Nelly

Samstag, 29. und Sonntag, 30. Juli 2017 ~ Dankesammlung

Oh wow, grad mal wieder starke Verdichtungen im Raum-Zeit-Gefüge!

Der Gefährte und ich waren Freitagabend ja noch beim B., den ich in der HPΨ-Ausbildung kennenlergernt habe. Ich werde ihn fragen, ob ich aufm Blog Werbung für ihn und seine Praxis machen soll. Ich kann ihn sehr empfehlen – und Werbung ist was anderes als Reklame.

Dankbar bin ich zur Zeit insgesamt irnzwie für… ALLES! Hehe, solche Phasen gibts ja auch, wie schön! Als Ausgleich für die andern Phasen.
Wie im richtigen Leben.

 

Das war TOLL am Freitag beim B. Wie es sich stimmig fügte, waren wir die einzigen, die gekommen sind (Sommerferienloch). Unser Plan war zwar gewesen, mit vielen netten Leuten am Lagerfeuer zu hocken, doch dazu wird es noch reichlich Gelegenheit geben. Diesmal, das erste Mal, dass wir dort waren, hat B. mit uns beiden intensiv persönliche, wichtige Themen behandelt.
(Da jetzt drauf einzugehen, das führt hier&jetzt zu weit. Und ich bin noch nicht so weit, darüber zu schreiben.)
Danach haben wir zusammen gegessen, Erfahrungen ausgetauscht und richtig viel Spaß gehabt. Und wie SCHÖN — weil heilsam und erbaulich und ermutigend und erfreulich — so schön ist es, Wahrnehmungen abzugleichen und festzustellen, dass wir nicht alleine sind mit dem, was wir merken und wollen und machen.
Danke B. für die Kraft und die Zeit und die Gastfreundschaft!

 

Gestern, 29. Juli 2017, Samstag

Es ist wieder so heiß und drückend geworden und ich war sehr dankbar, dass der Gefährte sich drauf eingelassen hat und wir nicht geputzt haben. Ich hab auch Besuch aus Rom bekommen, da bin ich bisschen matschig.
„Besuch aus Rom“, heh, ich werd demnächst nen heiligeren Ausdruck dafür finden. Ich find den halt echt lustig. X)

Nelly ist wie ausgewechselt. Sie ist hier nicht der Mittelpunkt der Katzenparty, das wird sie nie, und doch: Sie liegt bei den andern Katzen rum, kein Geknurre, kein Gefauche. Besser als je zuvor. Danke an Gann Uma, die auf die Idee kam, und danke an Sophie0816 für das Reiki. Die Bachblüten, die wir hier zur Zeit alle nehmen, helfen auch, da bin ich sicher. Doch seit dem Zeitpunkt, da Sophie0816 Reiki geschickt hat, ist die Situation noch mal so auffällig besser geworden – ich bin dankbar und froh!

Ich bin auch dankbar und froh, weil das grad so ins Muster passt. Erleben und Akzeptanz des… Unnormalen. Akzeptanz dessen, was wir nicht für wahr halten sollen/dürfen. Danke, Universum! Ich schreib dazu demnächst auch was in die HECKE.

 

Heiße Tage
keine Frage.

(Ja, diese Gedichtleistung ist erbärmlich. Ich weiß. Es ist heiß.  ←Das ist ja geradezu noch ein Gedicht. Das muss reichen.)

 

 

Heute, 30. Juli 2017, Sonntag

Es ist immer noch so heiß… Ich bin dankbar, dass wir heute in aller Ruhe geputzt haben und das jetzt wieder für ne Woche erledigt ist! =)

 

Viel Sonne und immer wieder ein bisschen Regen, drum wächst alles so schön und üppig. 💚 💙 💚 💛

 

Das genügt. Ich bin grad insgesamt dankbar.

 

Und nun noch ein Gedicht/Gebet, das auch schon einige Jahre alt ist, außerdem um einiges besser als das von gestern. Ich finde, es passt grad sehr schön.

 

im mir
brennt eine flamme
ich weiss nicht
wieso
sie wärmt
sie sprüht funken
sie brennt
lichterloh

in mir
weht ein wind
der kommt
von weit her
er peitscht
regensilber
und wüstengold
zu mir her

in mir
ist ein wasser
ich kenn nicht
tiefe noch weite
es wogt
dunkelblaugrün
es schimmert
wie seide

in mir
steht ein stein
groß und grau
und voll moos
der steht
schon so lang, schon so lang
und jetzt
rollt er los

 

 

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Freyjatag, 28. Juli 2017 ~ Dankesammlung

Jüdelü, dann will ich mal wieder nen Tag vor dem Abend loben.

