Südindien

FensterBilder

Auf meinem Computer gibt es einen Ordner namens FensterBilder. Darin enthalten sind 1.894 Objekte der Gesamtgröße 5,6 GB.

Die meisten Objekte sind Fotos aus den 3½  Wochen Südindien 2012/13, und dann noch dies und das, ich tu immer mal wieder was rein. Das ist der Ordner, auf den mein Bildschirmschoner zugreift, wenn er mir den Bildschirm mit Bildern füllt.

Vieles ist blah, manches ist so vertraut, dass ichs nicht mehr wahrnehme, und manchmal kommt da ein Bild, das ich vergessen hatte, das mich berührt.

Und wenn ichs dann noch mal angucken möchte, muss ich in diesen Ordner tauchen und es unter vielen hunderten von Fotos rausfischen, die größtenteils so hilfreiche, bezeichnende Namen haben wie CIMG6609.JPG.

Eben war da diese Ziege unter dem Schild, das will ich jetzt hier haben! Bis später, ich geh Tauchen.

Ach, das ging schnell 🙂

Auf dem Foto daneben wandert sie weiter.

Ich find das einerseits hammerkrass, dass ich das Foto gemacht hab. Ich war wirklich dort.
Andererseits: Natürlich war ich dort. Wo sonst? Hammerkrass war dann Zurücksein im kalten, verschneiten München.

Ich denke, ich werd jetzt öfters mal in den Ordner tauchen, wenn mich so ein Foto erwischt. FensterBilder.

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Weihnachtspostkarten

Es ist ein lauwarmer Herbsttag mit Wind, Wolken, drei Regentropfen und ab und zu Sonne.

Vorm Wasserturm lagen Tannenbäume, dazu der Geruch von Harz, der Krach von Motorsägen. Die Indizien häufen sich. Es geht auf Weihnachten zu.

Ich brauch Weihnachtspostkarten!

Sofort habe ich Fotos durchgeguckt und bin auch gleich auf wunderbare, stimmungsvolle Motive gestoßen.
Also, Motive, die perfekt zu meiner derzeitigen Stimmung passen. Ich war ja 2012/13 über Weihnachten und Neujahr in Südindien, und da wird natürlich auch Weihnachten gefeiert und dementsprechend dekoriert.
Ich hab die Fotos zusätzlich noch liebevoll mit Schrift dekoriert. Sorgfältigst, hat ungefähr ne halbe Minute gedauert. Wie zu sehen ist.

 

Also, X-mas kann kommen. Ich bin auf alles gefasst.

 
edit
Die Postkarten, die ich wirklich hab machen lassen, finden sich hier. Ein Motiv von oben, aber mit viel stimmungsvollerer Inschrift, ein Weihnachtsstern und eine kleine Schar begeisterter Weihnachtsmänner.

Türen und Tore

Grad über den Dosenkunst-Blog einen andern Blog entdeckt, da werden zu Buchstaben Fotos gesammelt. Hier: Magic Letters: T | episoden.film
Ist schon bei T angelangt, das Thema: Türen und Tore.

Da MUSS ich mitmachen! grins

Bei genauem Hinsehen ist zu erkennen, dass es ein Schlüsselloch gibt. Also ein Tor. In Indien, obviously. Oooty.

Grüne Tür. Auch in Ooty.

Das Haus der 131 Biere. Leipzig.

Geheimnsvolle Tür in einer Unterführung in Mannheim. Und guck mich an, wenn ich mit dir rede! 🙂

Riesen-Einfahrtstor mit kleineren extra-Türchen. München. Da ist tatsächlich auch nicht alles geleckt und gepflegt.

Tür in Südfrankreich. Sanary-sur-Mer.

Das reicht.
Was ne schöne Idee, mit Fotos durchs durchs Alphabet. :)

unten

Zur Abwechslung mal wieder on.

