verzäll

Vom Blechkrug und anderen Verliebtheiten

Es ist so viel losgewesen, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll, und wenn ich nicht bald anfange, dann fang ich nie an und der Blog hier verödet. Also fang ich an. Ich machs einfach wie üblich und schreib von dem, was mir durchs Hirn in die Finger schießt. Und mir auf den Schoß klettert.

Ich hätte gestern morgen um 8h meinen Businessplan beim A-Amt abgeben sollen.
Stattdessen bekam ich einen Telefonanruf, dass mein Termin ausfällt. Schon hab ich Panik, dass das was mit mir und meiner Selbstständigkeit zu tun hat. Am Ende ham sie die Sachbearbeiterin geschasst, weil sie mir diese Beratung ermöglich hat und jetzt muss ich-
in die Hölle, jaja. Weia, Vetch! null
Ich mach was ich kann, so gut ich kann, ich tu das Naheliegende, und nu liegts in BABAs Händen. Und so.

Ich hab auch weitere Postkarten fertig.
nullBei der „Komm zum Tee!“-Karte (die rote) ist die Schrift zu harmlos und unauffällig. Abgesehen davon gefällt sie mir sehr gut.
Das bunte Spiral-Tor liebe ich sowieso, das war auch bis jetzt die beliebteste der Karten.
Die Blumen mag ich auch, sind halt eher was für die Damen (meiner Ma ham die am besten gefallen).
Und die mit den Tarotkarten soll ne Werbekarte für mich werden. Ist so noch zu dunkel, ich werd das noch mal neu fotografieren.
Insgesamt bin ich froh mit den Karten. null

 
Mein Oger und Schnusel muss seit Montag wieder arbeiten.
Das hat zur Folge, dass ich nach 6 Wochen mal wieder vormittags alleine zuhause bin, nur die Katzen und ich.
Das ist ungewohnt. So viel hat sich in den 6 Wochen verändert.
Es war so heiß und ein so üppiger Sommer. Nun ist es kühl und grau geworden.
Ich hab schon Kerzen an. Das ist SCHÖN!
Auf unseren Balkonen wucherts immer noch, das ist SCHÖN!
Ich experimentiere mit der Einstellung Selektivfarbe meiner Kamera, und das find ich auch ziemlich schön:
null

Weitere Veränderungen:
Schnusel und ich verbringen beide viel Zeit am Computer, und es war schön, dabei zusammen in seinem Zimmer zu sein.
Ich sitze jetzt in meinem eigenen Zimmer. Das ist anders, und auch schön. Wir sind ja Wand an Wand, und vor allem war es DRINGEND notwendig, dass ich einen Raum für mich habe.

Damit ich hier Internet habe, haben wir das Loch in der Wand, wo das Antennenkabel durchgeht, noch erweitern müssen. Dabei haben wir das Antennenkabel durchgebohrt. Das heißt, wir haben seit paar Wochen keinen Fernsehempfang mehr, was sich mit einem Kabel-Zusammenschraub-Adapter leicht beheben ließe. Bloß vermissen wir nix. Wir gucken eh nie Fernsehen. Nur der Schnusel manchmal, beim Bügeln. Ich bügel ja nich.

Weitere Veränderungen:
Eine Kleinigkeit ist anders, die mich jedes Mal, wenn ich sie sehe, froh macht.
Unser Wasserhahn in der Küche tropft bisschen, und weil wir beide fanatische Wassersparer sind, hatten wir einen Glaskrug drunter gestellt. (Was sonst hätten wir auch tun sollen?) Ich mochte den nicht besonders, aber er war praktisch, vor allem, weil er oben eine große Öffnung hatte. In dem Krug haben wir Tropfwasser, Gemüse- und Obstwaschwasser und sowas gesammelt und’s den Balkonblumen gegeben. Die hattens nötig diesen Sommer.
Anderes Gießwasser sammeln wir beim Duschen. Nicht das Seifige, aber anfangs, bevor das Wasser warm genug ist (und ich bin überzeugte Warmduscherin) geht sonst so viel Wasser in den Ausguss, das sammeln wir in einem Eimer. So sind wir und unsere Blumen fast ohne extra zapfen über den heißen Sommer gekommen.
Zurück zu dem hässlichen aber praktischen Glaskrug in der Küchenspüle. Ers natürlich kaputt gegangen. Yöh!
Yöh, aber auch Meh. Was jetzt nehmen?
Da ist mir eingefallen, dass ich noch den Krug aus Indien habe. In Indien habe ich mich sofort in das Blechgeschirr verliebt, das es da so oft gibt.

