Teal Swan

Heute Nacht, 24. Juni 2017 – Neumond im Krebs

 

Morgen, am 24. Juni 2017,
halb 5h morgens
(04:30 F/M)
ist Neumond im Krebs.

Hier wie immer die
EINLADUNG
INVITATION

Mal wieder knapp vorm Ereignis, weil ich gestern compfreien Tag hatte.

Dieser Neumond ist kurz nach der Sommersonnenwende. Zur Zeitenergie könnte ich eigentlich den Text zum letzten Vollmond noch mal wiederholen – wobei ich finde, dass ‚es‘ sich inzwischen etwas leichter anfühlt. Als wär ich geübter, mit den Ereignissen und den intensiven Emotionen umzugehen, die in mir aufsteigen.

Der Mond ist im Krebs ‚zuhause‘ – beide, Mond und das Sternzeichen Krebs, werden in der Astrologie mit unseren Emotionen verknüpft.
Nun sind Emotionen nicht dasselbe wie Gefühle. Gefühle sind die Sprache der Seele, sie sind ein aktives Hinwenden zu etwas – mit unseren Sinnen. Das meint unsere fünf körperlichen Sinne genauso wie unsere feinstofflichen Sinne.

Emotionen dagegen sind ein Reagieren auf Einflüsse von außen.

Zu diesem Neumond möchte ich etwas weitergeben, das ich bei Teal Swan gelernt habe – aus diesem Video: Follow The Feeling Process.
Um Emotionen zu transformieren, empfiehlt sie, sich ganz hinein zu begeben. Bei unangenehmen Emotionen müssen wir dabei erst mal durch den Widerstand durch. Widerstand gegen Emotionen bewirkt nur, dass sie sich festsetzen. Also allen Widerstand fahren lassen. Ohne zu analysieren, ohne den Verstand zu verwenden genau nachspüren – fühlen – wo im Körper und überhaupt wir diese Emotion spüren. Hineinatmen, ihr Raum geben. Die Emotion in uns und in den Raum um uns fließen lassen ~ sie wird sich verändern! Das verspricht Teal Swan in dem Video, und ich kann das bestätigen.

Wenn unsere Emotionen sich verändern, folgen wir ihnen – ohne Analyse, ohne Worte, ohne Verstand, bis wir zur Quelle kommen.

Ich will jetzt nicht behaupten, dass ich selbst das perfekt kann. Ich habe damit die letzten Tage geübt und ich finde es sehr heilsam. Darum möchte ich es euch hier weitergeben. Es ist eine schöne Technik zur Mondmedi, bei der es (mir zumindest) nicht darum geht, irgendwas zu ‚machen‘, zu erreichen, zu zaubern. Mir geht es gerade zu den Voll- und Neumonden um Reinigung und Klarheit.

Das ist das mini-Sonnwendfeuer, das ich vorgestern gemacht habe. =)
Uns allen wünsche ich einen reichen, schönen, klaren, heilsamen Sommer!

Ladet ein, verlinkt, vernetzt, macht mit, habts gut dabei!

Bis dann im Netz!

21. Mai ~ Dankesammlung

Puh. Heute war Putztag. Bevor ich angefangen habe, hab ich das Neueste Video von Teal Swan angeguckt, „The Rat Cage“ („Der Rattenkäfig“) – wie wir alle gefangen, eingekerkert sind und wie wir uns befreien können. Was ich mir vor allem gemerkt habe: attachment – Anhaftung. Das Haften an Dingen, Konzepten – irnzwas, alles, was wir mit uns selbst verwechseln. Als ich das hörte, fielen mir sofort die feuchten Flecken ein, die wir gestern hier an der Wand entdeckt haben. Ich bin so glücklich in dieser Wohnung, an diesem Ort. Es ist wichtig, dass ich mein Glück nicht damit verknüpfe. Ich kann dieses Glück auch an anderen Orten verspüren, falls ich hier nicht mehr sein könnte.

