Tides

MondMedi

Anfang Februar gabs wieder so eine weltweite Meditations-Aktion, diesmal für den Frieden in Syrien. Weltweit zur gleichen Zeit. Ich wollte mitmachen, und dann habe ich den Zeitpunkt verpasst.

Warum wollte ich überhaupt mitmachen?
Weil ich ein solches ‚Netzwerk‘ rund um die Erde für ne wundervolle Sache halte.

Warum hab ich den Termin ‚verpasst‘?
Ich glaube, weil mir bei zielgerichteten Heil-Meditationen nicht ganz wohl ist.
Es hat ein bisschen etwas Anmaßendes, Übergriffiges in meinen Augen.

Natürlich wünsche ich mir Frieden in Syrien. Und überall. Trotzdem würde ich niemals irgendjemanden, der oder die mich nicht explizit darum gebeten hat, Heilenergien schicken.

Das ist wie mit meinem Zorn, den ich KALI, TARA, der Erde gebe.
Von mir kommt die Energie, die Achtsamkeit, das Sehnen nach Heilung*, auch meine höchsteigene Vision einer heilsamen Zukunft (so ich eine habe) ― und das lasse ich dann alles sein und gebs in den Raum, ins Netz, der Erde, dem Kosmos und/oder der Gottheit meines Vertrauens. Ich lasse los in dem Vertrauen, dass die Energie dort wirkt, und auf eine Weise wirkt, die wirklich heilsam ist. Ich geb das nicht vor, darüber brauch ich mir nicht den Kopf zerbrechen.

Wenn ich heilsame Strategien und Veränderungen planen will, dann habe ich genug damit zu tun, meinen Plastikmüll zu reduzieren (zum Beispiel). Wie der globale Weltfrieden genau aussehen soll, das fällt eher nicht so in meine Kompetenz und Zuständigkeit. Das geb ich ins Netz. Voller Vertrauen.

Jo, und das mit anderen zusammen, um die Erde rum, dazu möchte ich jetzt einladen.

Und zwar jeweils zu den Voll- und Neumondphasen.

Ich hätte diesen Beitrag schon vor ner Woche geschrieben, aber da habe ich noch rumüberlegt und gehadert, wie das zeitlich zu händeln ist, dass alle zu genau der gleichen Zeit mitmachen. Der nächste Neumond z.B. ist am Mittwoch, den 9. Februar ca. um 2:54 nachts. Bei uns in Deutschland. In London ist es dann 1:54, in New York 20:54 am 8. Februar.
Also, mit ‚genau zur gleichen Zeit‘ wird das nix…

Während ich mich immer mehr mit dem Gedanken anfreundete, dass ‚genau zur gleichen Zeit‘ gar nicht so wichtig ist, kam ne Mail eines geschätzten Ex-Kollegen, der auch mitmachen will:
„Einfach definieren. Raum und Zeit?? Alles relativ.“

Genau.

Ich definiere also: Meditiert wird in den 9 Stunden vor dem eigentlichen Mondwechsel.

Damit meine ich: Irgendwann, so lange ihr wollt, so oft ihr wollt (also von einmal ganz kurz über oder einmal lang oder mehrmals bis hin zur neunstündigen Dauermeditation ist alles drin) innehalten und sich mit dem Netz verbinden. Gute Vibes schicken.

Wer möchte, kann sich auch an eine bestimmte Uhrzeit halten – ich sach mal: je näher am Mondwechsel, desto schöner. Ich möchte aber nicht am Dienstag, den 8. März meinen Wecker auf 2:54 nachts stellen… Also werd ich vorm Einschlafen eine Kerze anzünden und ein bisschen sitzen. Oder tanzen. Oder trommeln. Oder ~

Mein Plan ist, vor den jeweilgen Mondwechseln einen Blogbeitrag zu schreiben – da wird auch ein bisschen Astrologie zum Mondzeichen einfließen, das kann aber getrost vernachlässigt werden von denen, die damit nichts am Hut haben. Mir macht das Spaß, und es kann mir Hinweise und Färbung für meine Form der Andacht geben.