Hier ein (leider unterbelichtetes) Foto von nem indischen Blechkrug. Das war im Krishna Café in Kochin.

Und ich habe mir natürlich dort auch einen gekauft, und der hat jetzt seinen perfekten Sinn und Zweck gefunden. Er hat auch eine schöne große Öffnung, er geht nicht kaputt, wenn ich damit mal wo drandengel, und, finde ich, er sieht superschön aus. Auch in der Spüle.


 
Solche Sachen machen mich richtig glücklich. Wenn sich was so fügt und’s so schön passt, als wärs gewachsen.
Ist es ja auch, gewissermaßen.

Was sich noch verändert hat:
Wir haben jetzt also eine Katze mehr. Nelly, ungefähr ein Jahr alt, sehr hübsch, auf so ne kompakte Bullterrierart. Sie ist nicht kuschlig, auch wenn sie tatsächlich schon je einmal mit Schnusel und mir im Bett geschmust hat. (Jo, unsere Katzen dürfen ins Bett. Sie dürfen ja nicht raus, und sie sabbern nicht.)
Leider kommt sie mit den andern Katzen immer noch nicht gut aus. Und der alte Zausel Elvis, der Opa Kater, benimmt sich auch UNmöglich bei ihr. Sie hat Angst vor ihm und knurrt ihn an, und statt sie in Ruhe zu lassen, baut er sich dann vor ihr auf und kommt ihr immer näher, bis die beiden zeternd und fauchend durch die Wohung hetzen. Sie auf der Flucht, er hinterher. Unglaublich, was der alte Stiesel noch für ne Energie hat, wenn er junge hübsche Kätzchen verängstigen kann.
Naja, das wird noch, mit der Nelly.

Ich hab den Eindruck, Molly, unser Tomboy, noch kleiner als Nelly, ist bisschen beunruhigt wegen der hübschen neuen Prinzessin. Sie klettert andauern auf meinen Schoß, wenn ich am Computer sitze, gurrt (andere Katzen schnurren, Molly macht „gurrr“), rollt sich ein, legt ihre kleinen Pfötchen in meine Hand…
Ojeojeoje. Ich bin verliebt in eine Katze, und ich tippe „kleine Pfötchen“ ins Internet.
Jetzt grad liegt das warme Fellknäuel auf meinem Schoß…
 

HACHseufz
 

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Neues Kexboard und wiedermales Abgeschweife

Genau.

Bin in so nen Compshop, fragte nach ner Tastatur für 10 €, hattense nicht, aber die hier hamse mir doch fürn 10er gelassen.
Und jetzt muss ich mich dran gewöhnen. Ich mach damit noch mehr Tippfehler, neulich hab ich zweimal hintereinander „Koksmilch“ statt „Kokosmilch“ geschrieben. Vielleicht gibts die ja, von Hanfmilch hab ich gehört. Heißt Bhang, glaub ich. Die hat Sharukh* in Don gebechert.


Wobei, er rührt bloß mal im Bhang-Kessel, hauptsächlich kaut er da Paan. Paan hab ich in Indien viel gesehen

Paanverkauf in Bangalore

und auch paarmal gekauft und gekaut.

Hier war ein Paanblatt drin.

Hab keine besondere Wirkung verspürt.

Eya… wie kam ich drauf? Achja, neues Keyboard. Viele Tippfehler.

Ich wollt was ganz anderes erzählen. Nämlich, dass ich jetzt Postkarten mach. Es gibt ja diverse Möglichkeiten, sowas online zu bestellen. Hab ne ganz Einfache gefunden, da kosten 10 Stück 4,95 €. Geht billiger, dann sinds aber 100 Stück.
Heute hab ich meine erste Bestellung abgeholt. Das Motiv ist vielleicht nicht das Allertollste; ich fands halt gut zum Testen und nett für Verwandschaft und FreundInnen: ein Bild von Balkonblumen (letztes Jahr) mit Katze Molly im Hintergrund.

