Teelichte

Julipläne

Ich werde das Thema Müllvermeiden den Vetchblog verlagern.

Es gehört zwar, finde ich, absolut zur Spiritualität, und der Vetchblog hat auch weniger Follower. Aber manche davon lesen die HECKENWICKE nicht, und die möchte ich auch mit Geschichten zum Müllvermeiden inspirieren, wenn ich kann.

Drum mach ich das jetzt so, dass ich hier verlinke und auch tags setze und im VETCHBLOG die Artikel erscheinen.

Also: Plastikfreier Juli

Weitere Pläne für den Juli: Ich fahre morgen nach Köln, und Montag abend komm ich wieder. Ich werde meinen Schlepptop mitschleppen – wenn er doch nun mal so heißt – es kann allerdings gut sein, dass ich ihn nicht auspacke (so wars das letzte Mal).
Jaja, ich hab nen Knall, ich weiß.
Kann also sein, dass ich paar Tage nur selten oder gar nicht online bin.

Zur Temperance-Karte – Mäßigkeit – sind mir tatsächlich paar Eingebungen gekommen, ich kann sie nur noch nicht in Worte fassen. Dazu kommt noch was. Juliplan.

Ende Juli bin ich dann ne Woche in München, und dann sind Große Ferien.

Und JETZT probier ich die neue Haarseife aus, dann wird gekocht und gepackt, dabei räum ich hier noch bisschen den Slum auf, und dann ab ins Bett.
Morgen nach der Schule bleib ich gleich dort (die ist genau am Bahnhof) und treffe dann im Zug meine Ma. Ich freu mich auf Köln.

Bis bald!

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Plastikfreier Juli

Aha. Na dann. Ich möchte plastikfreies Leben, die ganze Zeit. Möge dieser Juli viele inspirieren, auch Schritte in diese Richtung zu unternehmen.

Ist auch ein Anlass, ein Update zu geben, wie’s hier mit dem Müll- und Plastikreduzieren weiter geht. Die andern Beiträge dazu sind in der HECKENWICKE erschienen (wen’s interessiert: hier sind die meisten davon zusammengesammelt).

Letzte Woche wurden die Gelben Säcke abgeholt, und wir waren endlich mit nur noch einem Sack auf zwei Wochen dabei. Vordem warens immer zwei gewesen. Das ist immer noch sehr viel und trotzdem ein Fortschritt. Ein Hauptteil des Mülls im Gelben Sack sind Katzenfutterverpackungen.

Neue Plastiktüten nehmen wir, wenns hoch kommt, eine dünne, durchsichtige im Monat. Neulich hab ich eine für den riesigen und nassen Mangold gekauft, nachdem alle, die ich ewig lang wieder und wieder verwendet hatte, ganz den Geist aufgegeben hatten. Das wird nicht mehr vorkommen, ich finde was Wasserfestes, Großes, Haltbares.

Käse, Gemüse und Brot nur noch in Papier (da kann ich noch besser werden, indem ich meine Papiertüten selber mitbringe) und lose in Glas- und Plastikdöppen. Hauptsächlich auf dem Wochenmarkt, manche Läden machen auch mit.

Kein Tetra Pak mehr gekauft, seit ich den Sojamilchmacher habe. Keinen Togo-Becher mehr verwendet, immer Kaffee- und Teebecher von emsa dabei. Ich find die wirklich klasse, darum der Link.

Heh, als ich das letzte Mal in Köln war, hab ich einen in die Bäckerei grad beim Hotel mitgenommen, und gefragt, ob die mir den dort auffüllen.
Verkäuferin: „Ja sischer. Dat kost dann fünnef Euro.“
Isch: o.O
Verkäuferin: „HAHAHHA! Dat Jesisch! Anja [Kollegin]! Dat hättste sehn solln, wat die Dame jrad fürn Jesisch jemaach hat! HUARHARHAR! Einsfuffzsch bitte.“
Isch: „Oh MANN! Machense sowas morgens nicht mit mir, bevor ich nicht meinen Kaffee hatte! Argh!“
Da geh ich übermorgen auch wieder hin! Ich fahr nämlich morgen nach Köln.
Und weil ich grad dabei bin, möchte ich noch erwähnen, dass es in manchen Kaffee-Tempeln bei selber mitgebrachten Bechern einen Preisnachlass gibt. Mein emsa, so teuer wie er scheint, hat sich inzwischen locker amortisiert (hab den schon seit ca. 2 Jahren).

