NWN

Ferienfreuden

Nachdem ich diesen „mein schönstes Ferienerlebnis“-Post getippt und noch mal gegengelesen habe, stelle ich fest, dass ich ganz schön im Konsum schwelge – macht auch mal Spaß! – und zu einigen Geschäften linke. Das mach ich, weil ich deren Produkte gern mag und die Information weitergeben möchte. Hab nicht vor, so nen Produkttester-Werbeblog zu machen, keine Sorge!

Die Ferien sind vorbei. Jetzt bin ich MÜDE und brauch ma ne Pause…

Achwas, insgesamt wars sehr schön. Im Garten sind jetzt auch Rübstil und Rübchen gesäht und es sprießt  — und es WIRD Fotos geben, oh, es wird sowas von Fotos geben! Nur gießen wir zur Zeit abends/nachts, wenn es schon dunkel ist, drum nehm ich die Kamera nicht mit.
Was ich neulich hätte tun sollen, denn die Bänker des Gartens („Leute, die auf der Bank sitzen und Bier trinken“) hatten Teelichter in die üblichen großen grünen Plastikgießkannen gestellt, und das sah klasse aus.

Der Herbst schleicht sich ran, die ersten Kastanien wurden gesammelt und den Katzen zum Spielen hingekullert, die erste Kürbisse werden verkocht. Bio, aus Heidelberg, köstlich! Kremig, bisschen erinnert der Geschmack an Maronen. Schale kannste mitessen, was das Zubereiten ungemein erleichtert. Ich hebe Kerne auf und möchte mal gucken, ob ich den im Garten anbauen kann, nächstes Jahr.


Kürbis auf Balkon, kurz vor der Vercurryung

„Was ist eine Vercurryung?“ höre ich die geneigte LeserInnenschaft sich fragen. Das ist: Gemüse in wundervollen Farben kleinschneiden


köstliche Paprikaschoten vom Şark, der türkische Laden, der Schafskäse und Gemüse unverpackt verkauft

wild Gewürze auswählen (beim letzten Curry waren es Zimt, Nelke, Piment, Delifrut, scharfes Chili, Koriander, Senfsamen und Hing). Gewürze anrösten, Gemüse rein, und diesmal hab ichs mit den festen Resten vom Hafermilchmachen abgegossen, das dickt bisschen ein, auf so eine glasig-schleimige Art. Ich MAG das. Meist nehme ich stattdessen rote Linsen, die dicken auf sämige Art ein.
Jedenfalls werd ich immer mehr — zumindest für unseren Geschmack — eine Meisterin der Vercurryung von so ziemlich allem, was mir unters Messer kommt.

Bezugnehmend auf meinen alten, ellenlangen Kaffee-und-Verzäll-Beitrag kann ich berichten, dass ich in den Quadraten auf eine Kaffeerösterei gestoßen bin – war die schon immer da?!? Eya. Also, die haben Indischen Monsooned Kaffee, Arabica und Robusta. Ich wurde aufs Wunderbarste beraten und muss demnächst auch noch mal hin, um der Lady zu berichten, wie sie geschmeckt und gewirkt hat, die Robusta Röstung, denn das ist ein wirklich starker Kaffee. Ein wirklich starker, köstlicher, schokoladiger, supersäurearmer, aromatischer, wunderbarer Kaffee ist das!
Arabica habe ich noch nicht probiert. Freu ich mich auch schon drauf.

Apropos Kaffee. Meine Stempelkarte vom Star Coffee war voll und ich bekam dafür einen Freikaffee. Da nehm ich natürlich nicht wie sonst den kleinen Capuccino (der groß genug ist, btw.), auch nicht den mittleren, sondern den großen.

Und der ist … groß.

Ein Eimer voller Kaffee. Ahhhh!

Am Schluss haben wirs uns noch mal richtig gegeben mit Flohmarkt.


Dieses Bild haben wir nicht gekauft.

Aber diese wunderhübschen rosaroten Ohrringe hab ich verkauft. (Der Batman dagegen ist nach wie vor zu haben.)


Die Ohrringe sind von Konplott. Link zur Homepage, weil das oft so ENTZÜCKENDER Schmuck ist.

Gekauft hab ich auch was. Wir brauchten noch tiefe Teller, jetzt haben wir genug, naja, und ich brauchte noch dringend


Einer von sechs und dringend gebrauchte Halskette

Die ziehe ich morgen in der Schule an.

Sonntag dann das Auto ausgeräumt und die Kisten wieder hochgeschleppt – es war weniger Zeugs als vorm Flohmarkt, und doch bleibt ja immer so viel übrig.
Geputzt, in den Garten und gegossen (es war wie üblich dunkel) und dann haben der Gefährte und ich uns in die eine sonst unbenutzte Wohnzimmerecke gehockt und meditiert. Und das machen wir jetzt jeden Abend. Darüber bin ich FROH.

