Umweltschutz

Samstag 24. & Sonntag 25. Juni ~ Dankesammlung

Gestern.

Gestern hatte ich HPΨ-Schule. Samstag haben wir immer was Praktisches, und unsere Dozentin hat uns mal wieder in den Luisenpark bestellt. Viele aus dem Kurs waren dagegen. Ja, war ich auch, letztes Jahr. Ich mag das nicht, wenn meine Routine unterbrochen wird, und rausgehn– oke, ja, soll gesund sein. Bin ich auch immer dafür, klardoch. Jederzeit. Nur nicht unbedingt diesen Samstag.

Letztes Jahr hab ich mich drauf eingelassen, und so konnte ich dieses Jahr denjenigen, die den Park noch nicht kannten und aus ähnlichen Gründen wie ich vordem dagegen waren, sagen: Doch, lasst uns unbedingt in den Park gehen! Andere, die den Park kannten, stimmten ein, und so wurde es dann doch beschlossen. Wir trafen uns gestern im Park, um gestalttherapeutische Leere Stuhlarbeit zu üben.

Zu meiner Freude kam der Gefährte mit. Wir sind mit dem Rad hingefahren und trotz Verfransens und ZuSpätKommens standen die andern noch vorm Eingang und warteten. Mit uns war die 10 voll und wir kamen ermäßigt rein – bzw. kostenlos, ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wer eigentlich den Eintritt für die Gruppe bezahlt hat.

Im Park war es sehr schön, und die Übung war klasse. Hat uns allen was gebracht, auch dem Gefährten.

Es ist ja interessant, dass ausgerechnet die humanistischen Therapiemethoden wissenschaftlich nicht anerkannt sind. Die helfen nämlich wirklich, allerdings sprengen sie uns, wenn wir uns drauf einlassen, auch aus der ungesunden Normalität. Und die könnte ja dann nicht mehr so wunderbar reibungsvoll funktionieren. Also logisch, dass die humanistischen Therapiemethoden nicht wissenschaftlich anerkannt sind.

Nach der Unterrichtseinheit, es war Nachmittag, sind der Gefährte und ich noch bisschen durch den Park geschlendert.

Dann haben wir uns getrennt – er in die Muckibude, ich zum Einkaufen und Kaffeetrinken.

Einkaufen wollte ich im mannheimer Alnatura, doch da gabs weder Mangold noch sonstwas, das mich wirklich anmachte. Fast hätte ich Champignons genommen, nur hatte ich leider meine waschbaren Gemüsetäschchen nicht mit, und dort gabs nur dünne Plastiktüten fürs Gemüse. Und irnzein anderes Gemüse, das ohne Tüte transportierbar war und das ich schon wieder vergessen habe, hab ich auch wieder aus dem Wagen geräumt, als ich sah, dass es aus nem fernen Ausland kam.
Bin also wieder raus, ohne was zu kaufen. Vorbei an Türmen von Plastikbechern gefüllt mit veganem Cappuccino.

Ich kauf nicht mehr gern im Alnatura. Nur Rossmann hat noch absurdere Plastikorgien zu bieten. Auch dort kauf ich fast nie, genau deswegen. Ich werds ihnen demnächst mal wieder per Mail schreiben. Euch rate ich auch dazu, und außerdem: Plastikfreier Juli steht an.

Immerhin kann ich auch Alnatura danke sagen, weil ich doch mit etwas aus dem Laden raus bin: Es gab müde Tomaten- und Paprika- und Auberginenpflanzen zu verschenken, und nu haben wir noch ne Tomate und eine Paprika auf dem Balkon. Bin SEHR gespannt!

Von dort aus bin ich direkt ins StarCoffee, wode auf selber mitgebrachte ToGo-Becher 30 ct Rabatt bekommst. Ich hatte wieder eine volle Stempelkarte, und so gab es wieder einen Eimer voller Cappuccino. Nicht vegan, dafür ganz plastikfrei.

Was auch sehr schön war: Die Stadt war heiß und teilweise still – eine ganz eigene, magische Atmosphäre. Und die Luft schwer vom Schokoladenduft.