Eigentlich hab ich heute compfrei, doch das ist mir durcheinander geraten. Passt schon, ist zu erwarten bei den aktuellen Verwerfungen. Das regelt sich dann wieder ein, zur passenden Zeit. Hier&Jetzt bin ich dankbar für:

Die wunderschönen, üppigen, goldorangegelben Blumen aufm Balkon. Die Samen hab ich letztes Jahr im Luisenpark gesammelt, und ich hab nicht mehr geglaubt, dass die noch was werden.

Ich glaub, das Reiki von Sophie0816 hat was gebracht. Die Bachblüten, die Zeit, unsere Geduld, die andern Katzen, die Nelly in Ruhe lassen, ja, das alles auch. Bloß, gestern kam das Reiki, und heute Nacht hat sie sich unten rumgetrieben, und heute morgen saß sie nicht mehr im Bad, sondern im Flur. Und dann war sie oben aufm Bett, dann unterm Bett. Dann saßen der Schnusel und ich unten vor unseren jeweiligen Rechnern und hörten ein seltsames Geräusch, so ein… klack. Wir konnten uns das nicht erklären.
Egal.
Später ist der Gefährte hoch, um sich nen Kaffee zu holen. Dann rief er mich. Als ich die Treppe hochkam, sagte er:
„Du darfst  nicht schimpfen.“
„Wieso?“
Hilfloses Achselzucken, Blick Richtung Schlafbereich.
„Ist Ali was passiert?!?“
Nein, Ali lag unbehelligt in seiner Schlafbox, zusammen mit all den andern. (Da hab ich auch noch nicht von erzählt, von all den andern! Kommt noch.) Ich guck mich um, und dann seh ich-


Auf dem Bild sind zwei Katzen drauf.

Wir hätten niemals diese Truhe kaufen dürfen, deren Schubladen sich öffnen, wennde dagegen drückst. Oder springst.
Tscha. Da liegt sie nun, schon seit ein-zwei Stunden. Die soll sich bewegen! Und wenn sie es WAGT und da reinköttelt—

Das wird sie nicht wagen. PUNKT.

Ich freu mich, wie gestern schon erwähnt, sehr auf das MotherDrumEvent heute Abend. Möge es trocken sein!

Auf dem Balkon hat sich die vierte Tomate manifestiert. Sie sieht aus wie eine Erbse.
Eine der beiden Alten ist dagegen bald reif. ❤

Der Gefährte hat mich informiert, dass die Idries Shah Foundation Werke von Idries Shah als Hörbücher auf YouTube zur Verfügung stellt. Online sind sie auch kostenlos zu lesen.
Die Hörbücher sind für mich grad ein großes Geschenk. Erstens möchte ich ENDLICH „The Sufis“ vom ihm lesen, und zweitens hatte ich nichts mehr zum Anhören beim Einschlafen. Und drittens, sagt der Gefährte, hören wir uns das demnächst zusammen an, statt DVD gucken. Das ist eine sehr schöne Idee. ❤ Ich fürchte allerdings, wir werden da beide nicht weit kommen, denn nichts schläfert so schnell ein, wie ein Hörtext, der dich wirklich interessiert. (Wenn er dich nicht interessiert, dann stört er beim Einschlafen. Wenn du aufmerksam zuhörst, dann bist du schneller weg, als du „schnarch“ sagen kannst.)
Wer auch Interesse hat: Hier. DANKE an die Idries Shah Foundation! 💚

Und nu leg ich mich noch ne Runde aufs Ohr, damit ich heute Abend unter der Trommel nicht wegknack. Gestern wars richtig spät bzw. es war heute früh, als ich endlich einschlief.

Aaachsoja.

Nelly in der Truhe
da hat sie ihre Ruhe.

Noch…

Samstag, 22. & Sonntag, 23. Juli ~ Dankesammlung

Heh, heute kürzer, nachdem meine letzte Dankesammlung so ein bisschen wie ne Rede zur Oscarverleihung geworden ist (und dann danke ich auch ganz besonders meiner Agentin Vetch, ohne die ich niemals…) ~
Achwas, das hat ihr gut getan, der jungen Vetch, bisschen ans Licht geholt zu werden. =)
Anyway. Weiter.

 

Gestern, Samstag 22. Juli 2017

Nelly ist morgens aus der hintersten Ecke vom Spitzboden nach vorne gekommen und hat was gefressen. Immerhin.

Mangold. Mal wieder. Mal wieder superköstlich. Ich hab zum ersten Mal Butterrübchen mit drin gehabt, die kannte ich noch nicht.

