Wayne

Nachtaltar

Wayne kam grad wieder vorbei. Ich hab gestern Nacht hübsche Fotos von meinem kleinen Nachtaltar gemacht, und die wollt ich jetzt in einem Beitrag zeigen, und plötzlich war ich wieder dabei, nen Riemen zu meiner spirituelle Biographie zu verfassen. Weil ich meine, ich müsst erklären, warum ich nen Altar habe und warum da ausgerechnet Durga, Hanuman und Shiva drauf sind, und wie mein Verhältnis zu denen ist.
Und da muss ich erst mal AUSHOLEN…Ja genau. Wayne interessierts. Ich werd mal ne Bio-Seite für ihn posten.
Hier&Jetzt die Bilder. Sie sind mit Absicht so verschwommen, und die fehlenden bzw. knalligen Farben sind auch Absicht.


Ich wollt die in einer Reihe haben, drum sind sie so klein, Wers groß mag: anklicken.

Und warum Durga, Hanuman und Shiva, das ist leicht erklärt. Ich hab das Bild 2013 in Indien gekauft (erster und bis jetzt einziger Besuch dort). Ich wollte Durga, und die beiden andern sind halt mitgekommen und auch willkommen.
Meine Spirituelle Praxis diesbezüglich besteht darin, ihnen oft ne Kerze und/oder etwas Duftendes anzuzünden. Dabei übe ich, mich im Hier&Jetzt zu verankern. Und im Herzen zu bewegen, was die drei repräsentieren.

 
Achja, und weil ich grad bei indischen Gottheiten bin: Der in Köln verschwundene kleine Ganesha ist auch wieder aufgetaucht, nachdem ich ihn gerufen hab.

Stadtgeister, Gottheiten und so.

Nu hab ich, wie im Beitrag zuvor schon beschrieben, das Gefühl gehabt, dass ich erst Grundlegendes klären muss, bevor ich mich an dieses Thema wage.
Nämlich, ob ich Magie ausüben soll (und wenn nicht, warum nicht?), ob ich es überhaupt will, und was Magie eigentlich ist.

Ich hab mich – und das bei der Hitze! – mit der Forumilierung Forumlieruing FORMULIERUNG langer, verschachtelter Gedankengänge beschäftigt, einer wissenschaftlichen Abhandlung würdig. Ich verzweigte mich in endlose biografische Abschweifungen, ich suchte nach Zitaten und streute unter alles reichlich Fußnoten―

Also, in Wirklickeit hab ich nichts dergleichen gemacht, weil’s viel zu heiß ist. Außerdem kam, als ich erschöpft ins Template starrte und mir vor dem, was ich vorhatte, ordentlich graute, also, da kam ein alter Cowboy auf einem müden Pferd vorbei und rief „Hey, leg endlich los, mich interessierts!“
Genau –
Wayne interessierts

Also endlich zum Thema StadtGeister und -Gottheiten.

Und da fang ich gleich mit dem Downer an (wahrscheinlich der wahre Grund für mein Bedürfnis nach langen theoretischen Abhandlungen):
Ich habe so gut wie keine Praxis noch bewusste Erfahrung mit diesen Dingen. Ich habe eine sehr diesseitige Wahrnehmung. Eine, wie ich finde, sehr gute diesseitige Wahrnehmung, mit der ich voll zufrieden bin. Was ich nicht kann (oder jedenfalls nicht versucht habe): Kontakt zu Ortsgeistern, Gottheiten und dergleichen aufnehmen. Ich meine diese Art von Kontakt, von der ich öfters lese: Trance, Kommunikation, Botschaften, besondere Wahrnehmungen.
Und trotzdem haben mich Sólveigs Artikel zu „Gotham Sprits“ und auch der von ihr verlinkte Blog sehr angesprochen.

Gotham Spirits | Tales of an Urban Priestess.

Am Ende des Artikels fragt Sólveig

Wie empfindet ihr eure Stadt? Was wäre sie für eine Person, könnte man sie in all ihren Besonderheiten und Eigenschaften zusammen fassen?

Und da war ich ratlos. Rückblickend hab ich ja sowas von aufm Schlauch gestanden! Vielleicht lags daran, dass Merkur nach seiner letzten Rückläufigkeit immer noch durch die Schattenzone wanderte. (Das is Astrosnack, bei Bedarf poste ich dazu auch mal was.)
Jedenfalls hat mich das tagelang beschäftigt. Welche Person, Entität, Gottheit wohnt und wirkt in Mannheim?
In München war das leicht, da steht Mother Mary genau in der Mitte (auf dem Marienplatz). Köln hat die Drei Könige, die heilige Ursula und ihre elftausend Jungfrauen. Mannheim hat… öm… ne Wolfsangel im Wappen. Und nen Löwen. Doll.

Als ich dann neulich in den Quadraten unterwegs war, in der Nähe vom Marktplatz, auf der Fuzo, wo vielerlei Volk aus vielerlei Ländern wuselt, handelt und treibt, da wars sie deutlich zu spüren, die Energie von Mannheim. Eine weltoffene Stadt, kommunikativ, umtriebig. Handel und Kommerz. Hermes! Ja, klar, wer sonst! Und das ist mir nicht vorher eingefallen! Mir, die ich von Hermes (damals noch in München) so ein bisschen angezappt wurde. (Glaubich.)

Und, achja, wer steht da mitten aufm Marktplatz (wo sonst)?!?
Hermes MA

Den hatte ich natürlich schon bei meinem allerersten Besuch hier bemerkt, fotografiert, mich super drüber gefreut, dass ich Ihm ausgerechnet hier begegne.
Und dann – irnzwie vergessen. X)

Naja, alles zur passenden Zeit.

Und nu muss ich zum Dhikr, und es ist eh fürs Erste alles gesagt. Der nächste Schritt wird sein, bewusster zu spüren, wenn ich durch die Stadt streife.

Kerykeion