Zurück in LU wars überhaupt nicht still, den dieses Wochenende ist Stadtfest. Es war richtig viel los auf den heißen Straßen. Ich bin erst mal zu dem anderen, größeren ludwigshafener Bioladen geradelt. Wir haben hier nämlich kein Alnatura, dafür zwei richtig nette echte Bioläden. Gestern hatte der Laden zwar schon zu, die Tür stand allerdings noch offen, und ich bekam freundlicherweise noch paar Blätter des schon weggeräumten Mangolds aus der Kühlung geholt und verkauft. Regional und unverpackt.

Dann musste ich durchs Getümmel.
Ich bekam den Startschuss vom Stadtlauf mit und war kurz sehr bewegt von den wackeren Läuferinnen und Läufern, bis ich merkte, dass die im Kreis laufen, und das viele, viele Runden lang. Und dass ich mit meinen welkenden Pflanzen und dem Mangold in der MItte vom Lauf gefangen bin.
Ich habe sehr lange an einer Stelle gewartet, ob sich eine Lücke zwischen den Laufenden auftut, durch die ich schnell mit meinem Fahrrad durchgekonnt hätte. Richtig schnell konnte ich nicht, weil ich mir das Absperrungsband hätte hochhalten müssen, und das hätte zu lange gedauert. Ich kam also nicht weg, und die Sonne bretterte. Und kein Ende in Sicht.

Schließlich bin ich ratlos rumgefahren, traf auch andere Gefangene, und dann kam ich an einen Streckenabschnitt, wo sehr SEHR nette junge Lauf-Helferinnen für uns im passenden Moment die Absperrung hochhielten, so dass wir durchflutschen konnten. FREI! Danke!

Zuhause – von der Sonne heißgebraten und erschöpft – haben der Schnusel und ich erst mal heftig gechillt, auch viel noch besprochen, was wir bei der Übung im Park erlebt und gelernt haben. Und dann, es war schon dunkel, sind wir noch mal raus, um ne Runde übers Stadtfest zu drehen. War schön, war nett, und dass wir zwei Stubenhocker überhaupt noch mal raus sind, das war ein Wunder.

Ne Karte kam auch
die war von Däd und Bille
Molli im Gelben.

Das war gestern. Schöner Tag.

 

Heute.

Heute ist ein Comptag. Alles irnzwie genervter als gestern, mehr Stress. Dabei hab ich heute frei und muss gar nichts.

Auch interessant.

Ich bin sehr dankbar, dass ich die nachmittags draufgetropften roten Tintenflecken vom Parkettboden wegbekommen habe. Sah erst nicht danach aus, dann halfen Natronpaste und Spülischaum.

Außerdem ist heute wieder so schönes Wetter. Diesmal kühler, dicke fette Wolken, Regenlicht ohne Regen.

Und ich liebe so sehr diese seltsamen, tropisch wirkenden Bäume, die hier wachsen. Z.B. gegenüber meines Fensters, überm Parkplatz bei der Kirche. Die bekommen so Schoten, die sehen aus, wie Carob vom Affenbrotbaum. Wächst der überhaupt in unseren Breiten? Und wenn nicht: was ist es dann?

Apropos Parkplatz bei der Kirche:
Heute Vormittag guckte der Gefährte aus meinem Fenster und rief „Hey, der hat mein Auto vollgespritzt mit Weihwasser!“
Tatsächlich! Da ist der lokale Papst übern Parkplatz und hat die Autos gesegnet. Wie nett!

Besseres Foto hab ich in der Schnelle nicht geschafft. Ist das nicht schnuffig? =)

Jo, und das wars nu für heute. Ich leg gleich noch ne Patience, und dann filmgucken und schlafen. Morgen ist Schule, da machen wir noch mal Leere Stuhlarbeit. Wie schön. Und compfrei ist morgen auch. Wie schön!

Parkett ohne Fleck
Autos heilig bezaubert
der Tag gerettet.

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Das beste Deo, das ich je hatte

Vor knapp einem Monat ist endlich die Sprühflasche mit dem gekauften Biodeo leer geworden und ich habe getan, was ich schon seit langer Zeit tun wollte: Ich hab mir mein Deo selber zusammengerührt. Das Rezept, dem ich gefolgt bin, findet ihr (z.B.) hier. Unglaublich einfach. Natron auflösen, ätherisches Öl dazu, fertig. Ich habe Salbei, Lavendel und ein ganz kleines bisschen Patchouli dazugetropft. (Patchouli muss sein! Also, bei mir.)

