Wasser holen & Ecken auskehren

Widrigkeiten

Heh, die Tage hab ich noch gedacht, ich bin zur Zeit so im Reinen mit allem, so zuversichtlich und vertrauensvoll und froh unter allem― Da kommt doch bestimmt demnächst ein Dämpfer. Ist doch immer so.

Wobei ich so ne Ahnung habe, dass diese Dämpfer nicht kommen müssen, sondern nur kommen, wenn ich mit ihnen rechne, weil in mir ein Programm von Schuldgefühlen losgeht und mir ins Ohr flüstert: „Dir gehts zu gut! Das darf nicht sein! Du brauchst einen Dämpfer!“

Und solange ich das glaube, solange bekomme ich Dämpfer.

Prompt nachdem ich das gedacht habe, die Tage, begegnen mir nervige Widrigkeiten. Wenn ich unachtsam bin und mich verhalte wie immer, lasse ich sie manchmal andocken und was auslösen. Damit blähe ich sie weiter auf.
Bis ichs merke.
Dann muss ich die Luft rauslassen. Indem ich mich abwende, sie sein lasse und mich dem Wesentlichen, Naheliegenden zuwende.

Das färbt die Wahrnehmung, dabei übersehe ich dann fast – nur fast! – was mich alles nicht aus der Balance wirft. Viele Dinge geschehen zur Zeit, die sonst immer zu lang wirkender, realitätsdefinierender Niedergeschlagenheit geführt hätten. Nicht mehr!

Und das Merken und Luftrauslassen klappt auch viel besser als immer.
Immer ist vorbei!

Ich habe heute süße Pöppel mit einem Hauch Pfefferminzöl gemacht. Erstaunlich lecker.

Ich war heute auch bei der Post, ziemlich spät am Tag, und mein Päckchen wurde nicht genommen, weil das Format nicht ging. Das heißt, der Gang war umsonst. Muss ich morgen noch mal hin.

Wieder eine kleine blöde Widrigkeit.

So bin ich unverrichteter Dinge wieder heimgegangen. Über der Schule, an der ich auf dem Weg vorbeikam, kreiste ein riesiger Schwarm Krähen und Dohlen. Was ein Lärm, was für ein Anblick!

Und der Himmel, violett und grau und blassblau und leuchtendes Orange.

Widrigkeiten? Was für Widrigkeiten? Was sind Widrigkeiten?

Brainstorm nach dem ersten MondMeeting

Hier mein Mondblümchen
(Muss niemand lesen, bloß ich muss es schreiben.)

Hab mich gefreut, hier zu einer andern Mondmedi zu lesen:
Dunkelmond im März – Morgenstern´s Abenddämmerung
Schöne inspirierende Anrufung an Cerridwen, für mich berührend und stimmig.

Ausgelöst wurde mein Entschluss, diesen MondRing (für den ich noch einen schönen Namen suche) ins Leben zu rufen, durch Beschäftigung mit dem Thema Vertrauen, wo ich es finde und wie ich ihm folge.

Angestoßen, das zu tun, wurde ich durch den ganzen Input, der in der letzten Zeit zu mir gekommen ist.
Der Input kam durch wunderbaren Unterricht in der HPΨ Schule zu Humanistischen Therapiemethoden, speziell zu Gestalttherapie (bin schon lange ein Fän vom alten Fritz [Perls]), Bioenergetik und Logotherapie.
Durch Blogbeiträge hier.
Dann kam ein Link zu einem Video von Derek Sivers, das uns hier begeistert und inspiriert hat. Im Zuge des Weiterlesens berührte mich Why I don’t want Stuff und ein wichtiges Werkzeug wurde beschrieben, der innere Kompass.

Gut Compass

Schlicht auf deutsch: Wenn die Vorstellung einer Sache dich begeistert: Tu es. Wenn die Vorstellung dich aussaugt, dich müde und kraftlos werden lässt: Lass es!