Auf dem Balkon haben wir jetzt 3 Tomaten! Die zuletzt Dazugekommene ist winzig, und sie muss über Nacht aus einer Blüte geplöppt sein. Ich hab sie jedenfalls nicht kommen sehn. 💚

Abends gab es irnzwo ein Feuerwerk. Ich habs nur gehört und mich weiter nicht drum gekümmert. Gosh, was bin ich alt, träge und abgebrüht geworden. Als Kind habe ich Feuerwerk GELIEBT, und wenn ich eins gehört hab und nicht sehen konnte, dann flossen Tränen der Verzweiflung. Gestern hats mich schließlich, als das Böllern immer lauter und heftiger wurde, doch noch vom Hintern gehoben. Ich bin auf die Terrasse gelaufen und konnte durch die Blätter der Bäume tatsächlich noch die letzten Raketen glitzern sehen.
Das war so schön, dass ich beim Jetzt dran Denken wieder feuchte Augen und ein warmes, wehes Herz bekomme.

Dampfgrüne Schwüle
durch die sanfte Dunkelheit
glitzernde Funken

 

Heute, Sonntag 23. Juli 2017.

Leider hat Nelly oben hingeköttelt, drum haben wir sie heute runtergeholt. Sie hat sich nicht gewehrt  — das hat mich überrascht. Früher gabs bei sowas blutende Wunden… Sie hat sich dann auf meinem Schoß tief mit dem Kopf in meine Armbeuge reingebohrt. Ein Kätzchen, das in Mamas Bauch zurückwill. Achje. :‘
Wir haben ihr im Bad ein Klo hingestellt, ein kleines Kuschelzelt in einer Ecke, ich hab ihr Luxusfutter gebracht, das sie erst gefressen hat, als ich sie zwischen meine Beine nahm und mich schützend über sie beugte. Dann hat sie’s reingehapst, die hatte Hunger! Und dann hatte ich endlich den Gedanken, ihr Bachblüten zu geben. Was ich tat, vor allem Star of Bethlehem, und seitdem ist tatsächlich eine Veränderung zu beobachten. Sie ist hoch ins Wohnzimmer und hat sich aufs Sofa gelegt.
Inzwischen ist sie wieder auf dem Spitzboden – vorne. Das wird schon wieder, es wird halt dauern.
Danke an Edward Bach und an die Bachblüten!

Ich bin so froh, dass wir gestern geputzt haben. Ist die beste Zeit, vorm Neumond, und das Schönste daran: Es ist geputzt! ❤

Der Gefährte hat mich gebeten, in seinem Namen dem Universum für Stevia zu danken. Ich persönlich bin ja kein Fän davon, doch in des Ogers Namen: Danke für Stevia. ❤ =)

Danke an Sólveig, deren Streifzüge durchs Internetz mir immer wieder super Impulse verschaffen. =) Heut hab ich mir ein Runenbuch bestellt.

Dafür bin ich vor allem dankbar, weil ich feststelle, dass ich selbst nur noch sehr wenig Geduld habe für Videos, Interviews, Bilder, Diskussionen, Artikel – all der Kram, der das internet füllt. Ich klicke was an, und bevor die ersten 8 Takte/Zeilen/Worte/Blinkies gelaufen sind, klick ichs schon wieder weg, weil ich merke, dass es mich allermeistens nicht interessiert sondern stattdessen gleichzeitig langweilt und anstrengt.
Das ist wahrscheinlich eine Alterserscheinung. Wobei ich selbst denke, es ist ein Zeichen dafür, dass ich immer mehr aus der Matrix rausfalle. Jedenfalls bin ich erstaunlicherweise dankbar für diese Entwicklung. Und ich bekomme immer noch mehr als genug Input. Und immer wieder auch welchen, der mir wirklich was bringt. Danke! =)

Immer, wenn ich bei Sonnenuntergang und in der Dunkelheit aufm Bett stehe und durch das Fenster gucke, freue ich mich über all die Lichter, gegenüber in den Fenstern und an den Balkonen. Immer. Hier ist was mit dem Licht, an diesem Ort. Sogar das Foto zeigt einen Hauch davon.

