Sea Shepherd

Abschaffung des Bargeldes

Mein Gefährte war hatte eben einen Termin wg. Bankwechsel, wg. neuerdings Gebühren bei seiner alten Bank für – wie heißt das – beleghafte Überweisungen. Also, dass du am Schalter mit ausgefülltem Schein Geld überweist. Einzahlen von Münzen auf das eigene Konto kostet bei seiner alten Bank jetzt auch Gebühren: 7,50 €. Wow.
Als mein Gefährte darüber nicht erfreut war, wurde ihm gesagt: „Wechseln Sie doch auf ein Online Konto.“
Er: „Ich habe bereits ein Onlinekonto bei einer anderen Bank. Was ich möchte ist eine Filialbank vor Ort, bei der ich bar-“
Bankperson: „Ich erklär Ihnen mal, wie das funktioniert mit dem Onlinekonto.“
Es ist schon bisschen gruselig, wenn du merkst, dass du grad mit einem Cyborg sprichst.
Er: “ Ich möchte KEIN Onlinekonto bei Ihnen, ich möchte keine Gebühren für Münzeinzahlung auf mein eigenes Konto zahlen, und ich möchte auch keine Gebühren für eine papierhafte Überweisung zahlen.“
„Das machen jetzt alle Banken.“ Ahja. Wenn du es sagst, Bankperson. Dann gibt es natürlich keine Alternative.

Bei der neuen Bank gibt es auch keine Schalter mehr in dem Sinne; immerhin kannste da das Geld am Automaten einzahlen und per Einscannen auch bar überweisen. Derweil kostenlos.

Diese Terminals kosten Arbeitsplätze, das ist ein schöner Nebeneffekt, um Angst und Stress zu erzeugen.
Die Hauptagenda dieser Entwicklung ist die Abschaffung des Bargeldes.

Mein Gefährte hat das eben beim Beratungstermin vorsichtig zur Sprache gebracht, so ein bisschen mit dem Gefühl, als Spinner abgetan zu werden. Dass das Bargeld abgeschafft werden soll. (Er hat das von mir, ich erzähl viel solcher Dinge hier daheim, über das, was Sie so alles machen und vorhaben.)

Der junge Berater, ein freundlicher BWL-Juppie, hat nur müde die Augenbrauen gehoben. Natürlich wird das Bargeld abschafft, das ist lange beschlossene Sache und ist in einigen Ländern schon passiert.
Warum? Ich gebe jetzt wieder, was der junge Bank-Mann gesagt hat, so wie mein Gefährte es mir grad erzählt hat:
Kontrolle. Die Mächtigen der Welt (O-Ton junger Bank-Mann) wollen wissen, was wir mit unserem Geld machen. Wenn du zur Bank gehst und 20.000 € in bar abhebst, dann ist das weg, dann weiß niemand mehr, was du damit machst.
Wer diese Mächtigen seien, hat mein Freund gefragt. Och, also, für ihn, sagt der junge Bank-Mann, zum Beispiel Trump. Die Rotschilds. Die, wie ich jetzt durch den jungen Bank-Mann erfahren habe, auch Bitcoin erfunden haben. Bitcoin ist eine elektronische Währung, auf die ich beim Stöbern in diversen Anonymous-Aktivisten-Blogs gestoßen bin. Da stehen sie total drauf, die Hackerkids. Soso.

Ich möchte noch ergänzen, dass es durch rein elektronische Währung nicht nur darum geht, zu kontrollieren, wo du dein Geld ausgibst. Klar, damit kann man sehr deutlich sehen, was für ein Typ Mensch Konsument jemand ist, aber dafür gibt es ja schon Smartphones und Facebook.
Es geht noch um was anderes: Wenn wir nur noch elektronisch bezahlen können, dann ist es ein Leichtes, jemanden zur völligen Unperson zu machen. Dann kannst du, wenn deine Karte gesperrt ist, nicht mal mehr auf ein öffentliches Klo.

Mein Gefährte sagt, der junge Bank-Mann habe nicht sonderlich beunruhigt gewirkt, sondern wie einer, der sich mit den Gegebenheiten, die er nicht ändern kann, abfindet und sich darin durchschlängelt. Ist halt so. Alternativlos.

