StadtTour

ST-RB und Neues von LotD

ST-RB: StadtTour-Rechnenschaftsbericht

Bei uns waren heute die Handwerker im Haus – das heißt, unser lieber Nachbar von untendrunter war in der Wohung und hat uns was verputzt, was von der neulichen Dachboden-Fensteraustausch-Aktion noch zu verputzen war. Morgen fahrn wir in den Baumarkt und kaufen Farbe, dann wird gestrichen, dann packen wir endlich das Bett hoch, und dann hab ich endlich mein eigenes Zimmer. Bin nicht sicher, wie schön das wird. Voll wirds.
Dienstag kommt meine Ma auf Besuch, Mittwoch hab ich den Beratungstermin wg. Selbstständig – ich bin ja insgesamt guter Dinge deswegen, möge das so bleiben.

Heute war ein voller, anstrengender Tag, und ohne mich in privateren Details zu ergehen sag ich bloß: es war teilweise nicht schön heute. Zum Glück wurds mit der Zeit alles immer besser.

So gegen 19h, die Sonne knallte, hab ich verkündet, dass ich jetzt meine Runde dreh. Der Nachbar verputzte noch, und der Oger bat mich, bald wieder zu kommen, denn heute war auch der Tag der wöchentlichen Putzaktion. Logischerweise putzen erst nach dem Verputzen. Ich versprach, spätestens um 20h wieder da zu sein.
Unten traf ich Vermieters zehnjährige Tochter, die wissen wollte, wo ich hinfahre.
„Weiß nicht“, sagte ich, „einfach so durch die Gegend. Das mach ich fast jeden Tag.“
„Kann ich mitkommen?“
„Ja klar.“
Hab ihrer Ma versprochen, dass wir in spätestens 40 Minuten wieder da sind, wg. Abendessen, das schon in Vorbereitung war, und dann sind wir los. Sie zeigte mir nen hübschen Weg den Neckar entlang und auch einen schönen Ort zum Am Wasser Sitzen. Wie bestellt!
Diesmal hatten wir nur so wenig Zeit, und wir haben beschlossen, dass wir das noch öfter machen, länger und mit Picknick. Fein, freut mich. Ich mag die sehr gern, Vermieters Tochter.
Sie hat ihrer Ma einen Blumenstrauß gepflückt

und wir hatten noch Zeit, die Knubbelblumenweide zu bewundern.

und wenns geht mach ich davon auch noch ein schönes Foto, bei Gelegenheit.
Wir waren perfekt pünktlich wieder zurück, und dann haben der Oger und ich unsere Wohnung geputzt.
Und jetzt bin ich richtig und rechtschaffen müde.

Eins hab ich noch:
Ich bekam die Tage Mail (mit Fotos!) von J., die mit Lady of the Dan irnzwo im Fränkischen umherwandert. Bzw. LotD wandert nicht nur, sondern flätzt auch unter Bäumen und guckt gefährlich in ihren Hut.

LotD distanziert sich ausdrücklich von den Rahmen der Fotos. Ich find die völlig in Ordnung, die Rahmen.

Noch faszinierender finde ich dieses Foto, zu dem J. schreibt:
„Container ist uns mitten in der Landschaft auf unserem Fränkischen Gebirgsweg begegnet. ‚Klangtherapie-Festival‘ wurde dort aufgebaut und aufm Zelt stand ‚Love is the drug‘, but we were pretty sure it was not the only drug…“

Klangtherapie… soso. Ich muss ja nicht alles verstehen. Hauptsache, es gefällt.
Mir gefällts.

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StadtTour Rechenschaftsbericht – nochn Tag

Die StadtTouren gehören zu meinem aktuellen Hexe in der Stadt Projekt und darum eigentlich in den anderen Blog, bloß, dann auch wieder nicht, weil sich dabei derweil nix Hochmagisches tut.
Ich war heute tagsüber unterwegs, habe Fotos gemacht und bisschen Konsumrausch gehabt.
Zwischen Ring und Neckar, gleich hinter der Brücke, war ne Bühne aufgebaut, dort war Konzert und nen Verkaufsstand. Das Regenbogenfest. Ich MAG Regenbogen und habe eine kleine Fahne und einen Aufkleber fürs Fahrrad gekauft.

Der Oger meinte, das stünde mir gar nicht zu, weil ich nun mal mit ihm zusammen bin und nicht mit ner Ogerin. Ich seh das anders. 1. ist das ein Zeichen meiner Solidarität und 2. mag ichs bunt, Punkt.