Apropos Katze Molly, hier wurde Gemaunze laut, und mir scheint, die andern wollen auch mal gepostet werden. Weia. Mehr Katzenbilder im Internet. Schlechte Fotos von Fell mit Ohren. Na schön.
Das hier ist Missy, die alte Dame.

Opa Elvis, auch genannt „Gonzo“, „der schwarze Krake“ und „der schwarze Keks“, weil er so viel krümelt. Also, haart.

Und Nelly, die Neue.
Immerhin ein etwas besseres Foto. Sie ist inzwischen ganz gut angekommen. Kuschlig ist sie nicht besonders… Außerdem würde es ihr hier viel besser gefallen, wenn die andern 3 Katzen nicht da wären. Tscha Nelly, an die wirst du dich gewöhnen müssen. Wird ihr gut tun.

Jedenfalls, um auf die Postkarten zurückzukommen:
Das fühlt sich toll an, ne Postkarte mit nem selbstgemachten Foto. Ich hab heute noch 4 andere Motive in Auftrag gegeben. Vielleicht kann ich sogar ein paar aufm Flohmarkt verkaufen.

Und in meinem Geschäft. ❤

 



Als wir neulich Sonntag aufm Flohmarkt Stand gemacht haben, hat eine Kundin eine meiner Bollywood Sharukh Khan DVDs in der Hand gehabt und zu ihrer Freundin gesagt
„Hach, der ist so TOLL! Wie er immer weint! Und tanzt! Und singt! Und-“
An dieser Stelle habe ich grausam eine Illusion zerstört, weil ich mich einmischte mit
„Shahrukh kann echt viel, aber Singen gehört nicht dazu. Das ist alles Playback.“
Die Dame wollts erst nicht glauben. Ich erkärte, dass Sharukhs Singstimme von einem sympathischen, dicklichen Herrn mit Schnäuzer kommt. Sie hats mir dann geglaubt und war entrüstet, dass sie von Bollywood so betrogen wurde.
Sharukh kann übrigens auch nicht wirklich tanzen.
Er ist halt sportlich und hat ein super Rhythmusgefühl (der Rap in den Song oben ist wirklich von ihm, darum ist die Stimme in dem Teil anders als beim Gesang), drum kommt er mit den Tanznummern zurecht, auch wenns bei ihm mehr nach Aerobic aussieht.
Ja, ich war verknallt in ihn. Na und? Das trifft auf die halbe weibliche Weltbevölkerung zu.

seltsame Fußspuren

Ich hab meinen Computer nach wie vor im Musik- und Arbeitszimmer, weil ich bei mir im Zimmer noch kein Internet habe. Ich muss jetzt gleich hier weg, weil, mein Schnusel muss jetzt Bass üben. Wie Lemmy, nur hübscher 😀
Hehe.

Also kein langes Erzählen über meinen aufregenden Alltag, was mir gut in den Kram passt, weil ich sehr müde bin (hatte heute morgen A-Amt Termin um 8h, Sa und So Flohmärkte im Umland, Montag den ganzen Tag Bude geputzt. Ich freu mich auf morgen, weil ich da — inshallah! — ausgeschlafen bin und Zeit für meinen Kram hab.)

Hier&jetzt möchte ich nur diese seltsamen Fußspuren zeigen, die wir Montag vorm Putzen auf unserem Herd fanden:

Hm.

♛ Schach ♛

Das ist ein ziemlich alter Text von mir, den ich eben ausgegraben habe und jetzt hier hinklatsche, weil ich ihn immer noch gern hab. 🙂

Ich saß grad im Café und schrieb, da schnappte ich folgenden Satzfetzen auf: „Da wo ich schmeiße, da muss ich stehen bleiben?“
Verwirrt schaute ich auf und sah: am Nebentisch wurde Schach gespielt.

Ach, Schach!

