Vampirismus

Narzissmus – dritter Teil

Warum brauche ich so lange, um endlich zu dahin zu kommen, worum es mir wirklich geht bei meinen Artikeln über Narzissmus?

Weil ich hin und her gerissen bin.

Ich habe viel zu dem Thema gelesen und mich darüber unterhalten, und sehr oft bin ich mit einer Haltung konfrontiert worden, die mir verzapft
1. ein eine kleine Menge Narzissmus sei gesund und normal.
2. ich solle Narzissmus in meiner Umgebung ‚einfach‘ an mir abperlen lassen. Dass ich mich ‚triggern‘ lasse, sei mein Problem, ich könne mich nicht abgrenzen, es würde helfen, wenn ich mich vom ausgelebten Narzissmus einfach nicht mehr stören ließe.
3. Manche Websites liefern gar Tips zum Umgang mit Narzissten: z.B. immer Recht geben, loben und bauchpinseln, manipulativ dazu bringen, gute Ideen von anderen als ihre eigenen anzunehmen und umzusetzen.

Zum ersten Punkt hab ich gestern was geschrieben.

Der dritte Punkt ist für mich inakzeptabel. Sowas gehört, wenn überhaupt, ins Therapiesetting, wo die Therapeutin erst mal ein Vertrauensverhältnis ausfbauen muss.
Und es mag eine kurzfristige Überlebenstrategie für Leute sein, die in einer verstrickten Beziehung mit einem Narzissten sind, aus der sie nicht sofort rauskönnen.
Das ist richtig ARBEIT, die Kraft kostet und den Wahnsinn unterstützt. Ich will den Dämonen, der unsere Lebensenergie verbraucht, verhungern lassen und nicht noch füttern!

Aber der zweite Punkt… der zweite Punkt.
Was reg ich mich so auf? Wenn ich mich ordentlich abgrenzen könnte und würde, dann gäbs doch gar kein Problem!
Stattdessen gefalle ich mir in der Rolle als Vampirjägerin, die Narzissmus ausmerzen will, die den Dämonen beim Namen nennen und vernichten will, die Vampire entlarven und ihnen einen Pflock durchs Herz treiben will, damit sie nie wieder Schaden anrichten.

Jaja, Vampirjägerin ist was Heldenhaftes und Ehrenvolles. Die Vorstellung, eine zu sein, erfüllt mich mit Begeisterung –

und dann meldet sich die Stimme aus meiner Mitte, die mir flüstert, dass das typisch narzisstische Tendenzen sind.
Die Anderen müssen sich ändern, und ICH bringe sie dazu! Ich mache die Welt heiler, indem ich Narzissmus entlarve und erlöse. Geiles Selbstbild, dochdoch.
Nur sind Selbstbilder halt leider richtig schädlich. Auch die Wundervollen.
Narziss, der schöne Jüngling aus der Mythologie, nach dem die Krankheit ihren Namen hat, starb, weil er sich in sein Selbstbild verliebt hatte.

Wenn ich also wirklich erleuchtet voller Liebe in meiner Mitte wäre, dann könnte ich den Narzissmus toben lassen, ohne dass er mich stört.
Und wenn mich doch narzisstische KollegInnen quälen, dann wechsel ich halt die Arbeitsstelle, und wenn mir der narzisstische Nachbar das Leben zur Hölle macht, mei, dann zieh ich halt einfach weg.

Und da werd ich wieder wütend. Ich soll dem Narzissmus ausweichen, nachgeben, mich schützen, indem ich den Raum meide, in dem er sich breit macht? I think not.

Ich bin auf meiner Suche im Netz auf eine Seite gestoßen, wo der Knoten beschrieben wird, den ich aufdröseln will.