Der Duft dieser Mischung hat mich überrascht: Er ist für meinen Geschmack perfekt. Das Patchouli sticht überhaupt nicht raus (ich kanns ehrlich gesagt gar nicht identifizieren), der Salbei ist leicht herb, der Lavendel rundet ab. Überhaupt nicht süß, und auch nicht ’supermännlich‘. Frisch, ein kleines bisschen samtig, ganz wundervoll.

Die Wirkung ist genau so wundervoll. Ich habe das Deo noch nicht an einem wirklich heißen Tag mit körperlicher Aktivität testen können. Ich meine solche Tage, an denen gekaufte Deos nicht durchhalten. Doch ich habe es zu zwei Radstrampeleien LU-MA und zurück ausprobiert und bin sehr zufrieden. Das selbstgemachte Deo ist auf jeden Fall genausogut und eher besser, als die vordem von mir gekauften.

Noch ein ganz besonders schöner Effekt dieses Deos: Seit dem Tag, da ich es hergestellt habe, freue ich mich jedesmal, wenn ich es verwende. Wirklich. Das ist jeden Tag mindestens einmal eine kleine Freude.


Die neue Lichtgestalt im Bad.

Demnächst ist mein erstes selbstgemachte Deo verbraucht, und das freut mich auch. So wundervoll der Duft auch ist: Ich habe noch viel vor, mit Limette, Muskatellersalbei, dem ätherischen Eukalyptusöl aus Indien… Und der Gefährte bekommt auch was zusammengemischt, wenn seine gekaufte Deo-Sprühflasche leer ist. Bald, bald…

Was ich außerdem ausprobieren werde, ist Roll On Deo, das in der einfachsten Version das gleiche Rezept hat, nur mit noch Speisestärke dazu. Es gibt überhaupt Unmengen an Deo-Rezepten, allein die oben verlinkte Smarticular-Site hat einige zu bieten. Kräuter- und Zitrusdeo (ganz ohne gekaufte ätherische Öle), Deo-Creme, Deo-Sticks, Deo-Bars …

Das Rezept, das ich verwendet habe, funktioniert übrigens auch ohne Duft. Ätherische Öle können unterstützend wirken; die Hauptwirkung kommt vom Natron.

Es ist supereinfach. Es duftet genau so, wie DU willst. Es ist umweltfreundlich. Es ist viel preiswerter als jedes gekaufte Deo. Es ist hautfreundlich, ohne Aluminium, ohne irgendwelchen synthetischen Mist. Es ist schneller zusammengemixt als du „dm“ sagen kannst. (Naja, also, gefühlt.) Es macht Spaß. Es ist rechtschaffen. Es WIRKT.

MACH! DEIN! DEO! SELBST!

Plastikfreier Juli

Aha. Na dann. Ich möchte plastikfreies Leben, die ganze Zeit. Möge dieser Juli viele inspirieren, auch Schritte in diese Richtung zu unternehmen.

Ist auch ein Anlass, ein Update zu geben, wie’s hier mit dem Müll- und Plastikreduzieren weiter geht. Die andern Beiträge dazu sind in der HECKENWICKE erschienen (wen’s interessiert: hier sind die meisten davon zusammengesammelt).

Letzte Woche wurden die Gelben Säcke abgeholt, und wir waren endlich mit nur noch einem Sack auf zwei Wochen dabei. Vordem warens immer zwei gewesen. Das ist immer noch sehr viel und trotzdem ein Fortschritt. Ein Hauptteil des Mülls im Gelben Sack sind Katzenfutterverpackungen.

Neue Plastiktüten nehmen wir, wenns hoch kommt, eine dünne, durchsichtige im Monat. Neulich hab ich eine für den riesigen und nassen Mangold gekauft, nachdem alle, die ich ewig lang wieder und wieder verwendet hatte, ganz den Geist aufgegeben hatten. Das wird nicht mehr vorkommen, ich finde was Wasserfestes, Großes, Haltbares.

