Natron

1. Mai ~ Dankesammlung

Hngh, gestern hat alles im Sonnenlicht geleuchtet. Und wir ham geputzt, weil wir heute den Tag draußen verbringen wollten, und nun wars ein grauer, verregneter Zuhause-Rumgammel-Erster-Mai.
Und der war auch schön.

In die Dankesammlung kommt heute selbstgemachtes Deo, von dem ich schon drüben im Vetchblog erzählt habe. (Hier Rezepte dafür.) Heute hab ich Neues gemacht, diesmal mit Muskatellersalbei und Limette. Und einem Tropfen Patchouli. Muss.

Auf dem Bild sind noch andere Dinge, die mich sehr freuen. =) Der Mai hat ja grad erst angefangen. ❤  

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Das beste Deo, das ich je hatte

Vor knapp einem Monat ist endlich die Sprühflasche mit dem gekauften Biodeo leer geworden und ich habe getan, was ich schon seit langer Zeit tun wollte: Ich hab mir mein Deo selber zusammengerührt. Das Rezept, dem ich gefolgt bin, findet ihr (z.B.) hier. Unglaublich einfach. Natron auflösen, ätherisches Öl dazu, fertig. Ich habe Salbei, Lavendel und ein ganz kleines bisschen Patchouli dazugetropft. (Patchouli muss sein! Also, bei mir.)

Der Duft dieser Mischung hat mich überrascht: Er ist für meinen Geschmack perfekt. Das Patchouli sticht überhaupt nicht raus (ich kanns ehrlich gesagt gar nicht identifizieren), der Salbei ist leicht herb, der Lavendel rundet ab. Überhaupt nicht süß, und auch nicht ’supermännlich‘. Frisch, ein kleines bisschen samtig, ganz wundervoll.

Die Wirkung ist genau so wundervoll. Ich habe das Deo noch nicht an einem wirklich heißen Tag mit körperlicher Aktivität testen können. Ich meine solche Tage, an denen gekaufte Deos nicht durchhalten. Doch ich habe es zu zwei Radstrampeleien LU-MA und zurück ausprobiert und bin sehr zufrieden. Das selbstgemachte Deo ist auf jeden Fall genausogut und eher besser, als die vordem von mir gekauften.

Noch ein ganz besonders schöner Effekt dieses Deos: Seit dem Tag, da ich es hergestellt habe, freue ich mich jedesmal, wenn ich es verwende. Wirklich. Das ist jeden Tag mindestens einmal eine kleine Freude.


Die neue Lichtgestalt im Bad.

Demnächst ist mein erstes selbstgemachte Deo verbraucht, und das freut mich auch. So wundervoll der Duft auch ist: Ich habe noch viel vor, mit Limette, Muskatellersalbei, dem ätherischen Eukalyptusöl aus Indien… Und der Gefährte bekommt auch was zusammengemischt, wenn seine gekaufte Deo-Sprühflasche leer ist. Bald, bald…

Was ich außerdem ausprobieren werde, ist Roll On Deo, das in der einfachsten Version das gleiche Rezept hat, nur mit noch Speisestärke dazu. Es gibt überhaupt Unmengen an Deo-Rezepten, allein die oben verlinkte Smarticular-Site hat einige zu bieten. Kräuter- und Zitrusdeo (ganz ohne gekaufte ätherische Öle), Deo-Creme, Deo-Sticks, Deo-Bars …

Das Rezept, das ich verwendet habe, funktioniert übrigens auch ohne Duft. Ätherische Öle können unterstützend wirken; die Hauptwirkung kommt vom Natron.

Es ist supereinfach. Es duftet genau so, wie DU willst. Es ist umweltfreundlich. Es ist viel preiswerter als jedes gekaufte Deo. Es ist hautfreundlich, ohne Aluminium, ohne irgendwelchen synthetischen Mist. Es ist schneller zusammengemixt als du „dm“ sagen kannst. (Naja, also, gefühlt.) Es macht Spaß. Es ist rechtschaffen. Es WIRKT.

MACH! DEIN! DEO! SELBST!

Plastikfreier Juli

Aha. Na dann. Ich möchte plastikfreies Leben, die ganze Zeit. Möge dieser Juli viele inspirieren, auch Schritte in diese Richtung zu unternehmen.

Ist auch ein Anlass, ein Update zu geben, wie’s hier mit dem Müll- und Plastikreduzieren weiter geht. Die andern Beiträge dazu sind in der HECKENWICKE erschienen (wen’s interessiert: hier sind die meisten davon zusammengesammelt).

Letzte Woche wurden die Gelben Säcke abgeholt, und wir waren endlich mit nur noch einem Sack auf zwei Wochen dabei. Vordem warens immer zwei gewesen. Das ist immer noch sehr viel und trotzdem ein Fortschritt. Ein Hauptteil des Mülls im Gelben Sack sind Katzenfutterverpackungen.

Neue Plastiktüten nehmen wir, wenns hoch kommt, eine dünne, durchsichtige im Monat. Neulich hab ich eine für den riesigen und nassen Mangold gekauft, nachdem alle, die ich ewig lang wieder und wieder verwendet hatte, ganz den Geist aufgegeben hatten. Das wird nicht mehr vorkommen, ich finde was Wasserfestes, Großes, Haltbares.

Käse, Gemüse und Brot nur noch in Papier (da kann ich noch besser werden, indem ich meine Papiertüten selber mitbringe) und lose in Glas- und Plastikdöppen. Hauptsächlich auf dem Wochenmarkt, manche Läden machen auch mit.

Kein Tetra Pak mehr gekauft, seit ich den Sojamilchmacher habe. Keinen Togo-Becher mehr verwendet, immer Kaffee- und Teebecher von emsa dabei. Ich find die wirklich klasse, darum der Link.