Putztag hab ich eingeläutet mit Spülen, dabei hab ich weiter über Teal Swans Worte nachgedacht, und dann hab ich meinen geliebten kleinen blauen Krug fallen gelassen. Es war wie in Zeitlupe. Ich hab den Schepperer schon gehört, bevor der Krug auf den Fliesen zersprang, und das Schrecklichste: Ich hatte und habe das Gefühl, wenn ich diesen Schepperer nicht ‚vorausgehört‘ hätte – ich hätte den Krug genausogut noch fangen können. Hab ich nicht.
Stattdessen hab ich erst mal heftig geweint.

Den Krug hatte ich vor Jahren in München in einem billig-Supermarkt in einer Wühlkiste gefunden. Er war perfekt, außen pastellblau, innen weiß, perfekte Form, wunderschön. Wunderschön. Ich hab nie wieder so einen Krug gefunden. Ich hatte ihn ständig in Benutzung, er war perfekt praktisch für meine selbstgemachte Pflanzenmilch. Ich habe den Krug geliebt. Ich habe mich jedesmal gefreut, wenn ich ihn gesehen, angefasst, verwendet, gespült, weggeräumt habe. Ich glaub, ich hab noch nicht mal ein Foto von ihm. Ich hatte welche machen wollen, bald, weil ich genau zu diesem Krug einen Danke-Beitrag habe schreiben wollen.
Und heute habe ich ihn fallenlassen, und jetzt sind seine Scherben im Müll. Ich bekomme grad wieder nen Klumpen im Hals.

Nebenbei, neben dieser kindlichen tiefen Trauer über den Verlust meines sehr geliebten, superschnuckligen, niedlichen Schnuselkruges, gehen noch andere Überlegungen und Empfindungen in mir ab. Was ein Luxus, über einen Krug zu weinen. Wenn ich weiter keine Sorgen habe, gehts mir doch gut.

Nee. Ich bin traurig!

Und dann ~ na klar, ich verstehe. Anhaftung. Der Krug ist mir nicht runtergefallen, er ist nicht wo runtergerutscht oder so. Ich habe ihn fallenlassen. Ich verstehe. Es fällt mir wirklich schwer, dafür „danke“ zu sagen… und doch.

Der Gefährte kam dann nach hause (war in der Muckibude gewesen). Sah draußen schon die Scherben im Müll zum Runterbringen; er wusste, wie sehr ich den Krug gemocht hab, und er hat mich liebevoll getröstet. Das hat wirklich geholfen, danke! ❤
Er sagte genau dasselbe  dazu – nicht haften, gehn lassen. Außerdem versprach er mir einen neuen Krug.

Ach, wenn das so einfach wäre. Wir haben schon im Internet geguckt, und ich hab all die Jahre die Augen offen gehalten. Der kleine Krug war in seiner schönen Schlichtheit etwas ganz Besonderes. Leider.

So, und jetzt genug davon. Etwas in mir ist echt traurig, und das könnte noch ne Weile anhalten, wenn ich Milch mache oder die Lücke aufm Regal sehe. Und ein anderer Anteil tröstet den traurigen Anteil und weiß: Das war bloß ein Krug, und wenn ich nicht so dran gehangen wäre, dann hätte ich ihn heute nicht runtergeschmissen. Es könnten krassere Dinge in meinem Leben geschehen, damit ich lerne, nicht so anzuhaften. Das war ein Weckerklingeln, der Schepperer heute.

Jo.

Später ist mir noch was aufgefallen. Der Gefährte hat zum Putzen den Soundtrack zu Skyrim aufgelegt. Den mag ich gern  – und doch… Mit der Zeit hab ich gemerkt, wie mich diese Musik runterzieht und noch mal richtig deprimiert. Low vibration. Dieses Drama, diese Verzweiflung, alles so SCHLIMM oder großartig, so GEWALTIG, dräuendes Verhängnis, Verzweiflung, Heldentaten… Mega-Monster-DRAMA.
So ne Musik, solche Gefühle: Empire. Täuschung, unheilsam. Alle spirituellen Menschen, die ich erlebt habe, live oder per Medium (Buch, Hörtext, Video… ahja, und Friedrich), die mir weitergeholfen haben, kommen völlig ohne solches Drama aus. Da ist eine Leichtigkeit, Humor, der kosmische Kicherfaktor ist spürbar. Und manche haben ultimaten Schrecken erlebt – Viktor Frankl fällt mir ein, der Jahre im KZ überlebte. (Er ist der Begründer der Logotherapie, von der ich hier schon geschwärmt habe.)

