VetchDeck

Regen- und Laberschwall

Etwas ist aufgebrochen und ich hab das Gefühl, meine ungeplante Blogpause neigt sich dem Ende zu. Ich hab wieder Lust, zu schreiben.

Passend dazu gabs hier grad ein heftiges Gewitter – ENDLICH – und es ist krass abgekühlt. Das ist GUT. Die letzte Nacht war grausam. Wir schlafen unterm Dach, wo sich die Wärme sammelt, und wir können das Dachfenster nur einen Spalt auflassen, weil sonst Molly-Katze über die Dächer streift. Was ich ihr so gönnen würde, das ist doch was, das Katzen tun: Über die Dächer streifen.

Ich war eben auf dem Balkon und hab Fotos gemacht, einfach nur Fotos vom Regen, weil der so SCHÖN ist, und wie ich mir die grad anguck, muss ich lachen. Da kann ich die nächste Krähenkarte für’s VetchDeck draus machen.

Brennessel

Letztes Jahr wuchs in einem unserer Blumenkästen auf dem Balkon aus eigenem Antrieb eine Brennessel. Sie ist auch gut übern Winter gekommen, und bei unserer Kästen-Saubermach und Neu-Besäh-Aktion neulich habe ich sie verteidigt. Es geht ihr also weiterhin gut, sie wird immer größer. Neben ihr hab ich die Duftgeranie freigelassen, die allerdings demnächst noch mal umgezogen wird, denn neben der Brennessel wird sie wahrscheinlich sehr bald zu wenig Raum haben.

Ich mag Brennesseln, schon als Kind mochte ich sie, bzw. ich hatte großen Respekt vor ihnen. Ich hatte das Gefühl, die Brennessel ist ehrfurchgebietend und verdient Achtung und Respekt, weil sie viel mehr weiß als ich.

Das hab ich oft gedacht als Kind, auch über die Erwachsenen. Das hat sich sehr geändert, diese Einstellung, also, vielen Erwachsenen gegenüber. Brennesseln achte ich nach wie vor uneingeschränkt.
Ich hab dann später auch rausbekommen, dass sie mich gar nicht immer stechen. Ich kann sie tatsächlich über und unter den Blättern streicheln.   Nur, wenn ich unachtsam bin, bekomme ich eins von ihr gewischt.

Brennesseln sind mit uns Menschen verbunden, sie folgen uns und wuchern über unsere Ruinen.
Brennesseljauche ist ein hervorragender Dünger. Das hab ich immer wieder gehört und gelesen und dies Jahr werde ich das selber ausprobieren.
Sie ist auch ein sehr eiweißreiches (!) Gemüse, und enthält – unter anderem – richtig viel Vitamin C. Das wird dies Jahr auch ausprobiert, Suppe und so. Rezepte gibts ja genug im Netz.

(Es hagelt! Ja krass!)

In den Mannheimer Orakelkarten gibts auch eine BRENNESSEL, und um mir selber die Bedeutung dieser Karte ein bisschen klarer zu machen, habe ich eben auf YouTube einen längeren Film angeguckt.

Darin habe ich zum erst Mal vom französischen Brennessel-Krieg erfahren. Das Herstellen, Verwenden und sogar die Weitergabe des Rezeptes von Brennessel-Jauche stand unter Strafe. Das war 1753 —

Achnee, das war 2006. Man wollte unterbinden, dass unerforschte, giftige Substanzen den Boden und das Grundwasser verseuchen. „Erst mit der Verordnung vom 18. April 2011 mit dem Titel ‚Genehmigung des Inverkehrbringens von hausgemachter Brennnessel-Jauche zur Verwendung im Pflanzenschutz‘ wurde der Gebrauch wieder legalisiert.“ (Wikipedia)

 

edit: Statt Kommentare zu dem Jauche-Verbot lieber das hier:

 

 

Update update, update MA OK, update Praxis, update Plastikfrei

Alles hat wunderbar geklappt mit der Neuinstallation. Ich habe mich selbst überrascht mit hervorragendem Bäckup. Ich habe diesmal nicht ALLES einfach kopiert, sondern ausgewählt, und dann war tatsächlich alles dabei, was ich zum Wiedereinrichten gebraucht habe, sogar meine selbstgemachten Gimp-Pinsel, die ich gar nicht aufm Schirm hatte. Trotzdem hab ich ‚zufällig‘ den Not-wendigen Ordner kopiert. Ich sorge für mich, wie schön.

Ich bin jetzt also wieder mit Kabel online, brauch kein W-LAN mehr, und das neue Linux-Mint kann auch einiges mehr als das alte. Bin froh, war höchste Zeit.

Ist trotzdem noch viel Arbeit, und ich bin auch noch nicht fertig.

Vorläufig fertig dagegen bin ich mit den MA OK. Achtundsechzig Stück.



