Spülschwämme

Lammas, Kessel, erste Ernte


Oh, ich habe schon viel schönere Fotos gemacht und die viel besser bearbeitet…
Hier geht es weniger um Kunst und mehr um die Symbolik und die Farbe.
Heide Göttner-Abendroth, bei der ich ja mal zwei Jahre quasi in die Lehre gegangen bin, hat jedem der 8 Jahresfeste eine Farbe zugeordnet (in „Die Tanzende Göttin“ hat sie darüber geschrieben). Mir gefällt das gut, ich kann viel damit anfangen. Zu Lammas gehört laut HGA das kühle Türkis, das die Hitze des Sommers dämpft.
Das einzige, was ich all die Jahre konsequent weitergemacht habe, ist zu jedem Tide-Wechsel ein bisschen umzudekorieren. Jetzt also von Rot zu Türkis.

Auf dem Bild oben sind auch die ersten geernteten Samen und natürlich die Schere.

Meine StadtTour habe ich heute auch gemacht, diesmal habe ich im Vetchblog davon erzählt, da passt es besser hin.
Was mir aufgefallen ist: ich wollte nicht nur Eindrücke sammeln und – vielleicht! – Kontakt zu Ortsgeistern (oder so) herstellen (falls das für mich sein soll), sondern einen Ort finden, an dem ich mich gerne aufhalte.
Ok, es gibt ein Café und das kleine indische Restaurant – da bin ich gerne, aber das ist nicht, was ich finden wollte. Café und Restaurant bedeuten zur Zeit nur Konsum. Ich trinke nen Kaffee oder esse was, und dann geh ich wieder. Dort habe ich keinen tieferen Kontakt zu – naja, Wesenheiten, seien es Menschen oder ne andere Sorte.
Diesen Aspekt – mindestens einen Ort zum Verweilen zu finden – hatte ich bei meinen Touren fast vergessen.
Ich nehme mir also vor, mich bei jeder Stadttour an einem Ort mindestens ne Viertelstunde lang aufzuhalten (ich muss mir in diesem Stadium sehr klare, konkrete Anweisungen geben) und ihn kennen zu lernen. Dann kann der jeweilige Ort mich auch kennenlernen, und dann merken wir ja, was geht.
Ab morgen.
 


Dann wollte ich gucken, was ich zum Vollmond in meinem Kessel finde.
Ich finde einiges darin, allerdings keinen fertigen Trank.
Das ist das erste Mal, dass ich mit so einem Bild – Kessel – so bewusst spiele. Im Moment habe ich den Eindruck, die Zeit zum Vollmond hin war Zutatensammeln. Der Trank muss noch eingekocht werden. Ganz oben schwimmen Gedanken zur Selbstständigkeit, die allerdings wenig mit konkreten Ideen zu tun haben. Viel damit, dass ich meine Mitte halte, meine Zuversicht, meinen Mut. Das ist scheinbar wenig. Ich hab das Gefühl, es ist genau das, worum es geht.
Es schwimmen noch andere Themen im Kessel. Jetzt, da der Mond abnimmt, will ich gucken, wie sich das entwickelt. Was ich damit mache. Ob was dabei rauskommt. Vielleicht fülle ich verschiedene kleinere Fläschchen ab.

So, es gäbe noch mehr zu erzählen. Zur retrograden Venus z.B. Ich hab den Eindruck, die beutelt mich zur Zeit ordentlich. Astrologie bietet mir Erklärungsmodelle, die ein wirklich interessantes Licht auf den Krach zwischen mir und dem Oger werfen. Auch da (Kessel…) bin ich nicht fertig. Jedenfalls könnte es sein, dass ich viel inneren Mist projiziere; und ich hab paarmal gelesen, dass die schmerzhaften Konflikte zur Zeit reinigen und nicht schlimm sind. Da bin ich froh!
Auch noch nicht fertig.

Ich erlebe grad, dass ich nicht alles schaffe, was ich machen möchte. Ich würde gerne so viel aufnehmen, verarbeiten, durchdenken, im Herzen bewegen, niederschreiben, und ich schaffe das nicht alles.
Ist einfach so.
Das kenne ich natürlich, dieses Gefühl, nicht genug Zeit zu haben. Ich möchte genug Zeit haben. Und ich möchte keine Energie (und keine Zeit!) damit verschwenden, darüber zu hadern, dass ich nicht genug Zeit hätte.
Also sag ich mir, dass ich alle Zeit habe, die ich haben muss. Was ich jetzt nicht schaffe, mache ich dann zur passenden Zeit.
Manches verschwindet auch ganz und wird nicht gemacht, weil ich nicht dazu komme, und ich will vertrauen, dass das so sein soll.

Jo. Und dann hab ich Konsumrausch gehabt, nicht nur heute, sondern auch vorgestern, als wir im Penny was gekauft haben, das wir vielleicht nicht wirklich dringend brauchen. Der Oger und ich horten und haben immer Vorräte (Der Oger ist aber schlimmer als ich! JaWOHL!), und Spülschwämme haben wir genug für ein Jahr, denk ich. Und trotzdem. Es MUSSTE sein. Da waren wir uns beide einig.

Ich bin sicher, ihr könnt das verstehen.