Nun ja. Er hat auch gesagt, dass sehr viele Kunden nachfragen, wenn sie in Aktien und Fonds investieren, wofür das Geld verwendet wird. Viele wollen keine Waffengeschäfte. Viele Moslems wollen wg. ihrer strengen Regeln z.B. auf keinen Fall in Pornografie investieren. Diese Bank bietet darum spezielle Fonds für genau solche Wünsche an.

Das ist ja mal gut.

Wir gucken derweil nach Öko-Banken. Natürlich haben wir beide auch Online-Konten, und wir haben endlich bemerkt, dass wir Onlinegeschäfte auch wunderbar bei einer Ökobank tätigen können. Selbst wenn das ein paar Gebühren kostet – wir spenden auch beide immer wieder an AttacAvaaz, BlockupyCampact, Sea Shepherd, Oxfam, Amnesty International, FoodWatch, WeMove, SumOfUs, Walk Free… Und dann sind wir bei Banken, die u.U. genau die Misstände finanzieren, gegen die diese Organisationen kämpfen? Bullshit!

Ich muss zugeben, der Bericht des Gefährten von seinem Banktermin hat mich eine kurze Zeit eben erst erbost und dann richtig gegruselt. Und das ist nicht gut. Es geht hier nämlich nicht nur um Geld und Macht – es geht letztendlich um Energie*.
Darum hab ich mich an Morgan’s gewandt, um mich trösten zu lassen.
Erst hat mich die Antwort noch mehr gegruselt, dann musste ich lachen.


I STILL DON’T UNDERSTAND
It’s too late now to explain. We’ll catch you next time around.
Bewilderment always waits in ambush. Relax — we’ve got you covered.

(Sinngemäß: ICH VERSTEHE IMMER NOCH NICHT
Zum Erklären ist es jetzt zu spät. Das nächste Mal klappts. Bestürzung liegt immer auf der Lauer. Entspanne dich — wir haben dich aufm Schirm.)

Jaja, so ausgeliefert können wir uns natürlich fühlen, vor dem großen Bösen Megacomputer. Ich hab immer noch nicht verstanden – bzw. kurz mal wieder vergessen, dass ich das glauben SOLL.
Die lauernde Bestürzung hat mich an einen Vers aus den Apokryphen erinnert:

Der lebendige Jesus sagt: „Wer sucht, soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet. Und wenn er findet, wird er erschüttert sein. Und wenn er erschüttert ist, wird er erstaunt sein. Und er wird König sein über das All.“

Ich bin enstpannt. Hier&jetzt, da wo ich bin, gibt es Bargeld, und mein Gefährte hat gleich um die Ecke eine neue Bank gefunden, die akzeptabel ist. Der nächste Schritt ist online-Ökobänking, und langfristig halte ich Herz und Augen offen für wirkliche Alternativen: Tauschringe, alternative Währungen, geldlos(er) leben. All das wurde schon mit Erfolg ausprobiert, und weil wir so viel mehr sind als wir glauben sollen, bin ich voller Vertrauen, dass sich Wege öffenen und wir uns Wege bahnen raus aus der Matrix. Wir haben’s aufm Schirm. Wir sind bereits dabei.

* Dazu schreib ich demnächst einen Artikel. Nur kurz reingerieben: Je besser es uns innerlich geht, desto besser wirken wir gegen Missstände in der Welt. So einfach ist das.

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Ich wurde geweckt

vom Geräusch herabfallender Vögel aufs Dach. Ahja, Trump hat also gewonnen. Wie einer twitterte, erst  9/11, jetzt 11/9.

Ich wollte erst was von George Carlin (bless his soul) posten, es ist ein wunderbarer Clip auf YT zum Thema election, voting und politicians.
Achwas, wer mag, findet den selber.

Nee, ich zitiere lieber was von Walk Free, grad getwittert;

An election is one moment. There are daily opportunities to serve others. Thousands of orgs doing worthy work. Find one. Join in.

„Eine Wahl ist ein Moment. Es gibt täglich Gelegenheit, anderen zu helfen. Tausende von Organisationen tun Wertvolles, Wirksames. Finde eine. Mach mit!“

Hier ein paar aufgezählt. Falls jemand des Angsthabens und Meckerns müde ist, sich vernetzen will, mit anderen zusammen was MACHEN will, dann ist das ein guter Einstieg.

AttacAvaaz, BlockupyCampact, Sea Shepherd, Oxfam, Amnesty International, FoodWatch, WeMove, SumOfUs, Walk Free

Nur einige.

