Stress

Novemberzauber

Das war ein interessanter Vollmond.

Ich hatte gestern richtig Stress in der Schule.

Ich habe danach zuhause getan, was ich mir selber hier immer wieder rate:
Geguckt, was meins ist und was nicht. Das Innere Nein praktiziert. Meine Auslöser angeguckt. Erkenntnisse gehabt: gesehen, dass ich grad ein altes Thema in neuer Form serviert bekomme. Überlegt, was ich tun kann. Festgestellt, dass mir nichts einfällt, außer dem Inneren Nein zu meinen und fremden schädlichen Mustern.
Das ist reichlich, schien mir nur zunächst so gut wie nix. Und doch…
Passend zur Mondmedi habe ich hingenommen, dass mir mehr nicht einfällt und mich mit Loslassen- und Vertrauen-Üben beschäftigt.

So bin ich heute erstaunlich gelassen in die Schule, auch wenn mein beleidigtes, entrüstetes Ego sich auf dem Hinweg öfters rührte. Ich habs angegrinst und weggeschickt. Hat gut geklappt.

In der Schule warteten Überraschungen auf mich. Sehr gute, erstaunliche Überraschungen.

Oh, es läuft nach wie vor nicht alles nach meinem Wunsch und meiner Vorstellung, und meine Auslöser wurden auch heute paarmal gedrückt. Doch all das hat seine Schwere und Dramatik verloren. Und statt, wie ich gestern noch irnzwie befürchtet hatte, mich gegen Nervereien von außen schützen zu müssen, hatte ich genug damit zu tun, missgünstige Reflexe in mir selber zu bemerken, fröhlich auszulachen und wegzuschicken. Work in Progress.

Warum schreib ich das hier hin?

Im Vertrauen, dass dieser Bericht, so skizzenhaft er auch sein mag, auch anderen die Wirksamkeit des Loslassens, des Inneren Neins, des Findens der eigenen Auslöser, des Vertrauens etc. zeigt.
Ich glaube, Lassen und Vertrauen sind die wichtigsten Zutaten in diesem magischen Heilzauber.

edit:

Ich hab grad das Gefühl, ich muss noch ergänzen:
Den Stress gestern habe ich… nicht verursacht, aber ans Licht geholt und verstärkt, indem mir der Kragen geplatzt ist und ich heftig ‚aufn Tisch gehaun‘ habe. Das erwähnt, damit nicht der Eindruck entsteht, ich würde mich passiv beuteln lassen und nur in meinem Innern wirken. Gestern habe ich massiv ins Außen gewirkt, und die Überraschungen von heute wurden auch davon ausgelöst. Ich habe gewirkt und dann losgelassen. DAS ist der heilsame Trick.

 

P.P.S.
Die Erkenntnisse reißen nicht ab… vielleicht sollte ich den Blog nicht als Livetagebuch verwenden.
Nu bin ich eh schon dabei, also weiter.

Grad hab ich gesehen, dass einem anderen Ausbruch Ende September ein ähnliches Muster zugrunde liegt: Ich habe mal wieder jemanden enorm überschätzt. Wenn ich also die Leute nicht mehr so überschätze (-> mich selbst nicht mehr niederdeckel), dann brauch ich auch nicht mehr so heftig explodieren. Und schon wird die Welt ein kleines bisschen friedlicher.

 

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Eustress

Samstag hatte ich Schule, Sonntag war Putztag, gestern und heute wieder Schule. Das ist wenig im Vergleich zu 5 Tage Schule oder gar Arbeit, aber ich bins nicht mehr gewöhnt. Ich war HEILFROH, als ich heute aus der Schule kam und wusste: morgen hab ich frei. Ich hab angefangen, den Blogbeitrag zu schreiben, den ich seit Wochen schreiben will – einen davon – und dann kam Schnusel von der Arbeit und hatte ganz viel zu erzählen. Wir hatten so viele intensive, erhellende, ich würd sogar sagen: transformierende Gespräche. Heute auch wieder, aber es kam mitten in mein Artikelschreiben (es war ca 14:39 Uhr) und ging bis eben (20 Uhr).

Und jetzt kann ich nicht mehr, und mein Schnusel hat auch festgestellt, dass er sehr erschöpft ist.
Im Gegensatz zu mir hat er jede Woche 5 Tage Arbeit, dazu immer, immer Hausaufgaben. Und wir haben eben festgestellt, dass die Weihnachtsferien schön waren, auch erstaunlich reläxt. Und auch sehr anstrengend: intensiv, erhellend, vollgestopft. Wir waren in Köln, München und der Pfalz. Wir haben dabei viel erkannt über unsere Familien, viel besprochen, geklärt, verändert (erst mal innerlich, an unserer Haltung; das hat unweigerlich Folgen im Außen). Dazu Input, jede Menge Input, von Alan Moore bis Hagen Rether.
Wir hatten Eustress, würd ich sagen. Anstrengend wars allemal.
Die Ferien sind vorbei und wir müssen wieder auftanken… Und der Input möchte verarbeitet, geerdet werden.

Nu hab ich heute wieder nicht den Artikel geschrieben, den ich vorhatte, und jetzt bin ich zu müde. So hab ich beschlossen, dass Zeit zum Für-Sich-Sorgen ist. Das, was mir im Kopf und Herz rumschwirrt, das mag sich setzen, ich will Vertrauen üben. Ich möchts ja schon seit Tagen – achwas, Wochen – ordnen und davon erzählen, und ich muss feststellen, dass es noch nicht so weit ist. Also lass ich den Plan los und tu das Naheliegende. Das Naheliegende jetzt ist heiß duschen und vorher noch der Welt – naja, meiner riesigen LeserInnenschaft erzählen, was ich als Hauptübungstechniken, Methoden, Werkzeuge zur Rettung der Welt und des eigenen Wohlbefindens fürderhin anwenden will:

~  NICHT WERTEN  ~
~  DAS NAHELIEGENDE TUN  ~
~  LOSLASSEN  ~
~  VERTRAUEN  ~

 
Jut.

Bis morgen. Ich hab Vertrauen, dass ich morgen den Artikel schreibe. So toll wird der eh nicht, aber ich habs mir vorgenommen, und was ich mir vornehme, das muss ich machen


Das Bild hab ich eben in einem Ordner gefunden. Scheint, ich hab das gemacht, Ende letzten Jahres.
Seltsam. Grad gefällts mir, drum tu ichs hier rein.