Rumi

8. bis 16. Mai ~ Dankesammlung

 
Ich war bis letzten Feitag in München und bin über Mums Geburtstag, das Trump-Theater auf CNN, paar Leute treffen, in München Rumwandern und auf dem Sofa mit Füllern Blumenmalen nicht dazu gekommen, hier was zu schreiben.

Mal sehn – an den Fingern abzähl… – mindestens neunmal Danke! Oke.

Am 8. Mai, Montag, hab ich meine alte Arbeitsstelle besucht, und ich will ehrlich sein: ich bin dankbar, dass ich nicht mehr dort arbeite. =) Sehr, sehr dankbar. ❤
Das hat nichts mit den alten KollegInnen oder den KlientInnen zu tun und alles mit den Strukturen. Darüber habe ich mich während meiner Anstellung dort reichlich und genug aufgeregt, nu bin ich glücklich aus der Nummer raus. DANKE!

Am 9. Mai, Dienstag, hab ich Lady of the Dan getroffen und wir sind mit unseren Kameras in einen schnuckligen Fotoladen gegangen. Sie hatte genau das gleiche Problem mit ihrer Spiegelreflex wie ich: oben in der Ecke ein schwarzer Fleck. Während der entzückende französische Herr des Fotoladens ihre Kamera öffnete und auspustete, machte ich Fotos vom Himmel, um meinen schwarzen Fleck vorführen zu können. Und siehe da: Der Fleck war weg. Spontanheilung, wahrscheinlich die guten Vibes des Ladens.
Sehr erfreulich!

Am 10. Mai, Mittwoch, hatte meine Ma Geburtstag und perfekt dazu endete der Dauerregen und die Kälte der Tage zuvor und die Sonne bretterte. Wir waren essen und dann auf einer Dachterasse über den Dächern von München auf einen Sekt. Das war schön.

Am 11. Mai, Donnerstag, hab ich besonders viele lustige Blumen gemalt. Außerdem waren wir wieder in der Stadt und haben köstliche Fritten in der Pommes Boutique verschlungen. Dann hab ich am Bahnhof die Rückfahrkarte gekauft und musste überhaupt nicht warten. Erstaunlich und auch sehr erfreulich.

Am 12. Mai, Freitag, habe ich trotz großer Sorgen und Zweifel alles, was ich mitnehmen wollte, tatsächlich gepackt. Das will was heißen. Ich bin mit dem Auto hingefahren worden – das verleitet zum Viel-Mitnehmen, und ich war bei Muttern – das bedeutet, ich hab auf dem Rückweg immer mehr dabei als auf dem Hinweg. Ich hab einiges dagelassen, doch alles Wesentliche konnte ich verstauen. Fein.

Am 13. Mai, Samstag, waren wir in der Pfalz auf dem Geburtstag von des Ogers Mutter.
Es war erstaunlich kurzweilig. Zeitweise saßen wir zu viert am Biertisch und malten Blumen.
Ich male nun mal Blumen zur Zeit, und es ist ansteckend. =)

Am 14. Mai, Sonntag, hatten wir Putztag. Ich bin dankbar, dass der gut über die Bühne ging…
Außerdem fand ich in einem alten Reinschreibebuch einen Spruch von Rumi, den ich aufgeschrieben hatte, bevor ich den Gefährten kennengelernt habe. Damals lebte ich noch in München, hatte den oben erwähnten Job und war krass und unglücklich verliebt. Der Spruch hat mich damals tief berührt und auch ein bisschen gegruselt.

Das, wonach du dich sehnst,
sehnt sich nach dir.
Rumi

 
Am 15. Mai, Montag – das war gestern. Gestern hatte ich einen echt miesen Tag, sehr schlechte Laune – wahrscheinlich, weil ich am WE dann doch Zucker gegessen habe, und wie. Die Mutter vom Gefährten hat nämlich 5 verschiedene Kuchen angeboten.
Jedenfalls, ich hatte gestern also außerordentlich schlechte Laune, die mir vergangen ist, als ich mich mit Haushalt beschäftigt habe. Ja, tatsächlich. Schier unglaublich, noch nie dagewesen. ❤
Außerdem waren wir abends auf einem wunderbaren, heilsamen Konzert. Bei ihm hier: Prof Surinder Singh
Hier könnt ihr euch seine Musik anhören: SikhNet