Das königliche Spiel. Das Spiel der Feldherren und Perser. Schon im 12. Jahrhundert wusste Wolfram von Eschenbach, dass Schachfiguren wunderbare Wurfgeschosse abgeben. Eine Taktik, die heute leider ziemlich in Vergessenheit geraten ist. Ich habs aber schon mehrmals mitansehen dürfen, es ist herrlich, vor allem beim Rasenschach. Schachbretter sind ja manchmal magnetisch. Die Legende erzählt, dass eines sogar Reis anzog, so dass man auf einem kleinen Schachbrett den ganzen Reis des halben chinesischen Reiches stapeln konnte. Vielleicht war es auch bloß ein provinzgroßes Rasenschachbrett. Wieder eine Legende zerstört. Aber wenn DER Sack Reis in China umfiele, das würden wir hier bestimmt merken. Ich selbst kann ja kein Schach. Ich mein, ich weiß wohl, wie die Figuren ziehen, aber ich habe noch jede der etwa dreizehn in meinem Leben gespielten Partien verloren. Dabei kann ich sogar rochieren. Ich machs auch immer, obwohl ich eigentlich nicht weiß, was es soll. Immerhin beeindruckt es meine Gegner. Außer einmal, als ich mit einem Banausen spielte, der nicht wusste, was ne Rochade ist. Er war daher nicht beeindruckt, sondern beschuldigte mich des Schummelns. Es war mir nicht möglich, ihn von der Regelgemäßheit meines Zuges zu überzeugen. War dann auch egal. Meine blödste Partie spielte ich vor mehr als 30 Jahren im Bus, als wir von Bonn aus ins Schullandheim fuhren. Meine Busenfeindin Katrin hatte dieses Magnetschach und wollte ausgerechnet mit mir spielen. Wenn ich ein Schachbrett hätte, würd ich auch mit mir spielen wollen, dann würd ich vielleicht mal gewinnen, weil ich ja immer verlier. Damals hatte ich Schwarz und gerade meinen ersten Bauern rausgerückt (C7 auf C5), da schob sich Helga zu uns und fragte „Na? Wer gewinnt?“ Was ham wir gelacht. War doch eh klar, wer gewinnt. Das erinnert mich übrigens an die Musikstunde, die ich zwei Jahre später im Münchener ‚Max-Joseph-Stift‘ absaß. Unsere Musiklehrerin war eine ex-Operettensängerin und ihr Stifts-Chor war sogar schon im Radio gewesen. Der Unterricht machte trotzdem echt Spaß, und einmal bekamen wir die Hausaufgabe unser Lieblingsstück vorzustellen. Eine Mitschülerin war besonders begeistert und jubelte unserer Lehrerin zu: „Ich mag so gern dieses eine von Beethoven: ta-ta-ta-TAAA! Kennen Sie das?“ Doch, so war es. Aber ich war beim Schach. Die meisten Partien, die ich miterlebte, erlebte ich von außen, als Zuschauerin. Manchmal freiwillig, wie damals in München an der Freiheit, wo die Freiluftbretter mit den großen Plastikfiguren sind. Da hab ich so manche Stunde vertrödelt, immer in der Hoffnung, was zu Rauchen aufzutreiben. Es gab aber meist bloß Fusel, und Rochaden hab ich auch nur wenige gesehen. Immerhin flog mal die eine oder andere Figur dem ein oder andren an den Schädel. Nicht schlecht, aber bei Wolfram waren es Marmorfiguren gewesen. Allerdings wären Marmorfiguren in Freiluftgröße bisschen schwer zu heben, obwohl Alkohol ja Riesenkräfte verleihen kann. Unfreiwillig hab ich auch schon einiges an Schach aushalten müssen. Besonders deutlich vor mir sehe ich noch das Gewusel von ca. 5-7 Kids, das sich anlässlich des Passauer OpenAirs nahe meiner Lagerstätte um ein Schachbrett tummelte. Der gemeine Großmeister von nebenan macht sich ja keine Vorstellung davon, wie anstrengend und laut so eine Schachpartie mit 5-7 Halbstarken werden kann! „Wer’s dran? Hee! Wer’s dran?!?“ „Hör auf mich zu beuteln Mann oder du frisst die Dame quer!“ „JETZT mach ich den KÖNIGSzug!“ „Du spielst ja gar nicht mit!“ „ICH würfel jez!“
Auch hier von Rochaden keine Rede.