Ja, es ist nix mehr wie immer. Immer ist vorbei. Kommen wir in die Gänge!

Wiedereinstieg…

Ich muss dringend einen Beitrag schreiben, weil ich die letzten beiden Beiträge jetzt mal langsam nach unten sinken lassen will. Ich bin im Reinen mit denen, die passen, und jetzt bin ich wieder woanders. Wie im richtigen Leben halt.

Es folgt eine Bestandsaufnahme mit Links zu älteren Beiträgen (hauptsächlich) von mir. Das ist für mich selber.

Zu den Jahreszeitenfesten, die ich dieses Jahr richtig amtlich feiern wollte (hier beschrieben):

Hat sich erledigt. Das geplante Lichtmessfest ist wg. Krankheit und Erschöpfung ausgefallen. Stattdessen habe ich in dieser Zeit ne mal wieder sehr intensive Auseinandersetzung mit meinem Schnusel gehabt. Schicht um Schicht geht es in die Tiefe. Dann kam Besuch aus München, das war auch sehr intensiv und interessant, und für uns alle auch anstrengend. Darüber wurden Schnusel und ich halt krank (Immunsystem angeschlagen…) und als der Termin zu Lichtmess da war, konnte er nicht mitmachen und ich verspürte überhaupt keinen Anlass, irgendwas alleine zu machen. Das Wetter war der übliche matschig-trübe Herbst, den wir seit letztem Herbst hier hauptsächlich hatten, ich war sehr erschöpft und hatte viel zu verarbeiten. Nach Feiern war mir überhaupt nicht. Für mich alleine kam es mir hohl und sinnlos vor.

Ich habe das genutzt, um zu üben, nicht zu hadern. In der Zeit haben wir mehrere schöne Vorhaben gelassen, und ich habe festgestellt, dass ich damit gut leben kann, solange ich keine emotionale Pest aufkommen lasse.
Ich habe tatsächlich in jedem ‚Scheitern‘ was Gutes gefunden.

Die ausgefallene Goa-Party: Die war zu Neumond, ich war extrem müde und gar nicht mal so traurig, als ich nicht gegangen bin. Meine Karte habe ich einer jungen Frau verkauft, hab ihr noch 5.- nachgelassen und sie hat sich sehr gefreut.
Ich geh noch auf so ne Party, und da guck ich, dass es vorm Vollmond ist. 🙂

Das ausgefallene Lichtmess: Ich hatte ja vorgehabt, übers Jahr zu gucken, wie sich die Feste anfühlen, ob ich sie noch als stimmig empfinde. Und nu finde ich: Durch den Lichtmess-Ausfall hab ich mir ein Jahr sinnloses Rumprobieren gespart. Ich kann hier&jetzt sagen: Nein, die Feste fühlen sich nicht mehr stimmig für mich an.
Statt mir das dies Jahr noch mal richtig reinzureiben, kann ich gucken, was ich stattdessen machen will. Ich bin dankbar, dass mein Lichtmess ausgefallen ist.

Und dann wollten wir nach Hockenheim zu Hagen Rether. Da warn wir dann auch zu krank zu. Die Karten konnten wir telefonisch zurückgeben. Und Ende des Jahres kommt er nach Mannheim ins Capitol, da mag ich eh viel lieber hin als nach Hockenheim. Alles ist gut. 🙂

Ungefähr zeitgleich mit den Lichtmess-Plänen und in der darauf folgenden kranksei-und-alles-fällt-aus-Zeit kam der Sieben-Elemente-Test daher, und mit ihm einige Anmeldungen an meinem eigenen Messageboard. Das hat mich erst sehr gefreut, das hatte ich mir doch so gewünscht. Und dann konnte ichs nicht pflegen, weil ich teilweise aufm Schlauch stand und außerdem fast nicht online (sondern im Bett) war.

Ich war und bin seit der Zeit sehr mit meinem Horoskop beschäftigt, das mir neue Erkenntnisse bzgl. meines Berufes und meiner Berufung beschert. Entweder, das wird ein eigener Blogbeitrag, oder ich behalts einfach für mich, da es nur für mich wichtig ist.

Jo… und in all das rein kam KALI.