Käse, Gemüse und Brot nur noch in Papier (da kann ich noch besser werden, indem ich meine Papiertüten selber mitbringe) und lose in Glas- und Plastikdöppen. Hauptsächlich auf dem Wochenmarkt, manche Läden machen auch mit.

Kein Tetra Pak mehr gekauft, seit ich den Sojamilchmacher habe. Keinen Togo-Becher mehr verwendet, immer Kaffee- und Teebecher von emsa dabei. Ich find die wirklich klasse, darum der Link.

Heh, als ich das letzte Mal in Köln war, hab ich einen in die Bäckerei grad beim Hotel mitgenommen, und gefragt, ob die mir den dort auffüllen.
Verkäuferin: „Ja sischer. Dat kost dann fünnef Euro.“
Isch: o.O
Verkäuferin: „HAHAHHA! Dat Jesisch! Anja [Kollegin]! Dat hättste sehn solln, wat die Dame jrad fürn Jesisch jemaach hat! HUARHARHAR! Einsfuffzsch bitte.“
Isch: „Oh MANN! Machense sowas morgens nicht mit mir, bevor ich nicht meinen Kaffee hatte! Argh!“
Da geh ich übermorgen auch wieder hin! Ich fahr nämlich morgen nach Köln.
Und weil ich grad dabei bin, möchte ich noch erwähnen, dass es in manchen Kaffee-Tempeln bei selber mitgebrachten Bechern einen Preisnachlass gibt. Mein emsa, so teuer wie er scheint, hat sich inzwischen locker amortisiert (hab den schon seit ca. 2 Jahren).

Für Waschmittel, Reis, Haferflocken etc. macht hier demnächst ein Plastikfreier Bioladen auf. Das habe ich BESCHLOSSEN! Haste gehört, Universum?

Das Kerzenprobem gelöst dank Selbermachen von ÖlLichtern und der Möglichkeit bei Glafey zu bestellen. Noch schöner wärs, wenn ich das vor Ort kaufen könnte. Im Plastikfreien Laden. Durchs Bestellen wars bisschen billiger, und ich habe jetzt nen schönen Vorrat an alufreienTeelichtern, Kerzen und Öllichtern. In der HECKENWICHTE hab ich darüber berichtet.
Hm. Den Vertipper lass ich stehen. Heckenwichte

Körperpflege: Ein gutes Öl von Veleda, Aloe Vera Saft, Zahnpasta aus Kokosöl mit Xylith und Kurkuma, zum Waschen Olivenseife und Lavaerde. Das einzige Plastik ist der Schraubdeckel von der Ölflasche. Und die Deckel von ätherischen Ölen, von denen ich manchmal welches zur Lavaerde und ins Hautpflegeöl tropfe. Deo mach ich auch bald selber, sobald das von Speik aufgebraucht ist.

Ich hab auch einen Haushaltsreiniger selbergemacht, aus Öko-Spüli, Soda und Eukalyptusöl, der ist ziemlich gut. Rezepte für sowas findet ihr z.B. bei Smarticular, einer sehr inspierenden Website.

All diese Veränderungen haben zur Folge, dass ich bei Alnatura und bei dm viel weniger einkaufe als früher. VIEL weniger.

Zur Körperpflege ist noch zu ergänzen, dass ich NIE wieder irgendwas von lavera kaufen werde. Die haben mich nachhaltig (haha) verärgert. (Und wie die geneigte LeserInnenschaft weiß, bin ich nur sehr sehr schwer zu verärgern.) Und zwar mit ihren Cremetöpfchen:

Die Mogelpackung nehme ich ihnen nicht mal übel, aber dass die aus Plastik ist, und dass dabei viel mehr Plastik verbraten wird, als nötig wäre, das ist NICHT oke. Der Inhalt mag bio sein, die Haltung, aus der heraus solche Packungen auf den Markt geworfen werden, die will ich nicht unterstützen. Mir kommt nichts mehr von lavera ins Haus.
Nebenbei bemerkt: Das größere Töpfchen haben wir geschenkt bekommen, aber das kleinere habe ich bei basiç gekauft. Und zwar hatte ich eine Verkäuferin angesprochen, damit sie mir hilft, eine Creme zu finden, die nicht in Plastik ist. Diese Verkäuferin zeigte mir das lavera-Töpfchen, das natürlich aussieht, als wärs aus Glas, packte es wieder in die Schachtel, gab mir die Schachtel, und erst zuhause habe ich gemerkt, dass ich – schlicht gesagt – beschissen wurde. So viel zu basiç.