Und heute, Dienstag, 16. Mai, war ich seit langem mal wieder in der HPΨ-Schule. Wir hatten Neuropsychologie, oder Psychoneurologie, was weiß ich. ICD10 F0. Oder so. Es war grässlich, ich wurde immer hibbeliger und gleichzeitig immer müder. Kritzelte doofes Zeugs in mein Reinschreibebuch (da sind keine lustigen Blumen gewachsen – ich kann nichts Schönes malen, wenn ich mich langweile) und fand dann etwas, das ich mir abgeschrieben hatte, als ich ein Teal Swan Video geguckt habe. Ein langes Video – nach den Sätzen habe ich es ausgemacht, ist doch alles Wesentliche gesagt:

What causes chronic fatigue syndrome?
Chronically doing stuff you don’t really wanna do.
I would love to make it more complicated for you, but it isn’t.

Teal Swan

(„Was verursacht chronische Müdigkeit? Chronisch Sachen machen, die du nicht wirklich machen willst. Ich würds für dich ja gerne komplizierter machen, aber das ist es nicht.“)
Das habe ich mir gleich noch mal aufgeschrieben, dann war ENDLICH die erste Pause und ich habe mich beim Dozenten abgemeldet und vom Acker gemacht. Sofort war ich nicht mehr müde. Habe im Star Coffee eine volle Stempelkarte gegen einen Eimer Kaffee eingelöst und mir den in der Sonne sitzend genüsslich reingezogen, bin noch durch zwei-drei Läden geshöpped und dann gemütlich heimgeradelt. Das Leben ist schön! ❤

Wochenrückblicksmäßig  bin ich dankbar, dass ich immerhin während meines Besuches bei meiner Mutter, trotz reichlich rumstehender Gummibonbongläser, konsequent keinen Zucker gegessen und jeden Tag viel klares Wasser getrunken habe.

Außerdem war sehr erfreulich und hilfreich mein selbstgemachter Selfcare-Duftroller mit… nunja, hexischem Zauber. Wasser, Kartoffelstärke und ätherische Öle. Die meisten Leute würden das Ergebnis vielleicht nicht „Duft“ nennen, sondern eher… Geruch. Eichenmoos, Zimtrinde und Patchouli dominieren und sind noch lange nicht alles. =)
Die eklig aussehenden weißen Klümpchen sind nicht gut aufgelöste Stärke. Die dunklen Pünktchen sind nicht gut vermischtes Öl.
Das war mein erster Versuch und es ist noch … öm … Raum für Verbesserungen. So, wie’s jetzt aussieht, ist es angemessen hexisch. =) Passt zum – Geruch. ❤
Das Eichenmoos-Fläschchen hab ich schon sehr lange ~ es war eins der ersten ätherischen Öle, die ich je gekauft habe. Wahrscheinlich noch zu Schulzeiten. Das erste, ich bin sicher, war Patchouli.
Diese mir so vertrauten Düfte halfen mir in München, mich zu erden und bei mir zu sein.

Jo.

 

Viel zu sagen ~ zu viel Schreiben

Seit Tagen bekomme ich keinen Blogeintrag hin. Ich hab wieder so viel Input erhalten, so viel angehört, gelesen, ausgetauscht, ausprobiert ~ vorgestern was von Neil Kramer – zu dem muss ich auch noch einen  Vorstellungs-Beitrag schreiben, der zählt zur Zeit zu meinen Gurus (Guru = dispeller of darkness – Zerstäuber/Zerzauberer/Vertreiber/Verbanner von Dunkelheit), so wie mein geliebtes I Ging Buch und Richard Rohr. Dabei mag ich Neil Kramer oft gar nicht besonders leiden, und einiges, was er sagt, passt mir nicht in meinen Kram.

Und sowas bläht mir dann meinen Blogbeitrag auf, weil ich erst mal erklären möchte, wer Neil Kramer ist, und warum ich ihn mag, und wann nicht, und-

ACH EGAL!
Hier der Vollständigkeit halber ein Link zu seiner Homepage (englisch), der Vorstellungsbeitrag kommt noch.

Ich will erzählen, was er in dem einen Vortrag gesagt hat, den ich neulich angehört habe. Etwas, das ich seit dem im Herzen bewege, weils angedockt hat bei mir: Er sagt, er schreibt fast nicht mehr.
Das geschriebene Wort, sagt er, ist fern. Feuer ist im gesprochenen Wort. Das gesprochene Wort ist dem Göttlichen nah, Wahrheit ist ein Funken, der dem Mund entspringt.

