StreetArt

wundersame Wesen

Art of Arkis‘ schöner Drache hat mich daran erinnert, dass ich neulich zum Herbstbeginn in der Stadt diese wundersamen Drachen mitsamt Künstlerin gefunden hatte und seitdem gucken wollte, was aus ihrem Werk noch geworden ist.

Das hier:

Wow.

Und was noch schöner ist: sie hat noch viel mehr gewirkt! Was für schöne zauberhafte magische Wesen sie geschaffen hat!

Dieses Katzenwesen →
habe ich leider nicht von vorne fotografieren können. Das liegt daran, dass unsere Städte immer noch hauptsächlich für Autos gemacht sind. (Katze anklicken, dann größer)


DANKE an die Künstlerin!

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Herbstdrache

Ein Mönch fragte: „Was wisst Ihr über den Herbst zu sagen,
wenn die Bäume dürr werden und die Blätter fallen?“
Yün-men antwortete: „Jetzt zeigt der goldene Wind sein wahres Wesen.“
(ZEN, Insel-Bücherei Nr. 798)

Herbstfest ist heute, Tag&Nachtgleiche. Türkis wird eingepackt, Aroosch, erm, Orange ist dran.

Zum Herbstfest – Erntedank und Todesfest – hab ich hier was geschrieben.

Heute auf dem Nachhauseweg von der Schule, kurz vor der genauen Tag&Nachtgleiche, begenete ich in der Innenstadt diesem Drachen zwischen goldenen Wolken:

Wunderschön. Er wird nicht so bleiben, drum bin ich froh, dass ich das Foto gemacht habe.
Denn auf der anderen Seite fand ich…

Wow! Ich werd demnächst wieder gucken, wie der andere Drache noch geworden ist.

Das war jedenfalls schon mal ein schönes, gutes Omen zum Herbstbeginn, finde ich.

Als Symbol für die Ernte, die ich dieses Jahr einfahre, präsentiere ich hier stolz und dankbar meinen diesjährigen Sojabohnen Ertrag:

Und nun gehts richtung Unterwelt, ganz allmählich, Schritt für Schritt, bis sich zu HelOwEen die Tore der Anderswelt öffnen.

Erster Schultag

P… und Schnee aufm Blog. Muss das echt sein? Ajooo.
Ich wusste, dass das einstellbar ist, aber ich wollte erst nicht wg. Weihnachtskitsch. Ich dachte, da kommen dann so dicke Schneekristalle. Aber diese kleinen, schnuffigen Flocken, die bisschen auf den Mauszeiger reagieren, das gefällt mir wirklich!

Heut hatte ich ersten Schultag; bzw. ersten Gasthörerinnen-Tag, den richtigen ersten Schultag hab ich am 12. Januar.

<-  Der Kaugummiautomat liegt auf meinem Schulweg, und ich fand den Elefanten dadrauf heute morgen sehr ermutigend.

Der Kurs zur Zeit besteht auf 98% Ladies. Ansonsten keine besonders krasse Esoschwebse dabei, scheints. Außer mir, hehe.

Stoffmäßig wird das anspruchsvoll, andererseits habe ich ja ne Basis durch Neigung, Ergoausbildung, Fobis und meinen Ex-Job als SozPäd im Kontaktladen.

Ich bin nur schwer ausm Bett gekommen, obwohl die Schule erst um 9h anfängt. Als ich meinen Rucksack packte, hab ich gemerkt, wie FROH ich bin, wieder in die Schule gehen zu können. Ich hab eigentlich nix anderes gelernt; ich war 15 Jahre auf der Schule. Achja, und dann noch mal 3 Jahre Ergoausbildung.

Übermorgen wieder. Yöh.

 

Engel

Hier in der Gegend gibts schon lange so ein Stencil-Graffito von einem Engel am Galgen. Hat was. Passt zu der soulcrushing Tristesse, der ich hier auch oft begegne.

Gestern bin ich zwei von diesen Engeln begegnet, bei denen sich jemand die Mühe gemacht hat, den Strick weg zu kratzen.

Das gefällt mir.

Jetzt kann ich überlegen, wer das warum gemacht hat (ein Kind?), kann ne Predigt darüber halten, wie wir vielleicht scheinbar am Galgen hängen und doch in Wirklichkeit frei sind und wegschweben könnten –

oder ich kann das Bild auch einfach so stehen schweben lassen.

 

völlig normal

Liebe Gemeinde!

Ich hab einen Beitrag im Kopf, der sich beim Vorformulieren die ganze Zeit schon wie das Wort zum Sonntag anhört. Na dann.

Liebe Gemeinde,

als ich heute Morgen nach meinem Termin beim Arbeitsamt — Die hat auch eine Geduld mit mir, die nette Beraterin da! — als ich auf dem Weg vom Arbeitsamt an einer Kirche vorbeikam, da fiel mir an der Mauer nebendran ein Graffito auf.

Vorher fiel mir noch ein anderes Graffito auf, das meine Gefühle auf dem Weg zum A-Amt durch die Neckarstadt und die Quadrade an diesem goldüberpuderten Herbstmorgen adäquat zusammenfasste:

Und wie niedlich der winzige weiße Falter im A!
Aber ich komm ausm Predigen. Zurück auf die Kanzel.
Hier das Graffito an der Mauer neben der Kirche:

Ist das so?
Das ist wohl so.
Weil das, was normal ist, nicht normal  ist.
Nicht normal  im umgangssprachlichen Sinne.