Da geht es natürlich nicht darum, nur noch aufregende Sachen zu machen. Wasser holen und Ecken auskehren ist immer.

Es geht darum, von andern nur noch das anzunehmen, was uns begeistert. Sich auf nichts mehr einzulassen, das uns nicht entspricht. Und das spüren wir, indem wir auf unseren inneren Kompass achten. (Dazu passt wunderbar der grad eingetroffene neue Artikel Wie die Blumen auf einer Wiese | Leben im Wandel)
Zur Begeisterung, auf die unser innerer Kompass reagiert:
Sie kommt auf, wenn wir auf etwas für uns Sinnvolles anspringen.
Diese Begeisterung fühlt sich befreiend an und aufregend. Nicht zu verwechseln mit Gier und ‚Bock auf‘ und sowas.
Dazu passt etwas, das ich in meinem Lehrbrief gelesen hab, ich gebs so gut ich kann in meinen Worten wieder:

Viktor E. Frankl (Logotherapie) stuft das Streben nach Lust als pathologisch ein. Symptom für einen Mangel an Sinn.

Der Wille zur Lust tritt erst dann auf den Plan,
wenn der Mensch in seinem Willen zum Sinn leer ausgeht.

Sinnvolles Handeln bringt immer Lust mit sich, sagt er, sie sei aber nicht der Grund, nicht der Antrieb.

In Wirklichkeit ist Lust nicht das Ziel unserer Strebungen,
sondern die Folge ihrer Erfüllung.

Während der Mondmedizeit – Mondzeit… im MondRing… während der 9 Stunden halt
hab ich ein I Ging geworfen, und ich war voller Vertrauen, dass ichs annehme oder nicht, je nachdem, wie’s mir in den Kram passt. Und dass ich ganz sicher nur eins werfe.

Es kam 18 Die Arbeit am Verdorbenen / Die Ursachen des Niedergangs beseitigen (3) und wurde, ich musste verschämt lachen, zu 4 Die Jugendtorheit. Du schon wieder!

Dabei fand ich u.A. bemerkenswert:

☯ „Nicht nach Ergebnissen Ausschau halten, wenn die Arbeit getan wird.“ Passt zur Mondmedi.
☯ Das Große Wasser zu durchqueren ist die Arbeit, die wir leisten, wenn wir uns von der Realität des kollektiven Egos frei machen.
Also wenn wir unserem inneren Kompass folgen, übersetz ich mir.
Wenn wir und auf diesen Weg machen, werden wir unterstützt.

Dazu habe auch andere geschrieben, eine hat dieses Video gepostet:

Dann kam ich andernorts dazu, noch eine Erklärung zum MondRing zu schreiben, bei der mir selber was bewusst wurde:

Die Anregung zum Spüren, was grad ist und das abgeben habe ich dazu getan, weil das immer möglich ist. Das kann ganz schnell ganz tief gehen und ist eine Form der Zentrierung und Reinigung.
Zentrierung und Reinigung halte ich persönlich – bei aller Freiheit – angemessen zu solchen Anlässen.
Also, ich seh das so: je aufrichtiger, desto leichter der Zugang zum Netz.

Jo. Soweit. 🙂 Neue Themen kommen, das Thema Achtsamkeit macht sich hier bei mir aufdringlich bemerkbar… Und auch Überlegungen zum „Des vom Vater Verdorbenen“ und Schuldgefühlen (I Ging). In der HPΨ Schule mit Systemischen Therapien angefangen. Und zu Bioenergetik will ich noch was schreiben.

Demnächs~  Jetzt ein Song für Hermes – Tales of an Urban Priestess

Lala lala lalalala

Vertrauen bedeutet für mein Leben…

Puh. Komme grad vom heutigen Wörkschop zurück. Thema waren die humanistischen Therapiemethoden, die wir in drei Unterrichtseinheiten durchgenommen hatten. Gestalttherapie, Bioenergetik und zuletzt Logotherapie und Existenzanalyse.