So, und jetzt ist Schicht. Schbinmööd. Morgen compfrei, und ich glaub, morgen lös ich paar Stunden ein und bin mal online. Wer weiß.
Als Gedicht ein altes Lied, weils mir grad passt. =)

hab ich den fluss gefunden
der trägt mich durch die welt
                 hab endlich ich mein boot erkannt

fahr doch schon so lang
die flotte nicht in sicht
                 hab ich den weiten horizont im blick

hab lange jahre nur
die planken angeschaut
                 war unter deck, war auf der anderen schiff

hab dann ein kleines rettungsboot
mir längsseits losgemacht
                 das alles wie im traum: mein eignes schiff

bin ich an land gegangen
hab segel mir genäht
                 mit streifen rot und gold und sie gesetzt

nun fahr ich weit umher
im meer, auf großen flüssen
                 treib handel, singe, finde was ich will

 
 

Donnerstag, 20. & Freyjatag 21. Juli 2017 ~ Dankesammlung

Gestern, Donnerstag 20. Juli
Gestern war – gar nichts los und ganz viel los.

Wir sind früh aufgestanden und mit Nelly zur Tierklinik gefahren. Sie wurde geröngt, und dann wurde beschlossen, dass sie nicht operiert wird, sondern erst in frühestens zwei Monaten. Bis dahin soll sie aus dem Kasten raus und ihr normales Leben wieder aufnehmen. Vor allem soll sie sich bewegen.
Dafür bin ich dankbar – (erst mal) keine OP und Nelly wieder aus dem Kasten.
Nelly sieht das anders. Sie war verstört, dass sie nicht mehr in den Kasten konnte und hat sich in dunkle Ecken verkrochen. Zeitweise hat sie sich im Katzenklo versteckt.
Schließlich hab ich sie in meinem Zimmer auf den Stuhl gesetzt, und da ist sie lange liegengeblieben. Später hat sie dann aufs Kissen gewechselt, und das wars für den Tag mit dem Bewegen. Achdoch, abends ist sie hoch, auf den Spitzboden über der Küche, und da liegt sie jetzt noch in der allerhintersten Ecke und kommt nicht raus. Gefressen hat sie gar nichts – seit vorgestern. Wir lassen sie heute noch in Ruhe. Wenn sie morgen früh immer noch da hockt, kletter ich hoch und hol sie.


Ein misstrauisches, ängstliches, gar nicht zufriedenes Kätzchen.


Das war später am Tag gestern, da war sie mal wirklich entspannt. Achje, das Schnusel.

 
Ich hab gestern alte Tagebücher gelesen, aus irgendeinem Grund kam das so. Habe mit №1 angefangen, 1981, da war ich 11. Bin bis №8 gekommen, 1984. In der Zeitspanne war John Lennons Tod (ich habe tagelang geweint), die Scheidung meiner Eltern und dann jedes Wochenende die Fahrt von Bonn (Ma) nach Köln (Däd) und zurück – und zurück war schrecklich! In Bonn musste ich zur Schule, wo ich in der Klasse eine der Ausgestoßenen war (das Wort mobbing gabs da noch nicht…), und in Bonn lebte bei uns der grauenhafte, ja wirklich grauenhafte Freund meiner Mutter. Als meine Ma schwanger war, ließ er sie sitzen und es folgte Umzug Ma mit mir und meinem kleinen Bruder nach München. In №8 ist klar, dass ich nicht versetzt werde auf dem bedrissenen Mädchengymnasium, auf das ich von allen möglichen münchener Schulen gelandet war….
Ich weiß, dass diese Jahre schlimm waren – in meinen Tagebüchern kommt das nur manchmal durch. Hauptsächlich schreibe ich von Beatles, Ultravox, Star Wars und dann immer mehr Schulstress, der mich beim Recherchieren nach und Durchkauen von Infos über Ultravox und Star Wars stört.
Es war gestern schmerzhaft, das zu lesen. Dazu kam noch eine… eine Missstimmung zwischen mir und dem Gefährten. Der hatte auch irnzwie et ärm Dier. Ich habe dann für Versühnung gesorgt, als ich ihm sagte, dass ich seinen Beistand brauche bei der Verarbeitung meiner Vergangenheit.
Für den Frieden dann und noch für anderes bin ich dankbar.
Ich bin dankbar, dass ich auf dem bedrissenen Mädchengymnasium in München war, denn es gab einige coole Lehrerinnen dort, die mich trotz meiner größtenteils schlechten Noten schätzten, mich für intelligent hielten und mich das spüren ließen. Außerdem hab ich dort wirklich was gelernt, auch in den Fächern, in denen ich fast nur 5er und 6er hatte. Nur nicht in Französisch – doch eine französische Mitschülerin sagte mir, ich habe von allen die beste Aussprache, besser als echte Franzosen (weiß nicht, wie das gehen soll – das hat sie jedenfalls gesagt). Das hat mich riesig gefreut, und den 6er fand ich darum gar nicht mehr so wichtig.
Ich bin auch dankbar, sehr dankbar, dass ich auf dieser Schule Lady of the Dan kennenlernte. Ich bin froh und dankbar, weil wir uns damals gegenseitig ermutigt und unterstützt haben. Ein Motto von uns war „Wer spricht von siegen? Überstehn ist alles!“ (Rilke). Seit dem, seit vielen Umzügen und Veränderungen, verbindet uns eine tiefe Freundschaft. Das ist was Besonderes! ❤
Ich bin auch meiner Ma dankbar, die mir wirklich ne Menge zugemutet hat damals. Oh wow, das hat sie! Der ich auch Kummer gemacht habe („Sooo intelligent, aber stinkend faul!“). Und die mich doch nie mit Druck zu irgendwas gezwungen hat, sondern mich so sein gelassen hat, wie ich nun mal war und bin. Sie wollte lieber Kinder, die gutartig und aufrichtig und integer sind, statt angepasster Vorzeigekids mit tollen Noten. Darum hab ich heute einen so schrägen Lebenslauf ohne tolle Karriere. Danke, Ma! Wirklich. DANKE! ❤
Und schließlich bin ich auch der jungen Vetch dankbar, die damals so gut für sich gesorgt hat, wie sie eben konnte. Mit dem, was sie zur Verfügung hatte. Die ihre Prioritäten ganz klar hatte, die ihre Energie auf das gerichtet hat, was sie wirklich interessierte. Leider war das nur Mist – Musikgruppen, Filme. Weil ich damals von nichts anderem wusste. Das ist so gewollt. So werden junge, sehnende Seelen durch Konsum verblödet und versklavt. Trotzdem haben sie mich nicht gekriegt, weil ich die ganze Zeit etwas anderes gesucht habe, von dem ich damals nicht wusste, dass es existiert. Trotzdem habe ich niemals aufgehört, zu suchen, und ich habe es gefunden. Dank dir, junge Vetch! ❤