(Das sind 71 Karten und ein Rücken. Die Überzähligen sind die 3 Krähen, die erst ins Spiel kommen, wenn die KRÄHENKARTE gezogen wurde.)

Ich bin immer noch nicht sicher über einige Karten. Ob sie bleiben oder ersetzt werden, wird die Praxis zeigen.

Außerdem sind einige Karten nicht von mir, sondern (ganz wundervolle) Designs anderer Leute. Dazu gehören ELEFANT (war auf einer Streichholzschachtel, die ich in Indien auf dem Boden gefunden habe), KERYKEION (ein Sufi-Symbol, interessanterweise), KOSMOPOLIS (eine Postkarte des Symbolismus, 1909, und ich weiß den Namen des Künstlers nicht, ARGH! Hinweise erbeten!) ENCOUNTER ist auch grenzwertig; das Foto ist von mir, das wundervolle Logo natürlich nicht.

Jo, und encounter – Begegnung – steht mir bevor, und es fühlt sich ungefähr so gruslich an, wie das Bild auf der Karte nahelegt… Ich habe mir selbst versprochen, dass ich Kartenlege-Praxis erwerbe, indem ich es per Aushang anbiete. Das KlientInnen-Treffen und Kartenlegen muss dann im Café geschehen, hier daheim geht es nicht.
Ich hätte eigentlich schon längst Aushänge machen sollen. Ich hab ANGST, das ist die Wahrheit. „Angst“ ist hier am Blog einer der fetteren Tägs. Ja, klar. ARGH. Wo soll ich die Aushänge hinhängen? Was ist, wenn jemand anruft?!?
(Ich machs auch online, übrigens. Bloß, für’s Geschäft ists bestimmt besser, wenn die Leuts meinen Blog nicht kennen und nicht ahnen, was ich für ne ängstliche Wurst bin. )

Eya. Ich habs mir versprochen, ich habs hier angekündigt… Möge das alles helfen, damit ichs dann auch mache. Vielleicht, jetzt so kurz  vorm Vollmond schaff ichs nicht mehr… vielleicht sollte ich warten, bis der Mond wieder zunimmt. Vielleicht sollte ich mir selbst in den Arsch treten, pardon my Klatchian! FLIEG!

Okeee. Hust.

Noch ein kurzes Update re Weltrettung. Noch mal HUST. Trotzdem ist es mir eine Freude, zu verkünden, dass ich meinen Gefährten angesteckt habe und er jetzt – in manchen Dingen – päpstlicher als der Papst ist. Wir kaufen Gemüse fast nur noch bio, nur noch lose, meist auf dem Wochenmarkt. Käse beim Käsestand direkt in den mitgebrachten Döppen. Gestern war ich in einem türkischen (nicht-bio) Laden und kaufte die besten eingelegte Peperonis der Stadt und diese wundervollen kleinen grünen länglichen Paprikas. Im Gegensatz zu leider bis jetzt allen deutschen Supermärken, wo wir gefragt haben, bio oder nicht, war der Besitzer froh, mir die Ware in die mitgebrachte Papiertüte bzw. den Glasdöppen einzufüllen.
Mein Lieblingskaffeeladen, StarCoffee, der einzige, wo ich noch hingehe, gibt ihren Kunden den Togo-Kaffe um 50 ct. billiger, wenn sie ihre eigenen Becher mitbringen.

Insgesamt muss ich sagen: Es geht besser als ich dachte. Weiter, weiter. Demnächst nach HD, um den dortigen plastikfreien Laden zu besuchen. (In München hab ichs nicht geschaftt… 😛 Da hätte ich sowieso nur geguckt und nicht viel gekauft.)
Und ich will auch unbedingt nach KA, da gibts, sagt Sòlveig, auch so einen Laden. Warum nicht hier?!?

Jo, und jetzt muss ich Genogramm (Familienstammbaum) machen, für den Unterricht morgen, SystemischeVerfahren. Das ist KOMPLIZIERT! Verschachtelt, verworren. Vielleicht sollte ich lieber den Kartenlege-Aushang…

ARRRGH!

Das Gekrähe geht dann auch wieder weg…

…grad kams halt über mich.

Neues von den MAOK – den Mannheimer Orakelkarten. Hehe. Ich habe angefangen, Bedeutungen aufzuschreiben. Hab schon wenige Zeilen zu sage und schreibe vier (4!!!!) Karten getippt. Es ist, so weit ich das sehe, keine dabei, die ich hier vorgestellt hätte…

Ich mach das so: ich ziehe seit vorgestern jeden Tag eine Karte, als Tagesorakel, und zu deren Bedeutung schreib ich dann einen kleinen Post in mein Board. Also möglichst mindestens eine pro Tag, manchmal auch mehr.  Mit der Zeit wird das vollständig. Wen’s interessiert: MAOK : KWB (Auch zu erreichen oben über VETCHDECK).