Heute haben wir eine Eingangsübung gemacht. Entspannung, Visualisieren, mit einem Begriff zurückkommen. -> Mit einen Phänomen. Meins war „Vertrauen“.

Dann haben wirs in einer Partnerübung besprochen, dann haben wirs in einer Partnerübung modelliert: eine Körperhaltung finden, die sich zum Phänomen passend anfühlt.

So üben wir mit dem Verstand und mit dem Empfinden (Köper), dem Phänomen auf die Spur zu kommen.

Dann haben wirs gemalt. Dann wurden die Bilder aufgehängt, mit einem Din A 4 Blatt darunter, auf das die anderen möglichst mit nur einem Wort schreiben sollten, was das Bild in ihnen auslöst.

Und dann sollten wir eine Geschichte schreiben mit der Überschrift [Mein Phänomen] bedeutet für mein Leben…, in der alle Begriffe, die die andern zu unserem Bild geschrieben hatten, vorkommen sollten.

Ich hatte im Verlauf dieses Workshops reichlich Gelegenheit, Vertrauen zu üben. Es gab ein paar Fügungen, wegen derer ich normalerweise schrecklich gehadert hätte. Nu will ich ja gar nicht normal sein, sondern heil, also habe ich geübt, mich vertrauensvoll der Herausforderung zu stellen und davon auszugehen, dass mir das Universum und seine BewohnerInnen nicht feindlich gesonnen sind… Ich habe auch Vertrauen geübt, als ich das Bild gemalt hab. Dass ich genug Zeit habe, fertig zu malen. Und das es nicht schön oder gut sein muss. Ich wollte, dass es vollständig ist, und fertig, und das wars.

Das Schreiben der Geschichte – bei mir eher eine Art Gedicht – entlang der Begriffe, die ich dann auf meinem Blatt fand, das war TOLL. Ein Puzzle zusammensetzen. Die Begriffe waren:

Fröhliches Dorf ~ Paradies ~ kindliche Freude / Kindheit erleben! ~ Fröhlich in der Natur leben ~ zu Hause ~ Leben in vollen Zügen ~ Märchenland ~ Kindheitsphantasie ~ schillerndes Leben ~ pralles Leben ~ Familie ~ bunt ~ Farbe ~ Träume ~ Idylle ~ Wohnmöglichkeit.

Ich glaub, ich habe doch paar Begriffe ausgelassen… Sie haben mich ausnahmslos alle berührt, und ich könnte wirklich oh tief und viel dazu schreiben. Dazu war die Zeit nicht. Hier das, was ausgelöst durch den ganzen Input dieser Tage und durch die Begriffe zum geschriebenen Text wurde.

 
Vertrauen bedeutet für mein Leben…

aus meinem inneren Märchenland
heraus aus dem verlorenen Paradies
das ich nur ahnen konnte.

In warmer Sonne, Gräserduft und Staub der Straße –
das zieht mich heraus aus der Kindheitsphantasie
dieses Sehen
hinein ins pralle Leben
ins schillernde Leben
ins Leben

in die Wirklichkeit

Keine Idylle – Idyllen sind schal und leer
meine Träume lassen mich erschöpft zurück
ich seh keine Wohnmöglichkeit für sie in der Realität

So verlasse ich die Familie
ich will Farben, ich will es bunt in der Welt
und fröhlich in der Natur zu leben
war mir nie gegeben
in den grauen Städten,
die bis zum Horzont reichen.

Das sind Realitäten.
NICHT die Wirklichkeit.

Kein fröhliches Dorf
nicht zuhause
nirgendwo

lebe ich doch in vollen Zügen
an den Rändern
wo es funkelt
wo die Wirklichkeit dräut und lockt

dort will ich sein

lebendige Heimat
nicht ortsgebunden
nur ans Hier
im Jetzt

SEIN

Vertrauen, dass ich finde
dass ich habe und bin:
lebendige Heimat
und so viel mehr
als ich mir hier&jetzt
vorstellen kann.