Für Waschmittel, Reis, Haferflocken etc. macht hier demnächst ein Plastikfreier Bioladen auf. Das habe ich BESCHLOSSEN! Haste gehört, Universum?

Das Kerzenprobem gelöst dank Selbermachen von ÖlLichtern und der Möglichkeit bei Glafey zu bestellen. Noch schöner wärs, wenn ich das vor Ort kaufen könnte. Im Plastikfreien Laden. Durchs Bestellen wars bisschen billiger, und ich habe jetzt nen schönen Vorrat an alufreienTeelichtern, Kerzen und Öllichtern. In der HECKENWICHTE hab ich darüber berichtet.
Hm. Den Vertipper lass ich stehen. Heckenwichte

Körperpflege: Ein gutes Öl von Veleda, Aloe Vera Saft, Zahnpasta aus Kokosöl mit Xylith und Kurkuma, zum Waschen Olivenseife und Lavaerde. Das einzige Plastik ist der Schraubdeckel von der Ölflasche. Und die Deckel von ätherischen Ölen, von denen ich manchmal welches zur Lavaerde und ins Hautpflegeöl tropfe. Deo mach ich auch bald selber, sobald das von Speik aufgebraucht ist.

Ich hab auch einen Haushaltsreiniger selbergemacht, aus Öko-Spüli, Soda und Eukalyptusöl, der ist ziemlich gut. Rezepte für sowas findet ihr z.B. bei Smarticular, einer sehr inspierenden Website.

All diese Veränderungen haben zur Folge, dass ich bei Alnatura und bei dm viel weniger einkaufe als früher. VIEL weniger.

Zur Körperpflege ist noch zu ergänzen, dass ich NIE wieder irgendwas von lavera kaufen werde. Die haben mich nachhaltig (haha) verärgert. (Und wie die geneigte LeserInnenschaft weiß, bin ich nur sehr sehr schwer zu verärgern.) Und zwar mit ihren Cremetöpfchen:

Die Mogelpackung nehme ich ihnen nicht mal übel, aber dass die aus Plastik ist, und dass dabei viel mehr Plastik verbraten wird, als nötig wäre, das ist NICHT oke. Der Inhalt mag bio sein, die Haltung, aus der heraus solche Packungen auf den Markt geworfen werden, die will ich nicht unterstützen. Mir kommt nichts mehr von lavera ins Haus.
Nebenbei bemerkt: Das größere Töpfchen haben wir geschenkt bekommen, aber das kleinere habe ich bei basiç gekauft. Und zwar hatte ich eine Verkäuferin angesprochen, damit sie mir hilft, eine Creme zu finden, die nicht in Plastik ist. Diese Verkäuferin zeigte mir das lavera-Töpfchen, das natürlich aussieht, als wärs aus Glas, packte es wieder in die Schachtel, gab mir die Schachtel, und erst zuhause habe ich gemerkt, dass ich – schlicht gesagt – beschissen wurde. So viel zu basiç.

Genug davon. Zurück zu den guten und schönen Dingen.

Ich war gestern im Weltladen. Da gibts paar wunderschöne plastikfreie Alternativen. Vor allem dieses knallbunte Bambusgeschirr… Das brauch ich aber nicht. Ich habe mir Gummihandschuhe gekauft. Damit kann ich jetzt wunderbar putzen und die Brennessel aufm Balkon abernten.
Dazu eine Haarseife, die ich gleich ausprobieren werde.

Und eben waren wir im türkischen Supermarkt, wo es sehr preiswert Natron und Citronensäure im Glas gibt.