Feedbäck und Fragen willkommen.

weiterhin live aus der Orakelkartenfabrik

…ich brabbel hier so vor mich hin…

Meine Laminierfolien sind mit der 60. Karte ausgegangen, und die Größe, die ich bräuchte, habe ich nicht kaufen können. Jetzt habe ich etwas Kleinere und muss wieder von vorne anfangen mit dem Deck: ausdrucken, ausschneiden und laminieren, damit die neuen Karten zu den alten passen.

Das ist schon oke so, die Rückseiten der Karten, die ich habe, sind nicht einheitlich, manche Karten musste ich noch mal verbessern und jetzt noch mal neu ausdrucken, andere will ich gar nicht mehr. Das erste 60-Karten-Deck, das wird auch ein schönes Zuhause finden. Und wenn ich die Karten einzeln fürn Euro als Lesezeichen verkaufe… (Das kann ich versuchen, hehe. Wahrscheinlich werde ich sie selber verwenden und an FreundInnen und Verwandtschaft verschenken.)

Eben habe ich den ersten Bogen für die neuen Laminierfolien ausgedruckt. Mit dabei das PERISKOP aus dem Beitrag vorher, mit dem ich sehr zufrieden bin. Die andern  Motive – außer der Krähen – werde ich so nicht verwenden. Die BRANDUNG find ich an sich gut, aber das Foto nicht.

Beim Auschneiden wurde mir klar, wie ich das mit den Krähenkarten mache. Die Karte mit den vielen KRÄHEN kommt ins Deck, und wenn sie in einer Legung auftaucht, dann kommen die andern drei Krähenkarten ins Spiel: aus ihnen wird entweder eine Krähe ausgesucht oder gezogen.

ODER

Ich lass das mit der Kräheninvasion und entscheide mich für eine einzige – das wird dann walk . An der hängt mein Herz, ich kanns nicht ändern, auch wenn die meisten (auch mein Gefährte) die andere besser finden. Und die andern Krähenkarten fliegen dann raus und machen Karriere als Lesezeichen oder Maskottchen oder so.

Ich hab da nämlich noch eine Vogelkarte, die der KRÄHENkarte optisch ähnelt (bloß isse bisschen schöner) und an der ich auch sehr hänge.

Hachja. Alles nich so einfach.

Krähen, überall Krähen!

Ich hab heute Fotos von meiner Reise nach San Diego angeguckt (2010 war das) weil ich wusste, dass da eine nette fliegende Krähe dabei ist. Dabei haben sich mir noch andere Motive aufgedrängt, und nu hab ich auf die Schnelle noch paar Karten gemacht, von denen ich keine Ahnung habe, ob sie mir gefallen. Ich hab sie aus Feez gemacht, ohne, dass ich sie ernsthaft ins Deck tun wollte. Und nu habe  ich so eine Ahnung, dass davon doch welche ins Deck kommen. Dann muss ich allerdings bei einigen noch mal drüber mit der Bildbearbeitung.

Hier mal zum Angucken. Ihr dürft meckern.  In den meisten Karten dieses Beitrags steckt weder viel Mühe noch besonders Herzblut… Trotzdem kanns sein, dass sie funktionieren. Ich wurde ja schon öfters überrascht von meinen Karten.



Die letzte Karte kommt auf jeden Fall ins Deck, dann hab ich, wie in den Kommentaren des vorherigen Beitrags angekündigt, 3 Krähen-Karten. Kleister Crowley hat 3 Magier, ich hab 3 Krähen. Yöh!
(Und wenn ich die Karte davor auch noch reintu, dann hab ich VIER Krähenkarten, und Kleister kanns nicht mehr toppen, harhar. Naja, vielleicht doch, wenn ihn wer channelt. Aber ich hab 23 Krähen, insgesamt. HAH!)

Eya… in der Orakelkartenfabrik.

Mannheimer Orakelkarten

So nenne ich jetzt die Karten, die ich zur Zeit mache.

Was ein griffiger, peppiger Name.

Naja, ich finds, zur Zeit jedenfalls, griffiger als VetchDeck. Wobei nur sehr wenige Karten Motive haben, die aus Mannheim sind. Ich nenne es jetzt mal so, weil es hier entsteht, und weil damit die Anzahl der Karten klar ist: Sechs-Acht! Achtundsechzig Karten.

Sechzig davon sind fertig, allerdings werden einige wieder rausfliegen. Hier und jetzt bitte ich um Kommentare wg. der Karte KRÄHE. Ich hab zwei Versionen. Die eine find ich superniedlich, die andere bedrohlicher und auch stimmiger. Die war meine erste Wahl, und dann stakste mir die Zweite dazu. Welche würdet ihr – ganz spontan, ohne groß nachzudenken – auswählen fürs Orakeldeck?

(Es ist beides dieselbe Krähe, einmal beim Krähen und einmal beim Staksen. )