Genug davon. Zurück zu den guten und schönen Dingen.

Ich war gestern im Weltladen. Da gibts paar wunderschöne plastikfreie Alternativen. Vor allem dieses knallbunte Bambusgeschirr… Das brauch ich aber nicht. Ich habe mir Gummihandschuhe gekauft. Damit kann ich jetzt wunderbar putzen und die Brennessel aufm Balkon abernten.
Dazu eine Haarseife, die ich gleich ausprobieren werde.

Und eben waren wir im türkischen Supermarkt, wo es sehr preiswert Natron und Citronensäure im Glas gibt.

Es gibt noch viel viel zu verbessern, und ich freue mich schon sehr auf den Plastikfreien Laden, der hier aufmacht (Universum! Du hast es jetzt verinnerlicht und unternimmst das Notwendige, neh?) und doch bin ich sehr erfreut, wie viel möglich ist, ohne, dass ich große Anstrengungen unternehmen muss.

FEIN!

edit:
Oh, damit kein falscher Eindruck entsteht, muss ich doch noch was erwähnen. Eben hab ich ne Tüte Chips gestopft, die waren natürlich in Plastik. Das kommt auch alle paar Monate mal vor, in manchen sogar mehrmals. In anderen gar nicht.
Und wir haben auch viel Plastikmüll durch so vegetarische Fleischersatzsachen, die der Gefährte oft kauft. Und so.
Also, von einem Einmachglas Müll pro Jahr sind wir weit WEIT entfernt.
Und das, was wir machen, macht einen Unterschied UND es macht uns beide tatsächlich richtig froh. Ein wundervoller Nebeneffekt

Teelichter ohne Aluminium Pt. 2

Ich bin noch gar nicht so weit. Trotzdem ein Zwischenbericht. Gestern kam tatsächlich noch der Katalog von Glafey, was mich sehr gefreut hat. Ich werde auch ein paar Schachteln Teelichte bestellen. Die ’normalen‘ und St.Ursula® (:D), gleicher Durchmesse, viel höher. Wunderbar für unsere Laternen. Und drei passende Gläser dazu.

Und vor allem werde ich das hier bestellen, weil es mich fasziniert:

Zu finden auf der Homepage von Glafey,→ „Lichte“ und dann ganz unten.

Sowas von entZÜCKend! Allein die Schachteln. Und vor allem: die brennen ohne Paraffin und ohne Stearin, das ist nämlich das nächste Problem nach den Aluhüllen. (Alles im Netz, z.B. hier.)
Zu diesen ÖlLichtern habe ich auch eine Selbermach-Anleitung gefunden und es SOFORT ausprobiert.
Wir haben fast keine Dosen im Haus, und ich hab jetzt auch nicht vor, deswegen welche zu kaufen. Eine Dose Kokosmilch hatte ich. Die Milch ist jetzt im Schraubglas im Kühlschrank, und der Deckel ist teilweise hier:

Da wir neugierige und lebhafte Katzen haben, trage ich das Licht immer mit mir rum, wenn ich das Zimmer wechsle. Das verträgt es gut.

Der Docht war noch zu lang, die Flamme hat etwas gerußt, drum hab ich ihn gekürzt. Vielleicht ein bisschen zu sehr.

Trotzdem, ist es nicht schnucklig? Ihr seht hier auch gut die zwei Schichten Flüssigkeit: unter dem Öl ist Wasser, damit die Lampe sofort erlischt, wenn das Öl verbrannt ist. Ich habe – weil ich sonst nur teures Ölivenöl habe – Bratöl genommen. Das Licht ist jetzt schon ne Weile an und ich riech gar nix.
Morgen kaufe ich preiswertes Rapsöl. In der Glasflasche!

Teelichter ohne Aluminium

Teelichter in Aluhüllen. Auch eine Sache, die ich richtig leid bin.

