnern. Ich war in München, das ist sicher.
Auf der Suche nach dem Backup habe ich jetzt die dritte alte Festplatte hergeschleppt und darüber festgestellt, dass ich die ausmisten kann. Ich sag mir: das ist ihm alles wohlgefällig. Message Boards, Internet, Computer, Daten, das mag er. 🙂

Hab jetzt auch das Backup gefunden und nun weiß ich wieder, dass es 2009 im September anfing, ausgelöst durch einen Beitrag einer andern Circle-Mitfrau zu Merkur retrograd. Darin kam naheliegender Weise Hermes/Merkur vor. Und plötzlich fühlte ich mich von Hermes sehr, sehr angesprochen.
Früher konnte ich ihn nicht gut leiden, ich vermute, weil er Apollon ausgetrickst hat – hat ihm ne Herde Rinder geklaut. Und ich war doch in Apollon verliebt.
Ich glaube, er war mir auch zu unbekümmert, zu selbstsicher und frech, zu clever.
Das lag daran, dass ich als junges Mädchen sehr unglücklich war, sehr ängstlich. Fand mich hässlich, war Außenseiterin, Loserin.
Unbekümmert, frech und selbstsicher, clever, das waren die andern. Mein Schmerz, das waren die andern. Also reagierte ich, wie ein unsicherer junger Mensch ohne viel Mut und ohne Erfahrung oft reagiert: Hermes war mir zu doof.

Hier ist ein Bild von der Hermes-Statue im Nymphenburger Park. Diese süßliche Darstellung ist mir, muss ich ehrlich sagen, auch heute noch zu doof… Trotzdem freue ich mich natürlich immer, wenn ich ihm begegne.
Und der Hahn ist klasse!

2009, über die Merkur retrograd Diskussion, wurde mir endlich klar, wie sehr mir Hermes Attribute und seine Wirkungsbereiche gefallen und auch entsprechen. Kommunikation. Information. Umherstreifen. Grenzgänger sein. Verbinden, vernetzen, Handel treiben.
Er ist auch der Gott der Diebe, und Erdbeeren sind ihm heilig. Da war ich doch ganz begeistert, als ich mich erinnerte, dass das allererste, was ich je geklaut habe, eine Erdbeere gewesen ist. X)

 
September 2009 hatte ich auch einen kurzen, schlichten Traum, in dem mir nahegebracht wurde, drei Steine übereinander zu legen. Was ich dann angefangen habe, an Orten in meiner Umgebung zu tun. Gar nicht viele, auch ne Praxis, die ich noch immer vernachlässige.
Ich erzählte am Circle-Board von dem Traum und postete Bilder von meinen kleinen Steintürmchen. Ich erfuhr, dass es sich dabei um mini Cairns handelt. Darüber fand ich raus, dass mit Steinhaufen früher Kreuzwege gekennzeichnet wurden. Orte, die nicht nur Hermes, sondern auch Hekate heilig sind. Orte, wo wandernde Hirten sich trafen, später Handelsreisende, Boten…

Mich selbst spricht am meisten der ältere Hermes an, der bärtige, der Traumbesucher, Grenzgänger. Städtestreuner, Wegekreuzer. Psychopompos.

Ich fand im Netz eine Epigramm, Author unknown, wohl aus dem alten Griechenland, das mich sehr berührt:

 

HERMES OF THE WAYS