Vertrauen

Novemberzauber

Das war ein interessanter Vollmond.

Ich hatte gestern richtig Stress in der Schule.

Ich habe danach zuhause getan, was ich mir selber hier immer wieder rate:
Geguckt, was meins ist und was nicht. Das Innere Nein praktiziert. Meine Auslöser angeguckt. Erkenntnisse gehabt: gesehen, dass ich grad ein altes Thema in neuer Form serviert bekomme. Überlegt, was ich tun kann. Festgestellt, dass mir nichts einfällt, außer dem Inneren Nein zu meinen und fremden schädlichen Mustern.
Das ist reichlich, schien mir nur zunächst so gut wie nix. Und doch…
Passend zur Mondmedi habe ich hingenommen, dass mir mehr nicht einfällt und mich mit Loslassen- und Vertrauen-Üben beschäftigt.

So bin ich heute erstaunlich gelassen in die Schule, auch wenn mein beleidigtes, entrüstetes Ego sich auf dem Hinweg öfters rührte. Ich habs angegrinst und weggeschickt. Hat gut geklappt.

In der Schule warteten Überraschungen auf mich. Sehr gute, erstaunliche Überraschungen.

Oh, es läuft nach wie vor nicht alles nach meinem Wunsch und meiner Vorstellung, und meine Auslöser wurden auch heute paarmal gedrückt. Doch all das hat seine Schwere und Dramatik verloren. Und statt, wie ich gestern noch irnzwie befürchtet hatte, mich gegen Nervereien von außen schützen zu müssen, hatte ich genug damit zu tun, missgünstige Reflexe in mir selber zu bemerken, fröhlich auszulachen und wegzuschicken. Work in Progress.

Warum schreib ich das hier hin?

Im Vertrauen, dass dieser Bericht, so skizzenhaft er auch sein mag, auch anderen die Wirksamkeit des Loslassens, des Inneren Neins, des Findens der eigenen Auslöser, des Vertrauens etc. zeigt.
Ich glaube, Lassen und Vertrauen sind die wichtigsten Zutaten in diesem magischen Heilzauber.

edit:

Ich hab grad das Gefühl, ich muss noch ergänzen:
Den Stress gestern habe ich… nicht verursacht, aber ans Licht geholt und verstärkt, indem mir der Kragen geplatzt ist und ich heftig ‚aufn Tisch gehaun‘ habe. Das erwähnt, damit nicht der Eindruck entsteht, ich würde mich passiv beuteln lassen und nur in meinem Innern wirken. Gestern habe ich massiv ins Außen gewirkt, und die Überraschungen von heute wurden auch davon ausgelöst. Ich habe gewirkt und dann losgelassen. DAS ist der heilsame Trick.

 

P.P.S.
Die Erkenntnisse reißen nicht ab… vielleicht sollte ich den Blog nicht als Livetagebuch verwenden.
Nu bin ich eh schon dabei, also weiter.

Grad hab ich gesehen, dass einem anderen Ausbruch Ende September ein ähnliches Muster zugrunde liegt: Ich habe mal wieder jemanden enorm überschätzt. Wenn ich also die Leute nicht mehr so überschätze (-> mich selbst nicht mehr niederdeckel), dann brauch ich auch nicht mehr so heftig explodieren. Und schon wird die Welt ein kleines bisschen friedlicher.

 

23. März ~ Vollmond in der Waage

 

 

Vollmond naht. Die nächste MondMedi steht an.

Am Mittwoch, den 23. März ca. 13h ist Mondwechsel.
Der Mond wird (astrologisch gesehen) in der Waage stehen.

Hier die Gebrauchsanweisung wiederholt:

Was tun:
Innehalten, sich erden, sich im Hier&Jetzt verankern und etwas zur Transformation und zum Weiterwirken ins Netz / an den Kosmos / der Liebe / dem inneren Wesen / dem Höheren Selbst / der Höheren Macht / einer Gottheit eures Vertrauens / der Erde ~ ~ ~
ins Netz halt
abgeben.