 

Ein Care-Paket führt zu Abgeschweife in Kaffee-Läden, nach Süd-Indien und zu türkischem Rübensaft

Oh wie schön! Es klingelte und der Postbote brachte ein Päckchen und es war FÜR MICH!
Hier kommen ja ständig Päckchen – für den Oger. Dieses war für mich, von meiner Ma in München. Die war nämlich in der Stadt beim Black Bean und hat mir dort Kaffee gekauft.

Ich liebe Kaffee, und ich hasse Kaffee mit viel Säure. Bei Black Bean gibts guten, säurearmen Kaffee in Bioqualität.
Ich mach hier tatsächlich (unbezahlte!) Werbung für ne Kette. Ne Kette mit zu wenigen Läden. Einen gibts in Passau, drei in München, noch welche irnzwo ganz woanders in Deutschland und keinen in Mannheim.
Hier gibts, der Ausgewogenheit wegen erwähn ich das, den netten Laden Star Coffee, der mir vom Interior und mit dem schwarzen Stern sogar besser gefällt, die auch leckeren Kaffee haben, aber leider nicht in Bioqualität.

Herkömmlicher Kaffee kann extrem mit Pestiziden verseucht sein, drum leg ich bei Kaffee und Tee großen Wert auf bio. Black Bean hat nur bio Kaffee.
Und in ihrer Kaffeemischung ist indischer Kaffee mit drin, und indischer Kaffee ist m.E. der beste Kaffee der Welt.

Pfefferminztee in Hampi (glaubich).
Im Hintergrund allgegenwärtiges ekliges Limozeugs. Ich hab das nicht getrunken.

Als ich das erste und bis jetzt einzige Mal in Indien war (übern Jahreswechsel 2012/13) haben wir dort fast keinen Kaffee getrunken.
Es gibt nur selten welchen, und wenn überhaupt, wars fast überall ekliger Nescafé. (Ich hab nix gegen guten löslichen Kaffee, ich hab allerdings ne Menge gegen Nestlé.)
Hauptsächlich gibts dort Chai, den wundervollen Gewürztee mit Milch und Zucker. (In den 80ern hab ich Chai als Yogi-Tee kennengelernt. Es gab ihn damals nur lose, und er wurde zubereitet, wie es sich gehört: Einen Esslöffel mit einem Liter Wasser ewig kochen, dann durch ein Sieb und viel Milch dazu. Ziemliche Sauerei. Ich nehm heute Teebeutel…)
Chai ist auch echt lecker.
Und manchmal gibts Kräutertee.
Und es gibt das übliche eklige Limozeugs, das es überall gibt.
Der Unterschied beim (süd?)indischen ekligen Limozeugs ist, dass auf allen Flaschen und Kästen von Sprite, Cola, Fanta etc. draufsteht „contains no fruit“ – enthält keine Frucht. Sollte hier auch eingeführt werden!

Dies ist leider das einzige Foto, das ich von so einer Aufschrift gemacht habe. Es ist ein sehr schlechtes Foto, das ich verfremdet habe, damit es so aussieht, als wär das so gewollt. X)

Ingwer Pops. Fällt was auf?
Nein, ich meine nicht die indische Freude an karierten Tischdecken.

Und es gibt Pops. In Kochi zumindest.

Ich muss kurz abschweifen zu Pops.

Pops ist eine lokale Limo-Marke. Es gibt Pops in vielen verschiedenen Farben und Geschmacksrichtungen, z.B. Orange, Limone und noch andere exotische Varianten, an die ich mich nicht mehr erinnere, weil ich nur eine Sorte konsumiert hab, und das OFT: Ginger – Ingwer. Die Ingwerlimo von Pops ist scharf. Und zwar richtig scharf.
Ginger Pops ist die beste Limo, die ich je getrunken habe. Ginger Life von Bio Zisch ist zwar ohne Zucker (wundervoll!) und bio, aber nicht annähernd so gelb und vor allem nicht annähernd so wunderbar scharf.
Das Lustigste und Schönste an Pops sind die Flaschen. Die haben nämlich keine eigenen Flaschen, sondern kleben einfach ihre Etiketten auf und füllen ihre Limo in die allgegenwärtigen leeren Flaschen eines großen, ekligen Limozeugsherstellers.

POPS – Ingwer und … Möhre?