Das Dilemma mit konstruktiver ziviler Konfliktbearbeitung

Der Artikel scheint auf den ersten Blick langweilig und wortreich. Und dann kommt ein Absatz nach dem anderen, wo in Worte gefasst wird, was mich umtreibt. Wie wenig hilfreich es ist, wenn ich versuche, mich abzugrenzen, mich höflich zu verhalten, nicht heftig zu werden, wenn jemand mich ununterbrochen provoziert und meine Energie zieht.
Ich rate allen Interessierten, den Artikel zu lesen und auch die Buchempfehlungen zu beachten. Ich zitiere nur einen kleinen Absatz aus diesem erhellenden, klugen, hilfreichen Text:

Das Dilemma mit konstruktiver ziviler Konfliktbearbeitung | Lebenshaus Schwäbische Alb

Dazu kommen noch Aufforderungen, doch mehr Souveränität zu wahren und die Angriffe nicht so ernst zu nehmen, kommen oberflächlich ansetzende Vermittlungs- und Versöhnungsversuche, kommen Appelle, nicht eindeutig zu handeln, z.B. keine Trennung durch Vereinsausschluss herbeizuführen, kommt das angewiderte Abwenden und Wegschauen – solches Verhalten, das den idealen Nährboden für seelische Gewalt bereitet, macht es verdammt schwierig, eine entschieden eindeutige Haltung einzunehmen.

So. Da sind sie, die Schlüsselworte, nach denen ich gesucht habe: eine entschiedene, eindeutige Haltung.

Eine Haltung – NEIN zum Narzissmus in jeder Form (auch in mir selber) – ist kein Selbstbild. Sie ist eine Technik, um in Balance, um in meiner Mitte zu bleiben.

Ein anderes Selbstbild dagegen, eins, das mich in diesem Zusammenhang sehr gequält hat, ist das von der liebevollen, reifen, abgeklärten Vetch.

Jedesmal, wenn ich mich in den letzten Wochen über narzisstisches Verhalten aufgeregt habe, habe ich mich insgeheim als Versagerin gefühlt. Warum bin ich so aggressiv? Ich muss doch alle und alles lieben, auch im Narzissten steckt ein verletzter Mensch (stimmt!), dem muss ich mit Liebe begegnen. Liebe heilt alles!

Und das stimmt wirklich. Liebe heilt alles, JA!

Nur — ich muss von innen nach außen vorgehen. Bevor ich die narzisstischen Dödel beiderlei Geschlechts lieben kann, die mir in letzter Zeit so nachhaltig auf den Sack- sorry, auf die Ovarien gegangen sind, muss ich erst mal Zugang zur Quelle haben, wo diese Liebe fließt.
Schlicht gesagt: Ich muss mich selber lieben. Selbstliebe, Eigenliebe.

Wenn ich mich als Versagerin fühle, weil ich statt Liebe Groll verspüre, dann verbau ich mir selber den Zugang zur Quelle. Darum habe ich beschlossen, erst mal das an mir zu lieben, was IST.
Ich liebe meinen Groll. Ich liebe mich so, wie ich bin. Mal bin ich richtig gut, mal nicht. Immer wertvoll und liebenswert. Das übe ich jetzt.

Und wenn ich das kann, dann geschehen wunderbare Dinge auch im Außen. Ich habe das schon erlebt.

Immer, wenn ich selbst heiler geworden bin, hat sich in meiner Umgebung, in der Welt etwas mit zum Heilsamen verändert. Das mag wie esoterischer Schmonzes wirken – ich weiß, dass es wahr ist.

Es kann auch geschehen, dass es sich trotzdem mal entlädt (nicht ‚ich‘, sondern ‚es‘) und ich sehr deutlich Grenzen ziehe. Aus meiner Mitte heraus und darum wirkungsvoll. So eine Entladung kann einen Narzissmus-Vampir dann auch mal zu Asche zerbröseln. Wunderbar! Aber solche Entladungen sind nicht mein Beruf, sondern ein möglicher Nebeneffekt meiner Selbstliebe und Selbstfürsorge.

Ich muss unterscheiden, ob ich aus verletzem Stolz und im Selbstbild der Rächerin auf einen Narzissten losgehen will. DAS ist unheilsam und hilft niemandem.

Oder ob ich aus Höflichkeit, aus Feigheit und aus Angst, mich bloßzustellen, den Mund halte und den Narzissmus toben lasse. Das ist auch unheilsam für alle.

Ich habe also beschlossen, dass ich liebevoll auf mich selber schauen will. Liebevoll und wachsam, im Vertrauen, dass aus meiner Mitte im passenden Moment das Passende kommt. Das kann ich nicht planen und nicht beschließen. Ich beschließe stattdessen, dass ich mich liebe und gut finde, auch wenn ich mal aus der Balance gerate. Denn wer lieben kann und sich selber liebt, ist immun gegen Narzissmus.