Das kann das Gefühl sein, das grad in euch stark ist, angenehm oder unangenehm, offen sichbar oder auch peinlich verborgen
eine miese Gier, ein stechender Hochmut, ein giftiger Zorn, grässliche Angst, ein brennender Wunsch, ein wildes Sehnen, eine heilige Wut, tiefe Liebe ~
gebt es ab und lasst es sein. Gebt es ins Netz in dem Vertrauen, dass es heilsam wirkt.

Wie das konkret wird, wenns heilsam wirkt, das soll nicht Inhalt der MondMedi sein.

Soll heißen:
wir bestellen nichts beim Universum, sondern wir gebens ab ans Universum und lassen das Universum damit wirken.

Wie die MondMedi selbst konkret aussieht, das sei unserer jeweiligen Geneigtheit überlassen.

Ich sehe das Netz geknüpft durch längere Meditationen, oder ein paar tiefe, fokussierende Atmenzüge beim Geschirrwegräumen, ich sehe Projektionen der violetten Flamme der Transmutation, ich sehe eine Kerze, die entzündet wird, Wirken am Altar, einknüpfen ins Netz durchs Hinträumen beim Einschlafen, beim Duschen, beim Hören eines Musikstücks, beim Musik machen, Tanzen, Treffen mit FreundInnen…

Vielleicht lang, oder für ein paar Minuten, aktiv oder ruhig, nur ein paar Sekunden vielleicht.

Ich hab nachgedacht und beschlossen, die Zeit für die MondMedi auf insgesamt 13 Stunden um den Mondwechsel herum auszuweiten. (Letztes Mal hab ich übrigens glaub ich eine Stunde unterschlagen, weil ich oft grausig schlecht mit Zahlen bin…)

Das sind dann vor dem Wechsel und nach dem Wechsel jeweils 7,5 Stunden (Vetch rechnet sich hier für euch den Toches ab!) und ginge somit von … moooment … (an den Fingern abzähl) von 5:30 h bis 20:30 h.

Was haltet ihr davon? Ich bin mir nicht sicher, ob das Zeitfenster nicht zu groß ist, andererseits können wir so davon ausgehen dass wir immer, egal zu welcher Tageszeit der Mondwechsel stattfindet, eine Gelegenheit zum Einklinken haben werden. Und wenns nur kurz bei der Pinkelpause auf Arbeit ist…

Noch mal worum es mir geht:

Nachdem mir über den letzten Jahreswechsel die Jahreszeitenfeste abhanden gekommen sind, bin ich selber überrascht und sehr froh, dass stattdessen der Mondzyklus sich mir aufgedrängt hat.

Ich bin froh über diesen Rhythmus, diese Struktur, ich empfinde sie heilsam. Es ist angemessen, passend, wirklich. Egal, ob das Wetter zur Jahreszeit passt, egal, wo auf der Erde wir sind oder ob wir ihn sehen: Der Mond ist da.

Ich habe bei der ersten MondMedi ein sehr schönes Gefühl von Verbundenheit gehabt in der Gewissheit, dass paar Leute mitmachen.

Der Auslöser dazu, dass ich diese Einladung hier (und anderswo) hingeschrieben habe, ist ein tiefes Bedürfnis nach Heilung, das ich habe.

Und nicht nur ich.

Wenn ich über die kommerzverseuchte Fußgängerzone gehe, werde ich entweder aggressiv oder, tiefer darunter, unendlich traurig. Wie ich so im Bekanntenkreis höre, sind andere auch traurig und/oder wütend.