Ich hab die Musik eben gewechselt; hab die CD von Prof Surinder Singh aufgelegt, die wir neulich beim Konzert gekauft habe. VIEL besser. Organisch, heilsam. DANKE! ❤

Jo. Geputzt haben wir (auch dafür DANKE! ) und es ist auch schon bisschen spät geworden. Ab ins Bett, morgen HPΨ Schule.

edit
Achja, und beim Putzen hab ich auch noch meine Heilige Kichererbse eingesaugt! Weia! DRAMA und Elend heute!
Jetzt muss ich lachen; naja, Kichererbsen hab ich genug im Schrank, die ist schnell ersetzt.

20. Mai ~ Dankesammlung

Puh, gestern war ich viel zu spät im Bett. Bzw. heute; das war nicht mehr gestern, als ich ins Bett ging.
Weil ich wusste, dass ich sehr schwer aus dem Bett kommen würde, habe ich meinen Wecker nicht gestellt. Ich war außerdem sicher, dass es heute in Strömen regenen würde und ich deswegen nicht mit dem Rad zur HPΨ Schule fahren kann, und ich wollte keine Fahrkarte für die Bahn kaufen. Manchmal bin ich geizig sparsam. Also, zu wenig Schlaf, zu viel Fahrgeld: Ich schwänze heute Schule, hab ich beschlossen.

Dann bin ich gegen 6h aufgewacht. Es war hell, keine Spur von Regen. Und ich merkte, dass mir die Vorstellung, Schule zu schwänzen, nicht das erwartete gute Gefühl von Freiheit und Freude verursachte, sondern mich deprimierte. 

Also hab ich den Wecker doch noch gestellt (Schule fängt Samstags erst um 10h an), habe noch bisschen geschlafen und bin dann brav zur Schule geradelt.

Dafür bin ich dankbar. Was ich mir vornehme, muss ich tun. Nicht, weil ‚es sich so gehört‘, sondern weil ich sonst meinen Selbst-Vertrauen Schaden zufüge (was ich mir versprochen habe, will ich halten!) und mich dann das Hadern und das schlechte Gewissen richtig viel Kraft kosten. Ich bin also dankbar und froh, dass es heute nicht regnet, dass ich heute Morgen wach geworden bin und dass ich doch noch den Wecker gestellt habe. Da habe ich die Gute Art von Disziplin geübt.
Die habe ich auch neulich (16. Mai) geübt, als ich den Unterricht verlassen habe. Als ich merkte, dass mir das In-Der-Schule-Hocken da überhaupt nicht guttut und mich nicht weiterbringt. Trotzdem war ich erst mal hingefahren, und habe mich dadurch erst in die Lage gebracht, ehrlich zu entscheiden, ob ich dableiben will.

Mir gefällt diese Balance, diszipliniert zu tun, was mir guttut. Das ist nicht immer der bequemste Weg. Heute bin ich den ganzen Tag schon übernächtigt, matschig und bisschen schlecht gelaubt, weil ich so müde bin. Und trotzdem bin ich im Reinen mit mir. Das kann ich auch schlechtgelaunt sein, wie ich feststelle. Das sind wichtige, heilsame Erkenntnisse. Danke! ❤

Der Unterricht selbst war gut. Wir haben was Systemisches gemacht, „Skulptur“ in dem Sinne, dass wir zu einem Thema mit den TeilnehmerInnen aufstellen und dann so lange modellieren konnten, bis das Ergebnis sich für uns wirklich gut anfühlte. Kein Deuten, kein Interpretieren, nur Machen und Reinfühlen.

Für die verkopfte Vetch eine Herausforderung, und ich bin auch noch nicht ganz zufrieden mit mir.

