Sprache

Narzissmus – zweiter Teil

Es ist nicht von Beutung, was Leute sagen;
es ist nicht von Bedeutung, was sie denken.
Bedeutung, Auswirkung, Wirklichkeit hat das, was sie TUN.

 

Nachdem ich mir durch den ersten Teil notwendig Luft gemacht hatte, wollte ich am Nachmittag den zweiten Teil schreiben.
Den angefangenen Text habe ich inzwischen verloren. Ich glaube, das ist gut so. Ich hatte mich in einer Einleitung verzettelt, in der ich berichtete, was mir in letzter Zeit alles so an Narzissmus begegnet ist, direkt und indirekt. Erstaunliche Häufung, die bis jetzt anhält.

Ich habe auch online viel zum Thema gelesen. Und ich habe Hilfreiches gefunden. Trotzdem bin ich nicht zufrieden.

Ein Problem ist die verbreitete Akzeptanz narzisstischen Verhaltens. Typisch sind Aussagen wie diese:
„In unserer Welt der Likes und Selbstdarstellungen scheint der Narzissmus zuzunehmen. Ein Problem? Richtig dosiert dient die Eigenliebe der psychischen Gesundheit.“

Ich halte diese Begriffsverwirrung für sehr schädlich. Lucretia Tambourinfrau hat mir durch einen Kommentar dazu verholfen, da genau hinzusehen.
Es sind ’nur‘ Worte, aber durch das Vermischen und Verwässern von Bezeichnungen können wir das Problem nicht mehr deutlich sehen.
Sooo schlimm ist Narzissmus ja gar nicht, er hat ja auch gute Aspekte.
Nein, hat er NICHT. Und er ist noch viel schlimmer als du meinst.
Darum definiere ich, hier in diesem Blog, das Wort Narzissmus so, wie im ersten Teil geschehen.

Ich weiß, es gibt in der Psychologie den Begriff des ‚positiven Narzissmus‘.
Damit werden stabile Menschen bezeichnet, die sich selbst mögen, die gerne was schaffen, die sich Erfolg wünschen, für sich und die, die sie lieben. Sie können andere Menschen verstehen und unterstützen. Wer das kann, ist kein Narzisst.
Selbstliebe ist schön, wichtig, heilsam! Die Voraussetzung dafür, andere lieben zu können. Der Zugang zur Quelle, aus der Emapthie und Großzügigkeit sprudeln. Ein echter Narzisst kennt nicht mal einen Hauch wirklicher Selbstliebe – genau das ist die Wurzel des Übels! Selbstliebe hat NICHTS mit Narzissmus zu tun.
Was ist gewonnen, wenn ich einen ‚gesunden Narzissmus‘ definiere? Nichts, außer Sprachverwirrung und Desensibilisierung.

Sprache ist wichtig.

Und Selbstliebe ist wichtig. Sie ist das Gegenteil von Narzissmus und immunisiert uns gegen ihn.
Wenn ich mich selbst gut finde, kann mich Narzissmus in meiner Umgebung nicht berühren, nicht aussaugen.
Wenn ich mich selbst gut finde, habe ich es nicht nötig, selbst narzisstisches Verhalten zu zeigen.

Was wahr ist: sehr viele Menschen, auch wenn sie keine echten Narzissten sind, zeigen immer wieder narzisstische Verhaltensweisen. So füttern wir, die wir uns noch nicht stabil selbst lieben, den Narzissmus unserer Welt.
Nur, weil das weit verbreitet ist, ist es noch lange nicht ‚gesund‘ oder gut.
Es ist normal, ja.
Bloß, das Wort ’normal‘ hat umgangssprachlich eine Bedeutung bekommen, die nicht der Wirklichkeit entspricht.
Ich zitiere mich selbst:

Mit ’normal‘ wird im täglichen Sprachgebrauch meist ‚gesund‘, ‚angemessen‘, ‚richtig‘, ‚gut‘ und dergleichen gemeint.
Tatsächlich aber ist das Normale einfach nur das, was der Norm entspricht.
Und das ist, wenn es um gesellschaftliche Normen geht, meist weder gesund, noch angemessen, noch richtig, noch gut.
völlig normal

Ich will dazu beitragen, dass sich die narzisstischen Normen unserer Gesellschaft auflösen. Ich will, wie in Teil eins schon geschrieben, Vampire dem Sonnenlicht aussetzen.

Was also tun?

