Werkzeug

Der Kessel, die Labyrinth-Tarot-Legung und was mir sonst noch einfällt…

Oje – seit Tagen schreib ich schon annem Beitrag rum. Themen sind Tarot, die Jahreszeitenfeste, Gottheiten und andere Sachen, die ich in den Kessel geworfen habe und die jetzt hochkochen.
Den Kessel hab ich seit diesem Post angelegt, vor mehr als zwei Monaten. Eine Geschichte zum Labyrinth von gestern ist die erste abgefüllte Essenz aus diesem Kessel. Eigentlich war ja der Plan — „Der Plan ist, dass ich zum Vollmond einen wunderbar wirksamen Zaubertrank habe. Oder so. X)“
Oder so. Ich mach keine Prognosen zu Timing mehr, es kommt ja doch fast immer eh ganz anders.
 

Was sich gefügt hat:
Seit ner Woche oder länger beschäftige ich mich damit, ein Tarot-Legungsmuster zum Labyrinth zu finden.
Dann veröffentlichte Sólveig einen Artikel — Divination und Kommunikation mit Göttern | Tales of an Urban Priestess — der wiederum auf einen Artikel von Myriad verweist — Divination als Kommunikation zwischen Göttern und Menschen | Weaving the Net.

Beide Artikel finde ich informativ und inspirierend. (Inkl. der Kommentare untendrunter. Ich kann wirklich nur empfehlen, bei interessanten Artikeln immer auch nach den Kommentaren zu gucken.) Außerdem hab ich über dieses fröhliche Vernetzen ne alte Freundin gefunden null wink zu Sati.

Viel Input. Und wenn ich den in einem Beitrag zu verarbeiten versuche, geht bei mir oft ein automatisches Schreiben los, indem ich versuche zu erklären, wie ich zu Gottheiten und Magie stehe und wie ich damit wirke.
Ich mag das nicht erklären, solange ich es nicht besser kann als mit dem wortreichen Rumgeeiere, das zur Zeit dabei rauskommt. Vielleicht kann ich es mal; jetzt nicht. Hier&Jetzt: zur Sache!

Ich habe also an einer Tarotlegung zum Labyrinth rumgeknuspert. Die Idee lässt mich nicht los. Anders als Sólveig und Myriam und andere, die die oben verlinkten Artkel kommentiert haben, verwende ich Tarot sehr strukturiert. Ich schließe die Bedeutungen der Karten der kleinen Arkana aus ihrem Element und der Zahl, die Trümpfe haben ein Schlüsselwort, ich habe ein festes Legemuster, das ich seit Jahren verwende. Nur dieses eine Muster.
Die Ergebnisse, die ich damit erziele, sind gut, wenn ich für mich selber lege und wirklich ein Anliegen habe.
Auch gut, wenn ich für andere lege (Leute, die mich darum bitten, haben in der Regel auch ein wirkliches Anliegen).

Naja, ich brauch eigentlich kein anderes Muster, und ich weiß auch noch nicht, ob ein Labyrinth-Legemuster nützlich ist.
Ich poste hier, worauf ich gekommen bin, zum Licht dranlassen. Dinge, die ich hier öffentlich mache, scheinen mir plötzlich viel ‚wirklicher‘

Btw: sorry wg. scheußlich X)

Die Karten 1-4 sind der Weg ins Labyrinth rein. Sie deuten auf das, was abeglegt werden muss.
Die 5 ist das Monster in der Mitte.
6-9 sind die Dinge, die wir beim Rausgehen hinter jeder Biegung als Geschenk finden.

Ich hab mit der Legung noch keine Erfahrungen gesammelt. Sobald ich das tu, erzähle ich hier davon. Und wenn jemand anders die mal ausprobiert, freu ich mich auch sehr über Feedback.

