Trojaburg

was tun mit dem Labyrinth?

s.a. Eine Geschichte vom Labyrinth

Inspiriert von Sólveig, die grad zwei Videos zum Labyrinthzeichnen gepostet hat, bin ich noch mal zu meinem eigenen Labyrinthzeichnenpost hin (da ist auch der Link zu Sólveig) und habe festgestellt, dass dort ich kein Wort darüber verloren habe, wozu ein Labyrinth gut ist und was es bedeutet.

Desen Teil hatte ich weggelassen, weil ich keine eindeutige Antwort darauf weiß. Bzw., weil ich nur genau weiß, was ich selber mit Labyrinthen mache.

Hauptsächlich mach ich das damit: Ich zeichne sie. Weil sie mir gefallen.

Der Ursprung des Labyrinths ist nicht sicher geklärt. Ich wollte grad auf die Wikipedia verweisen und stelle fest, dass dort griechische, etruskische und ägyptische Labyrinthe erwähnt werden. Die ausm Norden kommen bloß unten als „Trojaburg„-Link vor. In Schweden, Norwegen, Finnland etc. hats nämlich auch sehr alte Labyrinthe.
Heide Göttner-Abendroth erklärt, dass Labyrinthe aus matriarchalen Kulturen stammen, ursprünglich den Weg des Mondes abbildeten und, z.B. in Kreta, zur Initiationsaufgabe für den Heros-König verwendet wurden. (Nachzulesen in „Für Brigida„)

In der Eso- und Sprit-Maggie-Szene sind Labyrinthe beliebt und verbreitet. Da gibt es christliche Meditationswege genauso wie feministische Göttinnen-Verehrungs-Tanzplätze.
Im Netz findet sich dazu genug.

Ein Labyrinth wird auch oft verwechselt mit dem Irrgarten. Ein Irrgarten hat viele Wege, Abzweigungen und Sackgassen, in denen wir uns verirren können. Ein Labyrinth dagegen hat nur einen Weg – verschlungen und vielleicht verwirrend, und doch führt er uns, wenn wir ihm folgen, unweigerlich in die Mitte und auch wieder heraus.

Vielleicht.

Was ich grad nicht im Netz finde, ist eine Info, die ich seit vielen Jahren abgespeichert habe und die, als ich sie las, sofort bei mir angedockt hat: Dass manche Labyrinthe als Geisterfallen angelegt wurden. Wie eine Fliege, die sich in einer Flasche verfängt, folgt der Geist dem gewundenen Weg und findet nicht mehr heraus.

„Geist“ verstehe ich hier als Energie, Kraft, Impuls… ganz wertfrei einfach etwas, das grad unpassend kommt und sozusagen im Laybrinth gepeichert wird.
(Es geht mir nicht darum ‚böse Geister‘ zu fangen. Was will ich mit Labyrinthen voller böser Geister?)

Das weitergesponnen, verknüpft (unwissenschaftlich-assoziativ) mit dem Minotaurus in der Mitte des Labyrinths von Kreta, lässt mich denken:
Ein Labyrinth ist ein Weg und ein Behälter, um Energien/Kräfte aufzunehmen.
Und dann wartet im Zentrum des Labyrinths etwas, mit dem wir uns außeinanderzusetzen haben. Ein Transformation muss stattfinden, bevor wir wieder herauskönnen.

Ich bin öfters mal Labyrinthe auf meinen Computerbildschirm nachgefahren (mit der Maus), um bestimmte Energien zu transformieren, die mich genervt haben.
Das hat mir auf jeden Fall geholfen, mich abzuregen…

Ich bin jetzt vor allem neugierig, was andere für Erfahrungen mit und Ideen zu Labyrinthen haben. Freue mich über Kommentare, Links und Pingbäcks!