Darüber denke ich seit Wochen nach. Ausgelöst durch einige pathologische vollblut-Narzissten in meinem Leben. Seit ich sie als das erkannte, was sie sind – Vampire – sehe ich plötzlich überall Narzissmus. Auch bei mir selber. Nicht immer den hammerharten, superschwer zu therapierenden Vampir-Narzissmus, aber doch ungesunde Tendenzen. Und seit dem überlege ich, was ich da Heilsames machen kann. Zur Zerbröselung von Vampiren, zur Heilung der ungesunden Tendenzen im Alltag und in mir selber.

Und darüber schreibe ich dann in Teil 3.
Wow, ist das zäh mit diesem Thema. Ich wollte eigentlich nur einen kleinen Artikel dazu schreiben. 😛

Liebster Award

Die Regeln

1. Danke der Person, die dich für den “Liebster Award” nominiert hat und verlinke die Adresse dieser Bloggerin in deinem Beitrag.
Danke, Gann Uma! Wirklich. Deine klasse Fragen sind schuld, dass ich noch mal mitmache.

2. Beantworte die 11 Fragen, die dir die Bloggerin, die dich nominiert hat, stellt.
Siehe unten.

3. Nominiere 5 bis 11 weitere BloggerInnen für den “Liebster Award”.
Und da beginnt das Problem. Ich folge inzwischen zwar wirklich vielen Blogs, aber die wenigsten davon scheinen mir für den Liebster Award geeignet. Und die, die es sind, haben den alle schon – meist mehrfach. Das war schon das letzte Mal mein Problem, da hab ich mich billig aus der Affäre gezogen, indem ich den geneigten LeserInnen freigestellt habe, sich selber zu nominieren.
Und wisst Ihr was? Ich machs wieder genauso.
Ich versteh schon, was das soll. Neulingen gibts was zu schreiben und vernetzt sie in der Blogger-Community.
Ich bin zu alt für sowas, fühl mich wunderbar vernetzt, und die Leuts, die ich lese, wie gesagt, die haben ihn schon und/oder haben echt anderes zu tun. Behaupte ich mal.
Also, das beschließe ich hiermit, war das jetzt nicht nur das zweite, sondern auch das letzte Mal, dass ich einen Liebster Award angenommen habe. Uffz.

4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten BloggerInnen zusammen.
Da ist dann das nächste Problem… Meine Fragen sind auch unten.

5. Schreibe diese Regeln in deinen “Liebster Award”-Beitrag.
Das wiederum ist wunderbar unkompliziert.

6. Informiere deine nominierten BloggerInnen über diesen Beitrag, z.B. über einen Kommentar.
Alle, die Lust haben, sind hiermit nominiert.

 
Also los.
 

1 – Welcher Deiner Blogbeiträge ist Dein Lieblingsartikel und warum?
Ein Beitrag, den ich in dieser Form bis jetzt nur einmal gemacht habe, ist der Stories are Maps-Beitrag. Den mag ich sehr gern. Ich mag überhaupt alle Beiträge besonders gern, die ich mit dem tag „Geschichten“ versehen habe. Bei denen, ob sie ‚erfolgreich‘ sind oder nicht, habe ich das Gefühl, da übe ich einen Aspekt meines Berufes aus.

 

2 – Tag- oder Nachtmensch?
Wechselnd, je nach Tages- bzw. Nachtform.

 

3 – Eine frühe Erinnerung?
Muss wirklich sehr früh gewesen sein.
Wie mir nämlich meine Ma ankündigt, dass sie mir jetzt einen Strampelanzug anzieht, und wie ich dann im Bettchen liege und strample wie blöde, weil ich denke, das wird jetzt erwartet und muss mit nem Strampelanzug ja auch besonders gut gehen.
Die Erfahrung war doch ein bisschen enttäuschend, denn das Strampeln war anstrengend und sinnlos.
Hehe. Jetzt, da ich das hinschreibe, merke ich: Das war eine Lektion fürs Leben.