Leider gibt es Pops, ganz anders als das allgenwärtige eklige Limozeugs, anscheinend nur in Kochi, und es ist eins der wenigen Dinge, die sich nicht im Internet finden lassen. Ich versuchs immer wieder. Vielleicht werde ich mal fündig, oder edle Südindienreisende schicken mir ein Care-Paket. (Tut auch Kaffee rein, und unbedingt Schokolade aus Ooty!)

Şalgam Suyu im ‚Istanbul‘ am Marktplatz. Fällt was auf?

Zum Glück lebe ich jetzt in Mannheim.
Zwar auch popsfreie Zone, wie fast die ganze Welt, aber hier gibt es türkischen Rübensaft, und der ist auch bisschen scharf und sehr lecker!
Wenn auch nicht gelb.

Ich bin abgeschwiffen. Es ging um Kaffee in Südindien.

Als ich dort nach für mich erstaunlich langer kaffeefreier Zeit in einem Lokal Kaffee auf der Karte fand, bestellte und bekam, war ich so entzückt, dass ich erst mal ein Foto davon gemacht habe:

Dieser Kaffee war lecker, weils irnzwie Kaffee war. Nescafé halt.

Und dann fanden wir ein Indian Coffee House. Mir schon deswegen sehr sympatisch, weil es sich dabei um ein sogenanntes Mitarbeiterunternehmen handelt, ein Co-op. Das heißt, das Unternehmen gehört den Mitarbeitern.
Und sie haben ganz wunderbares Essen.
Und die Kellner tragen ganz wundervolle Turbane.
UND sie haben ganz wunderbaren, köstlichen, duftenden, extrem säurearmen Kaffee, den besten Kaffee, den ich je hatte. Sie verkaufen den auch, superfein gemahlen in Beuteln, und ich habe reichlich mitgenommen. Natürlich ist er trotzdem seit Mitte 2013 alle, und seitdem suche ich nach einer Möglichkeit, solchen Kaffee zu bekommen.
Der von Black Bean geht in die Richtung und ist auch noch bio.

Wie ich grad der Black Bean-Website entnehme, hätte ich meinen Kaffee da auch per Mail bestellen können. Das wusste ich nicht, also hab ich Muttern losgeschickt. X)

Und deswegen hab ich heute ein Päckchen bekommen, und das ist doch schön.
Und die Kaffeepäcks , die drin waren, sind auch schön!

Das ist auch kein so tolles Foto. Aber Molly ist mit drauf. ♥

nach dem Flohmarkt ist immer noch nach dem Flohmarkt

Freitag hatten wir kein Internet, was wahrscheinlich ganz gut war. Es gab zu sichten und zu packen.
Abends haben wir Kisten runtergeschleppt und das Auto beladen. Wie beim letzten Flohmarkt auch ist Schnusel/Oger mit dem Auto zum Messplatz und hats am Rand geparkt.
Das letzte Mal haben wir den Platz bei unserem Auto nicht bekommen, weil wir erst kurz nach 5h aufgelaufen sind und da schon besetzt war. Also hieß es früh ins Bett, weil mitten in der Nacht aufstehen. Wir wurden vorm Weckerklingeln von Regengerpladder geweckt. Die Luft war heiß wie nach einem Saunaaufguss.
Um kurz vor 4 sind wir aufgestanden und waren um kurz nach 4 am Messplatz.
Der war schon belebt, viele Leute hatten mit noch zusammengeklappen Tischen und Stühlen ihre Plätze definiert.

4:36 h

Mit dem kleinen Mülleimer im Vordergrund haben wir unseren Claim abgesteckt, wir waren diesmal also früh genug dort.
Dann hieß es warten. Dösen, wach werden…
Dabei kommen mir so Überlegungen, dass man den Flohmarkt doch gleich nen Tag früher machen könnte, wenn doch eh alle so früh da sind… Man könnte überhaupt auf dem Platz ein Zelt hinstellen und so Wochen vorher mit dem Aufbau anfangen.
Derweil wurde immer mal wieder jemand von umherstreifenden Ordnern lautstark informiert, dass Aufbau erst ab 5h anfängt und alle vom Platz geworfen werden, wenn sich nicht daran gehalten wird.