Ich hatte ein fettes Thema gewählt, ein Thema, das mich immer wieder auf Trab hält: Narzissmus. Bei meinem Besuch in München hatte ich wieder ein Erlebnis damit, im nahen Familienkreis. Dazu passend sah ich neulich ein Video von Teal Swan zum Thema Dämonen. So sehe ich Narzissmus: als Besetzung durch einen Dämon. Und Teal Swan schlägt eine für mich neue Art der Bewältigung vor.

Puh, ich bin jetzt zu müde, das zu erklären. Wer Englisch kann und Interesse hat, sehe sich das Video an.

Jedenfalls, ich habe ganz bescheiden bloß mich, meinen eigenen Narzissmus, die Große Dämonische Narzissmus-Feld-Entität und, hust, die Göttliche Quelle aufgestellt und damit rummodelliert. Ich wollte immer wieder aufhören, weil ich fand, es reicht, fühlt sich gut an, danke, der Nächste bitte! Doch die Anleiterin ließ nicht locker, bis mein Narzissmus und das Große Narzisstische Feld ganz verschwunden und die Göttliche Quelle und ich verbunden waren.

Was hat das jetzt gebracht?

→ Ich habe gemerkt, dass ich mir nicht zugestanden/zugetraut habe, diese doch ziemlich große Sache auch zu ende zu bringen. Meine aufgestellten Mächte waren mir teilweise zu groß und zu gewaltig. Ich kam mir anmaßend vor und dachte, die wissen schon selber, was sie machen müssen, damit’s heil wird. Ich wollte aus der Nummer raus – die Dozentin hat mich nicht gelassen, und das war GUT. Bei meiner Skulptur bin ICH die Chefin. Zu wagen, die Wirklichkeit, auch bei so großen Themen und Mächten, selber zu gestalten, das war ne sehr gute Erfahrung. Ich glaube tatsächlich, dass wir unsere Wirklichkeit selber erschaffen, und es war lehrreich für mich, zu erfahren, wie wenig ich selbst das Steuer übernehmen will. Das war nur ein Spiel, und trotzdem hab ich versucht, zu kneifen.
Am Ende war der Narzissmus einfach aus meiner Welt verschwunden, ich war mit der Göttlichen Quelle verbunden und sah voller Freude und Tatendrang ins Leben. Das fühlt sich sehr gut an. =)

→ An den Rückmeldungen am Ende der Einheit heute, als alle KursteilnehmerInnen berichteten, wie’s für sie gewesen ist, habe ich deutlich erkennen können, was für ein großer Unterschied es ist, ob wir etwas MACHEN, ausprobieren, Erfahrungen sammeln, neue Fragen und Erkenntnisse finden, von denen wir vorher nichts wussten – oder ob wir nur zuschauen und die Theorie anhören.
Jo, das war gut in der Schule heute. Danke. =)

Zuhause angekommen, SEHR müde inzwischen, bemerkten der Gefährte und ich an der Wand bei der Treppe feuchte Stellen. Der schwere Regen der letzten Tage ist teilweise durchgesickert. OJE!
Das hat mir gründlich die Laune verdorben. In der alten Wohnung hatten wir ziemlich sicher Schimmel, den unsere Ex-Vermieters nicht wahrhaben wollten, und das hat uns echt Stress gemacht.
Ich bin erst mal einkaufen gegangen, durch den grünen, lebendigen, wundervollen Hemshof. Es ist SO SCHÖN hier! Und ich hab gemerkt, dass ich nicht froh werde. Ich habs auf die Wasserflecken geschoben, dass die mir Angst machen. Bloß – das stimmt nicht. Das war nur ein kleiner blöder Trigger, in Wirklichkeit bin ich heute einfach total übernächtigt und darum energielos und unfroh. Es ist nämlich hier ganz anders als in unserer alten Wohnung. Unsere Vermieter mögen ihr Haus. Wir haben telefoniert und der Vermieterssohn war eben hier – und der ist wirklich nett, ich mag den! – und nun wird sich drum gekümmert. Ja, ist lästig. Die Erfahrung, mit den Vermietern an einem Strang zu ziehen, die ist neu, und ich bin SEHR dankbar dafür.