 

4 – Die Farben deines Lebens: Wechseln sie, hast du immer die gleiche oder gibt es Entwicklungsstufen?
Als Kind war Gelb meine Lieblingsfarbe, und das hat sich nicht geändert.
Gelb und Bunt. Habe manchmal ein Blatt nur mit buntem Kritzel vollgemalt, und dann dick Schwarz drüber, damit das Bunte durch die Lücken leuchtete.
Rot alleine mochte ich eine lange Zeit nicht leiden – das war fast ein bisschen ein Gefühl wie Eifersucht. Rot und Grün waren die Blöden, und Blau und Gelb waren die Guten. (Besser kann ichs nicht erklären. Ich mein – ich kanns mir schon einigermaßen erklären, bloß führt das hier zu sehr in die Psychoanalyse… oder so.)
Zu späteren Schulzeiten hab ich besonders Sandgelb und gebrochene, gedämpfte Farben geliebt, so ersticktes Bunt, würd ich heute sagen.
Als ich Stagehand und Roadie war, kam die Schwarz und Silber Zeit. Samt- Jeans- und Molton-Schwarz, Stahlsilber und bestenfalls noch Rostlederbraun.
Dann wurds richtig BUNT. Ich sühnte mich mit Rot aus, dazu kamen Tiefrosa, Orange, Koralle, Kupfer, Rubin, Lila… in allen beißenden Varianten gemischt, dazu Gold, Türkis, Flieder – ich LIEBE Farben.
Und seit einiger Zeit, seit zwei drei Jahren oder so, werde ich angezogen von  GELBGOLDGRÜN . ← So ungefähr.

 

5 – Mit welchem Märchendrama/welcher Märchenfigur identifizierst du dich?
Spontan? Gar nicht.
Nach längerem Überlegen: Das hässliche Entlein. Ja, doch, das passt gut.

 

6 – Heimat: deine Wurzel, dein Traum, deine Verletzung?
Alles verschwommen. Bis ich 18 war, bin ich im Schnitt alle zwei Jahre umgezogen, zwischen und innerhalb von Hamburg, München, Köln, Bonn. Seit dem kam noch Passau dazu. Jetzt Mannheim. Hier fühle ich mich heimisch. In Indien hab ich mich auch heimisch gefühlt.
Meine Wurzeln… wenn ich wirklich noch die Zusatzausbildung zum Systemischen Familienstellen mache, dann erfahre ich mehr darüber. Dann meld ich mich zu dem Thema noch mal… (Die atemlos gespannte LeserInneschaft kanns gar nicht erwarten… hallo? Liest hier überhaupt noch jemand?
Hehe. Weiter.)

 

7 – In welchem kreativen Gebiet fühlst du dich am wohlsten, oder hast du mehrere Schwerpunkte?
Schreiben ist ganz oben auf der Liste.
Fotografieren, Layout, Design, Kritzeln.
Musikmachen: Klampfen und singen und trommeln – da bin ich ganz gut. Eine musikalische, rhythmisch sichere Laiin mit annehmbarer Singstimme. Nix Tolles, keine Virtuosin, weder beim Klampfen noch beim Trommeln, geringer Stimmumfang, alles gut genug für Drive und Feeling.
Habe ich leider sehr vernachlässigt in den letzten Jahren.
Ich tanze auch sehr gut (freestyle) – wow, das hab ich wirklich hingeschrieben! Ich tanze sehr gut. Stimmt, jo. Auch sehr vernachlässigt, bin ja auch nicht mehr die Jüngste.

 

8 – Welches Monster muss erlöst werden?
Da ist eine alte Frau, eine einsame alte Frau. Sie sitzt vor ihrer Jurte in einer völlig leeren Landschaft und malt heilige Zeichen in den Sand, die niemand sieht.
Am Himmelt steht statt der Sonne eine riesige Uhr.
Die Frau ist wütend und frustriert, dass niemand da ist und ihre Zeichen erkennt.
Sie ist sehr einsam und scheint ganz grässlich ihre Zeit und ihre Craft zu verschwenden.
Dieses Bild habe ich nicht selbst erfunden, das wurde mir gesagt, erst neulich. Es hat mich getroffen, denn ich kenne diese Alte.
Allerdings hatte ich gedacht, sie wäre erlöst. Sie tauchte z.B. hier auf. Da wird sie erlöst, so hab ich mir das vorgestellt, und jetzt scheint es, dass sie in Wirklichkeit ganz alleine vor ihrer Jurte hockt.
Ja, die will erlöst sein. Ich will sie erlösen.

