Spiegelei

Lichtblicke im Chaos

Trotz Sturm und Regen und atmosphärischer Störungen immer wieder neue Schönheiten auf dem Balkon.

Wie schon in meinem andern Blog erzählt hatte ich hier mega-Krise. Es ist nur wenig tröstlich, dass ich nicht die Einzige bin, die’s zur Zeit beutelt.

Es war so sehr viel los hier, in der letzten Zeit.

Wir haben oben den Dachboden bisschen gestrichen, das Bett hochgeschafft und es da wirklich gemütlich eingerichtet. Zum Schlafen ist es richtig schön da.
Und ich habe jetzt ein eigenes Zimmer ganz für mich und das will eingerichtet werden. Dazu bin ich auch noch nicht wirklich gekommen.

Weil, meine Ma war zu Besuch, just zu der Zeit, da der schwelende Streit mit meinem Schnusel so richtig ausbrach. Das war für alle Beteiligten NICHT schön. Wir alle hams, finde ich, den Umständen entsprechend und so gut wie wir konnten durchschifft. Hehe, kennt jemand „Typhoon“ von Josef Conrad? Eins meiner absoluten Lieblingsbücher.

Dazwischen hatte ich den ersten richtigen Beratungstermin zur Selbstständigkeit, der sehr gut verlaufen ist. Das heißt nicht, dass jetzt alles reibungslos klappt. Es heißt, dass ich ernst genommen werde und Unterstützung bekomme, und was daraus wird, das liegt zum größten Teil an mir.
Nächster Termin ist diesen Freitag, und ich habe mich bis jetzt nicht viel mit meinen Hausaufgaben dafür beschäftigen können.

Denn Lady of the Dan kam dann zu Besuch, was sehr schön war.
Wir sind viel viel in der Stadt herumgelaufen, und es hat ihr hier gut gefallen.
Sie sammelt grad Fotos von Kaugummiautomaten, und da hat Mannheim reichlich zu bieten. Hier noch ein Nachtrag, ein Schatz auf der Bürgermeister-Fuchs-Straße:

Gleichzeitig zog hier noch ein neues Kätzchen ein, das einem jungen Paar gehörte, die in einer kleinen Wohnung leben und jetzt ein Baby bekommen. Drum haben sie das Kätzchen abgegeben. Sie hieß auch Molly, genau wie unsere Kleine. Wir haben sie in Nelly umbenannt. Ich denke, der neue Name ist ihr geringstes Problem. Bevor sie zu uns kam, wusste sie nicht, dass es noch andere Katzen auf der Welt gibt, und hier ist sie gleich 3 von diesen Monstern begegnet. Sie saß den ersten Tag nur knurrend und fauchend unterm Sofa. Inzwischen läuft sie durch die Wohnung, frisst auch mal nen Breckie aus der Hand, jagt mit Tomboy Molly rum (noch nicht frei von Stress und Anspannung, aber doch immer fröhlicher) und knurrt uns fast nicht mehr an. Ob sie jemals so schmusig wird wie Molly? Muss sie ja nicht. Ich denke, sie wirds hier gut haben, sobald sie sich eingelebt hat, und wie ich höre kann das Wochen dauern. Also Geduld.

Prinzessin Nelly

Dann wollten wir am Wochenende auch noch Flohmarkt machen, was wg. Regens nicht möglich war. Stattdessen haben wir die von Katzen verwüstete Wohnung sehr gründlich geputzt, was auch dringend notwendig war.

Gestern haben wir dann meim Schnusel seine Leut in der Pfalz besucht, wo wir uns fröhlich mit sehr kalorienreichen, ungesunden Sachen vollgestopft haben.

Solche Besuche können wir auch nur ein- bis zweimal im Jahr machen, sonst müssen wir uns selber was zu essen mit nehmen. Tofutorte oder so.

Jo, und heute habe ich ENDLICH richtig Zeit für mich. Ich sollte eigentlich an den Hausaufgaben für den Beratungstermin sitzen. Jetzt muss ich erst mal auftanken. In den letzten Tagen habe ich mich schrecklich gefühlt ― unglücklich, voller Angst und bis ins Knochenmark ausgelaugt. Das kam, weil einfach zu viel los war und ich zu wenig Zeit für mich hatte, das alles zu ordnen. Zum Ordnen habe ich Tagebuch und auch die Blogs, und wenn ich dazu nicht komme, dann werde ich immer erschöpfter und unglücklicher. Jetzt spüre ich deutlich, wie ich langsam wieder heim komme. Noch nicht raus ausm Labyrinth, doch mit neuer Kraft, den Weg um die ganzen Ecken weiter zu gehen.
Und mein Schnusel lässt mich ganz in Ruhe und hat mir heute Morgen ein schönes Frühstück gemacht:

Mein Schnusel macht nämlich genauso gute Spiegeleier wie meine Ma, und das will wirklich was heißen!

Jo, also, insgesamt: besser. Und nu weiter um die Ecken.

Advertisements