4:44 h

5:22 h

Jo, dann ging der Flohmarkt los. Beim Aufbaun kommen immer gewisse Leute und fragen Sachen wie „Ham sie Elektrogeräte?“, „Ham Sie Schmuck?“
Ich muss sagen, wenn ich dann verpennt und leicht überfordert zwischen unausgepackten Kisten mit Kram stehe, trägt sowas nicht zu meiner guten Laune bei.
Klar, ich hab da hinten ganz unten in der Kiste die alte goldene Jugendstil-Tiara von meiner Oma, die puhl ich dir jetzt raus und überlass sie dir für 8.- €.
Das sag ich das nächste Mal.
Diesmal hab ich nur gesagt:
„Ich hab jetzt gar nichts, ich bau jetzt auf, der Verkauf hier hat noch nicht begonnen.“
Das aber nicht mit dem notwendigen Nachdruck, weil ich nicht unhöflich sein wollte. Man muss doch freundlich zur Kundschaft sein.
Ja von wegen!
Gosh, die gehn mir auf den Sack, die Geier vom Flohmarkt. Jaha, die gehören dazu. Und es gehört auch dazu, dass ich sie nicht mag.
Und ich habe gelernt, dass ich meine Flohmarktvorbereitung und mein Verhalten vor Ort darauf abstimmen muss.

Ich hatte z.B. eine Schachtel mit Bürokram hingestellt, den ich noch sortieren wollte. In Nullkommanix wühlten in dieser Schachtel drei Herren gleichzeitig drin und holten zielsicher zwei alte Kolbenfüller raus.
„Was wolln Sie dafür?“ fragt der eine.
„Fünf Euro“, sag ich schlaftrunken.
Der Typ schiebt mir nen 5 € Schein hin für den einen Füller, legt den andern wieder in die Schachtel, der andere Typ grabscht gierig danach, und da werd ich endlich bisschen wacher und sag „Stop. Ich verkauf die Füller nicht.“
„Was?“
„Hier sind die 5 Euro, her mit dem Füllern!“
„Aber- was wollen Sie denn dafür?“
„Heute gar nichts, ich mach mich erst Mal im Internet schlau, und dann, beim nächsten Flohmarkt sag ich Ihnen, was ich dafür will.“
Wie kleine Schuljungen geben mir die Herren meine Füller zurück und trollen sich. Streiten sich auch untereinander. Hätte der eine nicht so gierig gegrabscht, hätte ichs nicht gemerkt.
Und wie die Geier kamen der eine und der andere und der dritte im Laufe des Vormittags doch immer wieder vorbei und fragten nach den Füllern.

Ich hab die Füller dann später doch verkauft. Den einen wirklich für 5.-€, er war nix Besonderes. Den andern für 50.- €. An einen von den drei Herren, der mir sagte, worum es sich dabei handelte und was er wert sei, wenn ich im Internet gucke. 80.- Ich habe ihm das geglaubt. Er hat nen sehr guten Preis bekommen. Und ich hab 50.- € und wieder ein kleines Dings weiter, das ich nicht brauche und nicht mehr haben wollte.
An eine Privatperson hätte ich den Füller nicht für 50.- verkaufen können. Er gehört auch gereinigt, er war in keinem tollen Zustand. Für mich ist das oke mit den 50.-€, für den Händler auch, so soll es sein.
Aber.
Ich hab dem Käufer freundlich gesagt, dass ich das nicht oke finde, Unwissende mit Dumpingpreisen zu betrügen. Er sagte grinsend, ich hätte mich ja vorher informieren können.
Jo…
Und drauf zu geiern, dass Leute nicht informiert sind, das find ich nicht in Ordnung.
Und frühmorgens, voll verpennt, will ich nicht von Geiern belästigt werden.

Das war mir also eine Lehre.
Das nächste Mal wenn ich aufbaue, werde ich alle wegschicken. Die kommen schon wieder. Die mit den Füllern waren die krassesten, es kamen viele andere auch und haben mich irritiert und gestört.
Wenn mein Verkauf erst um 7 anfängt, ist das mir früh genug. Vorher will ich meine Ruhe und den Stand hübsch machen.
Unser Stand war nämlich ganz schön üselig.

Also: Geier wegschicken und besser vorbereitet sein.

Hier, der Vollständigkeit halber, ein Bild von unserem üseligen Stand.