Das war, so seh ich das jetzt, die Overtüre zu einer ganz grässlichen Zeit. Also, sie hat sich grässlich angefühlt, es ging mir schlecht. Stimmig wars auch.
Da ging so langsam mein MarsT-quadrat-MarsR los, das mich in der folgenden Zeit gebeutelt hat, am 19. Februar exakt wurde, und sich dann am 21. auch hier im Blog entladen hat. Das ist in Ordnung, denn die Dinge, die meine Wut und meinen Zorn entfachen, sind wirklich. Ich bin sehr dankbar, dass KALI schon da war, um meinen Zorn zu aufzunehmen.
Dass ich dieses Mars-Mars-Quadrat hatte, das hab ich auch erst um die Zeit rum festgestellt. Das war schon ein kleiner Trost.
Ein weiterer sehr großer Trost, auch wenn ich weinen musste (und muss), weil wir die Erde so unglaublich vergiftet haben, war dann die aktuelle Astrovorschau von Godharma. Bei allem Entsetzlichen kam sehr stark zu mir durch: ZUVERSICHT und SEI REALISTISCH: PLANE EIN WUNDER! (Osho). Und im nächsten Godharma-Artikel dazu begegnete mir auch KALI wieder, im Tanz mit Shiva. Ich hab mich so gefreut, das Bild dort zu sehen, ich hab das nämlich selber 2012 im Netz gefunden, ausgedruckt, laminiert, und seitdem begleitet es mich.


ca. 1780 – Indian, Punjab Hills, Guler 18th century

Noch im ganz akuten Zorn und in Verzweiflung hab ich mir ein wundervolles Sea Shepherd Unterhemd geschenkt, dazu das Buch EARTHFORCE! von Captain Paul Watson (Begründer von Sea Shepherd). Okee, ich bin jetzt nicht so die superaktive Umweltkriegerin, auch wenn ich mich sehr schick in military Klamotten find ~
Das Buch ist dennoch auch für ältere Computerhockerinnen wie mich inspirierend. Ich les es grad mit großer Freude. Ich bin dankbar: Sea Shepherd, dem Captain und auch mir ein bisschen, weil ich mir das Buch (und das Hemd) geschenkt hab.

Achja, es ist noch was ausgefallen in der Ausfall-und-kranksei-Zeit. Drei Unterrichtseinheiten der HPΨ Schule. Praktische Übungen, das wurmt mich. Der Wiedereinstieg war dann mit einer Einheit zu Humanistischer Therapie und da speziell Gestalttherapie. Das war TOLL. Und dann auch extrem frustrierend – so etwas abgehandelt in, was weiß ich, 2-3 Stunden. Naja, das wusste ich vorher, also will ich dankbar sein, dass diese 2-3 Stunden sehr bereichernd für mich waren. Auf YouTube finde ich derweil jede Menge wunderbarer Videos zu psychologischen Themen. Zu Gestalttherapie hat mich vor allem dieses hier begeistert:

Als die Lady zum wiederholten Male erwähnte, dass der alte Fritz (Perls) Schwierigkeiten hatte, seine eigene Mitte zu halten, da war ich plötzlich überzeugt, dass der die Mondknoten genau wie ich von der Waage in den Widder hat. Achse ☋♎―☊♈. Hab ich nachgeguckt, hat er die Mondknoten von der Waage in den Widder.
Ich mach mich als Astrologin selbstständig! Oder vielleicht werd ich doch lieber Gestalttherapeutin, noch ein paar Videos, dann kann ich das! (Da gibts viele mit dem alten [kettenrauchenden] Fritz himself auf YouTube. Sehr faszinierend! Viel mehr als die Monknoten hab ich nicht mit dem gemeinsam…) Oder doch lieber Bioenergetik.

Eya.

Also, reich und berühmt werd ich wohl nicht mehr, in diesem Leben. Naja, reich vielleicht. Kurz bevor das Geld abgeschafft wird. Wodrauf ich mich schon sehr freue.

Das war die Bestandsaufnahme. Demnächst in diesem Blog: MondMedis.

Trotzdem

Ursprünglich – vorgestern – wollte ich diesen Artikel „Vetch rettet die Weltmeere“ nennen, aber das ist mir innerhalb der letzten zwei Tage gründlich vergangen. Es ist so gar nicht lustig.
Trotzdem.

Vorgestern hab ich also eher nichts gerettet, sondern mir nur einen alten Wunsch erfüllt und mir ein Sea Shepherd Schört bestellt, ein Tanktop. Ich würd das ja Unterhemd nennen…
Die angegebene Lieferzeit „3-4 Tage“ hat nicht gestimmt, es wär gestern schon hier angekommen, wenn ich nicht in der Schule gewesen wäre. Heute hab ichs abgeholt. Jöh.