Ich werde den Zeitraum für die Medi/Andacht angeben, vielleicht Vorschläge machen, die anregen oder ignoriert werden können, und dann freue ich mich, wenn viele mitmachen. Vielleicht gibts Ideen dazu, Feedback. Ich denke, da wird sich etwas entwickeln und fügen.

Oke. Nächster Termin 8./9. März, Artikel dazu kommt noch. Ich werd das auch per Mail rumschicken an Leute, die dafür offen sein könnten, und ich werds in verschiedenen Foren vorschlagen. Vielleicht machen auch welche aus Usa mit. Wenn ihr Lust habt und Leute kennt: ladet sie ein!

Sei realistisch, plane ein Wunder! (Osho)

 


* Hier musste ich mich selbst zensieren. 🙂 Ich hatte erst geschrieben „Sehnen ist positive Kraft; Sehnsucht ist Saugen und hat bei so einer Medi nichts zu suchen“ – aber so wie sich das jetzt gestaltet, hat alles Raum bei der Mondmedi. Wenn wirs abgeben.

 

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Jahreszeitenfeste 2016

Dieses Jahr wird gefeiert.

Seit vielen Jahren hab ich das Feiern der ’neuheidnischen‘ Jahreszeitenfeste nicht mehr betrieben ~

~ ich nenns ’neuheidnisch‘, damit klar ist, dass ich mir nicht einbilde, das wären uralte, überlieferte keltische Feste oder sowas. Diese 8 Feste sind eine Erscheinung unserer Zeit, in der sich alte Traditionen wiederfinden, vermischt mit modernen Einflüssen, befeuert vom Sehnen nach tiefen, bewegenden, sinnvollen Ritualen und Feiern.
Ich sehe mich selbst absolut nicht als ’neuheidnisch‘. Ich weiß nicht, wer dieses Wort erfunden hat, aber ich bin jedenfalls keine Heidin. Ich feiere so gut wie nie draußen (Stubenhockerin is my middle name), und auf der Heide schon gar nicht.

Wo war ich? Ahja.

Seit vielen Jahren hab ich das Feiern der acht Jahreszeitenfeste nicht mehr ‚richtig‘ betrieben. Ich habe immer mehr oder weniger umdekoriert und einzelne Rituale gemacht. Wenn ich ehrlich bin: meist gings übers Kerzensegnen zu Lichtmess (zu Anfang des neuen Jahreszyklus‘ noch voller Vorsätze und Elan) nicht hinaus.

Das war oke so, mit der Zeit habe ich gefunden, dass ich mich dazu nicht zwingen brauch. Dass sich bestimmt Dinge fügen und die Übergänge der 8 Tides (so nenn ich das) wirken und wahrnehmbar sind, ob ich das nun groß feiere oder nicht.

Dies Jahr aber habe ich schon einen wichtigen Anlass, das Ahnenfest (Heloween) mit meinem Gefährten zusammen zu begehen, und da hab ich beschlossen, dass ich dieses Jahr alle Feste mit ihm zusammen feiere.
Und zwar richtig amtlich, mit Termin, bisschen Vorbereitung, Zirkel, Reinigung, Handlung.
Für meinen Gefährten ist das absolut neu, und ich freue mich, dass er sich drauf einlässt.
Ich wills auch ganz schlicht und harmlos halten. Mir gehts jetzt wirklich darum, alle 8 Feste zu begehen und eben nicht nur nach Intuition zu surfen, sondern mir vorher was zu überlegen, ihn da einzubeziehen und es dann auch durchzuziehen, selbst wenn es sich zum vorgenommenen Termin dann doch nicht so stimmig anfühlen sollte.
Das geht auf jedenfalls besser, wenn ich das nicht alleine mach (dann mach ichs nämlich nicht; wie die letzten Jahre erfahren), sondern für jemanden was vorzubereiten und dann auch durchzuziehen habe.

Das ist bisschen so wie das wöchentliche Putzen hier, das ich SUPER finde. Und alleine würd ichs nicht machen. Und ich habe auch nie wirklich Bock drauf, wenns dann so weit ist…

Und hinterher ist die Wohnung gereinigt und klar, und ich bin FROH.

Und so ungefähr, stell ich mir vor, soll das dies Jahr mit den Festen laufen.

In diesem Sinne: Der Tempel ist eröffnet :)