Unfug & Humbug

Finde den Fehler!

Aus der Serie Schlecht Gegimpt („gegimpt“ ist Linux für „photogeshoppt“).
Das Schild hängt in München an einer Bushaltestelle. Finde den Fehler!

 

 

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Kleine Dinge schaffen Wohnkultur

Wie andernorts schon mal erwähnt, war das der Titel des ersten Artikels, den meine Mutter als blutjunge Journalistin geschrieben hat. Ich greife den immer wieder gerne auf. Er passt zum Beispiel wunderbar über diesen meinen Bastelartikel, in dem ich euch zeige, wie ihr aus einer leeren Katzenfutterdose und ein paar Gummis ein superstylisches Schreibtisch-Accessoire basteln könnt.

(Volle Katzenfutterdosen sind auch als Schreibtisch-Accessoire zu gebrauchen. Sie lassen sich ohne großen Aufwand als Briefbeschwerer verwenden. Einfach auf die zu beschwerenden Briefe stellen: Fertig.)

Bevor ich mit der Bastelanleitung in die Vollen stoße, schnell noch was g’scheitgehaferlt: „Accessoire“ wird „AKzessuar“ ausgesprochen. Das hat uns damals unser Französischlehrer so eindringlich reingerieben, dass ich das unbedingt weiter geben muss. Ich bin eh noch traumatisiert vom Französischunterrricht. Wegen Französisch bin ich sitzengeblieben, ich hatte eine glatte 6. Nur in Latein habe ich das noch unterbieten können mit einer Extemporale, für die ich die Note 6- bekam. Wer nicht weiß, was eine Extemporale ist: Seid froh! Und „Citroën“ wird „ssssitroEn“ ausgesprochen.

Oke, die inneren LehrerInnen-Stimmen sind ruhig, also los. Das stylische Schreibtisch-Accessoire. Eine Dose zum Stiftereinstellen.

TaDAAAA!

Ich weiß nicht, ob ich mir wirklich die Mühe machen soll, zu erklären, wie ich das hergestellt habe. Andererseits: Ein Blog will gefüllt sein!
Dose öffnen und leeren (Praktisch, wenn du Katzen hast, die den Inhalt fressen. Sonst tut’s auch eine Dose Erbsen oder so, die du selber isst.), Ettikett abmachen, Dose spülen (vorsicht mit dem Rand, der bisschen scharf sein kann), trocken lassen, bunte Gummis drumrumziehen.

Die Wahrheit:
Ich wollte dringend mal wieder einen Blog-Artikel schreiben. Da war mir jetzt jeder Anlass recht.

Außerdem: Mir gefällt das wirklich. Ich find das ne wirklich hübsche Dose. Die Gummis sind nicht ideal, es sind diese Minigummis, mit denen kleine Mädchen vor einiger Zeit pausenlos Armbänder gebastelt haben. Ich glaub, der Spuk ist inzwischen ziemlich vorbei… Ich hab noch eine Handvoll Gummis von meiner angeheirateten Nichte. Ich heb alles auf, das bunt ist.
Jedenfalls, diese Gummis sind bisschen überfordert mit dem Dosenumfang. Mir sind drei oder vier beim Aufziehen gerissen, und seit die Dose im Regal steht, sind auch schon drei abgeplatzt. Ich hab zwei durch Haushaltsgummis in hübschen Farben ersetzt. Besser, also wirklich gut, sind diese dünnen Haargummis, die es manchmal in knallbunten Farben zu kaufen gibt. Nicht immer, heute z.B. habe ich in zwei Drogeriemärkten nach ihnen geguckt und nur schwarze, braune und rosane gefunden. Und wenns mal wieder schöne, interessante Farben gibt, dann greif ich zu.

Gut. VETCHBLOG-Artikel geschrieben. Bleibt dran, demnächst erzähle ich euch, wie ihr aus alten T-Shirts ganz tolle Untersetzer basteln könnt!

zwei Steinböcke beim DVD-Regal Einräumen

· Nicht reindrücken! Das hat nen Grund, dass die vorsteht! Wenn eine DVD vorsteht, dann bestimmt nicht, weil ich das so schön finde!