Diese Bestellung war eine Aktion meines persönlichen Projekts FÜLLE. Ich brauch jetzt nicht unbedingt so’n Schört, und Sea Shepherd hätten sich auch über eine einfache Spende gefreut. Und ich muss ja so sparen!
Muss ich?
Beim Projekt FÜLLE gehe ich davon aus, dass ich mir ab und zu was schenken darf, nee, soll! Damit das Geld schön im Fluss ist und die Vetch sich freut.
Deswegen hab ich beschlossen, nicht nur zu spenden, sondern mir was zu kaufen, das ich wirklich haben mag, etwas FÜR MICH. Bio-Baumwolle und rabencool.

Damit hab ich zum dritten Mal überhaupt ein Bild von mir im Netz. Ja, unrasierte Achseln. Aus mir wachsen Haare, unfassbar! Außerdem bin ich ganz zufrieden mit mir, das ist auch neu. Da musst ich fast fuffzich werden, dass ich das hinschreib und mich traue, so ein Bild von mir zu veröffentlichen. Die meiste Zeit meines Lebens hielt ich mich für hasslich, war bisske moppich und picklich. Picklich bin ich immer noch, dazu auch faltig inzwischen, aber das seht ihr ja auf dem Bild nicht so.

Auch das Bild ist Teil von Projekt FÜLLE – ich schwelge darin, dass ich jetzt wie eine von denen aussehe, die ich in meiner Jugend immer so bewundert hab.

Am faszinierendsten finde ich ja den Ehering! Ich mit Ehering, das ist punk!
(Wir sind nicht standesamtlich verheiratet, falls es wer wissen will. Wir sind wirklich verheiratet.)

Oke, das reicht jetzt davon. Mal sehn, wie lange ich das aushalte, diesen Artikel mit dem Bild stehen zu lassen…
Ist alles Training.

Morgen gehts wieder zur Schule. Gestern war auch Schule, und gestern war ein hauptsächlich grässlicher Tag. Morgens hab ich abartige Wutanfälle gehabt. In der Schule war ich immer noch sehr sehr SEHR schlecht gelaunt. Die Unterrichtseinheit zu Diagnostik und Befundung hat nicht dazu beigetragen, dass ich mich besser gefühlt hätte. Stattdessen habe ich gestern den Beschluss gefasst, die 700,- Ocken für die Staatliche Prüfung Oktober 2017 zu sparen. Das war gestern, bis zur Prüfung vergeht noch Zeit. Vielleicht ändere ich meine Meinung noch… Und zu meinen Beweggründen werde ich ein andermal und wahrscheinlich andernorts (HECKENWICKE) was schreiben.
Hier&Jetzt kann ich allerdings sagen, dass es nicht nur am schwachsinnigen System liegt, sondern auch daran, dass mir bei der Fülle des Stoffs ganz schwummrig wird. Ich bin nicht gut im Pauken, da bin ich unbegabt und unfleißig. Eben hats mir ein Foto von 2007 auf den Bildschirm geschwemmt, das ist aus der Ergotherapieschule, meine damalige Stiftedose. Da war ich auch voller Vorfreude auf die dräuende Abschluss-Prüfung.

Damals WUSSTE ich, dass ich durchfalle, und dann hab ichs doch geschafft.
Egal, das war damals, jetzt ist jetzt, und jetzt geh ich in Bett und guck mir einen Cthulhu-Film an. Das ist nämlich Cthulhu, da auf der Stifteschachtel.

Filmkritik folgt.

Was tun mit der Wut

„Mögest du in interessanten Zeiten leben!“
Chinesischer Fluch

Ich bin gebügelt von den Nachrichten, die mein Gefährte bei gmx vorfindet und mir weitererzählt, von brennenden Flüchtlingsheimen. Von dem Bus voller Flüchtlinge, der von verbrecherischen Volksverhetzern aufgehalten wurde, wo die Polizei zuschaut und schließlich verängstigte Kinder im Schwitzkasten rauszieht, und dann erzählt, die seien ja selber schuld, sie hätten sich gewehrt. (Wahrscheinlich haben Focus, Bild, Welt etc. aufregendere Artikel, hier was dazu von der ruhigeren FAZ. Reicht mir.)