Mit ’normal‘ wird im täglichen Sprachgebrauch meist ‚gesund‘, ‚angemessen‘, ‚richtig‘, ‚gut‘ und dergleichen gemeint.

Tatsächlich aber ist das Normale einfach nur das, was der Norm entspricht.
Und das ist, wenn es um gesellschaftliche Normen geht, meist weder gesund, noch angemessen, noch richtig, noch gut.
In so einer Welt ist es dann auch wirklich normal, dass wir uns verloren fühlen.

In Wirklichkeit ~

Ich konnte immer wieder feststellen, dass die Welt – damit meine ich jetzt nicht das, was wir oft mit „der Welt“ verwechseln, nämlich unsere westliche, kapitalistische Zivilisation, sondern die WELT. Die Wirklichkeit, das was IST.
Ich kann immer wieder feststellen, dass die Welt zwar unberechenbar ist, aber nicht feindlich. Und dass ich ein Teil von ihr bin. Mittendrin, eingebettet.
Das sind sehr schöne Momente, die ich leider noch nicht so oft erlebe.
Immer dann, wenn ich und meine Realität mit der Wirklichkeit im Reinen sind. Wenn mich kein schlechtes Gewissen plagt, keine verinnerlichten Erwartungen anderer, wenn mich keine Normen ersticken und ich mir auch grad mal keine Sorgen um die Zukunft mach.
Dann kann das Hier&Jetzt zu mir durchsickern, und dann durchströmt mich eine Freude, bei der auch ein Schmerz dabei ist, Liebe, Dankbarkeit und das Wissen um die Ungewissheit der Wirklichkeit. Ein Ziehen, ein Staunen.

Heute hatte ich so Momente nach dem Termin beim A-Amt, wo ich neuerdings hemmungslos aufrichtig bin. Seit ich das übe – aufrichtig zu sein – seitdem geht es mir besser und besser.

Und in solchen Momenten weiß ich, dass es überhaupt gar nicht normal sein muss, dass wir uns in der Welt verloren fühlen. Das es normal sein muss, dass wir uns so fühlen, wie oben beschrieben: im Hier&Jetzt verankert, Teil der Wirklichkeit. Im Glück der Ungewissheit und der Liebe.

Besser kann ichs nicht beschreiben, und ich hab echt noch viel zu üben, damit ich solche Momente OFT habe. Vielleicht immer. Ich vertraue darauf, dass das der wirkliche Normalzustand ist, für uns alle. Und dass wir in den letzten Jahrtausenden sehr vom Weg abgekommen sind und jetzt wieder dahin zurück finden. Ich denke, das ist unsere Aufgabe in unseren interessanten Zeiten: den Weg zu bahnen. Da eine Erkenntnnisse, hier eine Handlung, jetzt ein Moment. Kleine Schritte, einer nach dem andern.

Amen und Aye!

zurück aus Köln

Essis so HEISS!
In Köln wars auch heiß, außerdem wars schön. So ne vollgestopfte Stadt! Wohnen möcht ich da nicht mehr. Und ich bin froh, dass ich jetzt viel näher dran wohne und öfters hinfahren kann.

Später mehr. Im Moment ist es einfach viel viel zu HEISS! Ich hab ein Thema im Herzen zu Stadtgeistern, und um neue Sätze zu formulieren bin ich zu matschig.
Stattdessen pack ich alte Beiträge hier rein, muss ich nicht viel bei denken. X)

P.S. Das Bild hab ich an einer Stelle bisschen gegimpt. grins
(„Gimpen“ ist Photoshoppen für Linux.) Anklicken macht’s größer, bin ja gespannt, obs wer sieht.

Reibung

Manchmal gerate ich ins Predigen. Das passiert z.B. wenn ich jemand anders etwas rate, das ich auch selber sehr zu beachten habe.
Das hier hab ich für Leute geschrieben, die sich in Online-Foren rumärgern.

Reibung nährt ungute Egofilme.
Schlicht gesagt: Reibung ist eine der Hauptnahrungsquellen für Monster.
Zusätzlich erzeugt Reibung (immer?) Angst, die auch eine Hauptnahrungsquelle von Monstern ist.

Nun sind Reibung und Angst an sich nicht schlecht.
Sie sind Bestandteile des Ego-Abenteuers hier auf Erden.
Im Übermaß sind sie ungesund und deuten auf Suchtverhalten.

Prüfe, wenn du dabei bist, zu reiben, ob es wirklich sein muss.
Ob es die Sache wirklich wert ist. Manchmal ist das der Fall.
Und sehr oft wird nur gerieben um der Reibung willen.
Ob das so ist, kannst du nur für dich alleine feststellen.
Wenn du ungute Reibung erkennst, halte dich fern davon.
Halte. Dich. Fern.

Das erscheint uns oft wie eine unlösbare Aufgabe.
Wir meinen, dass wir uns nicht raushalten können, und /oder, dass die Reibung uns verfolgt.
Wenn das der Fall ist, ist vielleicht ein Gespräch mit einer neutralen Person angebracht, um die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen.
Da wo ständig Reibung ist, muss Licht hin. Licht vertreibt Monster.


„Das Chaos ist die Liebe der Andersdenkenden“

Ich bin nicht ganz sicher, was der Satz bedeutet. Immerhin kommen wichtige, schöne Dinge darin vor: Chaos, Liebe und Andersdenken. Das will ich gerne in meinem Herzen verknüpfen, dann reg ich mich nicht mehr so AUF, wenn jemand im Internet UNRECHT hat. grins