 

UFFZ!

 

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Narzissmus – zweiter Teil

Es ist nicht von Beutung, was Leute sagen;
es ist nicht von Bedeutung, was sie denken.
Bedeutung, Auswirkung, Wirklichkeit hat das, was sie TUN.

 

Nachdem ich mir durch den ersten Teil notwendig Luft gemacht hatte, wollte ich am Nachmittag den zweiten Teil schreiben.
Den angefangenen Text habe ich inzwischen verloren. Ich glaube, das ist gut so. Ich hatte mich in einer Einleitung verzettelt, in der ich berichtete, was mir in letzter Zeit alles so an Narzissmus begegnet ist, direkt und indirekt. Erstaunliche Häufung, die bis jetzt anhält.

Ich habe auch online viel zum Thema gelesen. Und ich habe Hilfreiches gefunden. Trotzdem bin ich nicht zufrieden.

Ein Problem ist die verbreitete Akzeptanz narzisstischen Verhaltens. Typisch sind Aussagen wie diese:
„In unserer Welt der Likes und Selbstdarstellungen scheint der Narzissmus zuzunehmen. Ein Problem? Richtig dosiert dient die Eigenliebe der psychischen Gesundheit.“

Ich halte diese Begriffsverwirrung für sehr schädlich. Lucretia Tambourinfrau hat mir durch einen Kommentar dazu verholfen, da genau hinzusehen.
Es sind ’nur‘ Worte, aber durch das Vermischen und Verwässern von Bezeichnungen können wir das Problem nicht mehr deutlich sehen.
Sooo schlimm ist Narzissmus ja gar nicht, er hat ja auch gute Aspekte.
Nein, hat er NICHT. Und er ist noch viel schlimmer als du meinst.
Darum definiere ich, hier in diesem Blog, das Wort Narzissmus so, wie im ersten Teil geschehen.

Ich weiß, es gibt in der Psychologie den Begriff des ‚positiven Narzissmus‘.
Damit werden stabile Menschen bezeichnet, die sich selbst mögen, die gerne was schaffen, die sich Erfolg wünschen, für sich und die, die sie lieben. Sie können andere Menschen verstehen und unterstützen. Wer das kann, ist kein Narzisst.
Selbstliebe ist schön, wichtig, heilsam! Die Voraussetzung dafür, andere lieben zu können. Der Zugang zur Quelle, aus der Emapthie und Großzügigkeit sprudeln. Ein echter Narzisst kennt nicht mal einen Hauch wirklicher Selbstliebe – genau das ist die Wurzel des Übels! Selbstliebe hat NICHTS mit Narzissmus zu tun.
Was ist gewonnen, wenn ich einen ‚gesunden Narzissmus‘ definiere? Nichts, außer Sprachverwirrung und Desensibilisierung.

Sprache ist wichtig.

Und Selbstliebe ist wichtig. Sie ist das Gegenteil von Narzissmus und immunisiert uns gegen ihn.
Wenn ich mich selbst gut finde, kann mich Narzissmus in meiner Umgebung nicht berühren, nicht aussaugen.
Wenn ich mich selbst gut finde, habe ich es nicht nötig, selbst narzisstisches Verhalten zu zeigen.

Was wahr ist: sehr viele Menschen, auch wenn sie keine echten Narzissten sind, zeigen immer wieder narzisstische Verhaltensweisen. So füttern wir, die wir uns noch nicht stabil selbst lieben, den Narzissmus unserer Welt.
Nur, weil das weit verbreitet ist, ist es noch lange nicht ‚gesund‘ oder gut.
Es ist normal, ja.
Bloß, das Wort ’normal‘ hat umgangssprachlich eine Bedeutung bekommen, die nicht der Wirklichkeit entspricht.
Ich zitiere mich selbst:

Mit ’normal‘ wird im täglichen Sprachgebrauch meist ‚gesund‘, ‚angemessen‘, ‚richtig‘, ‚gut‘ und dergleichen gemeint.
Tatsächlich aber ist das Normale einfach nur das, was der Norm entspricht.
Und das ist, wenn es um gesellschaftliche Normen geht, meist weder gesund, noch angemessen, noch richtig, noch gut.
völlig normal

Ich will dazu beitragen, dass sich die narzisstischen Normen unserer Gesellschaft auflösen. Ich will, wie in Teil eins schon geschrieben, Vampire dem Sonnenlicht aussetzen.