Einer meiner Lieblingsastrologen (R. Wilkinson) hat vor einiger Zeit geschrieben, dass in den nächsten Monaten viel Glaube („a lot of faith“) nötig sein wird, um Dualismen zu überwinden. Ich übersetze mir das z.B. so, dass viel Vetrauen notwendig ist, um den Gegensatz zwischen den wirklichen Problemen, die wir haben:
Umweltausbeutung und -verbrunzung, Menschen- und Tierleid durch Ausbeutung, schlicht: (tschuldigung, dass ich das böse K-Wort verwende; ich will die Dinge auch beim Namen nennen:) Der Kapitalismus und das Leid, dass er verursacht hat und verursacht, und die Arbeit, die wir zu tun haben, um zu heilen
in Einklang zu bringen mit dem, was uns in der Realität täglich um die Ohren gehaun wird, als ob das von irgendeinem Belang sei: Plastikprodukte, Style, welcher Fußballverein die Liga anführt etc.
AKW-Konzerne verklagen den deutschen Staat wg. entgangener Gewinne?!?
Das muss dann die Volkswirtschaft tragen, und der giftige Müll, der da gegen unseren Willen produziert wird, der ist auch unser Problem. Aha. Das muss man aushalten, ohne zu verzweifeln oder brutal zu werden.
Dergleichen gibts genug. Ich liebe auch Leute, die über Flüchtlinge schimpfen und ansonsten wichtig finden, was ihr neues Smartphone kann und wer das neue Topmodel wird.

Ja, sorry, ich wollte keinen Motzpost schreiben. Ich will einladen zum nächsten MondMeeting. Auch leicht dualistisch, dieser Beitrag…

Also, zur Sache:

Schlüsselthemen, die zusammen mit dem Zeitfenster den Rahmen des MondThings bilden, sollen also sein: Heilung und Vertrauen. Dazu Reinigung und Zentrierung.
Alles Weitere sei eurer eigenen Geneigtheit überlassen.

Ich freu mich tatsächlich drauf. Wie schön, ich fand so wenig erfreulich in den letzten Tagen.

Bitte, wenn ihr Lust habt, macht mit, kurz oder lang, und sagts auch weiter und ladet alle ein. Alle, alle 

Fragen, Ideen, Mitmachtbekundungen: immer her damit!

Achso, P.S. : Alle meine Beiträge von mir zum Thema MondMedi findet ihr ab jetzt unter diesem Täg bzw. in der gleichnamigen Kategorie.

Brainstorm nach dem ersten MondMeeting

Hier mein Mondblümchen
(Muss niemand lesen, bloß ich muss es schreiben.)

Hab mich gefreut, hier zu einer andern Mondmedi zu lesen:
Dunkelmond im März – Morgenstern´s Abenddämmerung
Schöne inspirierende Anrufung an Cerridwen, für mich berührend und stimmig.

Ausgelöst wurde mein Entschluss, diesen MondRing (für den ich noch einen schönen Namen suche) ins Leben zu rufen, durch Beschäftigung mit dem Thema Vertrauen, wo ich es finde und wie ich ihm folge.

Angestoßen, das zu tun, wurde ich durch den ganzen Input, der in der letzten Zeit zu mir gekommen ist.
Der Input kam durch wunderbaren Unterricht in der HPΨ Schule zu Humanistischen Therapiemethoden, speziell zu Gestalttherapie (bin schon lange ein Fän vom alten Fritz [Perls]), Bioenergetik und Logotherapie.
Durch Blogbeiträge hier.
Dann kam ein Link zu einem Video von Derek Sivers, das uns hier begeistert und inspiriert hat. Im Zuge des Weiterlesens berührte mich Why I don’t want Stuff und ein wichtiges Werkzeug wurde beschrieben, der innere Kompass.

Gut Compass

Schlicht auf deutsch: Wenn die Vorstellung einer Sache dich begeistert: Tu es. Wenn die Vorstellung dich aussaugt, dich müde und kraftlos werden lässt: Lass es!

Da geht es natürlich nicht darum, nur noch aufregende Sachen zu machen. Wasser holen und Ecken auskehren ist immer.