 

 
Jo, zu mehr bin ich hier&jetzt nicht imstande. Ich werde mehr zu Logotherapie schreiben. Zur passenden Zeit.

Das war schöner Unterricht, voller Wunder. Danke!

 

 

Eustress

Samstag hatte ich Schule, Sonntag war Putztag, gestern und heute wieder Schule. Das ist wenig im Vergleich zu 5 Tage Schule oder gar Arbeit, aber ich bins nicht mehr gewöhnt. Ich war HEILFROH, als ich heute aus der Schule kam und wusste: morgen hab ich frei. Ich hab angefangen, den Blogbeitrag zu schreiben, den ich seit Wochen schreiben will – einen davon – und dann kam Schnusel von der Arbeit und hatte ganz viel zu erzählen. Wir hatten so viele intensive, erhellende, ich würd sogar sagen: transformierende Gespräche. Heute auch wieder, aber es kam mitten in mein Artikelschreiben (es war ca 14:39 Uhr) und ging bis eben (20 Uhr).

Und jetzt kann ich nicht mehr, und mein Schnusel hat auch festgestellt, dass er sehr erschöpft ist.
Im Gegensatz zu mir hat er jede Woche 5 Tage Arbeit, dazu immer, immer Hausaufgaben. Und wir haben eben festgestellt, dass die Weihnachtsferien schön waren, auch erstaunlich reläxt. Und auch sehr anstrengend: intensiv, erhellend, vollgestopft. Wir waren in Köln, München und der Pfalz. Wir haben dabei viel erkannt über unsere Familien, viel besprochen, geklärt, verändert (erst mal innerlich, an unserer Haltung; das hat unweigerlich Folgen im Außen). Dazu Input, jede Menge Input, von Alan Moore bis Hagen Rether.
Wir hatten Eustress, würd ich sagen. Anstrengend wars allemal.
Die Ferien sind vorbei und wir müssen wieder auftanken… Und der Input möchte verarbeitet, geerdet werden.

Nu hab ich heute wieder nicht den Artikel geschrieben, den ich vorhatte, und jetzt bin ich zu müde. So hab ich beschlossen, dass Zeit zum Für-Sich-Sorgen ist. Das, was mir im Kopf und Herz rumschwirrt, das mag sich setzen, ich will Vertrauen üben. Ich möchts ja schon seit Tagen – achwas, Wochen – ordnen und davon erzählen, und ich muss feststellen, dass es noch nicht so weit ist. Also lass ich den Plan los und tu das Naheliegende. Das Naheliegende jetzt ist heiß duschen und vorher noch der Welt – naja, meiner riesigen LeserInnenschaft erzählen, was ich als Hauptübungstechniken, Methoden, Werkzeuge zur Rettung der Welt und des eigenen Wohlbefindens fürderhin anwenden will:

~  NICHT WERTEN  ~
~  DAS NAHELIEGENDE TUN  ~
~  LOSLASSEN  ~
~  VERTRAUEN  ~

 
Jut.

Bis morgen. Ich hab Vertrauen, dass ich morgen den Artikel schreibe. So toll wird der eh nicht, aber ich habs mir vorgenommen, und was ich mir vornehme, das muss ich machen


Das Bild hab ich eben in einem Ordner gefunden. Scheint, ich hab das gemacht, Ende letzten Jahres.
Seltsam. Grad gefällts mir, drum tu ichs hier rein.

Goldgelb

Getting out of a bad Place

Goldgelb ist heilsam für mich.

Ich wollt gestern darüber schreiben, was ich tu, um mich aus dem Loch zu holen. Und dann fügten sich die Dinge so, dass ich gestern sehr wenig für mich tun konnte, und darüber schreiben konnte ich schon gar nicht. Gestern war ein überaus unerfreulicher, zehrender, leidvoller Tag.
Das einzige, das ich gestern für mich tun konnte: Ich habe ein Buch abgeholt, das ich Montag kurzentschlossen in einer sehr netten Buchhandlung bestellt hatte.