Und jetzt mach ich Schluss, leg mich aufs Bett und gucke irnznen Film, über den ich ziemlich sicher schnell einschlafe.


 

18. Mai ~ Dankesammlung

Ich hör grad nen Podcast, den Sophie0816 verlinkt hat.

Anfangs dachte ich – Banaler gehts ja wohl nicht, und was haben die Leute für Probleme, WARUM TUT NIEMAND, WAS ICH SCHON SO LANGE EMPFEHLE: Schmartfon abschaffen, Glotze nur noch für DVDs und sowas (wenn überhaupt…), die Innere Stimme beachtet und auf sie hören…
Und überhaupt, warum mach ich keine Podcasts und bin als Coach schon lange reich und berühmt? Pfft!

Nach ner kleinen Weile dachte ich – Ja gut, ist nützlich, was er sagt. Nix Neues, grässliches Denglisch, insgesamt sehr nützlich.
Und warum mach ich keine Podcasts und bin als Coach schon lange reich und berühmt?!?

Jetzt grad bin ich erfreut, weil da tatsächlich für mich was Neues drin vorkommt. Dankbarkeitsliste, jaja, und dazu noch das WEIL.
„Ich bin dankbar für ~ WEIL ~.“ Das ist echt ne gute Idee. Also danke dafür. ❤
Ahja! Weil: bin ich selber nicht drauf gekommen, ist kraftvoller (wie er sagt), geht tiefer, hat mehr Wumms.
Wobei ich das eigentlich sowieso oft so mache; halt bis jetzt nicht bewusst.

Und um die brennende Frage endlich zu beantworten: Warum mach ich keine Podcasts? Weil es genug Leute gibt, die welche machen, und Videos, und viele davon sind RICHTIG gut. Das genügt, da müssen nicht noch mehr auf den Markt.
Und vor allem stelle ich fest: Weil ich lieber mit Leuten vor Ort wirke, so in live und wirklich. Morgen hab ich ne Freundin zum Kartenlegen da. Fein. Bin ich auch dankbar für.
Weil: Ich will hier viel Besuch haben! Ich will mich hier vor Ort vernetzen. Und – ich will nicht coachen, nicht therapieren – dazu finde ich mich nicht wirklich geeignet. Ich will Leuten die Tarot Karten legen. Da bin ich gut, finde ich.

Eya.

Außerdem – das ist schon lange fällig! – bin ich dankbar für das Netz, das sich mir hier auf WP gewoben hat. Ich fühle mich hier sehr gut vernetzt. Ich bekomme immer wieder Inspirationen, die mich weiterkatalputieren. Danke an Euch! ❤

Dann bin ich dankbar, dass ich heute beim Nach-der-Schule Shöppen in einem Schischi-Laden-Katalog drei Dinge gefunden habe, die ich schon seit Längerem suche: nen Sonnenschirm für die Terasse, ne kleine Gießkanne aus Metall und vor allem: ein klassischer französischer Bistrotisch. Ich will einen Bistrotisch für mein Zimmer. Zum Kartenlegen.
Diese Dinge werd ich diese Woche noch bestellen, ist der Plan.

Ja, kostet Geld, und das bringt mich zum letzten Punkt auf meiner heutigen Dankbarkeitsliste. Projekt Fülle und Projekt Freiheit. Das Reading, das ich vor jetzt gut einem Jahr (am 7. Mai 2016) bekommen habe, war eine wichtige Station dabei. Es hat fast 200.-€ gekostet, absurd viel Geld in meiner Situation, und ich bin immer noch froh und dankbar, dass ich es mir geleistet habe. Die WEILs dazu sind zu viele, um sie hier alle aufzuzählen, sie durchwirken eh alles, was ich mache.
Ich habe mich anfangs dafür geschämt – dass ich mir so einen Luxus leiste, während andere sich sowas nicht erlauben können. Dass ich überhaupt so nen esoterischen Blödsinn mache. Ernst nehme. An sowas glaube.

Dabei gehts da gar nicht um ‚glauben‘. Wie Richard Rohr so schön gesagt hat: Ich glaube nicht an unglaubliches Zeugs, ich WEISS Dinge, die anderen nicht beweisbar sind. Das ist nun mal so mit manchen Dingen. Sie können und müssen nicht bewiesen werden. Sie sind; PUNKT.