Ich bin angewidert, ich bin den Tränen nahe, ich könnte kotzen, ich könnte Sachen durch die Wohnung schmeißen und schreien, ich könnte auf die Straße rennen und dem nächsten armen Typen, der auch nur vage aussieht wie Söder oder Seehofer eins in die Fresse haun-
Ich will das nicht. Ich kenne diese hilflose, verzweifelte Wut von früher. Ich will das nicht mehr.
Mein Gefährte und ich, wir versuchen, uns zu beruhigen. Wir versuchen, uns nicht selber zu hassen, weil es uns so gut geht. Wir leben im Überfluss und haben sogar von den allerrechtesten Geistesgestörten nichts zu fürchten, weil wir beide blaue Augen haben und besser deutsch können als die meisten unserer stolzdeutschen MitbürgerInnen. Ich will mich deswegen nicht schuldig fühlen!

Ich weiß nicht, was ich tun soll.
Ich will umweltfreundlich leben, ich will aus dem Konsumterror raus. Ich will den nicht um mich rum haben. Ich will auch keine wahnsinnigen, gewalttätigen, rechten Bürger-Terroristen um mich rum haben. Ich will nie mehr volksverhetzende Scheiße von irznwelchen AfD Leuten hören oder lesen.

Und ich will auch nicht so wütend werden, dass ich irnzwann mit der Axt um die Häuser renne und meinen Teil zur Gewaltspirale beitrage.
Niemandem ist geholfen, nichts ist besser geworden, wenn es mir schlecht geht oder wenn ich selber zur Brandstifterin werde, auch wenns – meiner Meinung nach – ‚die Richtigen‘ treffen würde.

Ich sag mir, das wird dieses Jahr noch viel schlimmer werden. Es war immer immer schlimm auf der Welt, so ca. seit 8000 Jahren. Nur, es kommt uns immer näher. Vordem war das halt früher oder woanders. Jetzt kommt es immer näher, die Ausbeutung, die ausgelebte Nazimentalität.

Ich bin sicher: Unsere interessanten Zeiten sind eine Zeit der Entscheidung. Wir müssen uns offen bekennen, wir müssen konsequent handeln. Wir müssen uns für eine Seite entscheiden.

Und das erst mal so Verwirrende dabei: Es stellt sich nicht die Frage nach ‚links‘ oder ‚rechts‘. Es stellt sich die Frage, mit welchen Mitteln wir kämpfen wollen, und an welcher Front.

Denn die Mittel heiligen den Zweck.

Und das bedeutet für mich: Klar geh ich auf ne Demo, wenn es sich fügt. Klar unterzeichne ich Petitionen und spende kleine Beträge für wichtige Zwecke, wenn Avaaz, Campact, SumOfUs, Walkfree, We Move, Sea Shepherd etc. darum bitten. Klar verteilen wir Anti-TTIP-Türanhänger in der Nachbarschaft.

Und vor allem gebe ich meinen hilflosen Zorn ab. Ich will den nicht. Ich gebe meinen Zorn und meine Wut der Erde, KALI, TARA ~ sie weiß, was damit zu tun ist. Das ist nicht meine Entscheidung, ich habe kein Recht auf Vergeltung, Sühne, Gerechtigkeit. Das liegt nicht in meiner Hand. Ich hab mit mir selber genug zu tun: Heil sein, in meine Mitte finden. Nur wenn ich dort bin, kann ich heilsam wirken, und das maße ich mir ja an: Ich will heilsam wirken.

Wie das geht, das muss ich lernen. Üben. Ausüben. Das ist jetzt gefragt, wir alle sind gefragt. Und ich vertraue darauf, dass die Menschen Frieden wollen und heilsames Sein verwirklichen. Ich hoffe nicht, und ich warte nicht – ich VERTRAUE darauf, weil ich sehe, dass viele andere Menschen so fühlen, sich entscheiden, dementsprechend handeln. Hier wächst z.B. etwas auf dem Boden von Foodsharing: YUNITY

Es gibt viele Menschen, von denen ich lernen kann – und ich will mich vernetzen. Ein Schritt nach dem anderen.
„Nach innen spirituell, nach außen politisch“ hat Heide Göttner-Abendroth gesagt.

 
edit:
Das ist ja nicht das erste Mal, dass mich dieses Thema umtreibt. Ein schönes Zitat dazu, das mir grad gut tut, findet sich hier: Jenseits von Bekämpfen oder Mitmachen.