· Was willst du? Ich bin Steinbock! Ich denk da nicht drüber nach. Da steht eine vor, ich drück sie rein. Ich kann nicht anders.

· Was meinst du, was ich durchmache, jedesmal, wenn ich dran vorbeigehe? Jedesmal!


Tee-Schachtel

Mashallah!

Wir haben Telefon und Internet. Als wir heute von Möbelum bei Heidelberg mit dem Auto voller Regale zurückkamen, standen (unangekündigt) zwei Herren von der Telekom vor der Tür, Techniker, und jetzt gehts. Ich hab nicht mehr damit gerechnet. Ich hock auf dem Bett (vgl. 2 Beiträge untendrunter) und tippe ins Netz!!11!

Oh, und ich bin echt erschöpft, körperlich. Am 7. Dezember letzten Jahres haben wir beschlossen, auzuziehen. Am Tag drauf haben wir die erste Wohnung besichtigt, seit dem sind wir in Äktschen. Und fertig sind wir noch nicht, es ist immer noch Restzeugs in der alten Wohnung, und bisschen streichen müssen wir da auch noch. Im April wird alles über die Bühne sein.

Heute klopf ich mir – uns – für das bis jetzt Geschaffte auf die Schulter. Wir haben den ganzen Umzug fast alleine gemacht. Jeden Tag gepackt, geschleppt, gefahren, treppauf, treppab, seit Januar. Bei paar größeren Möbel hatten wir Hilfe von Kumpel mit Bus, und der hat auch das Wunder vollbracht, eine schnufflige, funktionierende Küche in das winzige Kästchen zu bauen, das wir hier zur Verfügung haben. Den Rest haben der Gefährte und ich gestemmt. Inkl. Flohmarkt, wo wir um 4h morgens aufgelaufen sind. Gestern haben wir noch zwei Truhen von Möbelum  aufgebaut, vor paar Tagen nen Kleiderschrank – wunderschöne Möbel. Es ist überhaupt wunderschön hier.

Okee… die Wolken wackeln. Als ich die gif eben gemacht habe, hielt ichs für ne gute Idee.

So. Ich hätte reichlich zu erzählen, nur bin ich aus oben erwähnten Gründen sehr müde. Morgens gehts weiter, Regale aufbaun und in der alten Wohnung was machen. Immerhin werd ich mich jetzt öfters melden und Schritt für Schritt wieder mehr ins Bloggen kommen, aktiv und passiv.

Und jetzt ab unter die Decke.
 

ganz schlimme Wörter

Ein ganz schlimmes Wort ist Zerealien in jeder Form und Verbindung. Kommt aus dem Lateinischen, das Englische hat sichs einverleibt, und nu ham wirs an der Backe.
Ich glaub, in den deutschen Wortschatz wurde es eingeschleust in der Kombi „Frühstückszerealien“. Kindermund.
Ja genau.

Grauslich.

Ein anderes lateinisch-englisches Wort, das ich grad zu meinem Entsetzen hier zuhause gehört habe (ich sag nicht, wers ausgesprochen hat – nur so viel: es war keine der Katzen) und das ich auch ganz besonders verabscheue, seit es seinen Weg ins Deutsche gefunden hat, ist „prokrastinieren“.

Ich kann nur ahnen, was das im Lateinischen mal war. Ich finde da „crastinus“, was mit „morgig“ übersetzt wird. Prokrastinieren ist dann wohl sowas wie ‚auf Morgen verschieben‘.

Ja, warum sachste denn nicht gleich so? Also, zu meiner Zeit hieß sowas „Rumgammeln“. Und glaubt mir, wir waren groß darin! Wir wussten, wie das geht, auch ohne, dass wir uns über Facebook peinliche lateinisch-englische Wortungetümer einverleiben mussten.
„Aufschieben“  geht auch wunderbar. Und im online-Wörterbuch fand ich noch das schöne alte „saumselig sein“.

 

Muss ich mich immer so AUFregen…

 

edit: gann uma hat in den Kommentaren noch ein wundervolles Wort beigesteuert: „Müßiggang“. Sehr sympathisches Wort, schöne Tätigkeit!