Singen

Letting go

Okeee. Worauf soll ich warten. Dass die Fee mir ein Tonstudio anbaut und ich wundersamerweise perfekt eingesungen bin, göttliches Timing habe und jeden Ton zielsicher —
Naja, Letzteres ist durchaus im Rahmen des Möglichen, bzw. etwas, das ich selbst von Gesängen erwarte, die veröffentlicht werden ~ nur, ich bin nun mal nicht richtig eingesungen. Und ich hab kein Tonstudio. Und so.

Was ich habe, ist neue große Freude am Musikmachen, und ich habe jetzt beschlossen, dass ich paar Songs online stelle, auch wenn sie meinen Ansprüchen nicht genügen aus mehreren Gründen: Soundqualität, Geklampfe und Gesang sind nicht gut genug. Also – alles.

Und das ist mir jetzt EGAL, weil, ich wart jetzt nicht mehr auf die Fee oder dass ich plötzlich zum Klampf- und Singwunder werd.

Ich hab natürlich doch ein Tonstudio…

 
Also. Als erstes das Lied-bei-Abnehmenden-Mond-zu-singen. Was jetzt gar nicht passt, weil der Mond zunimmt, aber ich sach euch was: Statt „this is a time of falling tide“ singste einfach „This is a time of rising tide“ et voilà!

 

Desweiteren hab ich eine unbedarfte Version vom Aufbrechen-Lied.

 
Das reicht erst mal.

 

aufbrechen

Wow, keiner meiner Artikel hat je so viele „gefällt mir“s bekommen, wie der zum Besten Eis der Welt.
Drum gibts jetzt nur noch Rezepte auf diesem Blog.

Ja genau.

Eigentlich wär der nächste Mondpost fällig — dazu ist morgen auch noch knapp Zeit, es hat sich grad was dazwischen geschoben.

Heute war ich bei einer HPΨ-Mitschülerin zum Singen. Das haben wir vor den Ferien beschlossen und uns jetzt zweimal bereits getroffen. Darum haben ich seit ewig langer Zeit mal wieder in den Liederzetteln gekramt und die Gitarre zur Hand genommen. Und gesungen. Auch eben noch, und da hab ich die Kladde mit meinen eigenen Liedern hergenommen – da ist so ein liebes nettes Spätsommerkinderlied drin, und dann fand ich ein Lied, das ich 2002 geschrieben hab, so stehts drüber. Seltsamer Text – naja, ich weiß natürlich, was ich damit meine. Keine Ahnung, ob es anderen auch so geht.

Jedenfalls, ich hab das Lied jetzt zweimal gesungen und dabei zweimal zu weinen angefangen. Das gute Weinen, Schmerz und Sehnen und an die Quelle kommen. Weil ich also das Lied zur Zeit nicht sauber singen kann, weil ich dabei weine – und weil ich mich sowieso erst paar Tage einsingen muss – gibts (noch) keine Audioaufnahme von dem Lied, aber ich habe Hier&Jetzt das Bedürfnis, den Text zu posten. Halt so.
Jo.
Here goes.

 

Wenn ich mit dir in einer Kapsel wär
um uns das tiefe All
und die Wärme und die Luft
gingen uns langsam flöten
Ich frag mich, wer uns dann retten würd
und wohin ichs gerne hätte
Dass die Flucht nämlich vorbei ist
dass die Flucht in Reise übergeht.

Ich hab im Fernsehn diesen Film gesehn
übers Dreieck von Atlantis
da blinken die Inseln aus dem Meer
wie Sterne aus dem Raum
So leuchtete vor Jahren
aus der Glotze mal ne coole Rumreklame
und Afri-Cola fand ich schon als kleines Mädchen toll.
 
naja
 
Dieses Kind ist in der Stadt geborn
diese Jungfrau war an vielen Stätten
im Sinnen und im Sehnen und im Leib
allein
noch immer inner Kapsel
wie ein Samen unterwegs
will ich aufbrechen
aufbrechen
und mich säen!
 
So viel Kids wern in die Welt geborn
so viel Seelen suchen ihre Stätte
im Sinnen und im Sehnen und im Leib
allein
in unsren Kapseln
so wie Samen unterwegs
wolln wir aufbrechen
aufbrechen
und uns sehn.