Grad heute habe ich festgestellt, dass ich ganz viel Scham verloren habe in diesem Jahr seit dem Reading. Ich habe mich mein Leben lang für so viel geschämt, weil ich dachte, wie ich sein müsste und was ich tun müsste und was ich denken müsste. Hat ja nie wirklich gut geklappt, und ich habs auch nie gern getan, also hab ich ständig versagt und mich geschämt.
Seit ich immer mehr wage, glücklich zu sein und zu tun, was ich wirklich will (z.B. Schreiben, Fotografieren, Blumenmalen, Leute beraten, lernen, Müll vermeiden, Selbermachen, wunderbare wilde Sachen denken…) füllt sich mein AllTag mit Gründen zum Glücklichsein. Immer mehr.

Also DANKE. =) Danke Friedrich. ❤

Und die Pfannekuchen gestern sind lecker gewesen, wenn auch bisschen matschig. Nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

8. bis 16. Mai ~ Dankesammlung

 
Ich war bis letzten Feitag in München und bin über Mums Geburtstag, das Trump-Theater auf CNN, paar Leute treffen, in München Rumwandern und auf dem Sofa mit Füllern Blumenmalen nicht dazu gekommen, hier was zu schreiben.

Mal sehn – an den Fingern abzähl… – mindestens neunmal Danke! Oke.

Am 8. Mai, Montag, hab ich meine alte Arbeitsstelle besucht, und ich will ehrlich sein: ich bin dankbar, dass ich nicht mehr dort arbeite. =) Sehr, sehr dankbar. ❤
Das hat nichts mit den alten KollegInnen oder den KlientInnen zu tun und alles mit den Strukturen. Darüber habe ich mich während meiner Anstellung dort reichlich und genug aufgeregt, nu bin ich glücklich aus der Nummer raus. DANKE!

Am 9. Mai, Dienstag, hab ich Lady of the Dan getroffen und wir sind mit unseren Kameras in einen schnuckligen Fotoladen gegangen. Sie hatte genau das gleiche Problem mit ihrer Spiegelreflex wie ich: oben in der Ecke ein schwarzer Fleck. Während der entzückende französische Herr des Fotoladens ihre Kamera öffnete und auspustete, machte ich Fotos vom Himmel, um meinen schwarzen Fleck vorführen zu können. Und siehe da: Der Fleck war weg. Spontanheilung, wahrscheinlich die guten Vibes des Ladens.
Sehr erfreulich!

Am 10. Mai, Mittwoch, hatte meine Ma Geburtstag und perfekt dazu endete der Dauerregen und die Kälte der Tage zuvor und die Sonne bretterte. Wir waren essen und dann auf einer Dachterasse über den Dächern von München auf einen Sekt. Das war schön.

Am 11. Mai, Donnerstag, hab ich besonders viele lustige Blumen gemalt. Außerdem waren wir wieder in der Stadt und haben köstliche Fritten in der Pommes Boutique verschlungen. Dann hab ich am Bahnhof die Rückfahrkarte gekauft und musste überhaupt nicht warten. Erstaunlich und auch sehr erfreulich.

Am 12. Mai, Freitag, habe ich trotz großer Sorgen und Zweifel alles, was ich mitnehmen wollte, tatsächlich gepackt. Das will was heißen. Ich bin mit dem Auto hingefahren worden – das verleitet zum Viel-Mitnehmen, und ich war bei Muttern – das bedeutet, ich hab auf dem Rückweg immer mehr dabei als auf dem Hinweg. Ich hab einiges dagelassen, doch alles Wesentliche konnte ich verstauen. Fein.