 

9 – Wie siehst du dein Leben im Alter, kannst du dir alternative Möglichkeiten vorstellen?
Sehr sehr alternative Möglichkeiten. Allerdings auch noch sehr vage. Mein Gefährte und ich spielen mit dem Gedanken, unser Altenteil irgendwo außerhalb von Deutschland zu pflegen (oder was so mit Altenteilen gemacht wird… errichtet, gepflegt, verlegt, was weiß ich). Ne Kommune/Gemeinschaft in irgendeiner Art ist mir auch wichtig. Wir sind kinderlos, und wir wollen nicht völlig vereinsamen, also ne Gemeinschaft.
Auf keinen Fall werd ich in einer leeren Landschaft vor ner Jurte enden!
Alles noch ziemlich vage. Wir sind ja noch jung… 😛 argh

 

10 – Wenn Du in Deinem Land eine Sache ändern könntest, was wäre das?
Bedingungsloses Grundeinkommen.
In der Schweiz wird übrigens dieses Jahr, am 5. Juni, darüber abgestimmt.

 

11 – Schenk was. Mir, dir, der Welt.
Oje. Na schön. Trotz allem, was ich bei Frage 7 behauptet habe, schenke ich der Welt die einzige Aufnahme meines Superhits PHYSIOTHERAPEUT. Zu meiner Verteidigung kann ich sagen: Das ist auch schon paar Jahre alt. Heute würd ich das so nicht mehr…
Ich singe da mit mir selbst im Chor, nicht immer glockenrein (also, teilweise völlig neben dem angepeilten Ton, ums genau zu sagen) in schlechter Soundqualität, teilweise arg atemlos… Dass ich das hier preisgebe, das IST ein Geschenk! Und wenn ihr mir was dafür zurückgeben wollt, dann… klickt einfach nicht auf ➤. 😛

 

 

Und nun meine 11 Fragen (einige vom letzten Mal recycelt). Manche lassen sich ganz schlicht beantworten, das ist beabsichtigt. Vielleicht gibts viel zu erzählen, vielleicht ist es privat, dann genügt ein knappes Ja oder Nein.

    1. Übst du eine spirituelle Praxis aus? Wenn ja: erzähl davon, wenn du magst.
         
        1. Die Fee kommt mal wieder. Du darfst dir eine Begabung, ein Talent, eine Fähigkeit wünschen, die/das du noch nicht hast. Was ist es?
             
            1. Die Frage klau ich von Gann Uma, weil ich sie besonders schön finde: Welcher Deiner Blogbeiträge ist Dein Lieblingsartikel und warum?
                 
                1. Was ist das Tollste/Schönste, das du jemals selbst hergestellt hast?
                     
                    1. Linux, Mac oder Windows? Warum?
                         
                        1. Hast du einen einem besonderen Ort (sei er auf der Erde oder in deinem Innern), den du immer wieder aufsuchst? Wenn du magst, dann erzähl davon.
                             
                            1. Sammelst du etwas? Wenn ja: Was und warum?
                                 
                                1. Eine Künstlerin oder ein Künstler deiner Wahl wird für dich – NUR FÜR DICH – ein Werk schaffen. Ein Bild malen, ein Buch ein Gedicht, eine Symphonie schreiben, einen Film drehen, ein Lied vertonen, einen Quilt nähen… Wer soll was für dich machen?
                                     
                                    1. Ich kenne einige Leute, die tatsächlich keinen Fernseher besitzen bzw. nie fernsehen. Wie ist es mit dir, schaust du Fernsehen?
                                         
                                        1. Was ist der nutzloseste Gegenstand, den du besitzt, und warum hast du ihn immer noch?
                                             
                                          1. Mit der Post kommt ein kleines Päckchen für dich: Darin ist ein Deck Tarotkarten, und dazu ein Brief, in dem steht, dass du mit einer der auf den Karten abgebildeten Gestalten einen Tag verbringen darfst.
                                            Wen wählst du?
                                            Falls du keine Ahnung hast, was auf den Karten drauf ist: Hier. (Wenn du dich auskennst: Muss nicht das Rider-Waite-Smith Deck sein; wenns das nicht ist, schreibs dazu, neh?)

                                           

                                          Und hier noch mal die Regeln am Stück:

                                          1. Danke der Person, die dich für den “Liebster Award” nominiert hat und verlinke die Adresse ihres Blogs in deinem Beitrag.
                                          2. Beantworte die 11 Fragen, die dir die Bloggerin, die dich nominiert hat, stellt.
                                          3. Nominiere 5 bis 11 weitere Bloggerinnen für den “Liebster Award”.
                                          4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Bloggerinnen zusammen.
                                          5. Schreibe diese Regeln in deinen “Liebster Award”-Beitrag.
                                          6. Informiere deine nominierten Bloggerinnen über diesen Beitrag, z.B. über einen Kommentar.