Es gibt noch viel viel zu verbessern, und ich freue mich schon sehr auf den Plastikfreien Laden, der hier aufmacht (Universum! Du hast es jetzt verinnerlicht und unternimmst das Notwendige, neh?) und doch bin ich sehr erfreut, wie viel möglich ist, ohne, dass ich große Anstrengungen unternehmen muss.

FEIN!

edit:
Oh, damit kein falscher Eindruck entsteht, muss ich doch noch was erwähnen. Eben hab ich ne Tüte Chips gestopft, die waren natürlich in Plastik. Das kommt auch alle paar Monate mal vor, in manchen sogar mehrmals. In anderen gar nicht.
Und wir haben auch viel Plastikmüll durch so vegetarische Fleischersatzsachen, die der Gefährte oft kauft. Und so.
Also, von einem Einmachglas Müll pro Jahr sind wir weit WEIT entfernt.
Und das, was wir machen, macht einen Unterschied UND es macht uns beide tatsächlich richtig froh. Ein wundervoller Nebeneffekt

Projekte

Seit dem letzten Neumond hats mir mehr und mehr die Sprache verschlagen. Ich schiebe das einfach auf den rückläufigen Merkur, der seit einer Woche wieder vorwärts geht. Am 6. Juni sind wir ganz aus der Nummer raus, und ich ahne, dass ich dann blogmäßig wieder in Fahrt bin.

Hier&Jetzt hab ich erst mal aufzuräumen und einige lose Fäden aufzunehmen und zu verknüpfen.
 

PROJEKT NIE WIEDER TETRA PAK
Funktioniert. Seit ich den Sojamilchmacher bestellt habe, haben wir kein Tetra Pak mehr gekauft.

Um die Frage von Marille Grünblatt zu beantworten:
Ich habe inzwischen Mandel Milch gemacht, auch gemischt mit Cashews, die ist köstlich geworden.
Reismilch geht auch gut, mit einem EL Öl und 5 Cashews.

Cashews sind überhaupt köstlich und damit werd ich noch einiges andere ausprobieren. Und wie erfreulich:
„In kaum einem anderen Lebensmittel ist der Anteil an der essentiellen Aminosäure Tryptophan derart hoch wie bei den Cashewkernen. Tryptophan ist ein unerlässlicher Nährstoff bei der Produktion des Neurotransmitters Serotonin. Gemeinsam mit dem Vitamin B6 (Bierhefe, Kartoffeln) kann Tryptophan helfen, Depressionen zu behandeln.“ Wikipedia

Hafermilch dagegen hat nicht gut geklappt, weil ich die warm hergestellt habe, und dabei wird Hafer schleimig. Wie ich weiß und ausgeblendet hatte. Drum hatte ich keine Milch, sondern Brei. Logisch. Ging dann übers Müsli weg. Ein bisschen davon auch sehr gut in Saucen.
Außerdem habe ich inzwischen rausbekommen, dass die Süße der vormals gekauften und so geliebten Hafermilch durch hinzugefügte Enzyme ensteht. Das kann ich zuhause nicht nachmachen. Also Hafermilch derweil gecancelt, wobei ich noch mal die kalte Methode versuchen werde. Dannmal, wenns is.

Der wunderbare Nebeneffekt beim Sojamilch machen sind die Okarapöppel. Jedesmal werdense bisschen anders.

Pöppelcairn an Paprikageröllhaufen in Cashewmilchpfütze

 

PROJEKT NIE WIEDER ALUHÜLLEN
Die Firma Glafey hat mir ein zauberhaftes Paket geschickt, also, meine Bestellung ist angekommen.
Ich habe jetzt eine Menge Teelichte ohne Hüllen und vor allem habe ich einige Dosen „St. Peter“ und „vierteljährlich“.

Ich habe vor Kurzem begonnen, mit selbstgebastelten ÖlLichtern zu experimentieren und habe damit das Gefühl, ich bin wieder ein Wegstück weiter heimgekommen. Anders kann ichs nicht ausdrücken. Diese Öllichter erfordern Pflege, und das mach ich sehr gern. Das Licht und das Zubehör und alles daran ist schön, finde ich.