8:22 h

Es hat dann auch übern Tag mal geregnet, wir haben in Windeseile Klamotten und CDs ins Auto gehäuft. Dann wurds wieder heiß, Zeug wieder raus – Es war ein langer Tag, und am Ende hatten wir nicht das Gefühl, dass es weniger Sachen geworden wären. Das zeigt, wie schlecht wir eingepackt haben. Wir waren beide unglaublich müde, wir konntens nicht besser.

Das Zeugs ist jetzt alles noch im Auto, der Oger ist beim Sport, und wenn er wieder kommt tragen wir alles rauf, sortieren bisschen, verstauens aufm Dachboden, und dann wird geputzt. Und dann ist SCHICHT!

Der Mond nimmt wieder zu und ich habe viel viel zu tun die kommende Woche. Davon will ich jetzt nichts erzählen. Heute Flohmarktzeugs wegräumen und putzen. Das genügt!

P.S. Die Trommel auf dem Bild oben hat ein schönes neues Zuhause bekommen. Und das OM-Ensemble auch.

Die Suche nach dem dritten Bild führt zu Abgeschweife

Bild von ner Tasse.

Es scheint, wir konnten zwei der drei Bilder indentifizieren. Es war wohl doch eines aus Drei Bilder, das in der Mitte mit der Tasse. Dann das erste von gestern. Nur das dritte Bild ist uns immer noch ein Rätsel.
Mir vor allem. Vielleicht wars ja das schwarz-weiß Bild der blassgelben Thermoskannenplastiktasse im Johannisbrotbaum, in dem wir einen Urlaub lang auf Mallorca ne Menge Zeit verbacht haben.
Weia, ist das lange her! Gingen wir da noch zur Schule?

Das Bild hab ich damals noch analog hergestellt, und ich habs nicht gescannt.

Auf Mallorca waren wir, weil mein Vater fand, er muss dort ein Haus kaufen. Inzwischen haben er und seine Frau viel schöne Zeit dort verbracht, also hat es sich gelohnt, mit dem Haus.
Für mich ist das nichts. Ich mag das viele Fliegen nicht, und da die kleine Finka ziemlich tief im Festland und einigermaßen weit weg vom nächsten Ort ist
und weil ich nicht autofahren kann
und weil der Weg zum nächsten Ort eine fiese Steigung raufführt, was bei Hitze mit dem Fahrrad auch nicht schön ist-

– von dieser Steigung, die auf dem Heimweg eine rasante Abfahrt ist, die ich eines nachts hackedicht vom grässlichen San Miguel mit dem Rad bewältigen zu müssen glaubte –
von dieser Steigung und jener hackedichten Abfahrt habe ich heute noch Narben an der Oberlippe.

Das war schmerzhaft. Ich wurde am nächsten Tag nach Palma ins Krankenhaus gefahren, dort warteten wir sehr sehr sehr lange, dann bekam ich viel Vaseline auf die Lippe geschmiert und dann hieß es Warten aufs Abschwellen. Immer, wenn ich zu der Zeit in den Spiegel geuckt hab, dachte ich An wen erinnert mich das?!?
Bis ich endlich drauf kam: ich sah aus, wie eine von Ralf Königs Figuren.

Das war auch in dem einen Urlaub mit Lady of the Dan. Insgesamt war das ein sehr schöner Urlaub, wir haben eine Eismaschine gefunden und das beste Schokoladeneis der Welt gemacht. Gosh, das hat Strom gekostet…
Jedenfalls hab ich keine gescannten Fots von damals – auch ein Projekt für den Moment, da ich hier mein eigenes Zimmer habe. Das wird geschehen, wenn wir den Dachboden fit haben, damit wir dort unser Bett hinstellen können. Ich warte auf die Ferien, wenn der Oger mehr Zeit hat.
Wir haben quasi eben erst ein neues Fenster dort eingebaut bekommen (darauf haben wir lange gewartet), jetzt muss gestrichen und hübsch gemacht werden, und dann müssen wir gucken, wie wir das Bett da hoch bekommen.
Eya… Damit das hier nicht ganz ohne Bild bleibt:
Ein Bild hab ich von Mallorca, das hab ich mit Füllern von einem meiner Fotos abgezeichnet.

Ich glaub, die Straße war in echt nicht so gelb… X)