Heh, als ich das letzte Mal in Köln war, hab ich einen in die Bäckerei grad beim Hotel mitgenommen, und gefragt, ob die mir den dort auffüllen.
Verkäuferin: „Ja sischer. Dat kost dann fünnef Euro.“
Isch: o.O
Verkäuferin: „HAHAHHA! Dat Jesisch! Anja [Kollegin]! Dat hättste sehn solln, wat die Dame jrad fürn Jesisch jemaach hat! HUARHARHAR! Einsfuffzsch bitte.“
Isch: „Oh MANN! Machense sowas morgens nicht mit mir, bevor ich nicht meinen Kaffee hatte! Argh!“
Da geh ich übermorgen auch wieder hin! Ich fahr nämlich morgen nach Köln.
Und weil ich grad dabei bin, möchte ich noch erwähnen, dass es in manchen Kaffee-Tempeln bei selber mitgebrachten Bechern einen Preisnachlass gibt. Mein emsa, so teuer wie er scheint, hat sich inzwischen locker amortisiert (hab den schon seit ca. 2 Jahren).

Für Waschmittel, Reis, Haferflocken etc. macht hier demnächst ein Plastikfreier Bioladen auf. Das habe ich BESCHLOSSEN! Haste gehört, Universum?

Das Kerzenprobem gelöst dank Selbermachen von ÖlLichtern und der Möglichkeit bei Glafey zu bestellen. Noch schöner wärs, wenn ich das vor Ort kaufen könnte. Im Plastikfreien Laden. Durchs Bestellen wars bisschen billiger, und ich habe jetzt nen schönen Vorrat an alufreienTeelichtern, Kerzen und Öllichtern. In der HECKENWICHTE hab ich darüber berichtet.
Hm. Den Vertipper lass ich stehen. Heckenwichte

Körperpflege: Ein gutes Öl von Veleda, Aloe Vera Saft, Zahnpasta aus Kokosöl mit Xylith und Kurkuma, zum Waschen Olivenseife und Lavaerde. Das einzige Plastik ist der Schraubdeckel von der Ölflasche. Und die Deckel von ätherischen Ölen, von denen ich manchmal welches zur Lavaerde und ins Hautpflegeöl tropfe. Deo mach ich auch bald selber, sobald das von Speik aufgebraucht ist.

Ich hab auch einen Haushaltsreiniger selbergemacht, aus Öko-Spüli, Soda und Eukalyptusöl, der ist ziemlich gut. Rezepte für sowas findet ihr z.B. bei Smarticular, einer sehr inspierenden Website.

All diese Veränderungen haben zur Folge, dass ich bei Alnatura und bei dm viel weniger einkaufe als früher. VIEL weniger.

Zur Körperpflege ist noch zu ergänzen, dass ich NIE wieder irgendwas von lavera kaufen werde. Die haben mich nachhaltig (haha) verärgert. (Und wie die geneigte LeserInnenschaft weiß, bin ich nur sehr sehr schwer zu verärgern.) Und zwar mit ihren Cremetöpfchen:

Die Mogelpackung nehme ich ihnen nicht mal übel, aber dass die aus Plastik ist, und dass dabei viel mehr Plastik verbraten wird, als nötig wäre, das ist NICHT oke. Der Inhalt mag bio sein, die Haltung, aus der heraus solche Packungen auf den Markt geworfen werden, die will ich nicht unterstützen. Mir kommt nichts mehr von lavera ins Haus.
Nebenbei bemerkt: Das größere Töpfchen haben wir geschenkt bekommen, aber das kleinere habe ich bei basiç gekauft. Und zwar hatte ich eine Verkäuferin angesprochen, damit sie mir hilft, eine Creme zu finden, die nicht in Plastik ist. Diese Verkäuferin zeigte mir das lavera-Töpfchen, das natürlich aussieht, als wärs aus Glas, packte es wieder in die Schachtel, gab mir die Schachtel, und erst zuhause habe ich gemerkt, dass ich – schlicht gesagt – beschissen wurde. So viel zu basiç.

Genug davon. Zurück zu den guten und schönen Dingen.

Ich war gestern im Weltladen. Da gibts paar wunderschöne plastikfreie Alternativen. Vor allem dieses knallbunte Bambusgeschirr… Das brauch ich aber nicht. Ich habe mir Gummihandschuhe gekauft. Damit kann ich jetzt wunderbar putzen und die Brennessel aufm Balkon abernten.
Dazu eine Haarseife, die ich gleich ausprobieren werde.

Und eben waren wir im türkischen Supermarkt, wo es sehr preiswert Natron und Citronensäure im Glas gibt.

Es gibt noch viel viel zu verbessern, und ich freue mich schon sehr auf den Plastikfreien Laden, der hier aufmacht (Universum! Du hast es jetzt verinnerlicht und unternimmst das Notwendige, neh?) und doch bin ich sehr erfreut, wie viel möglich ist, ohne, dass ich große Anstrengungen unternehmen muss.

FEIN!

edit:
Oh, damit kein falscher Eindruck entsteht, muss ich doch noch was erwähnen. Eben hab ich ne Tüte Chips gestopft, die waren natürlich in Plastik. Das kommt auch alle paar Monate mal vor, in manchen sogar mehrmals. In anderen gar nicht.
Und wir haben auch viel Plastikmüll durch so vegetarische Fleischersatzsachen, die der Gefährte oft kauft. Und so.
Also, von einem Einmachglas Müll pro Jahr sind wir weit WEIT entfernt.
Und das, was wir machen, macht einen Unterschied UND es macht uns beide tatsächlich richtig froh. Ein wundervoller Nebeneffekt