zyklisch

Jahreszeitenfeste 2016

Dieses Jahr wird gefeiert.

Seit vielen Jahren hab ich das Feiern der ’neuheidnischen‘ Jahreszeitenfeste nicht mehr betrieben ~

~ ich nenns ’neuheidnisch‘, damit klar ist, dass ich mir nicht einbilde, das wären uralte, überlieferte keltische Feste oder sowas. Diese 8 Feste sind eine Erscheinung unserer Zeit, in der sich alte Traditionen wiederfinden, vermischt mit modernen Einflüssen, befeuert vom Sehnen nach tiefen, bewegenden, sinnvollen Ritualen und Feiern.
Ich sehe mich selbst absolut nicht als ’neuheidnisch‘. Ich weiß nicht, wer dieses Wort erfunden hat, aber ich bin jedenfalls keine Heidin. Ich feiere so gut wie nie draußen (Stubenhockerin is my middle name), und auf der Heide schon gar nicht.

Wo war ich? Ahja.

Seit vielen Jahren hab ich das Feiern der acht Jahreszeitenfeste nicht mehr ‚richtig‘ betrieben. Ich habe immer mehr oder weniger umdekoriert und einzelne Rituale gemacht. Wenn ich ehrlich bin: meist gings übers Kerzensegnen zu Lichtmess (zu Anfang des neuen Jahreszyklus‘ noch voller Vorsätze und Elan) nicht hinaus.

Das war oke so, mit der Zeit habe ich gefunden, dass ich mich dazu nicht zwingen brauch. Dass sich bestimmt Dinge fügen und die Übergänge der 8 Tides (so nenn ich das) wirken und wahrnehmbar sind, ob ich das nun groß feiere oder nicht.

Dies Jahr aber habe ich schon einen wichtigen Anlass, das Ahnenfest (Heloween) mit meinem Gefährten zusammen zu begehen, und da hab ich beschlossen, dass ich dieses Jahr alle Feste mit ihm zusammen feiere.
Und zwar richtig amtlich, mit Termin, bisschen Vorbereitung, Zirkel, Reinigung, Handlung.
Für meinen Gefährten ist das absolut neu, und ich freue mich, dass er sich drauf einlässt.
Ich wills auch ganz schlicht und harmlos halten. Mir gehts jetzt wirklich darum, alle 8 Feste zu begehen und eben nicht nur nach Intuition zu surfen, sondern mir vorher was zu überlegen, ihn da einzubeziehen und es dann auch durchzuziehen, selbst wenn es sich zum vorgenommenen Termin dann doch nicht so stimmig anfühlen sollte.
Das geht auf jedenfalls besser, wenn ich das nicht alleine mach (dann mach ichs nämlich nicht; wie die letzten Jahre erfahren), sondern für jemanden was vorzubereiten und dann auch durchzuziehen habe.

Das ist bisschen so wie das wöchentliche Putzen hier, das ich SUPER finde. Und alleine würd ichs nicht machen. Und ich habe auch nie wirklich Bock drauf, wenns dann so weit ist…

Und hinterher ist die Wohnung gereinigt und klar, und ich bin FROH.

Und so ungefähr, stell ich mir vor, soll das dies Jahr mit den Festen laufen.

In diesem Sinne: Der Tempel ist eröffnet :)

 

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Tagebuch

So, ich war abgetaucht. Hab mich eingependelt, war kreativ und fast nicht online.
Eine segensreiche Neumondphase haben wir, finde ich.

Ich wollt was übers Tagebuch schreiben. Es schreiben ja viele Leute Tagebuch, sogar Ronco der Geächtete hat sich trotz eines Lebens voll beispielloser Härte und Spannung immer wieder die Zeit genommen-

 

Ich schreib Tagebuch seit ich 11 bin. Und seit ich nen eigenen Computer habe (seit ca. 1996), schreibe ich Tagebuch am Computer. Das, was mir da fehlt – Sachen einkleben, kritzeln, anfassen, riechen – das hab ich mehr als genug in meinen diversen Reinkritzelbüchern.

Mein Computertagebuch kann ich auch mit Bildern bestücken, ich kann kommentieren, und ich kanns auch einfach NIE WIEDER lesen, ohne, dass es mich stört, weils Platz verbraucht. Tagebuch, ist bei mir jedenfalls so, ist lebenswichtig zum Erzählen, Reflektieren und Heilen, also zum Schreiben.
Weniger zum Lesen.

Trotzdem ist es auch manchmal spannend, sich zu erinnern, was früher los war.

Seit ich am Computer schreibe, seh ich, was in den Jahren zuvor um die gleiche Zeit los war, denn ich schreibe nicht mehr alles hintereinander, sondern nach Datum untereinander. Ich hab 8 Tagebuchfiles, die ich zu den Jahreszeitenfesten wechsle. Und heute z.B. finde ich Einträge vom 14. Dezember 2012, 2013 und 2003.

Ich mag das so. Ist weniger linear und mehr zyklisch. Mag ich.