Dann gleich los. Der Buchstabe diesmal ist U wie unten, ich hab dazu Bilder ausgesucht, die zeigen, was ich finde, wenn ich nach unten gucke:

Ein ziemlich unten platziertes Graffito,

Mannheim, Neckarstadt West.


schöne Pfützen,

Rummelplatzaufbau Neuer Messplatz, Mannheim. Nen Kumpel von denen war bei bunt dabei.


Leuchtlöwenzahn,

Am Wegesrand in der Schweiz. Als ob diese Bildunterschriften wen interessieren. Aber ich hab gelernt: unter jedes Bild gehört eine Bilduntersschrift. =)


ein Herz,

Am Meer in Kochin, Südindien.


schöne Formen,

Hübscher Kanaldeckel (oder so) mit Fahrradreifen, San Diego. Ich zehre halt von meinen sporadischen Reisen. =)


Kugeln und Samenkügelchen,

Boule (genaugenommen Pétanque) Kugel im Hofgarten, München.



kreativen Umgang mit verschütteter Farbe,

Spiegelei auf dem Weg zwischen Wohnblocks, Haidhausen, München.
So Bildunterschriften mag ich.


Relikte,

Zeugs aufm Boden, irnznen Flohmarkt, München. Sehr pralle Sonne.


Spiegelungen,

Haidhausen, München. Keine pralle Sonne.


Segen.

Kolam in Hampi, Südindien.

Ein Care-Paket führt zu Abgeschweife in Kaffee-Läden, nach Süd-Indien und zu türkischem Rübensaft

Oh wie schön! Es klingelte und der Postbote brachte ein Päckchen und es war FÜR MICH!
Hier kommen ja ständig Päckchen – für den Oger. Dieses war für mich, von meiner Ma in München. Die war nämlich in der Stadt beim Black Bean und hat mir dort Kaffee gekauft.

Ich liebe Kaffee, und ich hasse Kaffee mit viel Säure. Bei Black Bean gibts guten, säurearmen Kaffee in Bioqualität.
Ich mach hier tatsächlich (unbezahlte!) Werbung für ne Kette. Ne Kette mit zu wenigen Läden. Einen gibts in Passau, drei in München, noch welche irnzwo ganz woanders in Deutschland und keinen in Mannheim.
Hier gibts, der Ausgewogenheit wegen erwähn ich das, den netten Laden Star Coffee, der mir vom Interior und mit dem schwarzen Stern sogar besser gefällt, die auch leckeren Kaffee haben, aber leider nicht in Bioqualität.

Herkömmlicher Kaffee kann extrem mit Pestiziden verseucht sein, drum leg ich bei Kaffee und Tee großen Wert auf bio. Black Bean hat nur bio Kaffee.
Und in ihrer Kaffeemischung ist indischer Kaffee mit drin, und indischer Kaffee ist m.E. der beste Kaffee der Welt.

Pfefferminztee in Hampi (glaubich).
Im Hintergrund allgegenwärtiges ekliges Limozeugs. Ich hab das nicht getrunken.

Als ich das erste und bis jetzt einzige Mal in Indien war (übern Jahreswechsel 2012/13) haben wir dort fast keinen Kaffee getrunken.
Es gibt nur selten welchen, und wenn überhaupt, wars fast überall ekliger Nescafé. (Ich hab nix gegen guten löslichen Kaffee, ich hab allerdings ne Menge gegen Nestlé.)
Hauptsächlich gibts dort Chai, den wundervollen Gewürztee mit Milch und Zucker. (In den 80ern hab ich Chai als Yogi-Tee kennengelernt. Es gab ihn damals nur lose, und er wurde zubereitet, wie es sich gehört: Einen Esslöffel mit einem Liter Wasser ewig kochen, dann durch ein Sieb und viel Milch dazu. Ziemliche Sauerei. Ich nehm heute Teebeutel…)
Chai ist auch echt lecker.
Und manchmal gibts Kräutertee.
Und es gibt das übliche eklige Limozeugs, das es überall gibt.
Der Unterschied beim (süd?)indischen ekligen Limozeugs ist, dass auf allen Flaschen und Kästen von Sprite, Cola, Fanta etc. draufsteht „contains no fruit“ – enthält keine Frucht. Sollte hier auch eingeführt werden!