Oh, und ich war auch sehr dankbar für den Regen gestern. Und dass die Paprika blüht. Ob das noch ne Schote wird, dies Jahr? Egal. Wunderschön ist sie!

 
Oje, das Gedicht. Ich hab da eins im Tagebuch №1,
Das Bienlein oder Lob der Faulheit
Hehe.

Das Bienlein fligt von Ort zu Ort
Was sucht es wohl in einem fort?
Es sucht den Honig, klar und rein,
der in den Blümlein sollte sein.
Gar fleißig, emsig frisst es auch
den Honig in den dicken Bauch.
Die andern Bienen sammeln emsig,
doch unser kleines Bienchen bremst sich.
Es legt sich faul unter ein Blatt,
denn es ist ja bis oben satt.
Ein Vogel kommt und denkt sich „Bah!
Was liegt denn Ekelhaftes da?
Das so furchtbar nach Honig riecht,
dass man gleich auf dem Rücken liecht!“
Dann fliegt er zu den andern
Bienen, die dort wandern.
Und frisst sie alle ganz und gar —
Das faule Bienlein liegt noch da.
Und die Moral von der Geschicht:
Die Faulen frisst der Vogel nicht.

Ich bitte die Bienencommunity um Entschuldigung!
Paar Rechtschreibfehler hab ich berichtigt. Der Gefährte meinte „Wie alt warst du da? Elf? Unglaublich. Sagt alles über dich.“
Ich nehm das als Kompliment. =)

 

Heute, Freyjatag 21. Juli.

Heute hab ich Comptag, und als erstes fand ich eine Mail, die mir Lady of the Dan gestern geschickt hat.
Andrea Jürgens ist gestorben, und wenn ich von der höre, muss ich immer an Dich denken, und dann hab ich mir „Dabei liebe ich euch beide“ angehört, bemerkenswert.
Also da saßen wir in der Schulbank und ich weiß nicht, wie wir auf die kamen, jedenfalls hast Du gesagt, dass sie Dir so aus der Seele gesprochen hat, weil sie auch 11 war wie Du, als Deine Eltern usw. – ich wie immer völlig verständnislos, fand AJ schrecklich so wie ich alle Kinderstars verabscheut habe usw. ABER ich muss sagen, abgesehen davon, dass die Mutti die Böse ist (die 2. Strophe hätte wirklich etwas Ausgleich schaffen können), ist das ein bemerkenswertes Lied, und abgesehen davon, dass da eine 11jährige auf erwachsen getrimmt wurde, kann sie irre gut singen.
Ja zu allem. Also, nicht zu dem „wie immer völlig verständnislos“ – immer stimmt nie, hehe. Und das Lied ist grauenhaft. Und doch… ich hatte heute nasse Augen, als ichs auf YT angehört habe. Erstaunliches Lied, zu der Zeit. Und das schickt mir LotD gestern. Wasn Zufall aber auch.