Er’s manchmal bisschen blumig, wenns ihm wichtig ist.

Das geschriebene Wort, sagt er, sei früher ein Wegweiser gewesen zu einer Frau, einem Mann, die sich hinsetzen und mit dir reden.

Jo, das berührt mich, das trifft mich. Nicht erst neuerdings wünsche ich mir einen Laden, in dem ich schöne Dinge verkaufe, (Tarot)-Beratungen und Seminare anbiete. Nicht erst neuerdings wünsche ich mir Vernetzung HIER VOR ORT, in Mannheim. Keiner meiner zaghaften Schritte, die ich dazu unternommen habe, hat mich in dieser Richtung für mich wahrnehmbar weitergebracht.
Stattdessen schreibe ich. Ich schreibe Tagebuch und in mein geliebtes Reinschreibebuch, und in meine Blogs, und in Mails. Ab und zu schreibe ich sogar einen richtigen Brief. Ich LIEBE Schreiben.

Und was Neil Kramer da sagt, das gefällt mir nicht.
Es ist trotzdem wahr.

Es ist viel Schönes und Heilsames in meinem Schreiben, jaja. Und es ist Ersatzhandlung, Zeitvertreib, die Illusion, etwas zu schaffen, das ich anfassen und aufheben kann, oder auf ner Festplatte speichern. Der Washi Tape-Beitrag im VETCHBLOG zeugt genau davon.
Ich hab übrigens gestern noch eins gemacht.

Wie hübsch.

Ich werd auch weiterhin schreiben. Ich erlebe wirklichen Austausch übers Schreiben, auch wenn er nur über Buchstaben geht. Geschriebenes hat Wirkung, auch wenn sie nicht so voller Feuer ist, wie das gesprochene Wort. (Wie dankbar bin ich für mein I Ging Buch!) Oder Tagebuch schreiben – in der Not hat sich das unzählige Male als wunderbar, magisch, lebensrettend heilsam erwiesen. Ich werde auch weiterhin mein Reinscheibebuch führen (und alles mögliche reinkleben, auch Washi Tape), es unterstützt mich dabei, Heilsames und Notwendiges zu tun, und es macht mir FREUDE.

Das DARF ich.

Andere wichtige Themen, die mich zur Zeit beschäftigen, sind nämlich Wahrheit, Schuldgefühle und damit verwoben: Wo sitzt eigentlich die Autorität, die mir sagt, was ich zu tun habe?

WAHRHEIT
Wir alle haben unsere eigene, einzigartige Wahrheit. Zusammen ergeben sie die Reine Wahrheit.
Die Reine Wahrheit ist zur Zeit so gar nicht mein Aufgabe. Meine Aufgabe ist, den anderen ihre Wahrheit zu lassen (ja, auch wenn sie täglich 5 Kaffee im beschichteten Pappbecher konsumieren) und vor allem: MEINE Wahrheit zu erkennen und ihr zu folgen.

Auch kein neues Thema, viele Blogbeiträge hier zeugen davon. Und ich bin dankbar, denn auf diesem Weg komme ich weiter, immer dichter zu meiner eigene Wahrheit.
MEINE WAHRHEIT erkenne ich nicht, indem ich nach ihr wühle. Sie wird mir immer deutlicher, weil ich sie spüre. Ich spüre, wenn mir was gegen den Strich geht. Oft sind mein Verstand, mein Stolz, alte Programme, Pflichten, die Normalität etc. anderer Meinung. Seit ich übe, meinen Gespür zu folgen, sogar scheinbar gegen meine ‚Interessen‘, geht es mir besser.

Und seit ich übe, nicht mehr daran zu leiden, dass andere Leute ganz andere Wahrheiten als ich verfolgen, geht es mir besser und besser. Ich habe plötzlich so viel Kraft übrig, meine eigene Wahrheit zu spüren.

Suche nicht nach der Wahrheit! Entferne alles, was unwahr ist – die Wahrheit bleibt übrig“ sagt Osho. Rumi hat auch sowas gesagt – „Deine Aufgabe besteht nicht darin, die Liebe zu suchen, sondern darin, alle Hindernisse zu beseitigen, die der Liebe im Weg stehen.