Was also tun?

Darüber denke ich seit Wochen nach. Ausgelöst durch einige pathologische vollblut-Narzissten in meinem Leben. Seit ich sie als das erkannte, was sie sind – Vampire – sehe ich plötzlich überall Narzissmus. Auch bei mir selber. Nicht immer den hammerharten, superschwer zu therapierenden Vampir-Narzissmus, aber doch ungesunde Tendenzen. Und seit dem überlege ich, was ich da Heilsames machen kann. Zur Zerbröselung von Vampiren, zur Heilung der ungesunden Tendenzen im Alltag und in mir selber.

Und darüber schreibe ich dann in Teil 3.
Wow, ist das zäh mit diesem Thema. Ich wollte eigentlich nur einen kleinen Artikel dazu schreiben. 😛

Narzissmus – erster Teil

Das Thema wieder. Brainstorm.

Der erste Narzisst, unter dem ich bewusst gelitten habe, ist mir online begegnet. Ist viel Jahre her. Da habe ich zum ersten Mal begriffen, wie ausgeprägter Narzissmus wirkt, wie niederträchtig, gierig, zerstörerisch und völlig wahnsinnig diese Störung einen Menschen macht.

Ein Narzisst ist wie der Geisterfahrer auf der A8, der im Autoradio hört „Auf der A8 kommt Ihnen ein Falschfahrer entgegen“ und brüllt „Einer? HUNDERTE!“

Manche haben sich konsequent hochgebissen und werden so Abteilungsleiter, Chef, Steve Jobs oder Präsident von Amerika.
Dazu gibt es noch die unzähligen ‚kleinen‘ Narzissten, die sich zu ihrem Leidwesen mit durchschnittlichen Lebensumständen rumschlagen müssen. Sie trollen in Foren, mobben in Betrieben und Büros, stiften Umfrieden in ihren Nachbarschaften, saugen in Lerngruppen, quälen in Familien…
Ihr Name ist Legion.

Ein Narzisst definiert sich die Welt im Sekundenbruchteil neu und weiß, dass er Recht hat. IMMER.

Mit ihm zu diskutieren, zu versuchen, logische Argumente auszutauschen, ist völlig sinnlos. Es dient nur dazu, ihm Aufmerksamkeit zu verschaffen, und die braucht er.

Und er bekommt niemals genug. Weil er ein schwarzes Loch an Bedürftigkeit ist. Unersättlich. Du kannst strampeln und geben und dich aufopfern, es wird niemals genug sein, und das ist DEINE Schuld, du erbärmlicher Wurm!

Aufmerksamkeit durch Bewunderung und Anbetung sind dem Narzissten sehr wichtig, doch sie genügen niemals. Seine Hauptenergiequelle ist Reibung. Von ihm verursachtes Leiden anderer Menschen.
Er provoziert und verletzt und belästigt. Er findet instinktsicher deine wunden Punkte. Er quält, und das auf so manipulative, bösartige, niederträchtige Weise, dass wir es oft nicht erkennen. Und wenn wir beginnen, zu erkennen, können wir es erst gar nicht glauben. Weil wir nicht glauben wollen, dass ein Mensch so grauenhaft sein kann.

Um das Ausmaß des Entsetzens zu verstehen, hilt mir persönlich ein Bild:
Ein Narzisst ist kein Mensch, sondern ein Dämon, der einen Menschen in Besitz genommen hat. Dazu müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein. Niemand wird so geboren. Unsere Gesellschaft erzeugt den Narzissmus. Die Narzissten, die ich erlebt habe und erlebe, tragen großen Schmerz und grässliche Ängste in sich. Der Mensch in den Klauen des Dämons hat mein Verständnis, mein Mitgefühl. Das verletzte Kind ist nicht ’schuld‘. Nur ist an diesen Menschen kein Herankommen, denn der Dämon gaukelt ihm vor, er sei sein Verbündeter. Und der Dämon hat Hunger, und der Dämon will überleben. Wir – Dämon und gefangener Mensch – gegen die anderen.