Das Buch heißt „I Ging – Das kosmische Orakel“ von Carol K. Anthony und Hanna Moog. Carol K. Anthony durfte ich mal im Rahmen eines Seminares in der HAGIA kennenlernen. Das ist viele Jahre her, und sie hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.
Ich habe gestern Abend begonnen, mit dem Buch zu arbeiten, und ich finde es schon jetzt hilfreich und heilsam.

Ich bin ja keine Freundin von Frust-Konsum, ich glaube nicht, dass ein neues paar Schuhe gegen Depressionen hilft. Um eins dieser öden Frauen-Klischees zu bemühen. Es hilft auch nicht, bei jeder Downphase ein neues Eso-Buch zu kaufen.

Andererseits: Sich was Schönes schenken kann heilsame Wirkung haben. Ich bin in der Regel ziemlich geizig, das Buch war teuer, und ich fand, ich tu mir jetzt was Gutes, weil – naja, weil ich mirs wert bin. Das ist eine Form der Wertschätzung meiner Selbst.

Dazu kommt, dass es ein Buch ist, das mich dazu auffordert, heiler zu sein und mir Techniken dazu anbietet. Ein Wirkbuch, etwas zu TUN.

Denn das Heilsame ist genauso selbstverstärkend wie das Schlimme. Sobald ich mal angefangen habe, bisschen für mich zu sorgen, bekommt das eine Eigendynamik, die mich weiterträgt.

Montags hatte ich schon eine Reinigungsdusche zelebriert. Das war mir ein Bedürfnis, weil ich das Gefühl hatte, in meiner schwarzen Stimmung und Verzweiflung habe ich ‚in die falsche Richtung gerufen‘ (wie’s eine befreundete Heilerin mal formuliert hat).
Ja, ich hatte das Bedürfnis nach Reinigung.

Dazu habe ich mir eine gräuliche Paste angerührt mit Zitronensaft, Natron, Lava-Erde, so ca. 3 Tropfen ätherischer Öle und der Bachblüte Crab Apple.
Der Zitronensaft und das Natron haben die Pampe wunderbar schaumig gemacht, die Öle haben für wirksamen Wohlduft gesorgt, das heiße Wasser tat SO gut.

Ich habe absichtlich nicht hingeschrieben, welche Düfte ich verwendet habe. Es waren Düfte, die ich schon lange liebe.
Es gibt reichlich verschiedene Düfte, die reinigen oder/und stimmungsaufhellend wirken. Welche wir verwenden, hängt davon ab, was wir lieben. Das ist wichtiger! Wenn ich Lavendel empfehle, weil der so wunderbar klärt und reinigt, und Person X aber Lavel nicht mag, dann soll Person X unbedingt was anderes nehmen. Etwas, das sie mag.

Das Zusammenmischen der duftenden Duschpampe war für sich schon heilsam. Manchmal mische ich mir auch Bachblüten zusammen. Ich weiß nicht mal, ob ich an die Wirkung von Bachblüten glaube. Ich weiß, dass mir das Herrichten des Fläschchens, das Aussuchen der passenden Blütenessenzen, das Tropfen, das Mischen und Einnehmen gut tun, weil ich da was FÜR MICH tu. Weil ich mir damit selber signalisiere, dass ich will, dass es mir besser geht. Diese Information kommt an und wirkt.

Oh, und was auch gut tut, weils ein bisschen Zeit und Sorgfalt braucht, sie zuzubereiten, weil sie duftet, gut schmeckt, warm ist, goldgelb ist und wirklich heilsame Wirkung hat: Goldene Milch.