                                          Blogger sind natürlich auch eingeladen. In den obigen Fragen wird der Einfachheit halber die weibliche Form verwendet. Die männliche Form ist selbstverständlich immer mit eingeschlossen.
                                          (Dies ist eine nur leicht abgewandelte [ahnt ihr, wie?] Version einer Erklärungen, die ich in zahllosen Büchern immer und immer wieder finde.)

                                           

                                          Unearthing

                                          Die Anfänge von so Phasen sind ja fließend. So ein Verschieben, das mit einer Wandlung einhergeht.
                                          Im Mai letzten Jahres habe ich aus verschiedenen Gründen (u.A. Austausch hier auf WP)  begonnen, mich wieder mit Magie und Gottheiten zu beschäftigen, nachdem ich das über Tai Chi und Meditation ziemlich abgelegt hatte. Auch mit guten Gründen.

                                          Und doch rufts und lockts…

                                          Obwohl es mir unterwegs nicht so vorkam, wurden doch einige meiner Fragen beantwortet übers Jahr.

                                          Und bestätigt. Und in Kunst gefasst, in Worte und Sound. Z.B. in diesem Hörbuch von Alan Moore, das ich im Herbst zum Einschlafen gehört habe: Unearthing.
                                          Ich habs oft gehört, viele Nächte lang. Beim ersten mal hab ich so gut wie nichts verstanden. Schließlich hab ichs tagsüber am Stück angehört und Teile mitgeschrieben.

                                          Das Buch dazu hab ich vom Schnusel zu Weihnachten bekommen!

                                          Ich könnte dazu mehrere Blogposts vollschreiben, stattdessen beschränke ich mich, einen Absatz daraus zu zitieren, in dem der Umgang mit ‚dem nicht Geheuren‘ („the uncanny“) beschrieben wird:

                                          This is how it is is,
                                          of the approach of the uncanny:
                                          Each progression
                                          in our comprehension of the concept
                                          like a footfall
                                          treading softly closer.

                                          This is how we act:
                                          No awe, no terror,
                                          just bland reassurance
                                          in our default certainty
                                          that this can’t possibly be happening.

                                          Das ’nicht Geheure‘ sind in diesem Fall Synchronizitäten und Manifestationen der Mondgöttin Selene im Leben des Protagonisten, Steve Moore. (Alan Moores Mentor; die beiden sind nicht verwandt.)
                                          In der Geschichte geht es viel um Magie. Und um Lokale Magie, Ortsmagie. Und um Comics. Und um London. Und dies und das.
                                          (Sehr lustig auch der kurze Abstecher des Protagonisten in eine londonder Chaos Magie Loge.)

                                          Schon bin ich mittendrin und auf dem Weg in die Tiefe. Dabei möchte ich seit Tagen einfach nur einen Blogpost verfassen, in dem ich kurz erzähl, wie es so war um Yule rum und in den Rauhnächten (die ich ja gar nicht bewusst begangen habe, und sie hatten es doch in sich!), und dann weiß ich nicht, wo ich anfangen soll.

                                          Ich habe sehr viel gelesen, angehört und angeguckt in dieser Zeit, und davon will ich jetzt erst mal was weitergeben, bevor ich erzähle, was bei mir so war. Weil ich das wichtiger finde. Und weil es ja sowieso tief verwoben ist mit dem, was bei mir so war.

                                          Da möchte ich euch als Erstes das hier sehr sehr ans Herz legen:

                                          Ein Auszug aus der Doku-DVD „the Mindscape of Alan Moore“ in dem er erzählt, dass er mir 40 Magier geworden ist. Dann spricht er über Magie und Polytheismus und moderne Reklame-Schamanen (-> kulturelle Trance) und dies & das. Sehr dicht, von Anfang bis Ende. LOHNT SICH!


                                          (Englisch mit englischen Untertiteln)

                                          Edit: Ich wollte was zu Sache schreiben, nämlich, dass ich einen Bölog gefunden habe, deren Autorin ähnlich wirkt – Magie ist Kunst ist Magie https://cambraskade.wordpress.com/

                                          Dabei stelle ich fest, dass ich meinen reader nicht mehr erreiche und daher keine Blogs mehr abbonieren kann, wenn sie es mir nicht per Button anbieten.
                                          Außerdem stelle ich beim Schreiben dieser Ergänzung fest, was ich shocn wusste: Dass im ‚classic‘ Editor der text aus dem Festner springt, wenn er ein bisschen länger als eine Seite wird und ich noch was ergänzen will. ich schreibe grad blinf in ein weißes Fenster und kann nut hoffen, dsas ich mich nicht oft vertippe, denn jedes Korrigieren ist echt ätzenbd, mit viel hoch und runter Scrollen nach der Eingabe JEDES EINZELNEN BUCHSTABENS. WQeswegen ichs mir spare.