ACH, und das Wichtigste hätt ich doch fast vergessen! Aus verschiedenen Gründen hab ich in letzter Zeit wieder verstärkt an Neverwinter Nights gedacht. Und dann hat mir der Gefährte einen kleinen Windows-Läptop geliehen, mit der Bitte um Installation von Kram, und da hab ich aus Feez – das Wesentliche steht ungefähr schon in einem Beitrag aus dem Jahr 2008, den ich in meinem ersten Blog veröffentlicht hatte. Ich hab den jetzt einfach hier reingestellt. Neues vom Zwerg. Jedenfalls…


seufz

Soweit. Ich hoffe mit all den vielen Dingen, die ich nun zu tun habe, komme ich überhaupt noch zum Bloggen…

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Das Leben als Videospiel

Ich wollt endlich kurz die Videospiel-Analogie erklären, die mir zur Zeit so gut gefällt.

Es ist schon eine kleine Weile her, da hockte ich in der Straßenbahn und war wieder mal deprimiert wg. der Welt und des Konsums und der Leute und allem. Gründe find ich ja immer.

Ich habe eine Ahnung, aus welchem inneren Sumpf diese depressiven Phasen wachsen, wo sie ihre Wurzeln haben. Es hat was mit Freiheit zu tun, bzw. dem Gefühl, überhaupt nicht frei, sondern der Realität ausgeliefert zu sein.
Dieses Gefühl sitzt sehr tief, und es ist eine neuere Entwicklung bei mir (seit Friedrich), es nicht mehr als ’normal‘ und angemessen hinzunehmen, sondern es zu bemerken und dann abzustellen, so gut ich kann.

Ich hab schon verschiedene Strategien mit Erfolg angewandt, und an dem Tag in der Straßenbahn hat keine davon funktioniert.

Dann ist mir die Videospiel-Analogie eingefallen.
Dabei betrachte ich das Leben als ein Spiel und „mich“ als den Avatar, der darin Abenteuer erlebt. Vetch gibt es nicht wirklich, nur als Figur in diesem Spiel.
Es gibt auch Regeln, klar. Diese Regeln sind NICHT die Regeln und Gesetze des Standart-Realitätstunnels, in dem Vetch sich bewegt. Die sind oft ganz im Gegenteil Hindernisse, über und durch die Vetch sich weiterlevelt. Dabei lernt sie neue Skills, die ihr beim nächsten Level zugute kommen.

Die Regeln, die für Vetch gelten, werden durch das Ziel des Spieles definiert.
Nach den AD&D Regeln, die mein Einstieg in Rollenspiele waren, würd ich sagen, Vetchs Aufgabe ist es, sich von rechtschaffen-gut nach chaotisch-gut zu entwickeln.
(„Ein rechtschaffen guter Charakter handelt so, wie es von einer guten Person erwartet wird oder wie es von ihm verlangt wird.“ – „Ein chaotisch guter Charakter handelt, wie sein Gewissen es ihm vorschreibt, ohne darauf Rücksicht zu nehmen, was andere von ihm erwarten.“ Zitate von hier.)

Als mir in der Straßenbahn dieser Gedanke kam — dass ich mich in einem sehr elaborierten Rollenspiel befinde — da verwandelte sich die Welt. Wo ich vorher Tristesse und überraschungsfreie, gleichgeschaltete Langeweile gesehen hatte, war plötzlich Geheimnis und Abenteuer. Alles ist Spiel, jede Person kann der nächste Kontakt sein, eine Aufgabe, eine wichtige Information für mich haben. Wer weiß, welche Lokäischens ich noch betrete, wer weiß, wo mich die Bahn hinfährt, was mich erwartet, was ich Neues lerne!

Und dazu die Gewissheit, dass die Skills, die Vetch bis jetzt gelernt hat, sie genau dahin gebracht haben, wo sie jetzt ist. Wo sie sie brauchen kann, um sie zu verfeinern und weiterzuentwickeln. Oder um neue Skills zu lernen. Und manchmal müssen solche Skills – Fähigkeiten – auch abgelegt werden, weil sie jetzt nicht mehr gebraucht werden und nur noch Slots belegen. Auch Gegenstände können aus dem Inventar geworfen werden, um Platz für Neues zu machen. Oder die Slots bleiben frei, das Reisen mit wenig Gepäck geht ja um so leichter.

Ja, die gefällt mir, die Videospiel-Analogie!


P.S.
Der Typ oben, der so interessant den Mantel öffnet, ist der Merchant aus Resident Evil 4. Er taucht immer mal wieder im Spiel auf. Bei ihm kannste Zeugs loswerden, das unterwegs eingesammelt wurde, und er verkauft auch sehr nützliche Sachen.
Der Zaubertrank ganz oben links ist aus Neverwinter Nights. DAS hab ich gern gespielt! Die Person, die die Bilder fürs Inventar gemacht hat, die ganzen Potions und Bücher und Zauberringe und Zeugs, die hat entzückende, magische, kleine Kunstwerke erschaffen.