Es geht darum, von andern nur noch das anzunehmen, was uns begeistert. Sich auf nichts mehr einzulassen, das uns nicht entspricht. Und das spüren wir, indem wir auf unseren inneren Kompass achten. (Dazu passt wunderbar der grad eingetroffene neue Artikel Wie die Blumen auf einer Wiese | Leben im Wandel)
Zur Begeisterung, auf die unser innerer Kompass reagiert:
Sie kommt auf, wenn wir auf etwas für uns Sinnvolles anspringen.
Diese Begeisterung fühlt sich befreiend an und aufregend. Nicht zu verwechseln mit Gier und ‚Bock auf‘ und sowas.
Dazu passt etwas, das ich in meinem Lehrbrief gelesen hab, ich gebs so gut ich kann in meinen Worten wieder:

Viktor E. Frankl (Logotherapie) stuft das Streben nach Lust als pathologisch ein. Symptom für einen Mangel an Sinn.

Der Wille zur Lust tritt erst dann auf den Plan,
wenn der Mensch in seinem Willen zum Sinn leer ausgeht.

Sinnvolles Handeln bringt immer Lust mit sich, sagt er, sie sei aber nicht der Grund, nicht der Antrieb.

In Wirklichkeit ist Lust nicht das Ziel unserer Strebungen,
sondern die Folge ihrer Erfüllung.

Während der Mondmedizeit – Mondzeit… im MondRing… während der 9 Stunden halt
hab ich ein I Ging geworfen, und ich war voller Vertrauen, dass ichs annehme oder nicht, je nachdem, wie’s mir in den Kram passt. Und dass ich ganz sicher nur eins werfe.

Es kam 18 Die Arbeit am Verdorbenen / Die Ursachen des Niedergangs beseitigen (3) und wurde, ich musste verschämt lachen, zu 4 Die Jugendtorheit. Du schon wieder!

Dabei fand ich u.A. bemerkenswert:

☯ „Nicht nach Ergebnissen Ausschau halten, wenn die Arbeit getan wird.“ Passt zur Mondmedi.
☯ Das Große Wasser zu durchqueren ist die Arbeit, die wir leisten, wenn wir uns von der Realität des kollektiven Egos frei machen.
Also wenn wir unserem inneren Kompass folgen, übersetz ich mir.
Wenn wir und auf diesen Weg machen, werden wir unterstützt.

Dazu habe auch andere geschrieben, eine hat dieses Video gepostet:

Dann kam ich andernorts dazu, noch eine Erklärung zum MondRing zu schreiben, bei der mir selber was bewusst wurde:

Die Anregung zum Spüren, was grad ist und das abgeben habe ich dazu getan, weil das immer möglich ist. Das kann ganz schnell ganz tief gehen und ist eine Form der Zentrierung und Reinigung.
Zentrierung und Reinigung halte ich persönlich – bei aller Freiheit – angemessen zu solchen Anlässen.
Also, ich seh das so: je aufrichtiger, desto leichter der Zugang zum Netz.

Jo. Soweit. 🙂 Neue Themen kommen, das Thema Achtsamkeit macht sich hier bei mir aufdringlich bemerkbar… Und auch Überlegungen zum „Des vom Vater Verdorbenen“ und Schuldgefühlen (I Ging). In der HPΨ Schule mit Systemischen Therapien angefangen. Und zu Bioenergetik will ich noch was schreiben.

Demnächs~  Jetzt ein Song für Hermes – Tales of an Urban Priestess

Lala lala lalalala

Eustress

Samstag hatte ich Schule, Sonntag war Putztag, gestern und heute wieder Schule. Das ist wenig im Vergleich zu 5 Tage Schule oder gar Arbeit, aber ich bins nicht mehr gewöhnt. Ich war HEILFROH, als ich heute aus der Schule kam und wusste: morgen hab ich frei. Ich hab angefangen, den Blogbeitrag zu schreiben, den ich seit Wochen schreiben will – einen davon – und dann kam Schnusel von der Arbeit und hatte ganz viel zu erzählen. Wir hatten so viele intensive, erhellende, ich würd sogar sagen: transformierende Gespräche. Heute auch wieder, aber es kam mitten in mein Artikelschreiben (es war ca 14:39 Uhr) und ging bis eben (20 Uhr).