Dies ist leider das einzige Foto, das ich von so einer Aufschrift gemacht habe. Es ist ein sehr schlechtes Foto, das ich verfremdet habe, damit es so aussieht, als wär das so gewollt. X)

Ingwer Pops. Fällt was auf?
Nein, ich meine nicht die indische Freude an karierten Tischdecken.

Und es gibt Pops. In Kochi zumindest.

Ich muss kurz abschweifen zu Pops.

Pops ist eine lokale Limo-Marke. Es gibt Pops in vielen verschiedenen Farben und Geschmacksrichtungen, z.B. Orange, Limone und noch andere exotische Varianten, an die ich mich nicht mehr erinnere, weil ich nur eine Sorte konsumiert hab, und das OFT: Ginger – Ingwer. Die Ingwerlimo von Pops ist scharf. Und zwar richtig scharf.
Ginger Pops ist die beste Limo, die ich je getrunken habe. Ginger Life von Bio Zisch ist zwar ohne Zucker (wundervoll!) und bio, aber nicht annähernd so gelb und vor allem nicht annähernd so wunderbar scharf.
Das Lustigste und Schönste an Pops sind die Flaschen. Die haben nämlich keine eigenen Flaschen, sondern kleben einfach ihre Etiketten auf und füllen ihre Limo in die allgegenwärtigen leeren Flaschen eines großen, ekligen Limozeugsherstellers.

POPS – Ingwer und … Möhre?

Leider gibt es Pops, ganz anders als das allgenwärtige eklige Limozeugs, anscheinend nur in Kochi, und es ist eins der wenigen Dinge, die sich nicht im Internet finden lassen. Ich versuchs immer wieder. Vielleicht werde ich mal fündig, oder edle Südindienreisende schicken mir ein Care-Paket. (Tut auch Kaffee rein, und unbedingt Schokolade aus Ooty!)

Şalgam Suyu im ‚Istanbul‘ am Marktplatz. Fällt was auf?

Zum Glück lebe ich jetzt in Mannheim.
Zwar auch popsfreie Zone, wie fast die ganze Welt, aber hier gibt es türkischen Rübensaft, und der ist auch bisschen scharf und sehr lecker!
Wenn auch nicht gelb.

Ich bin abgeschwiffen. Es ging um Kaffee in Südindien.

Als ich dort nach für mich erstaunlich langer kaffeefreier Zeit in einem Lokal Kaffee auf der Karte fand, bestellte und bekam, war ich so entzückt, dass ich erst mal ein Foto davon gemacht habe:

Dieser Kaffee war lecker, weils irnzwie Kaffee war. Nescafé halt.

Und dann fanden wir ein Indian Coffee House. Mir schon deswegen sehr sympatisch, weil es sich dabei um ein sogenanntes Mitarbeiterunternehmen handelt, ein Co-op. Das heißt, das Unternehmen gehört den Mitarbeitern.
Und sie haben ganz wunderbares Essen.
Und die Kellner tragen ganz wundervolle Turbane.
UND sie haben ganz wunderbaren, köstlichen, duftenden, extrem säurearmen Kaffee, den besten Kaffee, den ich je hatte. Sie verkaufen den auch, superfein gemahlen in Beuteln, und ich habe reichlich mitgenommen. Natürlich ist er trotzdem seit Mitte 2013 alle, und seitdem suche ich nach einer Möglichkeit, solchen Kaffee zu bekommen.
Der von Black Bean geht in die Richtung und ist auch noch bio.

Wie ich grad der Black Bean-Website entnehme, hätte ich meinen Kaffee da auch per Mail bestellen können. Das wusste ich nicht, also hab ich Muttern losgeschickt. X)

Und deswegen hab ich heute ein Päckchen bekommen, und das ist doch schön.
Und die Kaffeepäcks , die drin waren, sind auch schön!

Das ist auch kein so tolles Foto. Aber Molly ist mit drauf. ♥