Was auch hilft: Sich ans Innere Selbst wenden und um Hilfe bitten. Das heißt: Vetrauen üben. Das war mir abhanden gekommen, die Tage. Das neue Buch hilft mir grad sehr gut dabei. Wobei das Wichtigste ist, dass ich bereit bin, wieder Vertrauen zu üben. Die jeweilige spirituelle Praxis dazu fügt sich dann, findet sich oder/und ist sowieso schon in unserem Re­per­toire. Das Heilsame ist die Einstellung, die Art und Weise, wie wir sie ausüben. Z.B. habe ich die letzten dunklen Tage viel mit dem I Ging gearbeitet, und an den schwärzesten Tagen hat meine innere Haltung und Einstellung beim Befragen dazu geführt, dass mich die Antworten noch pestiger gemacht haben. Dafür könnte ich mich jetzt schämen, aber da hat niemand was davon. X) Stattdessen guck ich mir die erhaltenen Hexagramme jetzt noch mal an, mithilfe meines neuen Buches.

Eya.

Was auch heilsam ist: Tun, was ich mir vorgenommen habe. Ich hatte mir vorgestern vorgenommen, einen Artikel zur Anti-Pest-Praxis zu schreiben. Das hab ich jetzt gemacht. Oke, ich wollte einen strukturierten und viel tolleren Artikel schreiben.
Was auch heilsam ist: Anzunehmen, was IST, statt darüber zu hadern, was hätte sein sollen. Es ist jetzt halt dieser Artikel hier geworden.

Achnee. Grad seh ichs: da sind Elefanten drauf.

Beruf, Berufung und Gelderwerb

Das wird bisschen Seelenstriptease. Ich finde das angebracht, um einige offene Fäden hier zu verweben. Für die, die’s interessiert.

Ers schon ganz gespannt… Wayne

Also.
In den Kommentaren zu einem Beitrag nebenan im Vetchblog hat Sólveig mich gefragt, wie weit ich mit meiner Selbstständigkeit bin.
Das hatte ich ja groß hier erzählt und verkündet, dass ich mich selbstständig mache.

Ich hatte dabei sehr vage Vorstellungen.
Das heißt, ich habe eine sehr klare Vorstellung:
Ich will einen Laden mit Raum für Trommelkreise, Feste, Seminare. Im Laden solls alles geben, neu und 2nd Händ, was ich, Vetch, für angebracht erachte. Von Klamotten über Bücher, Musik, Postkarten, Schmuck, Esoterika bis hin zu Deko-Kram und was halt vorbeikommt und mir in den Kram passt, im wahrsten Sinne des Ausdrucks. Ich hab z.B. eine Quelle für ganz wunderbare Geschirrtücher, die würden da auch ein Plätzchen finden.
Der Rote Faden dieses Konzeptes bin ICH. So viel Selbstbewusstsein habe ich tatsächlich, dass ich davon ausgehe, damit kann ich Erfolg haben.
Ich kann keinem Buchhandel, keiner Media-Mall und keinem exquisiten 2nd Hand Klamottenladen Konkurrenz machen, und Läden mit hübscher Heimdeko haben wir hier eh schon einige.
Ich habe nur meinen Geschmack und meine Intuition, und ich vertraue darauf, dass meine KundInnen dann mir vertrauen – und dem, was ich für sie ausgesucht habe.

So weit so fein. Das ist ein hübscher Plan.

Über die Beratung zur Existenzgründung veränderte sich dieser Plan bis zur Unkenntlichkeit. Das liegt daran, dass ich kein Startkapital habe und nicht einfach einen Laden mieten und einrichten kann.
Was dann zum Schluss rauskam: Onlineshop einrichten.