Und jetzt kann ich nicht mehr, und mein Schnusel hat auch festgestellt, dass er sehr erschöpft ist.
Im Gegensatz zu mir hat er jede Woche 5 Tage Arbeit, dazu immer, immer Hausaufgaben. Und wir haben eben festgestellt, dass die Weihnachtsferien schön waren, auch erstaunlich reläxt. Und auch sehr anstrengend: intensiv, erhellend, vollgestopft. Wir waren in Köln, München und der Pfalz. Wir haben dabei viel erkannt über unsere Familien, viel besprochen, geklärt, verändert (erst mal innerlich, an unserer Haltung; das hat unweigerlich Folgen im Außen). Dazu Input, jede Menge Input, von Alan Moore bis Hagen Rether.
Wir hatten Eustress, würd ich sagen. Anstrengend wars allemal.
Die Ferien sind vorbei und wir müssen wieder auftanken… Und der Input möchte verarbeitet, geerdet werden.

Nu hab ich heute wieder nicht den Artikel geschrieben, den ich vorhatte, und jetzt bin ich zu müde. So hab ich beschlossen, dass Zeit zum Für-Sich-Sorgen ist. Das, was mir im Kopf und Herz rumschwirrt, das mag sich setzen, ich will Vertrauen üben. Ich möchts ja schon seit Tagen – achwas, Wochen – ordnen und davon erzählen, und ich muss feststellen, dass es noch nicht so weit ist. Also lass ich den Plan los und tu das Naheliegende. Das Naheliegende jetzt ist heiß duschen und vorher noch der Welt – naja, meiner riesigen LeserInnenschaft erzählen, was ich als Hauptübungstechniken, Methoden, Werkzeuge zur Rettung der Welt und des eigenen Wohlbefindens fürderhin anwenden will:

~  NICHT WERTEN  ~
~  DAS NAHELIEGENDE TUN  ~
~  LOSLASSEN  ~
~  VERTRAUEN  ~

 
Jut.

Bis morgen. Ich hab Vertrauen, dass ich morgen den Artikel schreibe. So toll wird der eh nicht, aber ich habs mir vorgenommen, und was ich mir vornehme, das muss ich machen


Das Bild hab ich eben in einem Ordner gefunden. Scheint, ich hab das gemacht, Ende letzten Jahres.
Seltsam. Grad gefällts mir, drum tu ichs hier rein.

Wünschen

Oh, schon wieder so ein Riemen. Je länger meine Texte, desto mehr Work in Progress.

Seit einiger Zeit geht mir was im Mind um, beweg ich was im Herzen.
Ausgelöst durch meinen letzten Eintrag zur beruflichen Situation und den Austausch mit Sólveig dazu ist das grad wieder akut.

Es geht ums Zaubern: Darum, Wünsche wahr werden zu lassen.

Es fängt schon damit an, dass ich gar nicht viel davon halte.
Ich möchte keine Energie darauf verwenden, Wünsche wahr werden zu lassen, die nicht aus meiner Mitte kommen, sondern die mein Ego sich vorstellt.
Mein Ego hat oft nen Mega-Knall, und außerdem eine viel zu geringe Vorstellungkraft.

Z.B. verschwende ich oft Energie bei der Suche nach einem Weg, der zu dem führt, was ich mir hier&jetzt als Lösung vorstelle.
Das, was ich mir vorstelle, ist oft gar nicht die Lösung und liegt nicht auf meinem Weg.

Ich will also wünschen, was mein Inneres Selbst, mein Wahres Wesen will.
Das herauszufinden ist, denk ich, die Craft beim Wünschen.

 
In den schmerzvollsten Zeiten meines Lebens habe ich gelernt:

  • Ich habe meine Wünsche loszulassen.

Das bedeutet nicht, dass ich sie verwerfen oder auch nur bewerten soll.
Ich hab mir schon wirklich dämliche Sachen ganz stark gewünscht. Es half gar nichts, sie ‚loszulassen‘, indem ich mir gesagt habe, wie dämlich das ist, was ich mir wünsche.
Was half: Anzuerkennen, dass ich mir wünsche, was ich mir wünsche und nichts weiter daran zu knüpfen.