Dann hab ich noch den Jahreszyklus ins Labyrinth gepackt. Aus aktuellen Erfahrungen dieses Jahr hab ich den Eingang auf Lammas gelegt. Ist auch passend, find ich. Ab Lammas geht es merklich in die dunklere Jahreszeit.
Weil ich mich vergimpt habe, ist das alles sehr winzig. (Gimp ist mein Bildbearbeitungsprogramm.)
 

Viel größer brauchts auch nicht sein, weil ich nicht allzuviel damit anfangen kann. Ich halte gar nicht so viel davon, alles in Muster zu pressen. Ich hab allerdings ne starke Neigung dazu 🙂

Vielleicht ist es ja für was gut.

rückläufige Planeten

Ich bin keine Astrologie-Fachfrau, trotzdem habe ich schon viel von Astrologie profitiert. Dabei kann ich gar nicht sagen, dass ich daran ‚glaube‘.
Ich stelle fest, dass manche Informationen und Erklärungen, die über Astrologie zu mir finden, mir sehr hilfreich sind.

Hier was Grundsätzliches zu rückläufigen Planeten.


 
Was rückläufige Planeten wirklich sind, also, astronomisch, wird z.B. im AstroWiki erklärt.
Auf der Seite finden ihr unten auch die Daten und die Punkte im Zodiak, an denen die jeweiligen Planten rückläufig werden.

Hier interessiert mich mehr die astrologische Bedeutung dieses Phänomens.
Im AstroWiki steht dazu, die Kraft der entsprechenden Planeten wirke nach innen und bedürfe einer Auseinandersetzung und Verarbeitung.

Zur Zeit des Rücklaufs kann es auch sein, dass wir die Energie/Information des betreffenden Planetens, gefärbt durch das Zeichen in dem er rückwärts geht, richtig reingerieben kriegen. Es kann (oberflächlich betrachtet) zu Verzögerungen, Pannen, Irrtümern und Hindernissen kommen.
Es kann auch sein, dass alte Themen wieder hoch kommen, damit wir mit ihnen wirken können. (Das kann vom Verwirklichen über Transformation bis zum endgültigen Seinlassen reichen.)
Die Herausforderung liegt darin, die Zeit zu nutzen, um zu Üben. Da können wir überarbeiten, richtig was lernen und transformieren.

 
Was noch wichtig ist und oft übersehen wird: die Rückläufige Phase endet in der Astrologie nicht, wenn der Planet wieder ‚vorwärts‘ läuft, sondern erst, wenn er im Zodiak über den Punkt gelaufen ist, an dem er rückläufig wurde.

Hier als Beispiel irnznen Planet eurer Wahl, der im Skorpion rückläufig wird.

 
 
Punkt 1 wird vor der eigentlichen Rückläufigkeit passiert. In der Zeit zwischen Punkt 1 und Punkt 2 funktionieren alte Muster (z.B Verhaltensweisen, Erwartungen, Überzeugungen, Strategien etc.) nicht mehr gut, werden schwächer, bis sie bei Punkt 2 ganz verschwunden sein können.
Alte Themen können hoch kommen und sollten angesehen/wahr-genommen werden.
Worum es genau geht leitet sich ab aus dem, was der Planet symbolisiert, gefärbt durch das Zeichen, in dem es passiert. Zusätzlich interessant sind auch die Häuser und Aspekte persönlicher Planeten unserer individuellen Radix-Horoskope.
Achja, und natürlich ist am Wichtigsten, was wir konkret ERLEBEN. Astrologie kann ein Werkzeug zum Verstehen sein; sie ist keine Sammlung von Vorschriften und Wahrheiten.