Das fand ich kurz ne tolle Idee. Und dann wurde mir klar, dass ich überhaupt keine Ware habe, außer bunter Armreifen aus Fummelperlen und paar Postkarten…

Wenn ich Gewerbe anmelde, dann muss ich mich privat krankenversichern. Das sind so 300.- € im Monat. Dazu kommen viele andere Auflagen, die der normale Geschäftsmensch locker durchschaut und bewältigt. Mich lähmt das nicht nur, es erbost mich. Ich bekomme dann so nen widerlichen, pestigen Zorn.
Ich würd ja gerne, aber SIE lassen mich nicht, mit diesen bescheuerten Regeln und Gesetzen, die alles Kreative hier in Deutschland im Keim ersticken. Hier bekommst du doch kein Bein auf den Boden, wenn du nicht genug Geld, ne super Ausbildung hast (ich hab Ergotherapeutin ‚gelernt‘ und kann und will in dem Beruf nicht arbeiten), und abgebrüht bist–

Jo, da kann ich lange toben und hadern.
Da ist auch was dran, es ist allerdings nicht die ganze Wahrheit.

Was ich auch nicht habe sind Erfahrung und Mut. Und so richtig was gelernt hab ich auch nicht.

Jo. Dieser Erkenntnisprozess zog sich so über den Sommer, und ich hab mich auch echt geschämt. (Drum hab ich hier davon auch nichts mehr erzählt…)
Die Depression die Tage hatte natürlich auch damit zu tun.
Ich bin jetzt an dem Punkt, da ich kapituliere, wie ich es zum Thema „Beziehung“ in den A-Gruppen gelernt habe: Ich habe KEINE AHNUNG, was ich machen soll.

Ich bewerbe mich jetzt wieder für den Sozialbereich. Und ich mache weiter Postkarten. Und so.

Tatsächlich gehts mir bisschen besser. Ich tu das Naheliegende und das ist eh reichlich. Eben kam eine Absage rein, ich muss also nicht Arbeitsvermittlerin im Rahmen des SGB III werden. Ist doch gut…

Auch interessant, dass ich fast alle Beiträge zum Thema Job und Gelderwerb mit „Angst“ tagge…

Naja, hier&jetzt das Naheliegende.

Update aus dem Labyrinth

Ums ein Mal klar zu sagen: Ich hatte hier grauenhaften Streit mit meinem Gefährten, und das über Tage (Wochen?).
Der ist jetzt vorbei.
Mehr Details möchte ich nicht dazu schreiben, weils nicht nur mich allein betrifft und ich nicht indiskret sein möchte.

Ohne Details:
Das Labyrinth-Symbol, das Sólveig eingebracht hat, war auch für mich hilfreich. (Und auch sehr unser Austausch in den Kommentaren zu meinem Labyrinth-Post.)

Erst mal rein, versucht, mit meinen bekannten Strategien das Problem zu lösen. Dadurch immer mehr verstrickt, immer tiefer ins Labyrinth.
An jeder Biegung was abgelegt.
Schließlich ganz allein und ohne Alles in der Mitte. Nur noch den Ariadne-Faden hatte ich: Mich erinnert an das, was ich wirklich will in meinem Leben.
Eine Entscheidung getroffen.

Die hat dann auch dazu geführt (so indiskret bin ich dann doch), dass mein Gefährte in der Mitte seines Labyrinths ankam und auch seine Entscheidung getroffen hat. Er hat auch seinen Faden.

Jetzt wieder auf dem Weg raus. Finde an jeder Biegung ein Geschenk.

Jo, soweit. Außerdem haben wir wieder Internet-SNAFU, ich weiß nicht, wann ich für wie lange online bin.

Morgen Abend kommt, inshallah, meine Freundin Lady of the Dan für 3 Tage zu Besuch, darauf freue ich mich,

Wir haben unser Bett auf den Dachboden geschleppt, ich habe mein eigenes Zimmer, da richte ich mich ein, habe da hoffentlich bald (funktionierendes!) Internet, es ist unglaublich heiß, und seit gestern Abend sitzt ein kleines verängstigtes Kätzchen unterm Sofa und knurrt, grollt, faucht und zetert. Die braucht ein neues Zuhause und wir wollen sie aufnehmen. Mal sehn, ob das geht.

Eins nachm andern.

Jedenfalls, bin einigermaßen wieder da. 🙂