Das habe ich gelernt, als ich mal nen Monat lang in verschiedene A-Gruppen (v.A. EA) gegangen bin.
Ich hatte erst Probleme mit dem Konzept der ‚Höheren Macht‘, denn zu der Zeit hatte ich grad allen Gottheiten abgeschworen.
Dann kam mir BABA entgegen und ich hab ihm meine Wünsche gegeben.
Ich hab den Verdacht, über diesen Weg kamen sie an mein Inneres Selbst, und das hat dann mit mir die Dinge so geregelt, wie’s heilsam ist.

Ich finde inzwischen das Konzept der ‚Höheren Macht‘ bei den A-Gruppen sehr hilfreich, weil es mir den Wahn nimmt, Kontrolle zu haben, haben zu müssen, haben zu können.
Bei dem Problem, das mich in die Gruppe trieb (grob gesagt: Beziehungsfähigkeit) hatte ich keine Kontrolle, keine funktionierenden Strategien, keine Ahnung von gar nichts. Ich war mein Leben lang gescheitert.

Ich hab das anerkannt: dass ich keine Ahnung habe, was ich brauche und will.
Das bedeutet nicht, dass ich mich zurücklehne und auf BABA verlasse.
Es bedeutet, dass ich anerkenne, dass ich in manchen Angelegenheiten keine Ahnung habe, mir selber nur Leid und Not mache, wenn ich strample und es deswegen SEIN LASSE.
Stattdessen kümmere ich mich um das Naheliegende, um Dinge, von denen ich Ahnung habe. All-Tags Bewältigung. Wasser holen und Ecken auskehren und Vertrauen üben, dass die Dinge sich fügen, ohne dass ich weiß, wie.

Es kamen dann Impulse, ich hab auch was gemacht, was ich früher NIEMALS getan hätte, und jetzt habe ich meinen Gefährten gefunden und bin in der Lage, Beziehungsfähigkeit zu üben. 🙂

Darüber habe ich meinen Job aufgegeben, und jetzt bricht ein weiteres Riesenthema meines Lebens über mich herein:
Gelderwerb, Berufsausübung.

Und da wünsche ich mir natürlich auch reichlich. Und stelle fest, dass ich fast nur darüber nachdenke, WIE ich zu dem komme, was ich will.
Ich könnte dies machen – aber dazu bräuchte ich-
dann müsste das passieren – aber das passiert sowieso nicht-
ich müsste jenes finden – aber das gibts hier gar nicht-
usw usf
Jede Idee, wie ich dahin komme, wo ich glaube hinzuwollen, wird sofort von ängstlichen ABERn erstickt.

Wo will ich eigentlich hin? Was will mein Wahres Wesen?

Ich hab inzwischen den Verdacht, dass ich mich beim Wünschen auf das WAS zu konzentrieren habe, statt auf das WIE.
Und ich habe auch den Eindruck, dass ich die auftauchenden ABERs als Wegweiser verwenden kann. Wenn sie auftauchen, bin ich vom Weg abgekommen.

Mehr weiß ich noch nicht.

Einen kleinen Wunsch habe ich auch noch, und da er klein ist, kommen keine ABER, denn da habe ich volles Selbst-Vetrauen, dass ich ihn mir erfüllen kann und werde:
Dieser Eintrag wird zu gegebener Zeit eingekocht auf die Grundaussage. Wenn ich klarer sehe. Hier weiß ich genau, WAS ich will: einen gut lesbaren, viel allgemeineren Artikel zum Thema Wünschen. Zur passenden Zeit.

Impulse

Immer erst mal das Naheliegende tun.
Und wenn ich mich danach langweile,
kann ich meinen Impulsen nachgehen.
So schicke ich Impulse
die grad nicht passen
freundlich
WEG
im Vertrauen
Ich will vertrauen!
dass sie zur passenden Zeit wiederkommen.
Wenn die Zeit passt
ehre ich sie und nähre mein Vertrauen
indem ich ihnen Aufmerksamkeit schenke
und ihnen dann nachgehe
oder sie kompostiere.