 

Und das führt mich zu einem der Hindernisse:

SCHULDGEFÜHLE
Darauf hat das I GIng mich aufmerksam gemacht. Ich habe STÄNDIG Schuldgefühle. Das ist viel tiefer verankert, als mir klar war. Z.B. hatte ich welche, als mir bewusst wurde, dass mein vieles Schreiben keine heilsame Tugend ist, sondern eine Ersatzhandlung für das, was ich wirklich will: Kontakt, Austausch, Vernetzung, LEBEN. Gespräche mit Menschen an einem wirklichen Ort, wo wir körperlich anwesend sind. Wo alle Sinne beteiligt sind.

Das will ich, und dann hab ich Schuldgefühle bekommen, weil ich so viel schreibe; und Frust, weil ich doch so gerne schreibe; und Angst, dass ich so viel Zeit und Energie verschwendet habe und jetzt mein Reinschreibebuch wegwerfen kann, und mein Tagebuchfile löschen…

Ja so ein QUARK! Ich DARF schreiben. Schreiben war schon so oft so unendlich heilsam für mich!
Wenn es Zeit ist, dann wird das von selber versiegen. Das heißt nicht, dass ich weitermache wie bisher. Die Erkenntnis, dass Schreiben kein Selbstzweck ist, die bekomme ich nicht mehr weg.
Und jetzt übe ich das Naheliegende: Z.B. darauf zu achten, wie ich meine Zeit verbringe. Statt Texte zu scheffeln vielleicht doch lieber was kochen oder aufräumen.
Und ich übe, nicht dem Impuls nachzugehen, ‚alles richtig‘ machen zu müssen, weil irgendeine ‚Autorität‘ – Neil Kramer z.B. – mir was gesagt hat. Das I Ging Buch ist da schon lange mit mir dran, das WEIGERT sich konsequent, mir zu sagen, was ich tun soll. Es lobt mich auch nicht, wenn ich meine, was gut gemacht zu haben, es feuert mich nicht an – Es sagt mir: Bewerte nicht, hör nicht auf andere, tu das Naheliegende. Was gut ist, was Heilsam ist, das weißt du selber, in der jeweiligen Situation. Übe, dein fühlendes Bewusstsein wahrzunehmen! Da geht der Weg lang.

Das ist WAHR.

So, genug für jetzt. Ich hab was in der Küche zu tun.
 

Geburtstage

Mein LieblingsAstroBlog bringt oft Beitrage zu Geburtstagen, nur leider guck ich da gar nicht jeden Tag rein, und so hab ich zwei (für mich) interessante Geburtstage verpasst.
Interessant für mich, weil sie mir jeweils die Gelegenheit geben, schöne Zitate zu bringen.

Am 30. September 1207 wurde Mevlana Muhammed Celaleddin-i Rumi in Wachsch in der Region Balch, Afghanistan geboren.

Man sagt, die Liebe öffnet eine Tür
von einem Herzen zum andern.
Doch wo es keine Mauer gibt,
wo soll dann eine Türe sein?

aus: Dschelal ed-Din Rumi, Das Lied der Liebe

Im Netz habe ich noch ein ins Englische übersetzte Gedicht von ihm gefunden. Ich will es nicht ins Deutsche übertragen, weil ich fürchte, dabei geht mehr von seiner Essenz verloren.

These spiritual window-shoppers,
who idly ask, ‚How much is that? –
Oh, I’m just looking.‘
They handle a hundred items and put them down, shadows with no capital.
What is spent is love and
two eyes wet with weeping.
But these walk into a shop,
and their whole lives pass suddenly in that moment,
in that shop.
Where did you go? – „Nowhere.“
What did you have to eat? – „Nothing much.“
Even if you don’t know what you want,
buy something, to be part
of the exchanging flow.
Start a huge, foolish project, like Noah.
It makes absolutely no difference
what people think of you.

 

Dann war vorgestern, am 2. Oktober, der Geburtstag von Ghandi, und R. Wilkinson (Betreiber des Astro-Blogs) zitiert bei der Gelegenheit gern Ghandis postulierte „seven deadly socials sins“:

Wealth without Work, Pleasure without Conscience, Science without Humanity, Knowledge without Character, Politics without Principle, Commerce without Morality, Worship without Sacrifice.

Die sieben tödlichen sozialen Sünden:
Reichtum ohne Arbeit, Genuss ohne Gewissen, Wissenschaft ohne Menschlichkeit, Kenntnisse ohne Character, Politik ohne Prizipien, Geschäfte ohne Moral, Anbetung/Religion ohne Opfer.

Meine Übersetzung ist bisschen holprig. Ich denke, der Spirit kommt durch.

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