                                          Ich hab keine Lustt mehr, und ich hab das Gefühl,m dass ich wahrscheinlich dsa Blöoggen bald wieder lasse. So gehts jedenfalls nicht.

                                          Das Hexikon

                                          Die Sprache ist wie der Finger, der auf den Mond zeigt.
                                          Der Mond ist das Erwachen.
                                          Wenn man den Finger, der auf den Mond zeigt,
                                          für den Mond selbst hält,
                                          so ist das nichts Anderes als Torheit.
                                          Aber ohne den Finger, der die Richtung weist,
                                          ist der Mond nur schwer zu finden.

                                          Im Garten der Stille: Hölderlin im Gespräch mit Zenmeister Dōgen
                                          von Gerhardt Staufenbiel


                                          Ich wollte einen Artikel zu Stadtgeistern schreiben.
                                          Dabei hab ich gemerkt, dass ich erst mal was zu meiner magischen Praxis an sich zu sagen hab.
                                          Dabei hab ich gemerkt, dass ich erst mal überlegen muss, was ich mit „Magie“ eigentlich meine.
                                          Dabei hab ich gemerkt, dass ich erst mal erklären muss, was ich mit den Begriffen meine, mit denen ich Magie zu erklären versuche.
                                          Dann ist mir das Hexikon eingefallen.

                                          Das Hexikon ist ein uraltes Projekt von mir (Ende der 80er hab ich damit angefangen), das angeregt wurde durch Mary Dalys Wickedary.

                                          Ich erhebe damit nicht den Anspruch, Wahrheit zu verkünden.
                                          Ich gebe nur meine Defintionen von Begriffen, die ich oft verwende.

                                          Sprache ist ein wunderbares Werkzeug. Sie kann der Finger sein, der auf den Mond zeigt.
                                          Damit das funktioniert, ist es hilfreich, zu wissen, wovon wir jeweils reden. Worte wie „Magie“, „Ego“, „Selbst“, „Gott“, „Erleuchtung“, „Quarkstulle“ etc. werden nicht nur in Esokreisen wie selbstverständlich verwendet, weil alle vermeintlich dasselbe damit meinen.
                                          Ich z.B. finde Quarkstullen ganz schrecklich. Wenn ich doch mal eine esse, ist sie mit Honig auf Vollkorn-Dinkelbrot. Das kann die Weißbrot-Schnittlauch-Tomate-Fraktion ganz schön verwirren.
                                          Statt also verwendete Begriffe vorab zu klären, werden sie einander oft wie selbstverständlich um die Ohren gehaun, und schwupps haben wir den schönsten Flamewar. Das muss nicht sein.

                                          Darum für mich das Hexikon.
                                          Es ist ziemlich alt, ich habs, wie erwähnt, in den späten 80ern/frühen 90ern gesammelt und es ist darin noch eine deutlich radikalere Haltung und Ausdrucksweise zu erkennen.

                                          Ich war jung. Labrys

                                          Im Moment isses noch ne ziemliche Baustelle, ich bin froh, dass ichs einigermaßen importiert bekommen habe, dabei ist mir immer mal wieder meine Internetverbindung abgerissen, es ist HEISS … Es ist jetzt erst mal so, wie’s halt ist, noch orginal von damals.
                                          Mit der Zeit werd ich das Hexikon inhaltlich anpassen und erweitern. Anregungen natürlich willkommen.

                                          zum Hexikon

                                          P.S. Hier will ichs auch noch mal sagen:
                                          Nachdem ichs nun mehr oder weniger durchgelesen habe –
                                          Es ist teilweise arger Blah, oder, noch schlimmer, arger, altkluger Blah, wie’s halt typisch für die Jugend ist, die – anders als alle andern vor ihr – die Welt begriffen hat.
                                          Und manches find ich heute noch wirklich gut.
                                          Und das W-Wort kommt ziemlich inflationär vor. Das würd ich mich heute nicht mehr trauen. Es stört mich. Und ich hab mir damals was dabei gedacht, und ich finde, in dem Fall habe ichs richtig gemacht. Die Dinge dürfen und sollen beim Namen genannt werden. Das W-Wort bleibt.