Selbstvertrauen

Insecure sometimes means
that you haven’t done the things you need to do
so that your reputation with yourself can grow.
Laura Schlessinger

„If you seek small things to do,
and do them well,
great things will seek you,
and demand to be performed.”
Idries Shah

Selbst-Vertrauen:
Dein Vertrauen in dich, dass du tust, was du dir vorgenommen hast.
Dass du dir vertrauen kannst.

Mir hat jemand gesagt:
„Sie müssen immer tun, was sie sich vorgenommen haben. Immer.
Also seien Sie sehr vorsichtig mit dem, was Sie sich vornehmen.
Sie müssen es tun, und wenns Ihr Leben kostet.“
So ist es. Nur wenn wir erfüllen, was wir uns selber versprochen haben, können wir uns selbst respektieren und uns selbst ernst nehmen. Uns selbst vertrauen.

Ich übe das, seit ichs gehört habe; seit ungefähr 2 Jahren.
Die Wirkung ist im wahrsten Sinne des Wortes wundervoll:
Mein Leben wird immer reicher an kleinen und großen Wundern
(z.B. wundere ich mich selber, was ich alles kann und hinbekomme ).

Wie ich das übe:
Mit den allerkleinsten Dingen hab ich angefangen (und mach ich stetig weiter. Üben. Einüben, ausüben.)
Beispiel: Mein Blick hebt sich vom Computerbildschirm und fällt auf den alten Kaffeebecher, der rumsteht. Achja, der muss dann auch mal in die Küche… demnächst…
Nein, JETZT.
Ich wollte Dings ne Mail schreiben. Gleich.
Nein, JETZT.

Das sieht läppsch aus, ich kann nur sagen: die Wirkung ist der Hammer. Dinge, die ich früher ewig aufgeschoben habe, auch Große Dinge, wie sehr unangenehme Anrufe, fiese Rechnungen, anstrengende Arbeiten, mach ich inzwischen sofort.
Naja, fast immer. Wirklich fast immer sofort, und immer rechtzeitig.
Und ja, mein Selbstvertrauen ist gewachsen, mein Selbstwert, meine Selbstliebe.

Selbstwert, Selbstvertrauen und Selbstliebe sind z.B. Voraussetzungen für eine funktionierende Partnerschaft.

Vielleicht erschließt sich manchen der Zusammenhang zwischen JETZT den Kaffeebecher spülen und dem eigenen Selbstwert und der Selbstliebe nicht sofort.

Ich kann nur raten: ausprobieren. MACHEN. Üben.

Es geht dabei übrigens absolut nicht nur um Unangenehmes, das wir so gerne vor uns herschieben.
Es geht, sogar noch viel mehr, um Schönes, Kreatives, Heilsames. Um die Dinge, die wir uns wünschen und tun möchten.

Durch das Üben, immer zu tun, was ich mir vorgenommen habe, mach ich endlich viele schöne, kreative Dinge, die ich früher mit z.B. „ich müsste mal wieder Traumfänger machen… dannmal…“ auf’s nächste Leben verschoben habe.
Schöne Dinge machen, Heilsame Dinge, die uns gut tun und erfreulich auf unsere Umgebung wirken.
Und wenns ein wundervolles Vollmondbad mit allen Schikanen ist: eine saubere, duftende, zufriedene Vetch ist auch für meine Umgebung erfreulich. :)

Ist ja nicht so, als wäre bei mir alles voller Wunder und perfekt, ich bin wahrlich nicht die ganze Zeit zufrieden (oder sauber, duftend und voller Selbstvertrauen etc.) und zum Thema Beruf fang ich jetzt nicht an…

WAS sich aber definitv geändert hat zu früher: ich komme viel viel schneller in meine Mitte zurück. Den Ort kannte ich früher nicht mal. Heute finde ich immer wieder hin, und von dort aus kann ich tatsächlich zufrieden und zuversichtlich weiter üben.

 

s.a. Schluss mit Wurst!