Vor Jahren gab es bei dm Teelichter ohne Aluhüllen, und dann sind sie plötzlich aus dem Sortiment verschwunden. Ich habe das bedauert, mit den Achseln gezuckt und halt wieder die mit Hüllen gekauft. Da ich Teelichter ohne Hüllen verwende – macht schöneres Licht und ich habe jede Menge Gläser und Gefäße dafür – puhle ich seitdem alle Teelichter mühsam aus dem Aluhüllchen und schmeiße das in den Gelben Sack.

Und ich verbrauche reichlich Teelichter.

Und Aluminium ist richtig fies giftig. Wer möchte kann dazu im Netz suchen und wird sofort fündig. Hier nur eine Seite rausgepickt.→ Aluminium – Leichtgewicht mit schweren Folgen

Was ich nicht wirklich gefunden habe, sind Alternativen. Früher habe ich manchmal die nicht billigen (in keiner Hinsicht – weil, hervorragend!) Teelichte von Glafey gekauft, die führt aber hier in Mannheim genau gar kein Laden. Ich habe deswegen nämlich bei Glafey angerufen.

Ich werde jetzt bei denen bestellen. Ich warte nur auf den Katalog mit der Preisliste (Merkur retro… dauert alles bisschen.)

Ja, die sind teurer. Und Bestellen ist auch nicht die ideale Lösung. Und doch: Alles besser als der Billgscheiß in Plastik mit Aluhüllen. Die Glafey-Lichte brennen sehr lange, die sind ihr Geld wert. Und dann ist das Entzünden meiner Duftlampe oder des Altarlichtes oder der Laterne im Schlafzimmer eben eine kostbare Sache. So soll das doch auch sein.

Außerdem hab ich vor paar Tagen eine Mail an dm geschrieben. Nicht, um zu motzen, sondern um eine Nachfrage zu schaffen. Die Antwort hat mich nicht überrascht:

Es ist uns wichtig, unseren Kunden immer ein attraktives Sortiment anzubieten.
Aus diesem Grund verfolgen wir die Nachfrage in allen unseren dm-Märkten sehr aufmerksam.

Teelichte ohne Aluminiumhülle wurden bisher sehr wenig gewünscht.
Daher ist eine Erweiterung in diesem Bereich aktuell nicht vorgesehen.
Wir bitten Sie hierfür um Verständnis. Ihren Wunsch haben wir jedoch gerne aufgenommen.

Jo. So ist das nun mal, wir leben in einer Demokratie, Wahlen finden täglich statt. Beim Einkaufen. Es ist nicht dms ‚Schuld‘, dass die keine alufreien Teelichter mehr führen. Es liegt AN UNS.

Und darum möchte ich vorschlagen, dass alle, die sich auch wieder alufreie Teelichter bei dm wünschen, denen eine Mail schicken, Das geht ganz ganz einfach per Kontaktformular auf deren Website. https://www.dm.de/haeufigefragen/kontakt/

Ich werde auch bei Müller, Alnatura und Rossmann anfragen. Ich hab in letzter Zeit einige Mails wg. Plastikfrei verschickt – auch das bewirkt etwas. Am meisten allerdings bewirke ich durch meinen Konsum bzw. Konsumverzicht.

Und jetzt wird geputzt. Und vorher trinke ich noch nen Kaffee mit selbstgemachter, hervorragender Sojamilch.

(Und sobald ich mit meinem neuen, wunderbaren Küchenmöbel weitere Erfahrungen gemacht habe, erzähle ich auch davon.)

Nie wieder Tetra Pak!

Seit langer Zeit schon wurmt mich immer und immer mehr der Riesenhaufen Tetra Pak Müll, der hier anfällt. Wir haben einen großen Verbrauch an Soja- und Hafermilch. Wegen der Goldenen Milch für 2 Personen allein 2 Päcks Hafermilch auf drei Tage. Noch schlimmer ist es neuerdings geworden, weil der Gefährte von Kuhmilch auf Hafermilch umgestiegen ist. Dabei sollte dieser Umstieg doch ein Beitrag zum Umweltschutz sein. Aber Kuhmilch gibts in Glasflaschen, Soja- und Hafermilch eher gar nicht.
Eine Firma, die Sojamilch in Flaschen anbietet, habe ich gefunden. Sie verkauft über Reformhäuser. Puh, bestimmt teuer. Trotzdem: deswegen war ich heute im Reformhaus. Und da gabs die Flaschensojamilch nicht („aber wir haben ganz viel andre im Sortiment“ zeig auf Tetra Pak-Batterie), und bestellen könnse die auch nicht.