Neues vom Kobold. Und vom Zwerg. Und von vielen vielen andern.

dumm, dumm, dumm, DUUUUUMMMMM! Was soll ich sagen… Mit Hilfe von OHS führe ich jetzt eine Gruppe von 9 Henchzwergen und einem treuen Koboldchronologen. Essis ein Traum!

Für die ganzen Zwerge brauch ich natürlich coole Bilder, also habe ich mir ein Riesenpaket gemischter Portraits runtergeladen und mich da durchsortiert.

Oh grässliches Grausen!

Ohne Ende halbnackte Elfentussen mit Fickmich-Schmollmündern.
Und die ätherischen schlabbergewandeten Öko-Träumchen sind auch nicht sehr viel besser.
Dann all die muskulösen entblößten männlichen Oberkörper, viel zu oft mit ach so böööööööser Mine obendrüber (erinnern an Effe nach dem Torschuss; und ich sah auch, glaubich, die ein oder andere Beckerfaust).
Andererseits dann die weichgespülten Kuschelbärte mit Schmachtblick. Die lassen mein abgebrühtes Weiberherz auch nicht höher schlagen.
Naja, ich find ja eh nur einen sexy, und das… äh… davon wollte ich hier jetzt aber gar nicht erzählen.

Nee, erzählen wollte ich, wie ich in all dem Elend (Zwerge? Achgottchen. Zwei oder drei sind dabei, und die sind scheiße), also, wie ich in all dem Elend, das mich durch seine geballte Grottigkeit immer mehr deprimierte, dann auf ein Portrait stieß, das den Tag rettete, dem ganzen Unterfangen Sinn verlieh, mich glücklich macht:

 

 

 

Und wenn’s den dann auch mit nackten Oberkörper gibt, dann könnt ich ihn vielleicht sogar noch mehr lieben als Jon Stewart.

Neues vom Zwerg

Neverwinter Nights hat sich wieder aufgebäumt.

Ich hatte den ganzen Spielordner auf meine externe Festplatte verschoben und das Spiel auf Comp deinstalliert. Ich war auch ganz sicher, dass das ganze Teil dabei irnzwie draufgegangen ist (es gab Probleme beim Kopieren); und außerdem will ich das ja eh nicht mehr spielen.
Völlich hirnlos, und ich bin auch viel zu alt für sowas, und meine armen Augen können diese kleine Schrift nicht lesen, und ich entwickle so komische Knubbel unterm Gelenk vom Klickfinger…

Aber dann musste ich plötzlich immer wieder und immer öfters an meinen alten Monitor im Keller denken, der ne viel geringere Auflösung als Comp hat, und auf dem also die Schrift viel größer aussehen müsste.
Und, äh, gestern, als ich heimkam, wahrscheinlich high auf Schokolade, bin ich also in den Keller und hab nach dem alten Monitor gekramt.
Und dann hab ich noch ne ganze Weile nach dem Kabel vom alten Monitor gekramt.
Dann hatte ich endlich beides, verstaubt, verschwitzt und glücklich. Hochgetragen und angeschlossen, dann ewig und drei Tage rumgefrickelt mit der XP-zwei-Monitore-Benutzerei-und-Umwechseln-dass-Monitor-N°2-zu-Monitor-N°1-wird.
Mei, hab ich mich vorher noch nie mit beschäftigt, hat schon bisschen gedauert, bis ichs raushatte.

Und dann hatte ich es raus, und dann habe ich mal so ganz unverbindlich auf die NWN.exe auf der externen Festplatte geklickt: nur so aus feez, weil, kann ja nach der Deinstallation gar nicht sein, dass das hinhaut. Darum hab ich den Monitor ja auch nicht aus dem Keller geholt. Ich wollte bloß mal guggn, wie das so ist, mit zwei Monitoren gleichzeitig, neh? Die NWN.exe klick ich bloß so … mal an … die mag das … auch wenns nichts bringt …

Eya. Und da wars wieder.

Das ist natürlich der schöngeistige Waage Einfluss. Ich spiele eine Bardin in dezent schicker Lederrüstung, die geschmackvolle Bardenlieder singt und jede Menge virtueller Leute trifft, die (größtenteils) von ihrem Charme bezaubert sind
und die dann von ihrer Zwergenbegleitung zu Matsch gehaun werden.

Ahh, Grimmna, erzähl mir noch mal vom Stillen Fürsten! Weißt du noch, wie du nach Sands of Fate wieder Niewinter besucht hast, bloß in Unterhose (und auf Level 40)? Du hast den ganzen zombieverseuchten Stadtteil aufgeräumt, während ich in der Küche in Ruhe ne Kanne Kaffee kochte und ab und zu mal gucken kam. Hehe. Schee wars. Und der Stille Fürst war mächtig zufrieden mit dir! Was hat er noch gesagt, dein Stiller Fürst?

Nichts?!?

Achja. Klar.

Es wird einfach nie langweilig. <|8)