Am 13. Mai, Samstag, waren wir in der Pfalz auf dem Geburtstag von des Ogers Mutter.
Es war erstaunlich kurzweilig. Zeitweise saßen wir zu viert am Biertisch und malten Blumen.
Ich male nun mal Blumen zur Zeit, und es ist ansteckend. =)

Am 14. Mai, Sonntag, hatten wir Putztag. Ich bin dankbar, dass der gut über die Bühne ging…
Außerdem fand ich in einem alten Reinschreibebuch einen Spruch von Rumi, den ich aufgeschrieben hatte, bevor ich den Gefährten kennengelernt habe. Damals lebte ich noch in München, hatte den oben erwähnten Job und war krass und unglücklich verliebt. Der Spruch hat mich damals tief berührt und auch ein bisschen gegruselt.

Das, wonach du dich sehnst,
sehnt sich nach dir.
Rumi

 
Am 15. Mai, Montag – das war gestern. Gestern hatte ich einen echt miesen Tag, sehr schlechte Laune – wahrscheinlich, weil ich am WE dann doch Zucker gegessen habe, und wie. Die Mutter vom Gefährten hat nämlich 5 verschiedene Kuchen angeboten.
Jedenfalls, ich hatte gestern also außerordentlich schlechte Laune, die mir vergangen ist, als ich mich mit Haushalt beschäftigt habe. Ja, tatsächlich. Schier unglaublich, noch nie dagewesen. ❤
Außerdem waren wir abends auf einem wunderbaren, heilsamen Konzert. Bei ihm hier: Prof Surinder Singh
Hier könnt ihr euch seine Musik anhören: SikhNet

Und heute, Dienstag, 16. Mai, war ich seit langem mal wieder in der HPΨ-Schule. Wir hatten Neuropsychologie, oder Psychoneurologie, was weiß ich. ICD10 F0. Oder so. Es war grässlich, ich wurde immer hibbeliger und gleichzeitig immer müder. Kritzelte doofes Zeugs in mein Reinschreibebuch (da sind keine lustigen Blumen gewachsen – ich kann nichts Schönes malen, wenn ich mich langweile) und fand dann etwas, das ich mir abgeschrieben hatte, als ich ein Teal Swan Video geguckt habe. Ein langes Video – nach den Sätzen habe ich es ausgemacht, ist doch alles Wesentliche gesagt:

What causes chronic fatigue syndrome?
Chronically doing stuff you don’t really wanna do.
I would love to make it more complicated for you, but it isn’t.

Teal Swan

(„Was verursacht chronische Müdigkeit? Chronisch Sachen machen, die du nicht wirklich machen willst. Ich würds für dich ja gerne komplizierter machen, aber das ist es nicht.“)
Das habe ich mir gleich noch mal aufgeschrieben, dann war ENDLICH die erste Pause und ich habe mich beim Dozenten abgemeldet und vom Acker gemacht. Sofort war ich nicht mehr müde. Habe im Star Coffee eine volle Stempelkarte gegen einen Eimer Kaffee eingelöst und mir den in der Sonne sitzend genüsslich reingezogen, bin noch durch zwei-drei Läden geshöpped und dann gemütlich heimgeradelt. Das Leben ist schön! ❤

Wochenrückblicksmäßig  bin ich dankbar, dass ich immerhin während meines Besuches bei meiner Mutter, trotz reichlich rumstehender Gummibonbongläser, konsequent keinen Zucker gegessen und jeden Tag viel klares Wasser getrunken habe.

Außerdem war sehr erfreulich und hilfreich mein selbstgemachter Selfcare-Duftroller mit… nunja, hexischem Zauber. Wasser, Kartoffelstärke und ätherische Öle. Die meisten Leute würden das Ergebnis vielleicht nicht „Duft“ nennen, sondern eher… Geruch. Eichenmoos, Zimtrinde und Patchouli dominieren und sind noch lange nicht alles. =)
Die eklig aussehenden weißen Klümpchen sind nicht gut aufgelöste Stärke. Die dunklen Pünktchen sind nicht gut vermischtes Öl.
Das war mein erster Versuch und es ist noch … öm … Raum für Verbesserungen. So, wie’s jetzt aussieht, ist es angemessen hexisch. =) Passt zum – Geruch. ❤
Das Eichenmoos-Fläschchen hab ich schon sehr lange ~ es war eins der ersten ätherischen Öle, die ich je gekauft habe. Wahrscheinlich noch zu Schulzeiten. Das erste, ich bin sicher, war Patchouli.
Diese mir so vertrauten Düfte halfen mir in München, mich zu erden und bei mir zu sein.