Und nu bin ichs leid. Vielleicht kann ich Sojamilch selber machen?

Hab im Netz gesucht und sofort jede Menge Rezepte gefunden. Das scheint gar nicht so schwierig zu sein.
Für einen Liter, lese ich, brauch ich 100g Sojabohnen. Habe ein (SEUFZ! plastik)-Pack Bio-Sojabohnen à 500g für 2,- € gekauft. Das werden dann, wenn alles gut geht, 5l Sojamilch. Vordem habe ich pro Liter 95 ct bezahlt, also spare ich pro 5l (wenn alles gut geht) 2,75 €.

Hafermilch wird noch besser. Bio-Haferflocken bekomme ich für 2,25 das Kilo. Im Plastikbeutel, leider. Also sag ich mal 3,- fürs Kilo, vielleicht dann in einer Papiertüte. Das werden mindestens 10 l Milch, vielleicht mehr. Ein Liter Hafermilch kostet mich 1,45 €, also pro zehn Liter bei 100g pro Liter für 3,- € das Kilo Haferflocken spare ich 11,45 €.

Wenn das alles so klappt und ich mich nicht verrechnet habe.

Die zukünftigen finanziellen Einsparungen habe ich eben investiert, indem ich mir einen Soja-Milchzubereiter bestellt habe, für 160.- €. Weil ich beschlossen habe, nicht mehr an der falschen Stelle geizig zu sein. Ich vermute/hoffe, der braucht auch weniger Energie als wenn ich am Herd stehe und den Sojabrei im Topf aufkoche.

Und was auch immer dann die finanziellen Vorteile an der Sache sind: Das Wichtigste, der GRUND für diese Anschaffung, das Wunderbare ist:

NIE WIEDER TETRA PAK!

Oh, YÖH!
Oh gosh, ich bin so aufgeregt!

Was auch noch spannend wird: Wie ich lese fällt beim Sojamilch-Machen ein Matsch an, der Okara heißt und ballaststoffreich ist, und Protein ist auch noch drin. Daraus lassen sich Bratlinge machen, und ich habe auch ein Rezept für Braten und sogar eins für Sojawurst gefunden. DA bin ich auch sehr neugierig drauf, ob ich da was Gescheites hergestellt bekomme.

Vielleicht wars ja gar keine so tolle Idee, so einen Zubereiter ausgerechnet kurz vorm rückläufigen Merkur zu bestellen… Ob der wohl noch vor Donnerstag hier ankommt?
Naja, selbst wenns später kommt: Das wär nicht das erste Mal, dass ich bei rückläufigem Merkur so wagemutig war. Ich hab weiland sowohl ein Notebook als auch mal ein Netbook während so einer Zeit gekauft und trotz paar Anlaufschwierigkeiten viele Jahre lang große Freude an denen gehabt.

Ich bin vertrauensvoll und zuversichtlich.

Und jetzt bestelle ich noch einen Unverpackt-Plastikfrei-Laden für Mannheim beim Universum, damit ich dort Haferflocken, Sojabohnen und viele viele anderen Sachen ohne Plastik bekomme.

 

Update update, update MA OK, update Praxis, update Plastikfrei

Alles hat wunderbar geklappt mit der Neuinstallation. Ich habe mich selbst überrascht mit hervorragendem Bäckup. Ich habe diesmal nicht ALLES einfach kopiert, sondern ausgewählt, und dann war tatsächlich alles dabei, was ich zum Wiedereinrichten gebraucht habe, sogar meine selbstgemachten Gimp-Pinsel, die ich gar nicht aufm Schirm hatte. Trotzdem hab ich ‚zufällig‘ den Not-wendigen Ordner kopiert. Ich sorge für mich, wie schön.

Ich bin jetzt also wieder mit Kabel online, brauch kein W-LAN mehr, und das neue Linux-Mint kann auch einiges mehr als das alte. Bin froh, war höchste Zeit.

