Quadrate

VetchDeck

Ich hab hier neuerdings einen guten Drucker und Scanner, und im Zuge der Begeisterung habe ich angefangen, ein Kartendeck zu machen.

Als ich nach dem ersten Anfall von Schaffensdrang abends 16 Karten fertig hatte und damit vorm Einschlafen eine erste Legung versuchte, war ich überrascht und erfreut, wie gut das ging.

Und es fiel mir ein, dass ich zu Schulzeiten schon mal ein Deck gemacht habe. Die Große Arkana des Tarot, Füllerzeichnungen auf Karopapier, ausgeschnitten, mit Tesafilm versiegelt, dann mit Edding coloriert, noch mal mit Tesafilm drüber. Das waren ganz wundervolle kleine Karten, passten meine Handfläche und trugen so schöne Namen wie „Der Frood“ (komplett mit Handtuch, als Magier), der Ewige Bananenverkäufer (als Hohepriester) und Darth Vader (als Herrscher).

Meine neuen Karten sind kein Tarotdeck. Ich wollte immer eigene Karten, aber wie ich feststelle: kein eigenes Tarot Deck. Tarots gibt es genug, und das von Pamela Colman Smith („Rider-Waite“) ist, was mich angeht, ganz wunderbar. Ich will kein anderes Tarotdeck.

Natürlich bin ich ganz begeistert und inspiriert vom „Morgan’s Tarot“ (auch kein Tarotdeck). Das erwähne ich nicht, weil ich meine Karten für ebenbürtig halte – das Morgan’s ist perfekt. und meine Karten sind, was sie sind. Ich hab nicht versucht, sie kompatibel für andere zu machen. Ich finde, dass noch welche fehlen, das ist ganz wundervoll, weil ich noch welche machen mag. Ich übe mich in Geduld und mach jetzt mal Pause, bis mir wieder neue Ideen kommen. Muss ja nicht zu einem Termin fertig sein. Kann sich weiter verändern, solange der Drucker druckt… Manche werf ich vielleicht auch wieder raus. Jetzt hab ich 24 fertig:

Die Banane am Anfang ist die Rückseite.

Jo, das war ein kurzes Update.

Jetzt muss ich Brot kaufen fahren. Seit 3 Wochen fahr ich in die Quadrate zu den Kapuzinerplanken, weil da freitags ein Pfisterbrot Stand ist, und jedes Mal habe ich mich sowas von verfahren ~ Unglaublich, wie die Quadrate sich verschieben. Ich weigere mich, vorher auf den Stadtplan zu gucken, weil ich denke, das ist SO EINFACH zu finden, aufm Rückweg hab ichs mir gemerkt ~ und dann verfrans ich mich für ne knappe Stunde. Das ist so extrem peinlich!

Heute ist das letzte Mal vor der Sommerpause. Ich werde auch diesmal nicht auf den Plan gucken. Was sagen die Karten?

OH NEIN!

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Ben Hur

Gestern habe ich endlich nen Computerladen gefunden. Sogar ZWEI Computerläden. Der Weg dahin ging ganz anders als ich erwartet habe. Die Stadt ist nach wie vor voller Überraschungen. Die Orte sind nicht da, wo ich sie vermute. Ich hab den Verdacht, dass sich nachts die Blöcke und Geschäfte neu mischen.

Der erste Laden hatte genau einen sehr hübschen gebrauchten Scanner, für 25.- € mit ohne Netzteil. Schade, den hätte ich gerne genommen.
Der andere Laden hatte einen alten, hässlichen, gebrauchten Scanner für 29,99, den ich genommen habe.

Zuhause habe ich dann probiert, den mit meinem Linux ans Laufen zu bringen.
Ich bin versucht, minutiös alles zu erzählen, was ich gemacht habe, weil ich mir dabei immer so toll vorkomme. Wie der MegaGeek, die ComputerSuperFredelin.
Vor allem, wenns nach ewigem Rumfrickeln und Eigentlich-Einfaches-Erst-Mal-Falsch-Mach doch noch funktioniert.
Aber das will niemand lesen.
Ich weiß das, weil mein Tagebuch voll von solchen Berichten ist, die ich, wenn ich ihnen später wieder begegne, genervt übergehe.

Also, es sei nur gesagt, dass das Ding läuft. Macht dabei seltsame Geräusche und ist langsam, seeeehr langsam. Und scannt, das ist das Wichtigste.
Und zur Feier des Ereignisses hier mein allererster Scan mit dem Teil:

Ne alte Werbung für irnznen öffentlichen Nahverkehr. Könnte aus Bonn sein. Das hab ich EWIG schon, ist oft mit mir umgezogen. Könnte über 30 Jahre alt sein. Achwas, ist es. Argh.

Ich finds immer noch lustig.

Quadrate

Ich hab wirklich gedacht, das mit den Quadraten wär ein schlichtes logisches System und in Nullkommanix hab ichs verstanden und find mich perfekt zurecht.

Hab ich gedacht. Anfängerfehler.

Nu latsch ich fast jeden Tag in die Stadt. Manchmal gerate ich zielstrebig und direkt an mein Ziel. Jedes Mal komme ich unterwegs an Orten vorbei, wo ich denke „Ach, da war ich doch schon mal, hier hätte ich das jetzt aber nicht vermutet… Ob ich das wieder finde?“

Ja, doch… durch Zufall.

Denn viel öfter latsch ich zielstrebig in die Stadt, weil ich so einen bekannten Ort aufsuchen möchte, und finde NICHTS und verliere völlig die Orientierung.
Ich will einen Scanner kaufen und heute ist der zweite Tag, an dem ich vergeblich einen Laden dafür gesucht habe. (Ja, Saturn find ich, aber da kauf ich nix.) Wenn ich stattdessen nen Musikalienladen suche (eine Dara brauchte ein neues Fell), komme ich an einem Computerladen nach dem andern vorbei. Das Dara-Fell hab ich gestern gefunden, als wir im Industriegebiet in diesem russischen Supermarkt Hühnerhälse für die Katzen gekauft haben. Da war ein super Musikladen gleich in der Nähe. Die Dara ist aber leider scheiße und ich nehm sie jetzt als Hocker.
Dafür hab ich jetzt ne Flasche Kwas. Seit ich damals Fän der sowjetischen Eishockei Mannschaft war wollte ich wissen, wie Kwas schmeckt. Die Flasche steht noch im Kühlschrank, bald werd ichs wissen.
Aber ich wollte was anderes erzählen… Die Hühnerhälse (erster Versuch) waren ein voller Erfolg bei den beiden Damen. Der Kater fand sie eher verstörend. Der Divarich.
Aber ich wollt was anderes erzählen… Achja, die Quadrate.

Also, verlaufen kannste dich hier nicht, immer wieder sind durch Straßenzüge der Wasserturm oder das Schloss oder eins der drei so, äh, markanten Hochhäuser am Neckar zu sehen.

Aber Läden finden… Die Adresse zu kennen nützt GAR NICHTS.

Ja genau.