Das verstehe ich.
Das heißt nicht, das ich Verständnis für den Dämon aufbringe. Ich habe mit ihm kein Mitleid, ich empfinde kein Mitgefühl.
Ich will ihn verhungern lassen. Ich will, dass er im brennenden Sonnenlicht zu Staub zerfällt. Ich will ihm einen Holzpflock durchs Herz treiben.

Denn Narzissten – männliche wie weibliche – sind Vampire.

So. Das ist noch lange nicht das, worüber ich zur Zeit nachdenke und worüber ich schreiben möchte. Das ist hier ist nur… eine Begriffsdefinition. Worum es mir geht ist der Umgang mit dem Narzissmus – in meinem eigenen Innern wie im Außen.

Dazu später, ich brauch jetzt erst mal ne Pause…

Love’n’Peace!

Ein Ring sie zu knechten…

Yea, the the Satinist conspiracy!
Like the Satanist conspiracy but with nicer curtains!

Rasputin in den Kommentaren zu Oklahoma Victory

 

Die Wurzel allen Übels ist die Gier.

Ich muss was loswerden, weil ich neulich Neuigkeiten aus München bekam: Jemand, ich nenn ihn mal Sauron, den ich bis vor Kurzem noch als einen meiner spirituellen Lehrer bezeichnet habe, hat meinen Respekt verloren.
Es gab immer Gerüchte, die mir aber, als ich mich zu seinen Schülerinnen zählte, nichts bedeuteten.
Dass jemand nichts anbrennen lässt und gerne Sex hat, damit hab ich kein Problem. Meinetwegen auch mit seinen Schülerinnen, wenn die auch ihren Spaß dabei haben.
Oh holde Unschuld, oh Vetch, und da sind deine Alarmglocken nicht losgegangen?
Nein. Ich wollte es nicht wahrhaben.

Er hat auch mich angebaggert – auf respektvolle Art. Und lustig wars, ich hab u.A. eine SMS bekommen, die hat mich mit ihrer brünstig-mehrdeutigen Schwülstigkeit wochenlang erheitert.
Das war einerseits dann doch ganz eindeutig, andererseits tatsächlich höflich. Anfragen find ich völlig oke. Ich habe mich nicht bedrängt gefühlt und mir nichts weiter dabei gedacht. Bin nicht darauf eingegangen und trotzdem nicht aus dem Kreis der SchülerInnen geflogen. Und auch weiter nicht belästigt worden. Wie unter erwachsenen Menschen halt.
Ich war im Reinen mit Sauron.

Nun hab ich Infos über andere Frauen bekommen, die sich mit Sauron eingelassen haben.
Diese Infos sind aus dritter Hand, drum will ich nichts weiter darüber schreiben. Ich kann allerdings sagen, dass für mich nun viele Puzzlestücke an ihren Platz fallen und ich keinen Zweifel habe, dass ich die Wahrheit gehört habe.

Was mich an dieser Geschichte so beutelt und beschäftigt:
Ich fand Sauron echt gut. Er hat wenig gesagt, das ich nicht schon wusste, aber es gab zwei, drei Gelegenheiten, da hab ich bei ihm nen Input bekommen, der mich weiter gebracht hat.
Das klingt sehr anmaßend von mir. Ich nehm mich da nicht mehr zurück, sondern sag wie’s is: Ich habe eine echt hohe Meinung von mir, was spirituelle Theorie angeht. Außerdem habe ich einen zwar langsamen, aber gründlichen, hervorragenden Bullshit-Detektor. Sauron hat in den von mir besuchten Lesungen keinen Bullshit von sich gegeben.

In Technik, Ausübungspraxis und Disziplin ist mir Sauron natürlich um Lichtjahre voraus. Er ist sehr klug, vielgeübt und weitgekommen. Sehr weit. Drum ist er ja ein so mächtiger Vampir…
Und ich, mit meinem super BS-Detektor, bin – war! – in andern Dingen unglaublich naiv.
Ich hatte geglaubt, jemand, der so viel begriffen hat und technisch so weit ist, so einer wär auch ein guter Mensch.

Dabei hat er selber immer wieder gesagt, er sei ein Mensch ohne Moral.