Punkt 2 ist der Moment, da der Planet rückläufig wird. Jetzt bewegt er sich auf Punkt 3 zu.
Jetzt ist es Zeit, mit den alten Themen zu arbeiten/zu wirken.
Dabei werden u.U. bestimmte Strategien, Autopiloten, Verhaltensmuster nicht mehr funktionieren, und wir werden sie ablegen und/oder verändern müssen. Wobei in diesem Stadium noch nicht klar ist, durch was sie ersetzt werden. Das kann beängstigend sein und sich sehr unangenehm anfühlen (dieses Gefühl wird im Tarot durch die 5er Karten symbolisiert), ist aber Not-wendend. Es gilt, das Naheliegende zu tun, und dabei eben nicht auf die alten Strategien zurückzugreifen, die uns jetzt u.U. um die Ohren fliegen.

 
Punkt 3 ist der Moment, da der Planet wieder die „Richtung wechselt“ und vorwärts läuft. Zu diesem Zeitpunkt kann es gut sein (wenn wir vorher bisschen Hausaufgaben gemacht haben), dass wir neue Erkenntnisse gewonnen haben, die wir umsetzen können. So können wir erleben, wie sie funktionieren und sie anpassen. Finetuning.

 
Punkt 4 ist der Moment, da der Planet die „Schattenzone“ seiner Retrophase verlässt und ‚Neuland‘ betritt. Und wenn alles fein gelaufen ist, haben wir jetzt neue Muster zur Verfügung.

 
Das Beispiel ist bisschen verändert aber hauptsächlich bloß ins Deutsche übersetzt, was ich auf der Lunarium Site gefunden habe:
About Retrograde Planets ff.)

 
Und noch mal: Das Ganze ist nicht Die Wahrheit, sondern ein Werkzeug, das wir verwenden können oder auch nicht.
Eh klar.

Aktuell ist Venus Rückläufig. Dazu hab ich nen Text von einer Fachfrau gefunden, den ihr euch angucken könnt:

Die rückläufige Venus 2015 | Astrologie Köln | Sabine Bends

Und noch ein interessanter Artikel:

Rückläufige Venus im Löwen : Sei Du selbst. Jeder andere ist bereits vergeben.
Aktuell befinden wir uns, was Venus angeht, bei Punkt 2.

Achja, und wenns Fragen gibt: immer her damit! 🙂

Input

Jo, der Mond nimmt zu. Ich bekomme Input. Beim abnehmenden Mond hab ich noch so wunderbar in Ruhe alten Kram gesichtet, verwoben und ausgemistet. Und jetzt habe ich ein Riesenknäul an Neuem. Informationen, Bücher, Ideen, Anforderungen, INPUT.

Sichten, verweben, ausmisten?

Ich fühl mich grad bisschen überwältigt.

Ich habe beschlossen, dass ich das vermeintliche Chaos hinnehme. Ich erkläre es mit der Tide of the Time: es gehört zum zunehmenden Mond.
Ich stelle mir einen Kessel vor, da werf ich jetzt alles rein und lass es erst mal kochen. Ab und zu rühren, den Kessel im Auge behalten, dass nichts überkocht, und vielleicht auch bisschen würzen… Vielleicht eine kleine Vorauswahl, damit nichts in den Kessel kommt, das ich dann nicht auch im Trank haben möchte.
Ich hab das Gefühl, das ist wichtig. Keine Sachen in den Kessel tun, von denen ich sicher weiß, dass ich sie nicht mag.
Sonst würd ich immer dieselbe alte Suppe kochen.

Der Plan ist, dass ich zum Vollmond einen wunderbar wirksamen Zaubertrank habe. Oder so. X)

Es ist schön, mit Bildern wie Kessel und Zaubertränken zu spielen, aber die Landkarte ist nicht die Landschaft.
Auch so ein Input, der mir grad einfährt: Allgemeine Semantik. Wenn ich wieder klar denken kann, schreib ich was darüber. Vielleicht um den Vollmond rum. <\8)

Hier&Jetzt Schluss mit dem wirren Output, nur noch die Daten:

Gestern war Halbmond, Vollmond haben wir nächste Woche,
Freyjatag, 31. Juli, um ca. 12:40 h im Wassermann..