Heute morgen wars noch kühl (ach, war das SCHÖN!) und da hab ich was für die Arme gebraucht und gleich gefunden, weil mir vor einiger Zeit die superschöne Strumpfhose aus Berlin durchgelöchert ist. Ich find sie so schön, dass ich sie nicht wegwerfen wollte, also hab ich die Beine rausgeschnitten, und die haben mir heute wunderbar als wärmende und mich erfreuende Stulpen gedient.

Bei der Stulpen-Fotosession heute morgen aufm Balkon sah ich, dass die Tentalkelpflanze mitm Blühen angefangen hat! ❤

Ich hab neongelbe und lila Tinte im Glasfass bekommen, und nun kann ich ganz ganz wunderbare Farben mischen. Ich brauch — plastikfreier Juli plastikfreies Leben — nie mehr Tintenpatronen kaufen. Nie mehr. Ich fülle leere Patronen mit Spritzen, die ich noch aus der Kontaktladenzeit habe (und wenn ich die nicht hätte, würd ich mir welche kaufen). Die Spritzen habe ich beschriftet, für jede Farbe eine, funktioniert perfekt. Und meine Füllerkugelsammlung ist groß genug.

Wir haben gestern zum Einschlafen einen ganz kuriosen Film geguckt. „Incubus“ der einzige Film (meines Wissens), der auf Esperanto gedreht wurde. Mit William Shatner! Ich mochte Esperanto irnzwie nie, ohne auch nur die geringste Ahnung davon zu haben. In dem Film hab ichs zum ersten Mal richtig gehört, und ich finde es faszinierend.
Was den Film angeht: Wir hatten einen obskuren Stinker erwartet. Ich mein, William Shatner!
Was wir sahen waren Schwarzweißbilder wie alte filigrane Scherenschnitte, flirrende Hitze, Gräser, Schatten, seltsame, entrückt-beklemmende Atmosphäre. Auch die Musik so schön, sanft, andersweltlich. Dazu diese seltsame Sprache. Und alles auch sehr Sixties.
Wir sind drüber eingeschlafen, weil der ganze Film so hypnotisch ist. Und ich freue mich sehr darauf, heute abend nen Tick früher ins Bett zu gehen und ihn noch mal und dann ganz zu gucken.

So, morgen ist ziemlich sicher Putztag und außerdem compfrei, was ich ziemlich sicher wieder einhalten werde. Ich hab noch sehr viele Tagebücher, und ich habe neue Tintenfarben. Und ich hab ein Kätzchen, das rehabilitiert werden möchte. Doch, Nelly, das möchtest du. Glaubs nur!
Ich war auch mal sechs Wochen im Krankenhaus, mit nem gebrochenen Hals, fünf Wochen davon nur im Bett. Als ich wieder heimkam, hab ich nen Heulkrampf bekommen, mein Bett in die Mitte des Raums geschoben, nen hohen Nachttisch daneben, darauf die geklaute Schnabeltasse.
Erst nach drei Tagen hab ich das alles peinlich berührt wieder abgebaut. Nelly ist gestern erst aus ihrem Kastenparadies vertrieben worden.

Das Gedicht. Eigentlich müsste hier Der Große Frust Blues hin, den ich damals zusammen mit Lady of the Dan geschrieben habe. Doch ich find ihn nicht mehr! ARRRGH! 😥
Stattdessen einen andern Blues, aus den späten 80ern, der insgesamt genau das beschreibt, was mir gestern entgegenwehte.

Schoolgirl’s Blues

didn’t stop worrying about death
didn’t stop dieting – still I’m fat
didn’t meet the people I wanted to
didn’t think Hesse taught me something new
but I feel – there’s something moving…

didn’t get better at school, nor did I quit
didn’t try acid – still smoking shit
didn’t find truth in god above
didn’t find the one and only to love
but I feel – there’s something moving

didn’t reach enlightment nor got my mind clear
didn’t pack my jack – no, I’m still here
didn’t find an opinion or what I wanna be
but a certain feeling grows and I need to break free!
and I want! I want! I WANT! to be moving!

spent countless nights thinking what life is about
wasted my time coz no answer was found
had some solutions – they didn’t last long
but I know what I must do for I know what went went wrong
I got! I got! I got! I got to be moving!

sure I’ll stay until I’ve finished school
sure I’ll be normal. I won’t break no rule
often I’m afraid that I’ll never stop to wait
I fear time is spent and that it’s to late!
but I know, yea, I know I’ll be moving!