Ein Foto vom Chaos auf meiner Truhe/dem Altar. Zu sehen sind drei Ölflaschen zum Nachgießen, drei Becher mit Dochten in bunten Papierhaltern (für St. Peter, Foto davon unterm Beitrag) und ein Glas mit Dochten in weißen Papierhaltern für „vierteljährlich“ (catchy names ham die Glafeys). Der Schwimmer für „vierteljährlich“ liegt auch im Glas, der war noch nicht im Einsatz. Die passen perfekt in Teelichtgläser. Perfekt!
Rechts im Bild mein Schmuckteller, der nichts mit den Lichtern zu tun hat und nur so aufs Bild geraten ist. Ist auch hübsch.
Darunter, unten rechts, liegt ein selbstgemachter ÖlLicht-Schwimmer. Da werde ich noch mehr machen, weil die für größere Gefäße gut sind. Und alles sieht toll aus. Das Licht scheint durch das Öl und das Wasser; Magie, Steampunk, Zauber, Wunder.
Ich bin froh! ❤

 

PROJEKT WENIGER PLASTIKMÜLL
Naja.
Es wird sehr allmählich und doch merklich weniger. Trotzdem immer noch anderhalb gelbe Säcke auf zwei Wochen. Viel zu viel. Weiter mit Weniger!
Wir brauchen immerhin so gut wie keine Plastikmülltüten mehr, weil wir in der Küche den Mülleimer abgeschafft haben. Stattdessen, sehr fotogen mit dem Fensterkristall Lichtfleck:
Warum ich da nicht früher drauf gekommen bin, also, vor vielen Jahren, das wundert mich sehr.

Den Plastikmüllbeutel im Bad, wo der Katzendreck reinkommt, lege ich inzwischen auch mit Zeitung aus, dann wird der Beutel nur ausgekippt. Wir haben seit vielen Tagen den selben Beutel im Einsatz.

Kleine Schritte.
 

 

Teelichter ohne Aluminium Pt. 2

Ich bin noch gar nicht so weit. Trotzdem ein Zwischenbericht. Gestern kam tatsächlich noch der Katalog von Glafey, was mich sehr gefreut hat. Ich werde auch ein paar Schachteln Teelichte bestellen. Die ’normalen‘ und St.Ursula® (:D), gleicher Durchmesse, viel höher. Wunderbar für unsere Laternen. Und drei passende Gläser dazu.

Und vor allem werde ich das hier bestellen, weil es mich fasziniert:

Zu finden auf der Homepage von Glafey,→ „Lichte“ und dann ganz unten.

Sowas von entZÜCKend! Allein die Schachteln. Und vor allem: die brennen ohne Paraffin und ohne Stearin, das ist nämlich das nächste Problem nach den Aluhüllen. (Alles im Netz, z.B. hier.)
Zu diesen ÖlLichtern habe ich auch eine Selbermach-Anleitung gefunden und es SOFORT ausprobiert.
Wir haben fast keine Dosen im Haus, und ich hab jetzt auch nicht vor, deswegen welche zu kaufen. Eine Dose Kokosmilch hatte ich. Die Milch ist jetzt im Schraubglas im Kühlschrank, und der Deckel ist teilweise hier:

Da wir neugierige und lebhafte Katzen haben, trage ich das Licht immer mit mir rum, wenn ich das Zimmer wechsle. Das verträgt es gut.

Der Docht war noch zu lang, die Flamme hat etwas gerußt, drum hab ich ihn gekürzt. Vielleicht ein bisschen zu sehr.

Trotzdem, ist es nicht schnucklig? Ihr seht hier auch gut die zwei Schichten Flüssigkeit: unter dem Öl ist Wasser, damit die Lampe sofort erlischt, wenn das Öl verbrannt ist. Ich habe – weil ich sonst nur teures Ölivenöl habe – Bratöl genommen. Das Licht ist jetzt schon ne Weile an und ich riech gar nix.
Morgen kaufe ich preiswertes Rapsöl. In der Glasflasche!