Ist trotzdem noch viel Arbeit, und ich bin auch noch nicht fertig.

Vorläufig fertig dagegen bin ich mit den MA OK. Achtundsechzig Stück.



(Das sind 71 Karten und ein Rücken. Die Überzähligen sind die 3 Krähen, die erst ins Spiel kommen, wenn die KRÄHENKARTE gezogen wurde.)

Ich bin immer noch nicht sicher über einige Karten. Ob sie bleiben oder ersetzt werden, wird die Praxis zeigen.

Außerdem sind einige Karten nicht von mir, sondern (ganz wundervolle) Designs anderer Leute. Dazu gehören ELEFANT (war auf einer Streichholzschachtel, die ich in Indien auf dem Boden gefunden habe), KERYKEION (ein Sufi-Symbol, interessanterweise), KOSMOPOLIS (eine Postkarte des Symbolismus, 1909, und ich weiß den Namen des Künstlers nicht, ARGH! Hinweise erbeten!) ENCOUNTER ist auch grenzwertig; das Foto ist von mir, das wundervolle Logo natürlich nicht.

Jo, und encounter – Begegnung – steht mir bevor, und es fühlt sich ungefähr so gruslich an, wie das Bild auf der Karte nahelegt… Ich habe mir selbst versprochen, dass ich Kartenlege-Praxis erwerbe, indem ich es per Aushang anbiete. Das KlientInnen-Treffen und Kartenlegen muss dann im Café geschehen, hier daheim geht es nicht.
Ich hätte eigentlich schon längst Aushänge machen sollen. Ich hab ANGST, das ist die Wahrheit. „Angst“ ist hier am Blog einer der fetteren Tägs. Ja, klar. ARGH. Wo soll ich die Aushänge hinhängen? Was ist, wenn jemand anruft?!?
(Ich machs auch online, übrigens. Bloß, für’s Geschäft ists bestimmt besser, wenn die Leuts meinen Blog nicht kennen und nicht ahnen, was ich für ne ängstliche Wurst bin. )

Eya. Ich habs mir versprochen, ich habs hier angekündigt… Möge das alles helfen, damit ichs dann auch mache. Vielleicht, jetzt so kurz  vorm Vollmond schaff ichs nicht mehr… vielleicht sollte ich warten, bis der Mond wieder zunimmt. Vielleicht sollte ich mir selbst in den Arsch treten, pardon my Klatchian! FLIEG!

Okeee. Hust.

Noch ein kurzes Update re Weltrettung. Noch mal HUST. Trotzdem ist es mir eine Freude, zu verkünden, dass ich meinen Gefährten angesteckt habe und er jetzt – in manchen Dingen – päpstlicher als der Papst ist. Wir kaufen Gemüse fast nur noch bio, nur noch lose, meist auf dem Wochenmarkt. Käse beim Käsestand direkt in den mitgebrachten Döppen. Gestern war ich in einem türkischen (nicht-bio) Laden und kaufte die besten eingelegte Peperonis der Stadt und diese wundervollen kleinen grünen länglichen Paprikas. Im Gegensatz zu leider bis jetzt allen deutschen Supermärken, wo wir gefragt haben, bio oder nicht, war der Besitzer froh, mir die Ware in die mitgebrachte Papiertüte bzw. den Glasdöppen einzufüllen.
Mein Lieblingskaffeeladen, StarCoffee, der einzige, wo ich noch hingehe, gibt ihren Kunden den Togo-Kaffe um 50 ct. billiger, wenn sie ihre eigenen Becher mitbringen.

Insgesamt muss ich sagen: Es geht besser als ich dachte. Weiter, weiter. Demnächst nach HD, um den dortigen plastikfreien Laden zu besuchen. (In München hab ichs nicht geschaftt… 😛 Da hätte ich sowieso nur geguckt und nicht viel gekauft.)
Und ich will auch unbedingt nach KA, da gibts, sagt Sòlveig, auch so einen Laden. Warum nicht hier?!?

Jo, und jetzt muss ich Genogramm (Familienstammbaum) machen, für den Unterricht morgen, SystemischeVerfahren. Das ist KOMPLIZIERT! Verschachtelt, verworren. Vielleicht sollte ich lieber den Kartenlege-Aushang…

ARRRGH!