You tell me that I don’t see the truth
you say restlesness was a desease of youth
and your talking goes on and on and on and on and on and on and on and on
and when you look for me I’ll be gone!
because I’m moving!!!!

 

 

23. Juli 2017 – Neumond im Löwen

Sonntag, den 23. Juli 2017,
um viertel vor 12 mittags
(11:45 F/M)
ist Neumond im Löwen.

Hier wie immer die
EINLADUNG
INVITATION

Das Bild oben ist hoffentlich der geneigten LeserInnenschaft löwig genug…

Da fällt mir der Witz von Tünnes un Schäl ein, wo Tünnes von der Safari aus Afrika heimkommt und Schäl ihn fragt, wieviele Löwen er gesehen habe?
„Keine— dat is bei Löwen vill!“

Oke. X) Neumond.
Ich hab das Gefühl, es ist grad ein bisschen Ruhe eingekehrt, was nicht heißt, dass es alles superglatt läuft oder nicht auch anstrengend wär. Die Hitze bügelt ja auch ordentlich.
Themen, die mir zur Zeit  begegnen, sind innere Impulse — Impulse, die im Innern sich zeigen — , Sortieren von Prioritäten, Überprüfen des Status Quo (ist’s noch stimmig so wie es ist?) und auch Rückblicke in die Vergangenheit, die zu Neubewertung, Versühnung und Weitergehen führen können.

Jo. Und viel mehr kann ich gar nicht sagen, ich selbst stecke mittendrin. Wünsch euch eine gute Zeit und einen wundervollen, wohligen, frohen löwigen Neumond.

Ladet ein, verlinkt, vernetzt, macht mit, habts gut dabei!

Bis dann im Netz!

14. Juni 2017, Mittwoch ~ Dankesammlung

Oja, wieder Balkonblumenfotos. Ich bin nämlich sehr dankbar, dass ich vor einiger Zeit diesen schlichten kleinen Fotokurs im Hack-Museum gemacht habe. Seit dem stelle ich meine Kamera selber ein. Dabei produziere ich mehr Murks als zuvor, und doch: manchmal kommen magische Bilder dabei raus.

Das hier, von den Kapizinerkresseblüten, ist kein gutes Foto. Ich mags trotzdem, weil es mich an ein Pop-Art Bild erinnert. Leider erinnere ich mich nicht daran, welches genau… Wenn jemand ne Idee hat, bitte kommentieren. =)
edit: Grad ist es mir eingefallen. Andy Warhol, „Flowers“. Natürlich! =)

 
Und nun noch die zauberhafte, im Dunkel schwebende Kornradeblüte:

 
Überhaupt, das Licht! Heute war wieder so ein Zauberlichttag. Ich freue mich jeden Abend, wenn die Sonne durch die Fenster meines Zimmers fließt, die neuerdings aufgehängten Kristalle zum Funkeln bringt und Regenbogensplitter verteilt.

 
Eben ist mir eingefallen, dass ich vor Tagen schon ein Foto vom Katzenkasten versprochen habe. Hier ist es endlich.

Was mich ein bisschen gruselt – obwohl ich dafür dankbar sein könnte: Nelly hat sich in diesem Kasten eingelebt. Wenn wir sie rausnehmen, will sie wieder rein.
Nelly haben wir von einem jungen Paar übernommen, bei dem sie in einer kleinen Wohnung viel alleine war. Mit unseren anderen Katzen ist sie nicht richtig warm geworden. Sie hat sich immer nen Platz gesucht, wo sie ihre Ruhe hat.
Der Kasten jetzt gibt ihr, scheint mir, ein Gefühl von Sicherheit.


Die Kastenkatze im Katzenkasten.
Sie muss jeden Tag raus, sie muss sich ein bisschen bewegen. Hachseufz. Unser Sorgenkätzchen.

So, das wars für heute. Noch schnell das Schlichtgedicht.

Zum dichten hab ich heute keinen Bock
und damit ich jetzt nicht ewig am Rechner hock
ist das hier das Gedicht,
ob du’s glaubst oder nicht.

9. Juni 2017, Freyjatag ~ Dankesammlung

eben hats noch gehageltUnd nun zu heute. Seltsamer Tag mal wieder.

Heute morgen und vormittag sind wir lange, lange im Bett gegammelt und haben die neulich erwähnte Serie weitergeguckt. Der Gefährte hat Ferien. ❤

Dann sind wir einkaufen gegangen, ich brauchte noch Brottrunk für den Mandelkäse.