Und ich hab naiv gedacht, damit meint er, dass er zivilisatorische Konventionen, Gebote der Realität nicht ernst nimmt. In diesem Sinne bin ich nämlich auch ziemlich unmoralisch.
Aber es gibt Leute, die meinen, sie stünden über den Regeln der Wirklichkeit.
Es gibt Leute, die sind gesegnet mit Begabungen, können so viel und scharen Bewunderer um sich, und dann werden sie gierig, verlieren die Bodenhaftung und meinen, das fundamentalste Gesetz allen Wirkens gelte nicht für sie:

Do what thou wilt and it harm none..

Tu was du willst und schade nicht.
Da haben schon ganz andere gedacht, sie stünden da drüber. Dem ist nicht so.

Sauron ist nicht der einzige spirituelle Lehrer, den ich persönlich erlebt habe und dem ich ne zeitlang vertraut habe.

Eine ist Heide Göttner-Abendroth, die einzige, die ich noch mit Namen nenne, weil ich bei ihr NULL Tendenz zur Sektenbildung und AnhängerInnen-an-sich-ketten erlebt habe.

Dann war ich kurz mal bei einer andern Lady, auch in München. Nenne ich sie… Yzma. Yzma ist eine fröhliche, energiegeladene, wilde, inspirierende, schöne Frau. Auch bei ihr hab ich einige für mich wichtige Dinge erfahren, auch bei ihr bin ich weiter gekommen.
Und ich sah, wie gierig sie ist, und wie manipulativ. Sie hat SchülerInnen, die sie seit Jahren anhimmeln und die sie nicht loslässt, weil sie nicht versteht, dass gute Lehrer Schüler brauchen, die von ihnen unabhängig sind.
Yzma ist süchtig nach Geld und Hingabe. Ich bin da ziemlich schnell wieder weg.

Die Informationen, Impulse und Erfahrungen, die ich bei Sauron und Yzma gewonnen habe, die sind immer noch wahr und gültig. Ich will sie nicht missen, ich bin dankbar.

Ich bin vor allem dankbar, dass mein Weg mich an Orte und zu Gelegenheiten geführt hat, wo ich Wichtiges gelernt habe.
Ich bin mir selber dankbar, dass ich meine Autonomie und Unabhängigkeit immer bewahrt habe.

 

Warum ich das hier aufschreibe? Weil es nen Sumpf gibt in der Sprit-Maggi Szene, der ist tiefer und weiter als viele von uns ahnen. Und da muss LICHT rein.

Die Wurzel allen Übels ist die Gier.

 

Reibung

Manchmal gerate ich ins Predigen. Das passiert z.B. wenn ich jemand anders etwas rate, das ich auch selber sehr zu beachten habe.
Das hier hab ich für Leute geschrieben, die sich in Online-Foren rumärgern.

Reibung nährt ungute Egofilme.
Schlicht gesagt: Reibung ist eine der Hauptnahrungsquellen für Monster.
Zusätzlich erzeugt Reibung (immer?) Angst, die auch eine Hauptnahrungsquelle von Monstern ist.

Nun sind Reibung und Angst an sich nicht schlecht.
Sie sind Bestandteile des Ego-Abenteuers hier auf Erden.
Im Übermaß sind sie ungesund und deuten auf Suchtverhalten.

Prüfe, wenn du dabei bist, zu reiben, ob es wirklich sein muss.
Ob es die Sache wirklich wert ist. Manchmal ist das der Fall.
Und sehr oft wird nur gerieben um der Reibung willen.
Ob das so ist, kannst du nur für dich alleine feststellen.
Wenn du ungute Reibung erkennst, halte dich fern davon.
Halte. Dich. Fern.

Das erscheint uns oft wie eine unlösbare Aufgabe.
Wir meinen, dass wir uns nicht raushalten können, und /oder, dass die Reibung uns verfolgt.
Wenn das der Fall ist, ist vielleicht ein Gespräch mit einer neutralen Person angebracht, um die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen.
Da wo ständig Reibung ist, muss Licht hin. Licht vertreibt Monster.


„Das Chaos ist die Liebe der Andersdenkenden“

Ich bin nicht ganz sicher, was der Satz bedeutet. Immerhin kommen wichtige, schöne Dinge darin vor: Chaos, Liebe und Andersdenken. Das will ich gerne in meinem Herzen verknüpfen, dann reg ich mich nicht mehr so AUF, wenn jemand im Internet UNRECHT hat. grins