Hab ich mich durch die Quadrate treiben lassen und bin ganz zufällig bei dem indischen Minirestaurant/Imbis vorbeigekommen, wo wir am Platten-Tag zum ersten Mal waren. Da bin ich irnzwie reingeraten und hab nen leckeren, schön scharfen Kichererbsencurry gegessen.
Weiter durch die Quadrate, öko einkaufen.
Richtung zuhause ne große Runde gedreht. Der Neckargarten – Hippieschrebergärten bzw. Urbanes Gärtnern in der Neckarstadt – ist ein Meer von Sonnenblumen, und ich bin nicht zufrieden, weil ich das zwar fotografiert habe, aber die Bilder leider – ich sags nett – nicht schön genug wurden. Ich muss noch viel lernen und üben. Meh. Hier trotzdem paar Sonnenblumen.

(Und noch schlecht gegimpt.)

Dann bin ich wieder heim und hab das neue Gartenmöbel aufgestellt.

Hier von der anderen Seite, ohne Seifenblasen, dafür mit der neu erblühten Gladiole. Ich mag die Mischung aus Wildwucher und Zierblumen auf unseren Balkons!

Ich bin so froh, dass es wieder schwül und (meist) sonnig ist! Die kühlen Tage haben mir gar nicht gefallen.

Und die Tentakelpflanze hat definitiv noch Pläne.

der Vollständigkeit halber

Rechenschaftsbericht StadtTour – Tag gestern & heute

Es ist nichts Besonderes passiert. Ich schreib das jetzt, weil das dazu beiträgt, dass ich meine täglichen Touren mache: weil ich weiß, ich muss drüber schreiben. Niemand brauchts lesen.

Von irnznem spirituellem Alltag kann ich nix erzählen. Gestern hab ich, wie ich mich vage erinnere, die üblichen Haushaltssachen gemacht und abgesehen davon war ich am Computer. Ich wollte ja raus, meine Runde drehen, und es wurde immer später und später. Schließlich bin ich um halb 11 nachts losgefahren. Weil ich mirs vorgenommen hatte.
Es war erstaunlich viel los in der dunklen Stadt, an einem Mittwochabend. Ich bin so durch die Quadrate gekurvt und hab paarmal aufs Erstaunlichste die Orientierung verloren. Auskennen in den Quadraten tu ich mich immer noch nicht. Ich finde, das mag ich so. Ich hatte von Anfang an den Eindruck, dass die Quadrate sich verschieben und verändern. MA lebt.
Diesmal habe ich auf Geräusche geachtet und mir ist aufgefallen, dass das u.A. deswegen gut ist, weil es den inneren Dialog und das Kopfradio bisschen abstellt, wenn ich nach außen lausche. Besonders aufgefallen sind mir die vielen verschiedenen Grillen. Das schöne sanfte, helle, vielstimmige (-beinige…) Grundzirpen, das fast so klingt, wie die surrende Gangschaltung meines Fahrrads. Dazu an bestimmten Stellen echt lautes Gegrille von ner anderen Sorte. Die Sorte, die eine wahnsinnig machen kann, wenns im eigenen Wohnbereich stattfindet. Und dann noch ne andere, mittellaute Sorte… Hier schreibt die Grillenfachfrau. Ich hab halt so Geräusche gehört, von so Grillen.
War schön.

Heute bin ich bisschen früher los (20:15). Vor der Brücke bin ich bereits diversen Karnickeln und ner Ratte begegnet. Letztere hockte auf einem Stein und mümmelte. Braun war sie und recht niedlich, fand ich.
Schließlich bin ich im Hafengebiet gelandet. Als ich auf dem Weg dahin unter dem Wegweiser-Schild der jungbuscher Muckibude herfuhr („Hinter der Moschee 3x rechts“) schlug es 9h und die Luft war plötzlich schwer von Schokoladenduft. Das MAG ich hier so!
Es war sehr schön, in der Hafengegend rumzukurven. Es wuchert das Unkraut wild und wunderbar, es war ganz ruhig – bis auf den Wind, der sanft in den Bäumen raschelte. Ich hab an einer Stelle, die ich besonder schön fand, ein Cairnchen hingestellt, hab sogar die Steine dort gefunden (musste suchen. MA ist arm an Steinchen, scheint mir), und ich hab kein Foto gemacht, weil mein Akku schon auf der Brücke leer war. Ist auch oke. Ich muss nicht alles fotografieren.

Jo, morgen wieder.


Undn schöner Himmel heute!

Mein spiritueller Alltag

Hochspirituell. Außerdem

Rechenschaftsbericht StadtTour – Tag 5 oder so

Ich bin mit dem Zählen nicht mehr auf dem Laufenden.