Wir haben seit einiger Zeit schon ein Buch mit Rezepten für vegane Wurst und veganen Käse. Und seit ca. einer Woche habe ich einen Mixer, den es für wenig Geld zu kaufen gab. Ich bin nicht sicher, wie dankbar ich für den bin… er nimmt kostbaren Platz in der Küche weg. Einmal hab ich damit Pöppel gemacht, das war immer noch mühsam, weil ich ständig die Masse wieder auf die Messer drücken musste. Und doch hat’s im Vergleich mit der Pürierstab-Messerbecher-Variante nur noch ca. ein Viertel der Zeit gebraucht. Also gut. Danke!

Heute habe ich „Cashew Frischkäse“ gemacht: eingeweichte, pürierte Cashews mit Hefeflocken, Salz und Zitronensaft. Das ist alles. Ich hab noch Schwabzigerklee dazugemischt. Schmeckt, finde ich, überhaupt nicht wie Frischkäse. Schmeckt außerdem SEHR lecker! ❤

Und jetzt gleich mach ich mich noch an den Mandelkäse. Der braucht länger zum Reifen. Wenn er fertig ist, erzähle ich davon – ich vertraue darauf, dass er Anlass für ein DANKE geben wird! =)

Als wir auf dem Rückweg vom Einkaufen die Einkaufspassage verlassen wollten, lag da genau in der Eingansgsschleuse ein Mann, dens darbröselt hatte (wie der Bayer sagt). Um ihn rum standen viele Leute, eine Frau setze grad den Notruf ab (wie’s so schön heißt) – es wurde sich gekümmert, ich wollte weiter. Der Gefährte nicht, der wollte Verantwortung übernehmen. Argh. Also blieben wir, und ich musste dann dafür sorgen, dass die stabile Seitenlage vorschriftsmäßig hergestellt wurde. Irnzwie erinnern sich die meisten immer nur vage daran, wie die aussieht. Das war bei mir auch immer so, bis ich zu Kontaktladenzeiten jedes Jahr einen ausführlichen 1. Hilfe Kurs bekam. Dadurch habe ich die nötige Autorität erworben, fest und bestimmend den Leuten zu sagen, was sie machen sollen, dem Typen seine Hand unter ihm durchzuziehen, obwohl er brummelnd was anderes damit machen wollte (also kein Delir, keine Lebensgefahr), und ich hatte auch so vage das Gefühl, dass die Seitenlage gestimmt hat…
Jemand muss ja das Kommando übernehmen, neh?

Dann bin ich erst mal losgezogen, um mir die Hände zu waschen. Das war leider notwendig; der Typ hat mich sehr an Notfälle im Kontaktladen erinnert. Ich fand sogar einen Desinfektionsspender auf der öffentlichen Toilette. DANKE! ❤

Wir warteten lange auf die Sanis, der Typ schien in seiner Seitenlage zufrieden eingeschlafen, alle andern bis auf eine sehr nette junge Frau machten sich vom Acker, dafür kamen drei kleine Jungs, lungerten rum und fragten „Tschuldigung? Haben Sie einen Krankenwagen angerufen?“ und „Ist der Mann tot?“, und die Sanis kamen nach einer längeren Weile, fanden die Seitenlage korrekt (YÖH!) und waren überhaupt nicht zimperlich mit dem. „Hey! Hier ist kein guter Ort zum Schlafen!“

Wir sind dann endlich gegangen. Musste das jetzt sein? Wer weiß…

Ich bin jedenfalls dankbar, dass der keine Beatmung brauchte, so SO DANKBAR!
Und wenn ich hartherzig wirke, dann seht mir das bitte nach. Einmal zu oft mich mit nem Dumpfgesoffenen im Kontaktladen rumgestritten… Und ich war immer noch netter als die Sanis. X)

Zuhause hab ich Milch gemacht und dies und das in der Küche, dann was geschrieben, dann kam der Regen. Dann kam der Abendsonnenschein.

War ich schon mal dankbar, weil es hier so schön ist? Ich bins auch heute wieder! ❤

 

Und nun endlich das, worauf die geneigte LeserInnenschaft schon seit gestern wartet! Wir mussten nämlich noch einen Trichtertag dranhängen, und HEUTE, heute Morgen war es endlich so weit! Unsere Tapferkatze bekam die Halskrause abgenommen.



❤ ❤ ❤ ❤ ❤ ❤ ❤ ❤ ❤

 

Die Kastenkatze
sie kann sich wieder putzen
und OH das tut sie