Jo.

 

Werte

Mir ist grad was klar geworden. Ganz was Persönliches.

Aus dem Input, den ich in letzter Zeit bekomme, hat sich etwas herauskristallisiert. Zutaten zu dem, was ich grad in meinem Kessel gefunden habe, waren u.A.
· Die Erfahrungen und die Erkenntnis neulich (Artikel „Zeitströmungen„).
· Eine sehr schöne Meditation, die gegen Ende des (kostenlosen, englischen) ‚Einsteigerkurs‘ der Guardian Alliance kam
· Ein Video von Teal Swan mit dem 0815-Ratgebertitel „The Secret to a happy Life„. Ich hätt ja nie ein Video mit so einem Titel geguckt, wenn ich nicht durch Links von Sólveig auf diese junge Frau aufmerksam gemacht worden wäre. (Z.B. hier — ein sehr gutes Video!).
· Meine große, tiefe Freude beim Rübstilkochen.
· Überhaupt die große Freude, die von ganz innen kommt, die ich verspüre, wenn ich meine Öllichter pflege, meine Milch selbermache, mein Gemüse nur noch lose kaufe, süße und salzige Pöppel herstelle, Stofftaschentücher verwende, mein selbstgemachtes Deo auftrage – all sowas. Dazu habe ich Artikel hier und im VETCHBLOG geschrieben.
· Meine schönste Kindheitserinnerung: Wir waren 3 Mädchen, so ca. 12 Jahre, schätze ich, zu besuch bei einer Freundin meiner Mutter, in deren Haus in der Lüneburger Heide. Wir sammelten Blaubeeren und fädelten sie auf Grashalme, und wir bastelten uns Puppen aus Ästen, Gras und Blättern.

Endlich bin ich drauf gekommen, was mich wirklich glücklich macht: Selbstversorgung. Ich habe so ne Ahnung, dass ich gar nicht in der Stadt, sondern in einem lebendigem Stadt-Dorf sehr naturnah leben will. Das wurde mir in meiner Herkunftsfamilie nicht vermittelt, und doch stelle ich hier&jetzt erstaunt fest, dass es wahr ist.

Und da kam die Alte vor der Jurte in meinen Sinn.

Eine alte Frau hockt vor einer Jurte in einer total leeren Landschaft. Uta H.-S. sagte, so was Leeres, ohne jedes Leben, habe sie noch nie erlebt. Die alte Frau kratzt mit einem Stock heilige Zeichen in den Sand, die niemand sieht. Ob der Vergeblichkeit ihres Bemühens frustriert, genervt, erbost, wirft die alte Frau den Stock schließlich hin und stapft hinter die Jurte, wo Hühner scharren. (Ohje, jetzt erwürgt sie die Hühner, dachte ich, als ich das hörte.) Die sie füttert. (Uffz!) Ärgerlich, aggressiv schmeißt sie den Hühnern das Futter hin.
Und am Himmel statt der Sonne eine riesige Uhr.

Ich hab bis eben gedacht, diese Alte muss dringend mit ihrer Jurte wandern, in die Stadt, wo Menschen sind. Dort soll sie ihre magischen, heiligen Zeichen malen, auf dem Marktplatz, damit die Leute sie endlich sehen und was lernen und die Alte endlich nicht mehr allein ist und ihr Leben einen Sinn bekommt.

Jetzt grad ist mir endlich klar geworden, dass es nicht ‚andere Menschen‘ sind, denen die Alte was beibringen muss, sondern ICH bin das. ICH muss – ich will und mag! – von der Alten lernen und ihre Zeichen lesen können. Niemand sonst. Und die Alte muss nicht umziehen mit ihrer Jurte, sondern ich muss bei ihr einziehen, damit wir diese öde Steppe fruchtbar machen.
Vielleicht kommen dann Karavanen bei uns vorbei.

Und jetzt muss ich erst mal was essen.


veganes „Rührei“ aus Polenta mit Räuchertofu, Pilzen und Zwiebeln