Vormittags habe ich viel zu viel Zeit am Rechner verbracht. Es war gut, schöner Austausch, neuer Input. Bloß, meine Augen machen nicht mehr mit. Bzw. mein Auge, ich guck hauptsächlich mit dem Linken, weil das Rechte seit meiner Kindheit nicht gut sehen kann.
Ich will das nicht wahr haben, dass mein Augenlicht nachlässt, und ich wills auch nicht mit ner Brille noch weiter schwächen. Und ich will lesen und schreiben, auch („auch“ – harhar) am Computer.
Also Augentraining. Es soll ja schon helfen, ab und zu den Blick schweifen zu lassen und die Augen auf andere Entfernungen einzustellen. Nur liegt bei mir zwischen dem Ab und dem Zu eine viel zu lange Zeit.
Das MUSS ich jetzt ändern.

Dann hab ich reichlich neue Artikel angefangen ― in meinem Kopf. Dann hab ich das alles in den bei Input beschrieben Kessel geworfen (inzwischen muss ich wohl eher ‚gestopft‘ sagen). Das und noch andere Dinge. Bin sehr gespannt, was zu Vollmond rauskommt. Vielleicht kipp ich alles heimlich in einen Gully, wenn niemand guckt.

Jedenfalls, nachmittags hab ich mich endlich aufgemacht und bin durch die Stadt gefahren. Hab geübt, Leute wahrzunehmen und nicht wegzugucken, wenn ich welchen begegne. Was vorkommt. Ja, hier sind Leute. Viele Leute, immerzu und überall Leute.
Wider meine Erwartungen kommen von den Leuten neutrale, freundliche und sehr freundliche Vibes rüber, wenn ich sie wahr nehme. Ich rechne immer noch standardmäßig mit Ablehnung und Verachtung. Ja, ich weiß, das sagt viel über mich aus. Über meine Ängste, und auch über meinen Hochmut. Drum übe ich ja jetzt was Anderes.

Außer Leuten trafen mich in der Stadt Wilder Wind, viele Gerüche (vor allem exotisches Essen aus verschiendenen Läden) und reichlich spannende und schöne visuelle Eindrücke. Geräusche hab ich, wie ich grad merke, diesmal nicht besonders beachtet.
Gegenüber vom Marktplatz fand ich das:

Das kann ich fröhlich hier widergeben, ich bin zwar Computer- und Internetsüchtig, aber ich hab kein Schmartfon. Ich hab bloß ein Winzhändi, das mir hauptsächlich als Wecker diente, als ich noch arbeiten gehen musste.

Ich hab mich weiter treiben lassen, hier gibts noch viele Ecken, wo ich noch nie war.
Dabei hab ich so geguckt, wo und wie ich hier meinen Laden aufmach, und wow, da wurd mir mulmig und Ängste stiegen wieder hoch. Was hab ich, das irnzwer hier braucht? Was bild ich mir ein?!?
Die Lösung dieses Problems, fand ich unterwegs aufm Fahrrad, besteht nicht darin, aufzugeben oder die perfekte Idee zu haben, sondern zurück ins Hier&Jetzt zu kommen, mit offenen Sinnen durch die Stadt zu fahren und Vertrauen zu üben.
Es kommt eh immer alles ganz anders. Kosmisches Gesetz. Hier&Jetzt, Babe!
Fand noch nen schrägen Engel, und dann hab ich nen leckeren Kaffee getrunken und war öko-einkaufen.

Auf dem Heimweg übern Ring sah ich, als ich an einer Ampel wartete, neben mir auf ner kleinen Verkehrsinsel Lavendel stehen. Es waren Hummeln und ganz viele kleine Käfer drin, die das Lila mit hübschen roten Farbtupfern auffrischten.
Ich bin vom Rad gestiegen und habe zwei Stengel gepflückt (auch artig DANKE! gesagt), die sind für den Lammas-Kräuterstrauß. Lavendel vom Ring – essen würd ich den ja nicht.
Das Bemerkenswerte an dieser Aktion: Früher hätte ich mich das nicht getraut. Es ist überhaupt nichts dabei, und doch: vor allen Leuten vom Rad zu steigen und auf einer Verkehrsinsel was zu pflücken, so dass mich ALLE dabei sehen können, das hätte ich früher einfach nicht gewagt. Ich hätte den Impuls verspürt, mich nicht getraut, wäre weiter gefahren und hätte mich über meine Angst geärgert.
Ich bin sehr froh, SEHR FROH, dass ich heute diese zwei harmlosen kleinen Stengel gepflückt habe und erst hinterher bemerkt habe, dass ich früher nicht den Mut dazu gehabt hätte. Das sieht hingeschrieben lächerlich aus. Mir zeigts, dass sich bei mir was verändert hat, und dafür bin ich dankbar. Ich danke u.A. MA, Hermes, Durga und mir selbst.

Jo, und dann hab ich den Katzen ganz unvegetarische Hühnerhälse besorgt, und dabei traf ich noch eine wunderschöne Distel voller Hummeln.

Und das wars für heute. Jetzt rühr ich noch mal im Kessel, und dann ab ins Bett!

Rechenschaftsbericht StadtTour – Tag 3 und 4halb und meh

Hier der Plan, hier der Anfang.

Ich bin am 24. nachts durch die Stadt gefahren, das war sehr schön. Da und dort Grillen, türkische Musik, die coolen Kneipen mit den coolen jungen Leuten, Schokoladenduft und dies und das- ich hätts gleich aufschreiben sollen.
Am Tag drauf kam mir was dazwischen: mitten in einer Putzpause ein fetter Krach mit dem Oger, der viel Zeit gekostet hat.
Ich bin danach noch ne kleine Tour gefahren, danach haben wir uns vertragen. Ham auch was Wichtiges geklärt.
Und gestern und heute bin ich gar nicht gefahren.
Warum nicht?
Weiß nicht.

Vielleicht wars der Change, diese Veränderung zur Lammas-tide.
Vielleicht wars ne „Störungen haben Vorrang“-Sache.
Vielleicht war ich einfach zu träge und zu sehr in meinem alten ‚is doch eh Wurst‘-Muster.

Gestern hab ich – ich mags gar nicht hinschreiben – fast den ganzen Tag im Bett verbracht und mit dem Oger Filme geguckt. Ich war sehr erschöpft, auch körperlich. Das war angenehm, gestern.

Wie dem auch sei, ich bin insgesamt nicht zufrieden. Ich hattes mir vorgenommen, und was wir uns vornehmen, müssen wir unbedingt machen, sagt Sifu.
Deswegen werd ich mich jetzt andererseits auch nicht ewig grämen, sondern ich mach da weiter, wo’s abgerissen ist.

Hier&Jetzt geh ich duschen und ins Bett. Bis morgen! wenn unser Internet morgen geht.

snaike

StadtTour Rechenschaftsbericht ― Tag 1 & 2

Wie im Artikel vorher beschlossen: Eine Stunde am Tag raus, rumfahren. Und dann darüber was schreiben. Das habe ich mir vorgenommen, also muss ich es tun.

Gestern hab ich schon eine solche Tour quasi aus Versehen gemacht, drum heute Tag 2.

Bevor ich gefahren bin, kam noch die Info, dass Hermes mir was sagen will. Soso. ich hab keine Ahnung was. Vielleicht werd ichs nie genau wissen. Ich bin voller Vertrauen, dass ich erfahre, was ich wissen muss.

Das hat mich natürlich begleitet, als ich rumfuhr. Kann jetzt nicht behaupten, dass ich unterwegs ne klare Botschaft empfangen hätte. X)

Losgefahren bin ich auch mit einer Erkenntnis, die ich beim Korrekturlesens meines vorigen Artikels hatte. Hab geschrieben:
Ich wurde und werde immer wieder angeregt, Kontakt zu den Wesenheiten aufzunehmen, die sich in unseren Städten tummeln.
Da antwortete ich immer mit: Kann ich nicht, bin ich nicht begabt für.
Jetzt werde ich etwaigen Wesenheiten bewusst mehr Aufmerksamkeit schenken.

Es gibt einen Haufen Wesenheiten, die sich in Städten tummeln, die ich durchaus wahrnehme, wenn auch nur schemenhaft:
Menschen.

Menschen stören mich. Ich will unbeobachtet sein, unsichtbar. Ich will im Verborgenen heimlich wirken. Wenn ich unterwegs Leuten begegne, was ich hier ununterbrochen tu, versuche ich, sie nicht zu sehen. Weil, wenn ich dich nicht sehe, siehst du mich auch nicht.

Ich habe nicht gelernt, Leute anzugucken (habe lange Zeit meines Lebens sehr stark geschielt). Dazu muss ich mich immer überwinden.

Das übe ich jetzt beim Rumfahren. Dazu hab ich auch eben ein Cairnchen gebaut: Um auszuhalten, dass ich dabei gesehen werde.

Menschen füllen Städte. Es gibt keine Stadtmagie ohne Menschen. Wenn ich an einem Ort die Vibes erspüren will, wenn ich oft und lange wo verweilen will, dann muss ich das können, wenn dort andere Menschen sind.
So schlicht ist das.

Das genügt an Erkenntnis und Übungsmaterial für Tag 1 & 2.